Kategorie: Regional

  • Türkische Imame starten Fortbildungen zur Integration

    Türkische Imame starten Fortbildungen zur Integration

    Türkische Imame starten Fortbildungen zur Integration
    Langfristig auch gesamte Ausbildung in Deutschland geplant

    Hannover (epd). Imame aus 13 niedersächsischen Moscheegemeinden haben eine zehnmonatige Fortbildung zur Integration begonnen. Die aus der Türkei stammenden Imame können ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern und werden in Landeskunde fortgebildet, sagte die Regionalleiterin der Goethe-Institute in Deutschland, Angela Kayar, am Dienstag bei der Auftaktveranstaltung in Hannover. „Die Imame spielen für die Integration eine wichtige multiplikatorische Rolle.“

    Wolf Walther vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus Nürnberg sagte, die Fortbildungen seien zunächst eine Übergangslösung. „Langfristig ist es sicher sinnvoll, eine theologische Ausbildung an deutschen Universitäten wie in Osnabrück anzubieten.“ Dort startet im Oktober ein Weiterbildungsprogramm. Langfristig soll an der Hochschule der erste Master-Studiengang für Imame eingerichtet werden.

    Das bundesweite Fortbildungsprogramm „Imame für Integration“ startete im vergangenen Jahr bereits in Nürnberg und Köln. An dem über drei Jahre angelegten Projekt nehmen insgesamt 130 türkische Imame teil, die erst seit kurzem in Deutschland leben. Die Fortbildungen werden vom Goethe-Institut veranstaltet und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) gefördert.

    Internet: www.ditib.de, www.goethe.de (8098/28.9.10)

    Quelle:

  • Diplomatische Manöver gegen Kurden

    Diplomatische Manöver gegen Kurden

    29.09.2010

    Diplomatische Manöver gegen Kurden
    Ankara läßt Besuch bei Öcalan zu – und koordiniert international Vorgehen gegen PKK

    Von Nick Brauns
    Nachdem in der vergangenen Woche Gespräche türkischer Regierungsvertreter mit dem inhaftierten Vorsitzenden der illegalen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, bekanntwurden, durfte am Montag mit der Vorsitzenden des Kongresses für eine Demokratische Gesellschaft (DTK), Aysel Tugluk, erstmals auch eine führende kurdische Politikerin den Inhaftierten auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer besuchen. Tugluk soll dabei Presseberichten zufolge versucht haben, den PKK-Führer im Namen der im DTK zusammengeschlossenen kurdischen Vereinigungen und der Partei für Frieden und Demokratie (BDP) zu einer permanenten Waffenruhe der Guerilla zu bewegen.

    Unterdessen traf sich am Wochenende der türkische Innenminister Besir Atalay mit Vertretern der autonomen kurdischen Regierung im Nordirak, um Maßnahmen gegen das Einsickern von PKK-Kämpfern aus dem Nachbarland in die Türkei zu erörtern. Atalays Gespräche seien Teil eines im April zwischen der Türkei, dem Irak und den USA vereinbarten Antiterroraktionsplans, meldete die Tageszeitung Hürriyet am Montag. In diesem Zusammenhang sei dem deutschen Innenminister Thomas de Maizière in der vergangenen Woche bei seinem Besuch in Ankara ein Dossier über PKK-Aktivitäten in Europa übergeben worden. Es könne nun überraschende Razzien gegen Mitglieder der PKK und ihr nahestehende Organisationen geben, mutmaßt die Zeitung. Vizeministerpräsident Cemil Cicek kündigte am Dienstag an, im Parlament eine Verlängerung des am 17. Oktober auslaufenden Mandats für grenzüberschreitende Militäroperationen gegen PKK-Rebellen zu beantragen.

    Quelle:

  • „Integration durch Austausch“

    „Integration durch Austausch“

    Der stellvertretende Bürgermeister der türkischen Hauptstadt Ankara, Ali Ulusoy (großes Foto stehend), lud Bürgermeister Richard Borgmann zum Besuch ein. Im Autohaus Rüschkamp informierte Inhaber Joan Hendrik Rüschkamp seine Gäste auch über das Thema Integration am Arbeitsplatz. Foto:
    (wer)

    Lüdinghausen –
    „Integration durch Austausch“ – diesem Ziel hat sich das Multikulturelle Forum (MKF) aus Lünen
    verschrieben. Und setzt dies seit nunmehr 25 Jahren auch um. In Kooperation mit der türkischen Divrigi-Stiftung in
    Ankara werden unter anderem Austauschprogramme für Jugendliche in Deutschland organisiert. Ob davon auch junge
    Menschen in der Steverstadt profitieren können, muss die Zukunft zeigen.

    Ein Anfang ist mit dem Besuch einer türkischen Delegation am Montag im Lüdinghauser Rathaus gemacht. Unter den Gästen waren
    mit MKF-Geschäftsführer Kenan Kücük auch ein gutes Dutzend Gäste aus der Türkei, die sich derzeit auf einer Informationsreise in
    der Region befinden. Auf Initiative von Joan Hendrik Rüschkamp, dessen Autohaus auch einen Standort in Lünen hat, machten die
    Besucher aus Anatolien Station in der Steverstadt. Unter ihnen waren mit Ali Ulusoy der stellvertretende Bürgermeister der
    Hauptstadt, außerdem der Ehrenvorsitzende der Divrigi-Stiftung, Ali Arif Atay, und der sozialdemokratische Parlamentsabgeordnete
    M. Ejder Özdemir.
    Der Abstecher in die Steverstadt war allerdings kein Zufall. Hatte doch bei dem seit fünf Jahren vom MKF vergebenen
    Multi-Kulti-Preis der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in diesem Jahr den dritten Rang erreicht. Ausgezeichnet wurde dabei die
    Arbeit von Sabine Schröder und ihrer ehrenamtlichen Mitstreiterinnen vom Fachdienst für Integration und Migration. Sie erläuterte
    der Runde ihren Einsatz vornehmlich für Menschen, die in Deutschland nur geduldet seien. Diese hätten beispielsweise keinen
    Zugang zu irgendwelchen Integrationsmaßnahmen wie etwa Sprachkursen.
    Bürgermeister Richard Borgmann sah den Besuch aus der Türkei als Chance: „Vielleicht könnte er ein Auftakt sein, dass ihre und unsere Jugend in engeren
    Kontakt treten.“ Er verwies auch darauf, dass viele Lüdinghauser die Türkei als Urlaubsland schätzten. Der Divrigi-Vertreter Ali Arif Atay stellte aber fest, dass sein
    Land über den touristischen Aspekt hinaus viel zu bieten habe – „kulturell, historisch und wissenschaftlich“. M. Ejder Özdemir ergänzte: „Die Türkei ist auch
    wirtschaftlich ein interessantes Ziel.“ Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister von Ankara luden sie Borgmann zu einem baldigen Besuch ein.
    Die Visite in der Steverstadt ging mit einem Betriebsbesuch im Autohaus Rüschkamp weiter. Am Abend wartete eine Stadtführung auf die Delegation.
    VON PETER WERTH, LÜDINGHAUSEN
    Quelle:

  • Türkei darf nicht frei von Christen werden

    Türkei darf nicht frei von Christen werden

    28. September 2010
    Türkei darf nicht frei von Christen werden

    Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion befasst sich mit dem ‚C’.

    Berlin (kath.net/idea)
    Einst urchristliche Regionen wie die Türkei dürfen nicht zur christenfreien Zone werden. Das sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, auf einer Veranstaltung seiner Fraktion am 27. September in Berlin. Er betrachte mit großer Sorge, dass Christen die am meisten bedrängte Religionsgemeinschaft der Welt seien.

    Kauder bezeichnete das Recht auf freie Religionsausübung als „das elementarste Menschenrecht neben dem Recht auf Leben“. Er trete dafür ein, dass Muslime in Deutschland Moscheen errichten können. Zugleich erwarte er, dass auch Christen in der Türkei, in Indonesien und Malaysia Kirchen bauen können. Kauder sprach vor 700 Teilnehmern der Tagung zum „C“ im Parteinamen. Nach seinen Worten ist das christliche Menschenbild „der Marken-Kern der Unionsparteien“. Zu den zentralen Aufgaben eines Christen gehöre der Schutz des Lebens. Kauder: „Es muss uns bedrücken, wenn es um jeden gefällten Baum eine große Diskussion gibt, aber relatives Schweigen, wenn jedes Jahr 130.000 Kinder abgetrieben werden.“ Der Mensch dürfe auch nicht „verzweckt“ werden. So solle man nicht mittels Präimplantationsdiagnostik (PID) auswählen, wer auf die Welt kommen soll. Die Unionsfraktion setze sich dafür ein, dass dieses Verfahren verboten werde. Geschützt werden müsse auch das Ende des Lebens: So dürfe es keine aktive Hilfe zum Sterben geben, sondern Hilfe, Unterstützung und Beistand beim Sterben.

    Kauder ging auch auf die Diskussion um die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze ein. Der Entwurf der Bundesregierung sieht eine Steigerung um fünf Euro auf 364 Euro vor. Sozialleistungen dürften nicht den Status von Hilfeempfängern zementieren, sondern müssten dazu verhelfen, das Leben aus eigener Kraft zu bewältigen, so Kauder. Eine dauerhafte Abhängigkeit von staatlichen Leistungen habe wenig mit dem christlichen Menschenbild zu tun.

    „Wer abtreibt, wird schuldig“

    In einer Podiumsdiskussion äußerte sich der amtierende EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), unter anderem zur Abtreibungsproblematik. Er kenne keine Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch leicht nehme. „Wer abtreibt, wird schuldig“, so Schneider. Es gebe aber Situationen, die ausweglos erschienen. Es sei daher ein kluger Weg, dass Abtreibungen straffrei seien. Er stehe auf der Seite der Frauen und sei bereit, dafür im Zwielicht zu stehen – auch wenn er sich dort unwohl fühle. Zwar könne die von den Kirchen angebotene Beratung bei Schwangerschaftskonflikten nicht jede Abtreibung verhindern. Sie sei aber keine Lizenz zum Töten. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg), sagte, das „C“ in der CDU sei ein Alleinstellungsmerkmal, für das er dankbar sei. Zugleich müsse dieser Selbstanspruch der CDU immer wieder überprüft werden. Die Kirche könne nicht alle Entscheidungen der Politik billigen.

    Deutschland braucht christliche Mission

    Die stellvertretende Generalsekretärin der CSU, Dorothee Bär, bedauerte, dass die Mehrheit der Deutschen mit christlichen Festtagen nichts mehr anzufangen wisse. Bär: „Es feiern heute mehr Menschen Halloween als den Reformationstag.“ Die Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Maria Flachsbarth, sagte, Deutschland habe christliche Mission nötig. Einer Einführung von muslimischen Festtagen als gesetzliche Feiertage stehe sie „sehr zurückhaltend“ gegenüber.

    Quelle:

  • Wann ist man deutsch?

    Wann ist man deutsch?

    Wann ist man deutsch?
    von Joe Dramiga, 14. September 2010

    ResearchBlogging.org

    Die Soziologen Michael Mäs und Kurt Mühler der Uni Leipzig haben sich gefragt bei welchen Merkmalen eine Person als „deutsch“ beschrieben wird. Zur Beantwortung dieser Frage überprüften sie zwei Hypothesen, die Assimilationshypothese und die Abstammungshypothese. Die Assimilationshypothese besagt, dass die Anpassung an zentrale kulturelle Merkmale von Bedeutung ist. Dies sind vor allem, so wird vermutet, die sichere Beherrschung der deutschen Sprache, die Zugehörigkeit zum Christentum, die Wohndauer in Deutschland und ein deutscher Ehepartner. Die Abstammungshypothese dagegen behauptet, dass man „deutsch sein“ nicht lernen kann: „deutsch“ ist man nur, wenn die Eltern Deutsche sind. Die Wissenschaftler befragten dazu 579 Menschen aus Sachsen. Die Daten wurden im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes “Ursachen für die Identifikation von Bürgern mit ihrer Region und Wirkungen auf ihr individuelles Handeln“ erhoben.

    Merkmale die das „deutsch sein“ bestimmen

    Dabei wurden den Befragten Situationsbeschreibungen von Menschen vorgegeben, die aus Kombinationen bestimmter kultureller und rechtlicher Merkmale bestehen, sogenannte Vignetten.

    Es gab folgende Vignettenmerkmale:

    Geburtsland: Deutschland, Frankreich, Türkei
    Staatsangehörigkeit der Eltern: deutsch, französisch, türkisch
    Wohndauer in Deutschland: seit 2 Jahren, seit 8 Jahren, seit 20 Jahren, seit Geburt
    Beherrschung der deutschen Sprache: fließend, gebrochen, kaum
    Religionszugehörigkeit: ohne Religion, Christ, Moslem
    Nationalität des Ehepartners: deutsch, französisch, türkisch

    Eine Vignette (Situationsbeschreibung für eine Person) würde z.B. lauten:

    Eine Person A ist in der Türkei geboren. Die Staatsangehörigkeit der Eltern von A ist türkisch. A lebt seit 8 Jahren in Deutschland. A spricht gebrochen deutsch und ist ohne Religion. A hat einen deutschen Ehepartner.

    Die Befragten wurden dann gebeten, die beschriebene Person nach der folgenden 7-stufigen Skala (-3 bis +3) nach ihrem „deutsch sein“ zu beurteilen:

    -3: auf keinen Fall deutsch
    0: unentschlossen
    +3: auf jeden Fall deutsch

    Jedem Befragten wurden 15 Vignetten zur Bewertung vorgelegt. Die 15 Vignetten wurden zufällig zusammengestellt und zufällig auf die Befragten verteilt. Der Vignettenfragebogen wurde schriftlich ausgefüllt.

    Die Verteilung der Bewertungen

    Knapp ein Drittel der Urteile (29,4 Prozent) wies den höchstmöglichen negativen Wert -3 (auf keinen Fall deutsch) auf. 6,7 Prozent der Urteile wiesen den höchstmöglichen Wert +3 (auf jeden Fall deutsch) auf. 19,3 Prozent der Urteile wiesen den Wert 0 (unentschlossen) auf.

    Diese Ergebnisse beziehen sich nur auf die Urteile (Die Prozentwerte wurden gerundet). Die 579 Befragten waren zufällig ausgewählt. Es ist denkbar, dass die Befragten ihr Urteil darüber, wann jemand als „deutsch“ zu bezeichnen ist, völlig unterschiedlich bilden. Die Befragten haben jeweils 15 Vignetten beurteilt. Damit lassen sich multivariate Analysen für jeden einzelnen Befragten durchführen. Es wurde eine befragtenspezifische Regressionsanalyse durchgeführt, um zu schauen, ob die Befragten ihre Urteile unterschiedlich bilden. Die Auswertung dieser befragtenspezifischen Regressionsanalyse hat gezeigt, dass sich die Befragten sehr stark darin unterscheiden, wie sie das Urteil, ob jemand deutsch ist, bilden. Die Einbeziehung demografischer Variablen der Befragten wie Alter, Familienstand, Geschlecht, Schulbildung und Einkommen zeigten kaum Wirkungen auf die Urteile.

    Deutsch ist, wer deutsche Eltern hat

    Die Abstammungshypothese wurde klar bestätigt. Wer deutsche Eltern hat, wird als „deutsch“ bezeichnet. Dieses Merkmal hatte die stärkste Wirkung. Die spezielle Hypothese zur kulturellen Ausschließung besagt, dass z.B. ein türkisch-stämmiger Moslem trotz hoher Assimilationsbemühungen nicht als „deutsch“ bezeichnet wird. Aufgrund dieser Hypothese würde man voraussagen, dass sich der Effekt von „Moslem“ nicht ändert, wenn man in die Analyse Merkmale einbezieht, die, so vermutet man, Assimilationsbemühungen messen. Diese sind insbesondere „deutscher Ehepartner“ und „fließende Beherrschung der deutschen Sprache“.
    Diese Hypothese wurde auf folgende Weise getestet. Es wurden die Korrelationen zwischen „Moslem“ und den Urteilen zum „deutsch sein“ bei zwei Gruppen von Vignetten miteinander verglichen: Vignetten, in denen die Person hohe Assimilationsbemühungen zeigt (also fließend Deutsch spricht und einen deutschen Ehepartner hat) und in denen die Person niedrige Assimilationsbemühungen zeigt (also nicht fließend Deutsch spricht und keinen deutschen Ehepartner hat). Für jede dieser Extremgruppen wurden die Korrelationen zwischen „Moslem“ und Beurteilungsskala berechnet. Trotz Anpassungsbemühungen nehmen die Menschen eine Person nicht als „mehr deutsch“ war.

    Bei den Vignetten mit einer Person mit niedrigen Assimilationsbemühungen betrug die Korrelation zwischen „Moslem“ und dem Urteil -0.03. Bei den Vignetten mit einer Person mit hohen Assimilationsbemühungen korrelierten die genannten Variablen mit – 0.22 [1].

    Dies bestätigt die Hypothese zur kulturellen Ausschließung die besagt, dass nämlich Assimilationsbemühungen nicht dazu beitragen, dass man eher als deutsch bezeichnet wird. Im Gegenteil: Bei hohen Assimilationsbemühungen wird man eher nicht als deutsch eingestuft.

    Die Forscher erklären das mit dem Dissonanzeffekt und den Terroranschlägen in der jüngeren Vergangenheit.

    Der Dissonanzeffekt

    Der Dissonanzeffekt ist ein Phänomen, das in der Sozialpsychologie durch Festingers Dissonanztheorie beschrieben und erklärt wird. 1957 veröffentlichte Leon Festinger ein Buch [2], in dem er seine Theorie der kognitiven Dissonanz und ihre Bedeutung für die Meinungsbildung und das Verhalten vorstellte.

    Von zentraler Bedeutung ist dabei der psychologische Begriff der Kognition. In der Psychologie bezeichnet Kognition die mentalen Prozesse eines Individuums wie Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche, Absichten. Kognitionen können auch als Informationsverarbeitungsprozesse verstanden werden, in dem Neues gelernt und Wissen verarbeitet wird, siehe Denken und Problemlösen. Kognitionen können Emotionen (Gefühle) beeinflussen und/oder durch sie beeinflusst werden.

    Kognitionen können sich relevant zueinander verhalten. Bei einer relevanten Relation unterscheidet man wiederum zwischen konsonanter und dissonanter Relation. Passen zwei Kognitionen widerspruchslos zusammen oder folgt eine Kognition aus der anderen, dann verhalten sich diese Kognitionen zueinander konsonant.

    Kognition A: Ich mag Soul-Musik. Kognition B: Ich höre mir die CD von Erykah Badu an.

    Passen zwei Kognitionen hingegen nicht zusammen, weil sie einander widersprechen oder sogar das Gegenteil vom jeweils anderen bedeuten, dann verhalten sich diese Kognitionen zueinander dissonant und eine solche Relation hat kognitive Dissonanz zur Folge.

    Kognition A: Ich esse jeden Tag sieben Schnitzel. Kognition B: Ich will abnehmen.

    Festingers Theorie geht von der Annahme aus, dass kognitive Dissonanz zu unangenehmen psychischen Spannungen führt, die Menschen dazu motiviert, diese Spannung zu beseitigen oder wenigstens zu reduzieren. Je größer die Dissonanz (welche vom subjektiven Empfinden abhängig ist), desto größer der Druck bzw. die Motivation, diesen Zustand zu beseitigen. Festinger meint dabei nicht logische Unvereinbarkeiten, sondern psychologische d.h. was für eine Person psychologisch unvereinbar ist, kann für andere vereinbar sein.

    Welche Mittel benutzen Menschen um eine kognitive Dissonanz zu reduzieren?

    Menschen reduzieren kognitive Dissonanz z.B. durch Veränderungen ihres kognitiven Systems.

    a) Addition neuer konsonanter Kognitionen
    b) Subtraktion von dissonanten Kognitionen (Ignorieren, Vergessen, Verdrängen)
    c) Substitution von Kognitionen: Subtraktion dissonanter bei gleichzeitiger Addition konsonanter Kognitionen → kognitive Verzerrung erforderlich
    Kognition kann dann umso schwerer zur Dissonanzreduktion verwendet werden, je größer die Anzahl konsonanter Beziehungen zu anderen Kognitionen ist.

    Nachtrag 16.9.2010

    Es ist Zeit für ein wenig Edutainment. In den Kommentaren wurde ja weiter eifrig über die Definition von „deutsch“ diskutiert. Hier der Textauszug zu dem Lied „Fremd im eigenen Land“. Ich denke, er macht recht deutlich wohin diese Studie zielt.

    …Ich habe einen grünen Pass mit ’nem goldenen Adler drauf

    dies bedingt, dass ich mir oft die Haare rauf

    Jetzt mal ohne Spass: Ärger hab‘ ich zu Hauf

    obwohl ich langsam Auto fahre und niemals sauf‘

    All das Gerede von europäischem Zusammenschluss

    fahr‘ ich zur Grenze mit dem Zug oder einem Bus

    frag‘ ich mich warum ich der Einzige bin, der sich ausweisen muss,

    Identität beweisen muss!

    Ist es so ungewöhnlich, wenn ein Afro-Deutscher seine Sprache spricht

    und nicht so blass ist im Gesicht?

    Das Problem sind die Ideen im System:

    ein echter Deutscher muss auch richtig deutsch aussehen,

    blaue Augen, blondes Haar keine Gefahr,

    gab’s da nicht ’ne Zeit wo’s schon mal so war?!

    „Gehst du mal später zurück in deine Heimat?“

    ‚Wohin? nach Heidelberg? wo ich ein Heim hab?‘

    „Nein du weisst, was ich mein…“

    Komm lass es sein, ich kenn diese Fragen seit dem ich klein

    bin in diesem Land vor zwei Jahrzehnten geborn‘

    doch frag‘ ich mich manchmal, was hab‘ ich hier verloren!

    Ignorantes Geschwätz, ohne End

    dumme Sprüche, die man bereits alle kennt

    „Eh, bist du Amerikaner oder kommste aus Afrika?“

    Noch ein Kommentar über mein Haar, was ist daran so sonderbar?

    „Ach du bist Deutscher, komm erzähl kein Scheiss!“

    Du willst den Beweis? Hier ist mein Ausweis:

    Gestatten sie mein Name ist Frederik Hahn

    ich wurde hier geboren, doch wahrscheinlich sieht man’s mir nicht an,

    ich bin kein Ausländer, Aussiedler, Tourist, Immigrant,

    sondern deutscher Staatsbürger und komme zufällig aus diesem Land,…
    Quelle:

  • »Wir wollen so wie die anderen behandelt werden«

    »Wir wollen so wie die anderen behandelt werden«

    Kemal Kiliçdaroglu
    Foto: AFP

    28.09.2010

    »Wir wollen so wie die anderen behandelt werden«

    Türkischer Oppositionsführer zum EU-Beitritt und zur Politik Ankaras
    Kemal Kiliçdaroglu, geboren 1948, ist seit dem 22. Mai 2010 Vorsitzender der Cumhuriyet Halk Partisi (Republikanische Volkspartei). Die CHP ist mit 97 Parlamentssitzen die größte Oppositionspartei der Türkei. Der Kemalist Kiliçdaroglu bekam von der Presse wegen seiner ruhigen Art und der Ähnlichkeit mit Mahatma Gandhi den Spitznamen »Gandhi Kemal«. Mit ihm sprach für ND Martin Lejeune.

    ND: Sie sind nicht einmal vier Monate Oppositionschef und haben mit dem Ja der Bevölkerung zur Verfassungsreform Mitte September bereits eine schwere Niederlage einstecken müssen. Warum waren Sie gegen die Neuerungen?
    Kiliçdaroglu: Die Verfassungsreform war ein Angebot der Adalet ve Kalkinma Partisi (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung, die Regierungspartei AKP – d. Red.) an die Bevölkerung, um das es keinen wirklich offenen Diskurs in der Öffentlichkeit gab. Die Medienfreiheit ist im türkischen Staat immer noch zu sehr eingeschränkt. Die CHP und ich waren gegen das Referendum, weil sich die AKP das Justizministerium und damit die gesamte Rechtsprechung eines Landes unter den Nagel gerissen hat. Die Judikative eines Landes sollte aber unabhängig von Regierungsparteien Recht sprechen.

    Sie waren kürzlich in Brüssel, wo sie das erste EU-Büro der CHP eröffneten. Dabei scheint es doch völlig unrealistisch, dass die Türkei vor 2025 in die EU kommt.
    Wir sind eine politische Partei, die den EU-Beitritt anstrebt. Wir glauben, dass die Türkei ein Teil der zivilisierten Welt ist. Wir sind eine politische Partei, die meint, dass eine Zukunft, in der die Türkei in die EU integriert ist, auch der Europäischen Union Vorteile bringt, weil die Stimme einer solchen EU noch größeres Gewicht in der Welt haben wird. Die Türkei ist aufgrund der Größe ihrer Bevölkerung und ihrer geografischen Lage sicher nicht leicht zu verdauen für die EU. Deshalb verstehen wir, dass sich diese mit dem Integrationsprozess Zeit lässt.

    Andererseits sind die Beziehungen der EU gegenüber der Türkei von einer Doppelmoral geprägt. Was die EU in der Öffentlichkeit erklärt, muss damit übereinstimmen, was sie uns hinter verschlossenen Türen sagt. Sonst besteht die Gefahr, dass die EU in der türkischen Bevölkerung falsche Erwartungen weckt. Wir wollen einfach nur wie die anderen Beitrittskandidaten behandelt werden.

    Die Türkei scheint sich immer mehr von Europa ab- und dem Maghreb und der arabischen Halbinsel zuzuwenden. Außerdem orientiert sich die türkische Außenpolitik immer stärker in Richtung Kaukasus und Zentralasien.
    Zur Zeit beobachte ich eine Achsenverschiebung in der türkischen Außenpolitik. Insbesondere die Iran-Politik gibt mir sehr zu denken. Wir als CHP wollen nicht, dass unsere Nachbarn in den Besitz von Atomwaffen kommen. Denn der Mittlere Osten ist ein kochender Hexenkessel. Wir wollen eine Region ohne Atomwaffen, dies betrifft auch Israel. Wenn es Iran nicht schafft, hinsichtlich seiner Atompolitik den Zuspruch des Westens zu bekommen, dann sollte die Türkei auch keinen gegenteiligen Kurs fahren. Die Türkei sollte nicht von der Politik der Vereinten Nationen abweichen. Jedoch sind wir nicht verpflichtet, bilaterale EU-Sanktionen gegen Iran mitzutragen. Wenn die Türkei allerdings ihre Beziehungen zu den östlichen Ländern, bis hin zu China, intensiviert, kann dies später auch für die EU von Nutzen sein. Jeder weiß, dass die Türkei ein wichtiges Transitland für Rohstoffe aus Ostasien in die EU-Länder ist.

    Teilen Sie die Politik von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gegenüber Israel?
    Die CHP möchte nicht, dass sich die Beziehungen der Türkei gegenüber Israel verschlechtern. Wir möchten die Beziehungen zu keinem Land verschlechtern. Aber auch die CHP hält das israelische Embargo gegenüber dem Gaza-Streifen für ungerechtfertigt. Ich meine, dass Israel auf die Hamas zugehen und das Embargo aufheben sollte.

    Sie haben für Oktober die Präsentation Ihrer wirtschaftspolitischen Strategie angekündigt. Wie wollen Sie den Schuldenberg der Türkei bewältigen?
    Die hohen Zinszahlungen, ebenso wie die Massenarbeitslosigkeit, belasten die Entwicklung der Wirtschaft der Türkei sehr. Ich sehe mich in der Tradition Bülent Ecevits, jenes Parteiführers, unter dem die CHP große Erfolge hatte. Seine enorme Anerkennung in der Bevölkerung erreichte er vor allem durch die Propagierung eines antineoliberalen Wirtschaftsmodells.

    Sie haben angekündigt, im Falle einer Regierungsübernahme durch Ihre Partei ein Gesetz über politische Ethik zu verabschieden. Bedarf es eines solchen Gesetzes wirklich?
    Der Ton zwischen Abgeordneten im türkischen Parlament ist manchmal skandalös, etwa wenn sich Parlamentarier gegenseitig in der Debatte anschreien. Aber auch der Umgang der Polizei mit Demonstranten an Gedenk- oder Feiertagen ist nicht hinnehmbar. Gerade hat beispielsweise der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Türkei in drei Fällen wegen der Brutalität seiner Sicherheitskräfte verurteilt.

    URL:

  • „Dreikäsehoch“

    „Dreikäsehoch“

    Kerpen, 02.09.2010
    „Dreikäsehoch“ – und voller Neugier in die Welt!
    Herzliche Einladung zum Runden Tisch: Von der Kita in die Schule

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Im Kindergarten fühlen sich Kinder gut betreut und angenommen. Das gibt ihnen die Sicherheit, voller Neugier die Welt zu erforschen. Gerade diese Lernerfahrung ist motivierend für das lebenslange Lernen – auch für Kinder mit Migrationshintergrund.

    Deshalb können ErzieherInnen sowie Lehrkräfte gemeinsam überlegen: Was brauchen Kinder, um ihre Talente und Fähigkeiten zu entfalten und was kann dabei die eine Einrichtung von der anderen lernen? Die Entwicklung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses zwischen den beiden Bildungsinstitutionen Kita und Schule ist hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

    Wir möchten gemeinsam mit Ihnen beleuchten, wie der Übergang besonders gut gelingen kann und mit Ihnen Ideen entwickeln, welche Rahmenbedingungen hierfür erforderlich sind. Impulse für die Diskussion kommen von Iskender Yildirim und Anja Zänkert. Herr Yildirim ist bei der Stadt Duisburg im Referat zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) verantwortlich für den Übergang Elementarbereich/Schule, Frau Zänkert (Stadt Kerpen) ist Fachberaterin für die Kerpener Kindertageseinrichtungen.

    Jürgen Schlicher steht uns mit seiner Fachkenntnis über gesellschaftliche Vielfalt und Potenziale als Moderator zur Verfügung. Ein kleiner Imbiss stärkt uns zwischendurch.
    28.09.2010 im Sitzungssaal des Rathauses (Raum 200),
    von 19 bis 21Uhr

    Kommen Sie gern und diskutieren Sie mit!

    Quelle:

  • Richter lassen Neonazis marschieren

    Richter lassen Neonazis marschieren

    27.09.2010 / Inland
    Richter lassen Neonazis marschieren

    Oberverwaltungsgericht genehmigte rassistischen Aufmarsch in Aachen. Tausende auf Protestdemonstration
    Von Mats Fogeman
    Rund 160 Neonazis sind am Samstag durch das Aachener Ostviertel gezogen, um gegen den Bau der Yunus-Emre-Moschee zu demonstrieren. Aachens Polizeipräsident Klaus Oelze war mit einem Verbot des Aufmarsches gescheitert. Das Verwaltungsgericht Aachen gab dem Eilantrag des Pulheimer Neonazis und Demoanmelders Axel Reitz statt und hob die Verbotsverfügung auf. Die Beschwerde Oelzes gegen diesen Beschluß wurde vom Oberverwaltungsgericht Münster verworfen.

    Anreisende Neonazis wurden am hermetisch abgeriegelten Bahnhof Rothe Erde über mehrere Stunden von der Polizei unter anderem auf mitgeführte Sprengsätze durchsucht. Der Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft führt zur Zeit ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Neonazis aus dem Umfeld der »Kameradschaft Aachener Land«, denen die Vorbereitung von Sprengstoffattentaten vorgeworfen wird (jW berichtete). Abgeschirmt von Einsatzkräften, zog der braune Troß anschließend mit rassistischen Parolen durch weitgehend unbelebte Straßen bis in die Nähe der Moscheebaustelle.

    Ralf Woelk, Vorsitzender der DGB-Region NRW Süd-West, übte während einer Kundgebung scharfe Kritik an der Entscheidung der Gerichte. Zum Protest hatten Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Aachener Initiativen aufgerufen. Im Laufe des Tages nahm die Polizei mehrere Neonazigegner in Gewahrsam. Nach Angaben des DGB nahmen im Laufe des Tages rund 3000 Menschen an den verschiedenen Protestaktionen teil. Bereits am Morgen hatten etwa 300 Anhänger linker antifaschistischer Gruppen in der Aachener Innenstadt demonstriert und sich anschließend der Bündniskundgebung angeschlossen. Bis zum frühen Abend fand an der Moscheebaustelle ein Bürgerfest mit mehreren hundert Besuchern statt.

    Quelle:

  • Diskriminierung Melden

    Diskriminierung Melden

    Mit dieser Webseite wenden sich die ADB NRW an von rassistischer Diskriminierung Betroffene. Wir bitten Sie als Betroffene, uns Ihre Diskriminierungserfahrungen zu melden. Nur so können die Informationen gewonnen werden, die zeigen, in welchen Bereichen MigrantInnen und Menschen mit Migrationshintergrund diskriminiert werden, wo besonders rassistische Diskriminierung abzubauen ist. Teilen Sie uns mit, wenn Sie auf Ämtern, am Arbeitsplatz, in Ihrer Freizeit, Banken, Schulen, bei der Wohnungssuche usw. diskriminiert wurden. Mit Ihrer Hilfe können wir dann die Informationen zur Verfügung stellen, die notwendig sind, um wirksam gegen Rassismus vorgehen zu können. Für weitere Informationen zum Thema Diskriminierung klicken Sie hier.

    Um Ihren Fall zu melden, klicken Sie bitte auf „Zum Fragebogen“. Wir versichern Ihnen, dass durch Ihre Angaben im Fragebogen keine Identifikation Ihrer Person möglich ist; Ihre Anonymität bleibt gewahrt.

  • Einladung zur Wiedereröffnung der Moschee am Kerpener Stiftsplatz

    Einladung zur Wiedereröffnung der Moschee am Kerpener Stiftsplatz

    Einladung zur Wiedereröffnung der Moschee am Kerpener Stiftsplatz

    Die Ditib-Türkisch Islamische Gemeinde zu Kerpen e.V. lädt Sie herzlich zur Wiedereröffnung (nach Um- und Ausbau) der Moschee am Stiftsplatz 18 ein. Der formelle Teil findet am Samstag, dem 02.10.2010, zwischen 15 und 18 Uhr statt. Zum traditionellen Tag der offenen Moschee sind Sie am Sonntag, dem 03.10.2010, von 13 bis 18 Uhr herzlich eingeladen.

  • Wir sind Aachen!

    Wir sind Aachen!

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wie ihr eventuell schon mitbekommen habt, hat der Aachener Polizeipräsident den Aufzug der Rechtsextremen am 25.9. in Aachen heute verboten. Ob das Verbot vor den Gerichten standhält, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen. Es bleibt daher bei unseren geplanten und angemeldeten Aktionen. Allerdings das Sammeln der Teilnehmer unserer Demonstration am Adalbertsteinweg wird erst ab 11 Uhr beginnen.

    Beigefügt erhaltet ihr das Programmablauf des Familien- und Nachbarschaftsfestes ab 12 Uhr.

    Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese beiden Veranstaltungen auf jeden Fall stattfinden, egal wie die Gerichte mit dem Verbotsantrag für den Aufmarsch der Neonazis umgehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Abdurrahman Kol

    25. SEPT
    2010
    Ab 12 Uhr: Familienfest
    (Moschee-Baustel le –Elsaßstr./Ecke Stolber ger Str.)

    Wir sind Aachen
    Nazis sind es nicht

    PROGRAMMÜBERSICHT 25. SEPTEMBER 2010
    Ab 11.00 Uhr: Demo und Kundgebung am Adalbertsteinweg (Nähe Weißenburger Straße)
    12.00 – 18.00 Uhr: Familien- und Nachbarschaftsfest (Elsaßstraße / Ecke Stolberger Straße)
    mit vielen Informations- und Aktionsständen,
    Spiel- und Spaßprogramm für Kinder mit Hüpfburg, Clown und vielem mehr.
    Natürlich gibt es auch internationale Spezialitäten und Getränke.
    12.00 – 14.00 Uhr: Auftakt mit der türkischen Band „Star“, der Kultband „Lagerfeuermusik“
    und der Sängerin „Jule rockt“.
    14.00 – 15.00 Uhr: Grußworte und Talkrunden mit den Gästen:
    Oberbürgermeister Marcel Philipp, Städteregionsrat Helmut Etschenberg,
    DGB-Vorsitzender Ralf Woelk, Regionaldekan Josef Voß
    und Abdurrahman Kol von der Ditib Gemeinde
    15.00 – 16.30 Uhr: Rap und HipHop aus dem Stadtteil,
    Bosnische Tanzgruppe, Schlagersaiten Quartett
    16.30 – 18.00 Uhr: Musik von den Jugendbands des STAWAG-Music-Award
    „Nation 4“und „Ben Fortune“
    Moderation: Robert Esser
    (Aachener Zeitung)

  • Starke Frauen – schwerer Weg!

    Starke Frauen – schwerer Weg!

    Interkultureller Rat in Deutschland e.V.

    Darmstadt, 21. September 2010

    Pressemitteilung

    Starke Frauen – schwerer Weg!
    Gebildete muslimische Frauen werden diskriminiert

    Viele junge muslimische Frauen streben nach Bildung und beruflichem Erfolg. Sie absolvieren eine Ausbildung oder ein Studium und wollen ihre Qualifikationen in unsere Gesellschaft einbringen. Sie könnten Vorbilder für andere sein und sind hierzu bereit. Allerdings gilt für viele muslimische Frauen der Grundsatz nicht, dass Bildung und Leistung sich lohnen. Trotz hoher Leistungsbereitschaft und Qualifikation werden sie im Bildungswesen, in der Arbeitswelt und in der Öffentlichkeit ausgegrenzt und diskriminiert:

    * In Bewerbungsverfahren werden Frauen mit türkisch klingenden Namen und kopftuchtragende Musliminnen unabhängig von ihrer Qualifikation benachteiligt;
    * Trotz guter Studienleistungen bemühen sich muslimische Studentinnen in der Verwaltung, bei Beratungsstellen, in Kindertagesstätten, Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen erfolglos um Praktikumstellen und Plätze für ein Referendariat;
    * Langjährigen und bewährten Mitarbeiterinnen wird gekündigt, weil ihre Arbeitgeber der Auffassung sind, dass kopftuchtragende Mitarbeitende den Klienten, Kunden oder Patienten nicht zuzumuten sind.

    Auch auf dem Wohnungsmarkt, im Gesundheitssystem und beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen werden muslimische Frauen häufig diskriminiert. Manche werden in Verkehrsmitteln angepöbelt und beleidigt oder sogar von Passanten angespuckt.

    Diese Befunde ergeben sich aus wissenschaftlichen Untersuchungen und den Erfahrungsberichten muslimischer Frauen, die in der Broschüre „Starke Frauen, schwerer Weg“ zusammengetragen wurden. Die Publikation wurde von der Arbeitsgruppe „Muslimische Frauen“ beim Interkulturellen Rat erstellt. Sie versteht sich als Beitrag zur Versachlichung der in den letzten Wochen zunehmend emotionalisierten Debatte um das Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland.

    „Wer einschlägige Untersuchungen und Berichte der Betroffenen unvoreingenommen zur Kenntnis nimmt, merkt schnell, dass Sarrazin und andere Unrecht haben, die Muslimen mangelnde Leistungs- und Integrationsbereitschaft unterstellen und gesellschaftliche Diskriminierung schlichtweg leugnen“, erklärte Torsten Jäger, der Geschäftsführer des Interkulturellen Rates.

    Die Broschüre „Starke Frauen, schwerer Weg“ steht auf der Homepage des Interkulturellen Rates zum Download bereit und kann bei der Geschäftsstelle kostenlos in gedruckter Fassung angefordert werden. Sie wird vom Bundesweiten Clearingprojekt: Zusammenleben mit Muslimen herausgegeben, das von der Groeben-Stiftung gefördert und aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert wird.

    Link: Starke Frauen, schwerer Weg! Zur Benachteiligung muslimischer Frauen in der Gesellschaft

    _______________________________________________________________

    Interkultureller Rat in Deutschland e.V.

    Goebelstr. 21

    64293 Darmstadt

    Tel.: 06151 – 33 99 71

    Fax: 06151 – 39 19 740

    www.interkultureller-rat.de

  • Einladung
: Workshops der Zukunftswerkstatt „Integration“

    Einladung
: Workshops der Zukunftswerkstatt „Integration“

    Einladung

    Workshops der Zukunftswerkstatt „Integration“ &
Finissage der Ausstellung „Heimat“

    Sonntag, 10. Oktober 2010,
Willy-Brandt-Haus,
Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin

Workshops der Zukunftswerkstatt „Integration“

    Beginn: 10.00 Uhr, Hans-Jochen-Vogel-Saal, 5. Etage

    Finissage der Ausstellung „Heimat“: Vom „Gastland“ zur Heimat
Beginn: 15.30 Uhr, Atrium
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Integrationspolitik ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für unser Land. Für Politik und Gesellschaft stellt sie eine klassische Gestaltungsaufgabe dar. Als Sozialdemokratische Partei Deutschlands kümmern wir uns seit jeher um soziale Integrationsaspekte. Unser Ursprung ist die Arbeiterbewegung. Wir sind aus den sog. Arbeiterbildungsvereinen als Partei hervorgegangen. Das war 1863. Umfassende gesellschaftliche Teilhabe – ökonomisch, kulturell und politisch – ist das Kernziel sozialdemokratischer Politik. Dies prägte die Frauenbewegung ebenso wie die Debatte in den 60er/70er Jahren, als es um die Frage ging, wie es uns gelingt, mehr Kindern aus Arbeiterfamilien den Zugang zu hohen und höchsten Schulen zu ermöglichen.
    Auch heute haben wir Bevölkerungsgruppen, denen die Möglichkeit des sozialen Aufstiegs verbaut ist. Hier setzt sozialdemokratische Integrationspolitik an. In der aktuellen Debatte wird leider viel miteinander vermischt, was nicht vermengt werden sollte. Für uns als SPD steht fest, dass Integration kein reines Migrationsthema ist. Wir betrachten Integration nicht als Frage von ethnischer Herkunft oder Religionszugehörigkeit. Integration ist eine zutiefst soziale Frage, die ganz eng mit Aufstieg und Aufstiegswillen und damit mit Bildung und Qualifizierung und Perspektiven zusammenhängt. Es gibt natürlich migrationsspezifische kulturelle Aspekte, aber die Beseitigung von Integrationsdefiziten erfolgt im Wesentlichen über die Beantwortung sozialer Fragen.
    Auf dieser Basis und aus diesem Grund haben wir Anfang des Jahres in einem Beschluss des Parteivorstandes festgelegt, eine Zukunftswerkstatt Integration ins Leben zu rufen. Ziel ist es, bis zum Bundesparteitag 2011 ein ganzheitliches Integrationskonzept auf der Basis unserer bisherigen Beschlusslage zu erarbeiten. Daran wollen wir möglichst viele beteiligen, die sich im Rahmen ihrer täglichen Arbeit mit ähnlichen Fragen beschäftigen.

    Die Zukunftswerkstatt hat sich in fünf Themenfeldern dieser Aufgabe angenommen:
    • Bildung

    •Arbeit & Wirtschaft

    • Kommune & soziale Stadt

    • Migrationsrecht

    • Religion
    Aufbauend auf der Auftaktveranstaltung der Zukunftswerkstatt am 26. April dieses Jahres im Berliner Willy-Brandt-Haus, bei der wir zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft und Praxis begrüßen durften, und den vielen Rückmeldungen und Vorschlägen, die wir in der Folge erhalten haben, sind in diesen Themenfeldern erste Arbeitspapiere entstanden. Den begonnenen Dialogprozess wollen wir nun fortsetzen und mit all denen tiefer in die programmatische Weiterentwicklung einsteigen, die ebenfalls an dem Thema in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Dazu gehören neben engagierten Parteimitgliedern und Mandatsträgern unsere Partner aus gesellschaftlichen Vereinen, Verbänden und Institutionen.
    Deshalb laden wir herzlich ein, am 10. Oktober dabei zu sein, wenn wir in Arbeitsworkshops zu integrationspolitischen Fragen die programmatische Weiterentwicklung der SPD vorantreiben.
    Nach einem Eröffnungsimpuls von Kenan Kolat geht es direkt in die Arbeitsgruppen zu den einzelnen oben beschriebenen Themen. Zur Präsentation der Ergebnisse um 14 Uhr wird auch der stellvertretende Parteivorsitzende Klaus Wowereit anwesend sein.
    Über eine Beteiligung würden wir uns freuen.

Zudem möchten wir herzlich zur Finissage der Ausstellung „Heimat“ im Atrium des Willy-Brandt-Hauses einladen. Diese Veranstaltung wird sich ebenfalls mit dem Thema Integration beschäftigen:
    Im Gespräch: Vom „Gastland“ zur Heimat

    Klaus Wowereit u.a. mit Zülfiye Kaykin (Staatssekretärin für Integration 
beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales in NRW)
    Mit freundlichen Grüßen

    Klaus Wowereit

    tStellvertretender Vorsitzender der SPD

    Kenan Kolat

    Co-Leiter der Zukunftswerkstatt Integration
Leiter der Zukunftswerkstatt Integration Vorsitzender des Arbeitskreises
 für Integration und Migration

    Die Einladung und das ausführliche Programm sind unter folgendem Link zu finden:


  • Türkei: Deutschland soll Visumspflicht kippen

    Türkei: Deutschland soll Visumspflicht kippen

    Türkei: Deutschland soll Visumspflicht kippen
    VON THOMAS SEIBERT – zuletzt aktualisiert: 23.09.2010
    Istanbul Sinan schüttelt ungläubig den Kopf. „Ich habe studiert, ich spreche drei Sprachen, ich habe einen festen Job, aber bei den Deutschen muss ich um ein Visum betteln.“ Der Japonologe aus Ankara hat schon im Ausland gearbeitet. Das langwierige deutsche Verfahren bei der Visa-Vergabe für Türken empfindet er als erniedrigend. Und er ist nicht allein. Die türkische Forderung nach einer Aufhebung der deutschen Visumspflicht ist eines der beherrschenden Themen des dreitägigen Besuchs, zu dem Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gestern in der Türkei eingetroffen ist.
    Auch die deutsch-türkische Handelskammer in Istanbul fordert von de Maizière wenigstens Lockerungen bei der Visa-Vergabe, wie sie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem letzten Türkei-Besuch in Aussicht gestellt hatte. Es gebe immer mehr Hinweise, dass Türken auf Investititionen in Deutschland verzichten, weil sie immense Visa-Probleme haben.
    Ein deutscher Geschäftsmann brauche nur einen Ausweis und ein Flugticket, um sofort einen Termin in Istanbul wahrzunehmen. „Sein türkischer Geschäftspartner hingegen muss oft mehrere Wochen warten, bevor er überhaupt seinen Antrag auf Erteilung einer Einreiseerlaubnis abgeben darf“, sagte Franz Koller, Präsident der deutsch-türkischen Handelskammer.
    Rund 200 000 Visa-Anträge bearbeiten deutsche Auslandsvertretungen in der Türkei pro Jahr. Wegen der langen und teuren Prozedur – etwa 85 Euro müssen Geschäftsleute laut Kammer pro Visum zahlen – sinkt die Bedeutung Deutschlands als Handels- und Investitionspartner der aufstrebenden Wirtschaftsnation. Ein Grund sei, dass europäische Mitbewerber und Schengen-Staaten wie Frankreich und Italien den Türken bei der Visa-Vergabe weniger Steine in den Weg legen.
    Kollers Kammer fordert deshalb kürzere Wartezeiten, weniger Bürokratie und mehr Transparenz bei den deutschen Visa. Bei deutschen Politikern spürt Koller ein Umdenken. Er hoffe deshalb, „dass auf diesem Gebiet tatsächlich etwas passiert“. Im Auswärtigen Amt sieht man die ganze Angelegenheit etwas anders. Die Wartezeiten lägen nicht bei mehreren Wochen, sondern bei mehreren Tagen, hieß es.
    Für de Maizière stand in der Türkei aber auch das Thema Integration auf der Tagesordnung. In Ankara wollte er sich unter anderem mit Ali Bardakoglu treffen, dem Leiter des staatlichen Religionsamtes, das die türkischen Imame nach Deutschland schickt. Dabei wollte Bardakoglu den Gast mit Blick auf die Forderung der CSU nach Deutschkursen für die türkischen Geistlichen über die bereits bestehenden Vorbereitungskurse für Imame informieren. So durchlaufen die Geistlichen unter anderem einen mehrmonatigen Deutschkurs und lernen auch die Kultur des Gastlandes kennen.
    Quelle: Rheinische Post

    Quelle:

  • Demo gegen Islamfeinde

    Demo gegen Islamfeinde

    22.09.2010 / Antifa / Seite 15

    Demo gegen Islamfeinde

    Neonazis wollen am Wochenende gegen Moschee-Bau in Aachen protestieren. Bündnis von CDU bis DKP kündigt Widerstand an. Antifa will Rechte blockieren
    Mats Fogeman
    Im Windschatten der Debatte um die islamfeindlichen Thesen Thilo Sarrazins machen Neonazis in Aachen rassistische Stimmung gegen Muslime. Am Samstag wollen Anhänger von NPD und den…
    (…)
    Quelle: https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2010/09-22/060.php

  • Milli Görüs

    Milli Görüs

    Razzia bei Milli Görüs (Bild: dpa)

    Milli Görüs
    Man muss mit ihnen reden

    Von Markus Decker, 21.09.10

    Aus der Einstellung der Ermittlungen gegen Milli Görüs sollte eine verspätete Einladung des Islamrates in die Islamkonferenz resultieren. Und das nicht nur, weil die Vorwürfe der Hauptgrund für den Ausschluss waren. Anstoß, der Kommentar

    Als Innenminister Thomas de Maizière (CDU) vor ein paar Monaten die zweite Runde der Islamkonferenz einläutete, da musste der Islamrat draußen bleiben. Zu sehr ist er von Milli Görüs dominiert – jener Organisation, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und gegen die überdies noch Ermittlungen liefen. Nun sind die Ermittlungen eingestellt. Nur: Was folgt daraus?

    Bei aller Vorsicht müsste man sagen: Die Folge sollte sein, dass der Islamrat eine verspätete Einladung erhält. Denn erstens waren die laufenden Ermittlungen wegen Betrugs, Geldwäsche sowie der Unterstützung terroristischer Organisationen und der Bildung einer kriminellen Vereinigung das Hauptargument, um es nicht zu tun. Der Minister müsste sich also beim Wort nehmen lassen. Zweitens geht es ums Prinzip. Wenn die Islamkonferenz den Sinn haben soll, die Muslime zu integrieren – und zwar auch die extremeren unter ihnen -, dann muss man mit ihnen reden.

    Man kann das Pferd natürlich auch von der anderen Seite aufzäumen und sagen: Bloß wer bestimmte Essentials unserer Staats- und Gesellschaftsordnung akzeptiert, mit dem kann man in einen Dialog eintreten. Das ist zweifellos eine legitime Position. Doch wer so argumentiert, der erreicht wahrscheinlich sein Ziel nicht – das einer möglichst umfassenden Integration. De Maizière scheint dies in Kauf nehmen zu wollen. Er könnte es noch bereuen.
    Quelle:

  • Daumenpflicht für Migranten

    Daumenpflicht für Migranten

    Von Christian Klemm 22.09.2010 /
    Daumenpflicht für Migranten
    Kritik an der Einführung der elektronischen Aufenthaltskarte
    Bis Mai nächsten Jahres wird in Deutschland die elektronische Aufenthaltskarte eingeführt. Sie ist Pflicht für alle Nicht-EU-Bürger, die sich in der Bundesrepublik aufhalten wollen. Migrationspolitiker kritisieren das Vorhaben scharf.

    Digitale Identitätsnachweise sind in Deutschland schwer in Mode. Die elektronische Gesundheitskarte wird seit Jahren erprobt, der elektronische Einkommenssteuernachweis ELENA kommt im übernächsten Jah…

    (…)
    Quelle:
    (Für Abonnenten)

  • Kurdische Schüler im Streik

    Kurdische Schüler im Streik

    22.09.2010 / Ausland / Seite 7Inhalt
    Kurdische Schüler im Streik
    Forderung nach muttersprachlichem Unterricht. PKK verlängert Waffenruhe
    Von Nick Brauns

    Während der Beginn des neuen Schuljahres in Istanbul zu einem Verkehrschaos führte, blieben in den kurdischen Landesteilen viele Klassenzimmer leer. Unterstützt von der prokurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP) und der Lehrergewerkschaft Egitim Sen hatte die »kurdische Sprachbewegung« zu einem einwöchigen Schulboykott aufgerufen, um für das Recht auf muttersprachlichen Schulunterricht einzutreten. Kurdisch darf bislang nur an privaten und für die Masse der Bevölkerung unerschwinglichen Sprachschulen gelehrt werden, während der Unterricht an den staatlichen Einrichtungen in türkischer Sprache erfolgen muß. Die Bildungsministerin der Regierung in Ankara,Nimet Çubukçu, drohte Eltern Strafen an, die ihre Kinder aufgrund des Boykotts nicht zur Schule schicken. Trotz derartiger Ankündigungen und eines Großaufgebots von Polizisten rund um die Schulen verweigerten viele Schüler in Diyarbakir, Urfa, Hakkari, Van, Agri, Mus, Igdir, Bitlis und Kars den Unterricht, berichtete die Agentur Firat. In einigen Städten schlossen sich auch die Lehrer den streikenden Schülern an.

    Wohl auch, um den Protest nicht mit bewaffneten Auseinandersetzungen zu belasten, verlängerte die Guerilla der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) am Montag ihren auslaufenden Waffenstillstand um mindestens eine Woche. Eine Bilanz der Guerilla zeigt jedoch, daß der türkische Staat bislang nicht positiv auf die am 13. August verkündete Waffenruhe reagiert hat. Bis zum 20. September waren demnach bei 28 Militäroperationen 19 Guerillakämpfer gefallen. Zudem wurden in der vergangenen Woche in Hakkari neun Zivilisten durch eine offenbar von einer Konterguerillaeinheit der Armee gelegte Mine getötet. 26 Artilleriebeschüsse wurden registriert und an zehn Orten die Wälder von der Armee in Brand gesetzt. 554 Aktivisten der BDP und anderer ziviler Gruppierungen wurden in den kurdischen Landesteilen festgenommen. Einem Bericht der Zeitung Hürriyet zufolge wird außerdem der Chef des Geheimdienstes MIT, Hakan Fidan, in Kürze in die USA reisen, um mit dortigen Regierungsvertretern Maßnahmen gegen die PKK zu beraten. Insbesondere sollen die Vereinigten Staaten stärker auf ihre europäischen Verbündeten einwirken, damit diese Finanzmittel der kurdischen Befreiungsbewegung blockieren.
    Quelle:

  • Rechtsradikalismus im Internet

    Rechtsradikalismus im Internet

    EINLADUNG

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Rechtsextremisten sind immer stärker im Internet aktiv. In
    Internet-Foren werden rassistische Argumente in die öffentliche
    Diskussion eingebracht. Foren vernetzen die Aktivisten in der
    Region.

    Wir möchten an unsere Veranstaltung erinnern und laden Sie hierzu
    herzlich ein:

    Rechtsradikalismus im Internet

    Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussion
    am 28. September 2010, ab 19.30 Uhr
    in der Alten Feuerwache Köln, Melchiorstraße 3.

    Referent: Dr. Christoph Busch

    Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der DGB Jugend
    Köln/Bonn statt.

    Anschließend laden wir Sie zu einem kleinen Umtrunk und Imbiss
    ein.

    Anmeldungen bitte mit Angabe des Namens und der Adresse an:
    [email protected], Tel: 0228/883-7210

    Mit freundlichen Grüßen

    Jeanette Rußbült

    Weitere Informationen:

    Informationen zum Tagungsort/Anfahrt:

  • 10 Jahre Staatsangehörigkeitsrecht – wie soll es weitergehen?

    10 Jahre Staatsangehörigkeitsrecht – wie soll es weitergehen?

    Vaterland? Mutterland? Unser Land!
    10 Jahre Staatsangehörigkeitsrecht – wie soll es weitergehen?

    Podiumsdiskussion und Information zur Doppelten Staatsangehörigkeit
    Interkulturelle Woche Köln 2010

    Freitag, den 24.09.2010
    19:00 Uhr
    Im Rathaus, Spanischer Bau, Ratssaal

    Nach einer Einfuührung ins Thema durch den Kabarettisten Serhat Dogan, der kurzen
    Skizzierung der Entwicklung des Staatsangehörigkeitsgesetzes in den letzten Jahrzehnten in
    Deutschland und der Darstellung der gesetzlichen Regelungen in europäischen Nachbarländern,
    werden deutsche und ausländische Kölnerinnen und Kölner beispielhaft ihre Beweggründe
    einer Annahme oder Ablehnung der deutschen Staatsangehörigkeit darstellen.

    Anschließend werden folgende Mitglieder der im Bundestag bzw. Landtag vertretenen
    Fraktionen ihre Position zum Thema darlegen und mit Mitgliedern des Kölner Integrationsrates
    diskutieren:
    Herr Helmut Brandt fuür die CDU/CSU – Bundestagsfraktion
    Herr Rolf Mützenich für die SPD – Bundestagsfraktion
    Frau Sevim Dagdelen für die Bundestagsfraktion Die Linke
    Herr Arif Ünal, für die Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
    Ein Vertreter der FDP – Bundestagsfraktion ist angefragt.
    Moderation: Franz Legewie

    Veranstaltende Kooperationspartner:
    Integrationsrat der Stadt Köln / Landesintegrationsrat NRW / Interkulturelles Referat der Stadt Köln