Autor: aira

  • Außenminister Guido Westerwelle reist zum Staatsbesuch in die Türkei.

    Außenminister Guido Westerwelle reist zum Staatsbesuch in die Türkei.

    Politik kompakt „Die Richtung der Türkei ist Europa“

    28.07.2010, 16:07 2010

    Westerwelle spricht türkisch: Der Außenminister schmeichelt den Türken, Gespräche über einen EU-Beitritt bleiben aber „ergebnisoffen“.

    Bundesaußenminister Guido Westerwelle wünscht sich die Türkei fest verankert in Europa – jedoch nicht zwangsläufig als Mitglied der Europäischen Union. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass sich ein strategisch so wichtiger Partner wie die Türkei in Richtung Europa orientiert“, sagte Westerwelle am Mittwoch nach einem Gespräch mit seinem türkischen Kollegen Ahmet Davutoglu in Istanbul.
    „Türkiye ’nin yönü Avropa, dir“, sagte Westerwelle zur Erheiterung der internationalen Presse. Er vermied zunächst die Übersetzung („Die Richtung der Türkei ist Europa“). Hinterher, bei einer entspannten Bootsfahrt zwischen Europa und Asien, präzisierte der Vizekanzler die Übersetzung doch noch, nachdem er gemerkt hatte, dass mehrere Versionen kursierten: „‚Ist Europa‘, habe ich gesagt. Ist. Nicht: ’soll sein‘.“

    Darauf legte er Wert und gab damit gleich ein Signal an den Koalitionspartner, dass er auch in der Sommerpause nicht gewillt sein würde, am Koalitionsvertrag rütteln zu lassen, demzufolge der EU-Beitritt der Türkei „ergebnisoffen“ verhandelt werden solle. Die Türkei ist ihm strategisch zu wichtig, um sie in dieser Sache zu verprellen.

    Die Anbindnung der Türkei an die EU sei aber ein offener und kein automatischer Prozess, sagte Westerwelle mit Blick auf die Beitrittsverhandlungen des Landes mit der EU. Die EU verhandelt seit 2005 mit Ankara über einen Beitritt, die Gespräche gehen aber nur schleppend voran. Bislang wurden erst 13 der 35 Beitrittskapitel geöffnet. Hauptgrund für die Verzögerungen ist der ungelöste Streit mit der griechischen Republik Zypern.

    Deutschland und Frankreich sind die beiden Hauptgegner einer EU-Mitgliedschaft des Landes. In Deutschland plädiert vor allem die Union stattdessen für eine „privilegierte Partnerschaft“. Den Begriff „privilegierte Partnerschaft“ statt EU-Vollmitgliedschaft nahm der FDP-Chef auf der Reise nicht ein einziges Mal in den Mund. Die Türken reagieren darauf allergisch, weil er einen echten Beitritt quasi ausschließt.

    Dennoch hielt Grünen-Vorsitzende Claudia Roth Westerwelle vor, er sei vor Kanzlerin Angela Merkel eingeknickt, indem er bei der Frage einer EU-Mitgliedschaft des Landes eine ähnliche Formulierung wie „privilegierte Partnerschaft“ für die Türkei übernommen habe. Ein weiteres Mal werde klar, dass er als Außenminister „über keine eigene Haltung verfügt und nicht in der Lage ist, eigene Akzente zu setzen“.

    Westerwelle äußerte sich in Istanbul auch über den Dialog mit Iran zum umstrittenen Atomprogramm. Er erwarte, dass im kommenden September ernsthafte Gespräche beginnen. Dabei müsse Iran mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton über alle offenen Fragen sprechen. In Richtung seines Amtskollegen sagte er: „Wir begrüßen die Bemühungen der Türkei, aber auch Brasiliens, Iran zu einem Dialog zu bewegen.“

    (AFP/dpa)

    Quelle:

  • Westerwelle weist Türkei den Weg

    Westerwelle weist Türkei den Weg

    29.07.2010 / Ausland
    Westerwelle weist Türkei den Weg
    Dieser führt allerdings nicht zwangsläufig in die EU / Grüne: Außenminister eingeknickt

    Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wünscht sich die Türkei fest verankert in Europa – aber nicht zwangsläufig als Mitglied der EU.

    Istanbul (AFP/dpa/ND). »Wir haben ein großes Interesse daran, dass sich ein strategisch so wichtiger Partner wie die Türkei in Richtung Europa orientiert«, sagte Westerwelle am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu in Istanbul. Deutschland habe »ein besonderes Interesse« an einer »Anbindung des Landes an die EU«. Gleichwohl sei sei dies ein offener und kein automatischer Prozess, so der Minister mit Blick auf die Beitrittsverhandlungen des Landes.

    Die EU verhandelt seit 2005 mit Ankara über einen Beitritt, die Gespräche gehen aber nur schleppend voran. Bislang wurden erst 13 der insgesamt 35 Beitrittskapitel geöffnet. Hauptgrund für die Verzögerungen ist der ungelöste Streit mit der griechischen Republik Zypern. Deutschland und Frankreich sind die beiden Hauptgegner einer EU-Mitgliedschaft des islamisch geprägten Landes. Sie plädieren stattdessen für eine »privilegierte Partnerschaft«. Westerwelle sprach sich in Istanbul dafür aus, die Fortschritte der Türkei bei den Beitrittskriterien objektiv zu untersuchen.

    Ein EU-Beitritt der Türkei wird etwa von Großbritannien begrüßt und gefordert. Premierminister David Cameron, der zu Wochenbeginn in Ankara war, hatte sich »verärgert« über die schleppenden Verhandlungen gezeigt.

    Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth hielt Westerwelle vor, er sei vor Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeknickt, indem er »ihren Ladenhüter ›privilegierte Partnerschaft‹ für die Türkei« übernommen habe. Ein weiteres Mal werde klar, dass der FDP-Vorsitzende als Außenminister »über keine eigene Haltung verfügt und nicht in der Lage ist, eigene Akzente zu setzen«. Westerwelle vergebe Chancen für Sicherheit und Menschenrechte, Integration und bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit, die in einer EU-Mitgliedschaft der Türkei lägen.

    Der Bundesaußenminister lobte bei seinem zweiten Besuch in der Türkei die Rolle Ankaras als Vermittler im Streit um das iranische Atomprogramm. Er gehe davon aus, dass Iran im September mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton über alle offenen Fragen sprechen werde, und nicht nur über den von der Türkei und Brasilien vorgeschlagenen Austausch von schwach angereichertem Uran gegen Brennstäbe, sagte Westerwelle. Die beiden Außenminister sprachen auch über die Untersuchung der Vorfälle auf dem Gaza-Hilfsschiff »Mavi Marmara«. Davutoglu sagte, er erwarte in dieser Angelegenheit von der internationalen Staatengemeinschaft und besonders von der Bundesrepublik »Solidarität«.
    Quelle:

  • Die Türkei braucht Zeit

    Die Türkei braucht Zeit

    Kommentar:
    Die Türkei braucht Zeit
    Europa macht viele Fehler im Verhältnis zu Ankara

    Ist das nicht schön, dass die Türken so gute Freunde haben wie David Cameron? Verbündete, die viel netter sind als die Deutschen, die ständig betonen, dass die Türkei noch nicht reif sei für einen EU-Beitritt, und von denen viele nur eine privilegierte Partnerschaft anbieten anstelle einer vollwertigen Aufnahme in den Club?

    Der britische Premier, der Stunden vor dem deutschen Außenminister Westerwelle (siehe Seite 4) seine Aufwartung am Bosporus machte, hatte sich ins Zeug gelegt und für einen türkischen EU-Beitritt geworben. »Dies ist eine Sache, in der ich sehr leidenschaftliche Gefühle hege«, sagte Cameron. Spätestens da hätten die türkischen Gastgeber stutzig werden müssen.

    Leidenschaftlich sind die Briten in europäischen Dingen selten, zumindest nicht, wenn es um eine Vertiefung des europäischen Gedankens geht. In den vergangenen Jahren sind sie auf der Brüsseler Bühne nie als Aktivposten aufgefallen. Auch die Beziehungen des Königreichs zur Türkei sind deutlich weniger intensiv als die der Deutschen. Warum also wirbt London so vehement für eine Aufnahme Ankaras in den europäischen Club?

    Die EU blockieren

    Die Antwort ist einfach: Ein Beitritt der Türkei würde die EU noch mehr lähmen, als dies jetzt schon der Fall ist. Und genau das ist es, was die britische Regierung im Schilde führt – ganz unabhängig davon, ob gerade die Tories oder Labour den Premier stellen.

    Das verhält sich ganz ähnlich wie bei den Amerikanern, die ungefragt immer wieder anmahnen, die EU müsse doch endlich die Türkei in ihren Kreis aufnehmen. Auch Washington hat nur global-strategische Interessen im Blick. Die Türkei soll noch stärker als bisher als Brückenkopf zwischen islamischer und westlicher Welt dienen. Dass die EU von einer Aufnahme der Türkei derzeit heillos überfordert wäre, wird billigend in Kauf genommen, wenn nicht gar gewünscht.

    Aus türkischer Sicht sind die Europäer derzeit ein eher wirrer Haufen. Die Briten wollen möglichst rasch eine Aufnahme. Die Franzosen wollen das auf jeden Fall verhindern, weswegen ihr populistischer Präsident Nicolas Sarkozy ein Referendum in die Verfassung schreiben ließ. Dessen Ausgang wäre heute eindeutig: Die Tür bleibt zu. Die Deutschen lavieren, wie immer, dazwischen herum.

    Beiderseitige Missverständnisse

    Es läuft viel verkehrt im Verhältnis der Europäer zur Türkei. Die Missverständnisse sind beiderseitig. Viele Menschen am Bosporus halten die EU in erster Linie für eine Organisation, in der die Reicheren den Ärmeren helfen. Dabei wird die Größe der Fördertöpfe überschätzt. Und es wird übersehen, dass es letztlich viel eher um gemeinsame politische und kulturelle Werte geht – auch wenn das im mühsamen Brüsseler Alltag oft verschüttet wird.

    Auch die Europäer verhalten sich ungeschickt. Selbst in der Türkei ist allen Realisten klar, dass ein EU-Beitritt in den nächsten 15 Jahren ambitioniert wäre. Warum müssen dann die hiesigen C-Parteien ständig ihre Ablehnung wiederholen, gerade so, als stehe eine Entscheidung unmittelbar bevor? So werden nur Ressentiments geschürt.

    Ungeschickt ist es auch, bei den Verhandlungen den Zeitdruck hochzuhalten. Die Türkei braucht Zeit, um im eigenen Land den Denkprozess voranzubringen. Die Europäer wären gut beraten, diese Geduld aufzubringen und das Land zu ermutigen. Welch wertvollen Beitrag die Türkei auch für Europa leisten könnte, ist beim Blick auf die Nachbarschaft zu den Regionalmächten Irak, Iran und Israel doch unübersehbar. Die Konflikte in dieser Region zu lösen, wäre mit einem aktiven Partner Türkei viel leichter. Stieße Europa Ankara zurück, schadete es sich selbst am meisten.

    Georg Escher
    29.7.2010
    Quelle:

  • Frauen International

    Frauen International

    Frauen International

    Kultur, Talk und Begegnung

    Freitag, 27. August 2010, 19.00 Uhr

    Foyer des Parktheaters Iserlohn

    Veranstalterin

    Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn
    Schillerplatz 7
    58636 Iserlohn
    Tel. 02371/217-1330 oder -1331
    E-Mail: [email protected]

    in Kooperation mit

    Zonta-Club Iserlohn Area
    Lionsclub Iserlohn-Hemendis
    Frauen-Union der CDU
    Liberale Frauen
    Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
    Arbeitsgemeinschaft Iserlohner Frauengruppen

    Eintritt: 10,- € (einschließlich Sektempfang)

    Kartenvorverkauf:

    Stadtinformation Iserlohn, Tel. 02371/217-1820

    Das Buffet wird von der Türkischen Frauengruppe

    (Moschee Bergwerkstr.) und der Frauengruppe

    der Gemeinschaft der Deutschen aus

    Russland zubereitet und verkauft.

    Programm

    19.00 Uhr Buffet und Sektempfang

    20.00 Uhr Begrüßung

    Heike Bermes

    Lions-Club Hemendis

    Dr. Reinhilde Bramann

    Zonta-Club Iserlohn

    20.10 Uhr Orientalischer Tanz

    Mädchengruppe

    20.20 Uhr Türkischer Tanz

    türkische Jugendliche

    20.30 Uhr Talkrunde

    Erfolgreich integriert! Wie geht das?

    Frauen mit Migrationshintergrund aus

    Iserlohn erzählen von ihren persönlichen

    Erfahrungen

    Teilnehmerinnen

    Maria Grothoff (Griechenland), Lidia Remisch

    (Kasachstan), Arife Durdu-Ugur (Türkei),

    Arzu Özdemir (Türkei)

    Moderation

    Friederike Höher

    Institut für Kirche und Gesellschaft, Villigst

    21.30 Uhr P A U S E

    21.45 Uhr Kongo-Rhythmen

    Trommeln und Tanz mit Georgette Nsimere-

    Mimpiya und Tochter

    21.55 Uhr Zigeunertanz, Kadrilje und mehr …

    Russische Tänze mit Larissa Homischin

    und der Frauengruppe der Gemeinschaft

    der Deutschen aus Russland

    22.15 Uhr E N D E

    Moderation: Mechthild Beike, Anne Marie Kreckel

    Das Alltagsleben in Iserlohn ist multikulturell geprägt. Hier leben rund 9500 Migrantinnen und Migranten aus 115 Ländern.

    Die Hälfte von ihnen ist weiblich. In der aktuellen Diskussion wird häufig ein stereotypes Bild von Menschen mit Migrationshintergrund gezeichnet, besonders wenn es sich um Frauen handelt. Ihre Lebensweise wird meist als Integrationshemmnis diskutiert. So werden z. B. religiöse Bindungen oder eine starke Familienorientierung als Ausdruck mangelnden Interesses an Integration gedeutet. Dass sich viele Frauen mit Migrationshintergrund hervorragend in unsere Gesellschaft integriert haben, findet hingegen kaum Beachtung. Die Veranstalterinnen möchten Sie deshalb einladen zum Dialog zwischen Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Denn wir wünschen uns eine gemeinsame Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam für diese Zukunft eintreten.

    Titelfoto: Arife Durdu-Ugur (Herkunftsland:Türkei), 27 Jahre, Realschullehrerin für Deutsch und Textilgestaltung.

    Oben: Eine junge Marokkanerin, die von Faouzia Karboule (Herkunftsland:  Tunesien), 53 Jahre, unterstützt wird.

    Beide Frauen nehmen an der Ausstellung „Erfolgreich angekommen

    – 22 Frauen mit Migrationshintergrund in Iserlohn“ vom

    26.08.-19.11.2010 in der Sparkasse der Stadt Iserlohn teil.

    Fotos: Michael May

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  • Europa: Sind neue Bauformen ein Weg zur Begegnung?

    Europa: Sind neue Bauformen ein Weg zur Begegnung?

    28.07.2010
    Europa: Sind neue Bauformen ein Weg zur Begegnung?
    Mit oder ohne Kuppel

    Repräsentative Gebäude ersetzen zunehmend die Hinterhofmoscheen – fast 200 Moscheenvereine planen in Deutschland den Auszug aus den versteckten Quartieren. Oft wird die Frage nach der Form als Stellvertreterfrage nach der Akzeptanz des Islam wahrgenommen. Moschee mit oder ohne Minarett und Kuppel – darüber erhitzen sich die Gemüter. Die Religionswissenschaftlerin Beinhauer-Köhler hatte mit dem Politologen Claus Leggewie im vergangenen Jahr das Buch „Moscheen in Deutschland. Religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung“ veröffentlicht.

    Historisch betrachtet scheint die Unversöhnlichkeit der Positionen von Nichtmuslimen, die Minarett und Kuppel als störendes Element empfinden, und von Muslimen, die diese Formelemente als unabdingbar empfinden, womöglich als vorübergehendes Stadium. Dazu Beinhauer-Köhler: „Diese wecken Assoziationen von Identität und Zugehörigkeit oder Fremdheit und werden oft nicht reflektiert. Hier ist auch das Gefühl von ‘Heimat’ berührt, das Nichtmuslime mit der Abwesenheit und gläubige Muslime mit der Präsenz als solcher erkennbarer Moscheen verbinden.“

    Doch könnte sich in den kommenden Jahr auch hier etwas verändern, wenn die Zahl der Muslime mit akademischer Ausbildung im deutschsprachigen Raum ansteigt. Die Frankfurter Religionswissenschaftlerin verweist auf Architekten mit islamischem Hintergrund wie Alen Jasarevic, der das „Islamische Forum“ im bayerischen Penzberg geplant hat. Der multiethnische Trägerverein signalisiert nicht nur in seinem Namen eine Öffnung, er stimmte auch zu, dass der Bau sich mit zwei symbolischen Türen den Besuchern öffnet und das Gebäude keine Kuppel trägt.

    Beinhauer-Köhler sieht neue Impulse für den Moscheenbau: „Diese Architekten verfügen in besonderem Maße über die Kompetenz, mit den Symbolbeständen verschiedener Kulturen zu arbeiten und Lösungen zu finden, die sinnvoll Funktion und unterschiedliche Stil- und Identitätsgefühle vereinen. So präsentiert sich das Minarett in Penzberg als eine kubische Lichtinstallation. Der Rahmen, durch den bei Dunkelheit die Innenbeleuchtung scheint, besteht aus kalligrafierten Koransuren, die in nahezu abstrakte Formen aufgelöst wurden.“

    Das bedeute aber nicht, dass es einen Zwang gebe, sich den Baustile der „europäischen Moderne“ anzupassen, betont die Frankfurter Professorin. Die Auseinandersetzung mit und aktive Entwicklung von Bau- und Kunststilen als Weg zur Reflektion der eigenen Identität könne zu einem Element einer wechselseitigen Integration werden, ohne dass dies in einer kulturellen oder religiösen Profillosigkeit münden müsse.
    Quelle:

  • Besatzung schadet Zypern wirtschaftlich

    Besatzung schadet Zypern wirtschaftlich

    Phileleftheros – Zypern

    Besatzung schadet Zypern wirtschaftlich

    Eine aktuelle Studie der Universität von Nikosia kommt zu dem Schluss, dass die türkische Besatzung Nordzyperns einen wirtschaftlichen Schaden von mehr als 100 Milliarden Euro für die Zyperngriechen verursacht hat. Die linksliberale Tageszeitung Phileleftheros, meint dass die Weltgemeinschaft von diesem Schaden erfahren muss: „Mit diesen Wirtschaftsdaten wird auch die türkische Propaganda widerlegt, die besagt, dass sich die Zyperngriechen keine Lösung wünschen. Wenn das Pro-Kopf-Einkommen der Zyperngriechen zwischen 1974 und 1990 … gesunken ist; wenn sie 15,78 Milliarden Euro verloren haben, weil sie keinen Zugang zu ihrem Eigentum hatten und es nicht nutzen konnten; wenn der Gesamtwert ihres besetzten Eigentums 82,1 Milliarden Euro beträgt – wie kann die internationale Gemeinschaft dann glauben, dass Menschen angesichts solcher Werteverluste keine Lösung anstreben?“ (27.07.2010)

    Quelle: Europäische Presseschau vom 28/07/2010

  • Bulgaren bleibt Türkei-Referendum erspart

    Bulgaren bleibt Türkei-Referendum erspart

    Sega – Bulgarien
    Bulgaren bleibt Türkei-Referendum erspart

    Bulgarien wird kein Referendum über den EU-Beitritt der Türkei durchführen. Ein entsprechender Aufruf der außerparlamentarischen rechts-konservativen Partei VMRO-BND ist an der gesetzlichen Hürde von 500.000 Unterschriften gescheitert. Die Tageszeitung Sega ist erleichtert: „Der Türkei-Beitritt ist für uns aus historischen, demographischen und wirtschaftlichen Gründen eine delikate und problematische Frage. Die Gesellschaft hat aber offensichtlich begriffen, dass sie noch nicht aktuell ist und daran wird sich in den nächsten zehn oder mehr Jahren wohl kaum etwas ändern. Es wäre kurzsichtig, jetzt voreilig zu handeln und die guten nachbarschaftlichen Beziehungen aufs Spiel zu setzen. … Die Türkei ist immerhin unser Nachbar und sie wird es bleiben, unabhängig davon, ob sie der EU beitritt oder nicht.“ (27.07.2010)

    Quelle: Europäische Presseschau vom 28/07/2010

  • Westerwelles schwierige Mission in der Türkei

    Westerwelles schwierige Mission in der Türkei

    Foto: © 2010 AFP

    28.7.2010, 07:24
    Westerwelles schwierige Mission in der Türkei

    Außenminister dämpft EU-Beitrittshoffnungen

    Istanbul – Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wird bei den Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu viel Fingerspitzengefühl zeigen müssen. Denn es würde keinen guten Eindruck machen, wenn Westerwelle als Gegenspieler zum britischen Premier David Cameron auftreten würde, der wenige Stunden vor ihm als „Anwalt für den EU-Beitritt der Türkei“ nach Ankara geflogen war.
    (…)
    Quelle:

  • London und Berlin uneins über EU-Beitritt der Türkei

    London und Berlin uneins über EU-Beitritt der Türkei

    London und Berlin uneins über EU-Beitritt der Türkei
    zuletzt aktualisiert: 28.07.2010 – 02:30

    Berlin (RP). In der EU bahnt sich ein Streit zwischen Deutschland und Großbritannien über Beitrittsgespräche mit der Türkei an. Während der britische Premier David Cameron bei einem Türkei-Besuch das wirtschaftliche Potenzial des Landes und dessen wachsenden Einfluss im Nahen Osten lobte und versprach, „leidenschaftlich“ für Verhandlungen zu werben, sprach sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) gegen einen Beitritt aus: „Müsste die Frage heute entschieden werden, wäre die Türkei nicht beitrittsfähig“, sagte er der „Bild“-Zeitung.
    Quelle: Rheinische Post

  • Islamunterricht

    Islamunterricht

    Mouhanad Khorchid
    Der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchid vor der Universität in Münster. Die Hochschule gab die offizielle Berufung Khorchides auf den Lehrstuhl für islamische Religionspädagogik bekannt. (Bild: dpa)

    Islamunterricht

    Der Islamlehrer von Münster

    Erstellt 23.07.10, 11:56h
    Mouhanad Khorchide wird den Islam in Deutschland nachhaltig prägen. Fortan macht er aus jungen Muslimen Lehrer für den Islamunterricht. Welche Ansichten trägt der Professor aus dem Libanon in deutsche Schulen hinein?

    MÜNSTER – „Sind Muslime, die Alkohol trinken, liberal? Oder bin ich konservativ, nur weil ich in die Moschee gehe und bete?“ Mouhanad Khorchide hält nichts von einfachen Etiketten. Der 38-jährige Professor stellt seinen Studenten lieber provokante Fragen und bereitet sie so auf ihren Beruf vor: Religionslehrer für den Islamunterricht an deutschen Schulen. Einen offenen Glauben will er ihnen vermitteln. Einen Islam, der beides erlaubt: „Muslim und modern zugleich.“

    Das ist keine leichte Aufgabe. Khorchides Vorgänger ist an ihr gescheitert. Muhammad Sven Kalisch, ein Konvertit, war vor sechs Jahren Deutschlands erster Professor für die Ausbildung islamischer Religionslehrer an der Universität Münster. Doch dann zweifelte er öffentlich die Existenz des Propheten Mohammed an und stellte den Koran als Wort Gottes infrage. Schon bald erhielt er Morddrohungen. Kameras bewachten nun sein Büro. Muslimische Verbände riefen zum Boykott auf. Die Uni behielt Kalisch, zog ihn aber von der Lehrerausbildung zurück. Vor kurzem verkündete Kalisch dann, er fühle sich nicht mehr als Muslim. Seinen Beinamen Muhammad legte er ab.

    ein neuer Mann an der Integrations-Front

    Khorchide soll die Wogen glätten. Er übernimmt den Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik in Münster. Der neue Mann an der Integrationsfront? Sein Job gleicht einem Balanceakt – zwischen Uni, Politik und muslimischen Verbänden. Sie waren das letzte Puzzlestück im wochenlangen Hin und Her um seine Berufung. Khorchide aber versteht ihr Zögern: „Die Verbände kennen mich nicht.“ Sie wollten nicht wieder ihr Vertrauen in eine Person setzen „und dann stellt diese etwas von den Glaubensgrundsätzen der Religion infrage.“ Über die Thesen seines Vorgängers sagt er: „Das hat keinen Sinn.“ Der Islam wäre demnach nur ein „menschliches Konstrukt“.

    „Meine Eltern sind Palästinenser, aber ich bin im Libanon geboren und in Saudi Arabien aufgewachsen.“ So stellt Khorchide sich in seinem kleinen Arbeitszimmer vor, in dem sich zahllose Bücher über den Islam stapeln. Noch habe er nicht alle ausgepackt, erzählt er. Weil Khorchide als Ausländer in Saudi Arabien nicht studieren durfte, schickten ihn seine Eltern mit 18 Jahren nach Wien. Arzt sollte er werden. Doch er wählte die Soziologie. Irgendwann zog es ihn dann wieder in den Orient. In Beirut lernte er islamische Theologie. Zurück in Wien predigte Khorchide fortan auch als Imam auf Deutsch.

    ein Miteinander von Muslimen und Christen

    Saudi Arabien – das war der Ort, wo er als Kind die Strenge des Islams kennenlernte, ihre Einfältigkeit, ihren Zwang. Doch mittags, nach Schuleende, lebte er in einer anderen Welt: „Zu Hause war das Leben schön.“ Seine Eltern beschreibt Khorchide als religiös. Aber fern aller Dogmen. „Sie sind im Libanon aufgewachsen, in einer Gesellschaft, in der Muslime und Christen miteinander leben. Meine Eltern sind diese Pluralität gewöhnt und das hat sich in dem widergespiegelt, was sie uns Kindern beigebracht haben“, erzählt der 38-Jährige. Sein Vater sei auf eine christliche Schule gegangen und ein Onkel habe eine Christin zur Frau genommen, erinnert er sich.

    „Ich bin aufgewachsen in dieser Spannung. Zwischen der pluralen Sicht des Islams zu Hause und der verschlossenen Gesellschaft Saudi Arabiens.“ Von Kindesalter an habe er deshalb Fragen gestellt: „Worum geht es in Religion? Um Abgrenzung, um Gesetze, um Gottesdienste?“

    Khorchides wichtigste Erkenntnis auf diesem Weg: „Man muss sehr kritisch reflektieren. Vor allem über das, was einem erzählt wird, was Religion zu sein hat.“ Seinen Studenten trichtert er die Frage ein: „Ist das wirklich so? Oder steht es doch anders im Koran?“ Zum Beispiel wenn es um die Rolle der Frau geht. Sagt die Religion, dass die Frau zu Hause sitzen und nicht arbeiten soll? „Nein“, findet er.

    die Familie als entscheidender Faktor

    Was seine Eltern ihm vorgelebt haben, prägt ihn noch heute. „Für uns war meine Mutter immer ein Vorbild. Sie war aktiv, hat studiert und auch finanziell unser Leben mitgetragen.“ In Riad, wo Khorchide mit seinen zwei Geschwistern aufwuchs, leitet die Mutter bis heute eine Schule. Selbstverständlich sei dieses Frauenbild aber nicht. Er gibt zu: Offene Geschlechterrollen in Europa seien für den Islam eine Herausforderung. „In der muslimischen Welt ist das geklärt.“ Dort gebe es starre Traditionen, Hierarchien und Aufgabenteilungen.

    Khorchide beschwört einen „pluralen Islam“, der Platz lässt für viele Interpretationen. Er führt diesen Gedanken mit einer sanften Kritik an Deutschland zu Ende: „Ich finde es schade, dass man in dieser pluralen Gesellschaft keinen Raum hat für religiöse Symbole wie Kopftuch, Kreuz oder Kippa. Ich fände es schön, wenn diese Symbole nicht als Widerspruch zur Säkularität gedeutet würden.“

    Der Professor bastelt keine „extra Variante“ des Islams: „Ich lehre keine spezifisch europäische Theologie, sondern baue auf aufgeklärte und humanistische Gedanken aus der islamischen Tradition auf, die inzwischen untergegangen sind“, erklärt er. Jungen Muslimen will Khorchide einen Glauben anbieten, die sie vor der Identitätskrise – entweder Muslim oder Europäer – bewahrt.

    der Koran ist kein Gesetzbuch

    Religion und Politik grenzt er klar voneinander ab: „Es ist nicht Aufgabe der Religion, uns vorzuschreiben, nach welchem politischen System wir leben sollen.“ Diese Dinge handeln Menschen aus. „Dass der Islam Gesetze vorschlägt, quasi als Alternative zum Kapitalismus oder zur Demokratie, das sehe ich nicht ein“, sagt Khorchide und blickt in sein Bücherregal, wo das Grundgesetz seinen Platz hat. Der Koran sei ein spirituelles und ethisches Buch, aber kein „juristisches Schema“.

    Khorchide unterrichtet 35 Studenten. Die meisten kommen aus Migrantenfamilien. „Ihre Kenntnisse sind manchmal sehr traditionell“, erzählt er. „Sie kennen den Islam nur von ihren Eltern oder aus der Moschee. Daher sind sie froh über unsere Diskussionen.“ Auf ihrem Lehrplan stehen auch Seminare über Integration. Außerdem besuchen die Studenten Einführungskurse in das Christen- und Judentum. Drei Unis in Deutschland bieten Islampädagogik an. Ziel ist es, bundesweit bis zu 2500 Lehrer auszubilden. „Das ist alles Pionierarbeit.“

    Wozu braucht es Religion in einer modernen Gesellschaft? Khorchide sagt: „Religionen machen ein Angebot. Sie zeichnen den Weg, um ein guter Mensch zu sein. Der Islam macht ein Angebot, andere Religionen machen andere Angebote.“ Dass er der Richtige für den Posten ist, behauptet er nur ungern. Aus Angst überheblich zu sein. Khorchide ist aber überzeugt, dass er ein gutes Angebot hat: „Muslim und modern.“ (dpa)
    Quelle:

  • Guido Westerwelle (FDP) Türkei heute nicht EU-beitrittsfähig

    Guido Westerwelle (FDP) Türkei heute nicht EU-beitrittsfähig

    Er will eine Türkei an der Seite Europas – und liebt Istanbul: Außenminister Guido Westerwelle (48, FDP)

    Guido Westerwelle (FDP) Türkei heute nicht EU-beitrittsfähig – Beitritt steht nicht vor der Tür
    Dienstag 27.07.2010, 08:14

    Nach der Meinung von Außenminister Guido Westerwelle ist die Türkei derzeit nicht EU-beitrittsfähig. Kurz vor seiner Türkeireise hat Westerwelle die Türkei als „nicht beitrittsfähig“ und die Europäische Union als „nicht aufnahmefähig“ beschrieben. Der Eindruck, der EU-Beitritt der Türkei stünde vor der Tür, sei falsch.
    (…)
    Quelle:

    beitrittsfaehig-beitritt-steht-nicht-vor-der-tuer_aid_534702.html

    Bildquelle:

    tuerkei-eu-beitritt-istanbul.html

  • Umsturzversuch

    Umsturzversuch

    Foto: dpa Die Türkei klagt eine Reihe von Ex-Generälen wegen der Planung eines Putsches an.

    26.07.10|
    Umsturzversuch

    Ex-General wegen Putschversuchs in Türkei festgenommen

    Der Vier-Sterne-General Cetin Dogan soll 2003 unter dem Decknamen „Operation Schmiedehammer“ einen Staatsstreich in der Türkei geplant haben.

    Die Türkei klagt eine Reihe von Ex-Generälen wegen der Planung eines Putsches an.
    (…)
    Quelle:

    Tuerkei-festgenommen.html

  • Türkei – Iran für Atom-Gespräche mit EU ab Anfang September

    Türkei – Iran für Atom-Gespräche mit EU ab Anfang September

    Türkei – Iran für Atom-Gespräche mit EU ab Anfang September
    Sonntag, 25. Juli 2010, 15:05 Uhr

    Istanbul (Reuters) – Der Iran ist nach türkischen Angaben ab Anfang September zu Gesprächen mit der Europäischen Union über sein Atomprogramm bereit.

    Außenminister Manuchehr Mottaki sei für ein Treffen nach Ende des Fastenmonats Ramadan, sagte der türkische Außenamtschef Ahmet Davutoglu am Sonntag. Abhängig sei dies zwar von künftigen Entwicklungen, niemand lehne aber prinzipiell ein Treffen ab. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte den Chefunterhändler des Golfstaates, Said Dschalili, vergangenen Monat zur Rückkehr an den Verhandlungstisch eingeladen.

    Davutoglu kündigte vor einem Arbeitessen mit Mottaki und ihrem brasilianischen Kollegen Celso Amorim zugleich an, den Neustart der Gespräche auf Ebene der Sechsergruppe voranzutreiben. Ziel ist es demnach, die Runde schnellstmöglich wieder zusammenzubringen. In der Sechsergruppe bemühen sich die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland um eine Beilegung des Konflikts. Die Türkei und Brasilien schalteten sich als Vermittler ein, nachdem sich die Fronten unter anderem wegen einer vierten Sanktionsrunde gegen den Golfstaat verhärtet hatten.

    Die am 9. Juni vom Sicherheitsrat verabschiedeten Strafmaßnahmen sehen unter anderem Einschränkungen für die iranische Schifffahrt und die Luftfahrtbranche vor. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigte an, Kontrollen nicht tatenlos zuzuschauen. Der Iran werde auf jede Inspektion – wie etwa von Schiffen – umgehend reagieren, sagte er auf einer vom Fernsehen direkt übertragenen Konferenz.

    Quelle:

  • Iran und Türkei Vereinbarung über zusätzliches Gas

    Iran und Türkei Vereinbarung über zusätzliches Gas

    Iran und Türkei Vereinbarung über zusätzliches Gas
    Nachricht vom 26.7.2010

    Wie das iranische Ölministerium auf der eigenen Internetseite mitteilt, unterzeichneten der Iran und die Türkei Verträge über die Anhebung der Gaslieferungen aus dem Iran in die Türkei. Die Unterzeichnung fand im Beisein der zuständigen Minister der jeweiligen Öl- und Energieministerien statt.
    (…)
    Quelle:

    gas-26-7-2010

  • Ruprecht Polenz (CDU/CSU) und Elmar Brok (EVP-Fraktion) streiten über den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union/Streitgespräch in „Das Parlament“

    Ruprecht Polenz (CDU/CSU) und Elmar Brok (EVP-Fraktion) streiten über den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union/Streitgespräch in „Das Parlament“

    Pressemitteilung vom 25.07.2010 | 17:14
    Pressefach: Deutscher Bundestag

    Ruprecht Polenz (CDU/CSU) und Elmar Brok (EVP-Fraktion) streiten über den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union/Streitgespräch in „Das Parlament“

    Vorabmeldung zu einem Interview in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung
    „Das Parlament“ (Erscheinungstag: 26. Juli 2010)
    – bei Nennung der Quelle frei zur sofortigen Veröffentlichung –

    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU/CSU), warnt die EU davor, sich einseitig von den an die Türkei gemachten Zusagen hinsichtlich eines Beitritts zu verabschieden. Auch in seiner Partei laufe die Diskussion in diese Richtung. „Das halte ich für einen gravierenden strategischen und politischen Fehler. Das ist diskriminierend“, sagte Polenz im Gespräch mit seinem Parteikollegen Elmar Brok in der Wochenzeitung „Das Parlament“.
    Brok zeigte sich hingegen skeptisch. Zwar seien die Kriterien für eine Aufnahme für alle Kandidatenländer die gleichen. Er habe aber seine Zweifel, ob sie in der Praxis in der Türkei auch bei formaler Umsetzung voll angewandt werden. „Die Werte der Charta der Grundrechte müssen auf eine besondere Bereitschaft, besondere Mentalität treffen. Wenn ich mich irren sollte, umso besser“, sagte Brok.

    Interview im Wortlaut

    Meine Herren, Sie gehören beide der selben Partei an, in Sachen EU-Beitritt Türkei vertreten Sie aber gegensätzliche Meinungen. Sie, Herr Polenz, befürworten den Beitritt. Wie geht es Ihnen mit dieser Außenseiterposition in der CDU?

    Ruprecht Polenz: Mir ist klar, dass ich nicht die Mehrheitsmeinung der CDU vertrete. Allein aber bin ich mit meiner Meinung in der Union auch nicht. Da sind zum Beispiel eine ganze Reihe Oberbürgermeister von Großstädten wie Frankfurt, Stuttgart, Duisburg oder wie bis vor kurzem Ole von Beust aus Hamburg. Sie erleben in ihren Städten, welche Bedeutung der Umgang mit der Türkei im Hinblick auf den EU-Beitritt für die türkische Bevölkerung hat. Sie teilen meine Position, dass die Türkei eine faire Chance verdient.
    Elmar Brok: Na ja, fair wäre gewesen, der Türkei keine falschen Hoffnungen auf einen Beitritt zu machen. Jetzt zieht sich alles hin und die Türkei reagiert enttäuscht.

    Herr Brok, warum sind Sie gegen einen Beitritt der Türkei?

    Brok: Ich sehe das aus der Gesamtsicht der Europäischen Union heraus und glaube, dass ein Beitritt die EU überfordern würde. Die Integrationskapazität der EU reicht nicht aus, wenn wir sie weiterhin als eine politische Union verstehen wollen.
    Polenz: Natürlich darf die Handlungsfähigkeit der EU durch einen Beitritt der Türkei nicht in Frage gestellt werden. Es ist nur so, dass bei jeder Erweiterungsrunde die Frage war: Kann das die Europäische Union verdauen oder nicht? Darüber wurde auch beim Beitritt Großbritanniens diskutiert, wenn Sie weiter zurückschauen wollen. Damals war Frankreich der Meinung, das würde das ganze Machtgefüge innerhalb der Europäischen Union verändern. Präsident Charles de Gaulle hat mit der Politik des leeren Stuhls den Beitritt Großbritanniens um eine beträchtliche Zeit verzögert.
    (…)
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  • Türkische Kunstausstellung »Kismet«

    Türkische Kunstausstellung »Kismet«

    Türkische Kunstausstellung »Kismet« in Berlin: Verschmelzung der Gestalten
    von Caroline Kalkreuth / Foto: Ebru Özseçen

    Beim Betreten des Raums fällt der Blick sofort auf das Werk: »Kismet«. Die Skulptur gibt der Ausstellung den Namen und steht im Zentrum der Galerie. Eine aus Ebenholz angefertigte Figur, die im sanften Licht erscheint und eine tiefe Ruhe ausstrahlt. Man fühlt sich hingerissen die Skulptur zu berühren und kann die Augen kaum abwenden. Sie lässt das zentrale Thema der Ausstellung auf einen Blick erkennen: Das Verschmelzen der weiblichen und männlichen Gestalt. Eine Andeutung auf die Auseinandersetzung mit Begierden, Leidenschaften und Träume, die sich durch die gesamte Ausstellung zieht.
    (…)

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  • Griechische Milliarden für deutsche U-Boote

    Griechische Milliarden für deutsche U-Boote

    Bild: Einweihung des ersten U-Bootes der Klasse 214. Griechische Marine

    Griechische Milliarden für deutsche U-Boote

    Jens Berger 25.07.2010
    Obwohl Griechenland in fast allen Bereichen sparen muss, ermuntern Deutschland und Frankreich die Hellenen zu einem absurden Rüstungswettlauf mit der Türkei
    Griechenland hat zwar lediglich 11 Millionen Einwohner, ist aber dennoch Europas größter Waffenimporteur – [local] weltweit steht es an fünfter Stelle. Über Jahre hinweg verkauften deutsche Konzerne mit Protektion der Bundesregierung ihre neuesten Innovationen an die Griechen. Ein todsicheres Geschäft, schließlich liefert man sich auf beiden Seiten der Ägäis einen absurden Rüstungswettlauf. Jeder Auftrag aus Athen zieht einen Auftrag aus Ankara nach sich – und umgekehrt. Und wenn die Griechen ihre Wehrtechnik Made in Germany nicht bezahlen können, hilft halt der deutsche Steuerzahler aus.
    (…)
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  • Schavan sieht neue türkische Elite

    Schavan sieht neue türkische Elite

    Foto: ddp

    Integration in Deutschland
    Schavan sieht neue türkische Elite
    zuletzt aktualisiert: 24.07.2010 – 12:52

    München (RPO). Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat Deutschland große Fortschritte bei der Integration von Ausländern attestiert. Die CDU-Politikerin sprach in einem Interview von einer „türkischen Elite“, die sich herausgebildet habe. Als Beispiele nannte sie den Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan sowie die wachsende Zahl von Abiturienten und Akademikern mit entsprechendem Migrationshintergrund.
    (…)
    Quelle:

    neue-tuerkische-Elite_aid_885641.html?utm_source=newsletter&utm_

    medium=email&utm_campaign=politik

  • Erdogan wirbt für Verfassungsreform

    Erdogan wirbt für Verfassungsreform

    Erdogan wirbt für Verfassungsreform

    25/07 09:00 CET

    Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat bei einer Veranstaltung seiner Partei AKP in der südöstlichen Stadt Bingöl für Unterstützung für seine angestrebte Verfassungsreforlm geworben. Vor mehreren Tausend Anhängern forderte er die Türken auf, an der für den 12. September vorgesehenen Volksabstimmung teilzunehmen.

    “Brüder und Schwestern, so Erdogan, “ihr geht am 12. September zur Abstimmung. Aber ich will unterstreichen, dass ihr nicht für die AKP abstimmt, nicht für Recep Tayyip Erdogans und die Verfassungsänderung seiner Freunde, nicht für die einer bestimmten Gruppe von Leuten. Ihr werdet über eine Verbesserung der Verfassung der türkischen Republik abstimmen.”

    (…)

    Quelle:

  • WIR GLAUBEN EUCH NICHT!

    WIR GLAUBEN EUCH NICHT!

    Terroranschläge vom 11. September 2001

    WIR GLAUBEN EUCH NICHT!

    Immer mehr Menschen zweifeln an der offiziellen Theorie zum 11. September – darunter mehr als 400 Wissenschaftler
    Von FOCUS-MONEY-Redakteur Oliver Janich

    Es ist sein letzter Kampf, aber vielleicht sein wichtigster. Jesse Ventura kämpfte in Vietnam im UDT (Under Water Demolition Team), einer Einheit, die Sprengstoffattacken unter Wasser ausführte und in den berühmten Navy Seals aufging. Später balgte er sich als Wrestler mit den Konkurrenten, bis er in die politische Arena einstieg. Von 1999 bis 2003 war Ventura Gouverneur des US-Bundesstaats Minnesota. Heute ist er fassungslos, dass er während seiner Zeit als Gouverneur die offizielle Geschichte zu den Terroranschlägen des 11. September glaubte, obwohl er bereits eindringliche Erfahrungen mit Sprengstoffen besaß. „Ich habe mir selbst wohin getreten, dass mir kein Licht aufging, als es damals passierte. Aber ich war so schockiert, dass dieses Ding überhaupt passieren konnte, dass ich mich entschuldige, dass ich damals nicht aufmerksamer war“, erzählte er dem US-Radiomoderator Alex Jones. Heute kämpft er mit einer eigens produzierten Serie für den Kabelsender TruTV für die Wahrheit. Der Titel: „Verschwörungstheorie“.

    Wachsender Zweifel. So wie Jesse Ventura geht es immer mehr Menschen in den USA. Folgt man einer Reihe von Umfragen, glaubt die Mehrheit der Amerikaner nicht mehr der offiziellen Theorie, wonach islamistische Terroristen unter der Führung von Osama bin Laden für die Anschläger verantwortlich sind. Nach der letzten großen Untersuchung von Zogby, einem führenden Meinungsforschungsinstitut, vom August 2007 sagten zum Beispiel 67 Prozent der Befragten, dass die 9/11-Kommission auch den Einsturz von Word Trade Center 7 (WTC 7) hätte untersuchen sollen. Dass sie das nicht getan hat, nährt ihre Zweifel.

    Die Webseite www.patriotsquestion911.com zählt inzwischen rund 2000 Universitätsprofessoren, Militärs, Piloten, Polizisten, Architekten, Ingenieure, Physiker, Geheimdienstexperten, Richter und Prominente auf, davon allein 400 Wissenschaftler – ohne dabei selbst Stellung zu beziehen. Mit Francesco Cossiga haben auch ein Ex-Präsident Italiens und mit dem Schriftsteller Dario Fo ein Nobelpreisträger Zweifel an der offiziellen Theorie von George W. Bush. Sind diese Menschen, denen sonst in ihren Berufen eine hohe Glaubwürdigkeit zugebilligt wird, denen zum Teil Menschenleben anvertraut werden, alle verrückt geworden? Was unterscheidet diese besorgten Bürger von jenen, die alle, die nicht an die offizielle Version glauben, für verrückte Verschwörungstheoretiker halten? Sie haben sich mit den Fakten beschäftigt, von denen in den traditionellen Medien kaum die Rede ist.

    Das dritte Newton´sche Gesetz. „Masse geht immer den Weg des geringsten Widerstands“, hatte der berühmte Physiker schon vor mehr als 300 Jahren erkannt. Es ist noch nicht einmal möglich, ein Streichholz von oben nach unten zusammendrücken. Es knickt an der Stelle ab, an der es zuerst nachgibt. Ähnlich wie ein Baum zur Seite fällt, wenn mit der Axt eine Kerbe hineingeschlagen wird. Das heißt: Wo immer der Stahl durch den Aufprall des Flugzeugs zuerst nachgegeben haben mag, auf diese Seite hätte das Gebäude fallen müssen.

    „Stellen Sie sich eine ganz einfache Frage: Warum bot der untere Gebäudeblock überhaupt keinen Widerstand für den weit kleineren oberen Gebäudeteil?“, fragt der Architekt Richard Gage. „Die Türme beschleunigten ohne Unterbrechung in freier Fallgeschwindigkeit, weich und symmetrisch, als ob die unteren 90 Stockwerke überhaupt nicht existierten. Der einzige Weg, das zu Stande zu bringen, ist eine kontrollierte Sprengung.“ Die Regierungsbehörde NIST, die für die Untersuchung der Zusammenbrüche zuständig ist, hat die Möglichkeit einer kontrollierten Sprengung aber gar nicht in Betracht gezogen. Die kuriose Begründung: Kontrollierte Sprengungen beginnen normalerweise von unten im Keller. Jedoch hat der Hausmeister William Rodriguez genau solche Sprengungen in den unteren Stockwerken bei mehreren Gelegenheiten unter anderem in Jesse Venturas Serie bezeugt.

    Ventura selbst änderte seine Meinung erst, als ihn sein Sohn überredete, den Film „Loose Change“ anzuschauen, der im Web inzwischen über 100 Millionen Mal abgerufen worden sein soll. Filme wie „Zero“ des italienischen Europa-Abgeordneten Giulietto Chiesa oder „911 Mysteries“ wurden inzwischen auch im ORF oder auf Vox gezeigt. Venturas Serie „Conspiracy Theorie“ ist auf Ted Turners Kabelsender TruTV zu sehen. Auch der Hollywood-Produzent Aaron Russo („Die Glücksritter“) beschäftigte sich in seinem Dokumentarfilm „America: From Freedom to Fascism“ mit den Hintergründen von 9/11. Alle Filme sind bei Google-Video abrufbar.

    Architects and Engineers for 911 Truth. Der Architekt Richard Gage bestreitet zudem, dass Feuer die drei Wolkenkratzer zum Einsturz brachte: „Feuer in Wolkenkratzern haben noch niemals Stahlgebäude zum Einsturz gebracht.“ Gage ist seit zwanzig Jahren Architekt und hat dabei zahlreiche feuersichere Stahlgebäude errichtet. Zuletzt arbeitete er an einem 400-Millionen-Euro-Projekt, bei dem 1200 Tonnen Stahl verbaut wurden. Er hat die Bewegung Architects and Engineers for 911 Truth (ae911truth.org) gegründet, der sich inzwischen knapp tausend Architekten und Ingenieure und 5000 weitere Unterstützer angeschlossen haben. „Der Zusammenbruch der Twin Towers und von World Trade Center 7 erfüllt alle Kriterien einer kontrollierten Sprengung, aber kein einziges Kriterium für einen Einsturz auf Grund von Feuer“ erklärt Gage (siehe Kasten links). Er verweist auch auf die zahlreichen Beweise für Sprengungen. „Wir haben Tonnen an geschmolzenem Stahl gefunden. Stahl schmilzt erst bei 3000 Grad Fahrenheit, Kerosin und Bürofeuer erreichen maximal 1400, vielleicht 1600 Grad Fahrenheit.“

    Laut Gage ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Feuer exakt gleichzeitig alle tragenden Teile schädigten, gleich null. Aber selbst wenn die Wahrscheinlichkeit beispielsweise bei zehn Prozent läge, ist zu bedenken, dass an diesem Tag drei Gebäude symmetrisch in sich zusammenstürzten. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das dreimal am selben Tag passiert, wäre dann 0,1 (zehn Prozent) mal 0,1 mal 0,1 mal 100, also 0,1 Prozent. Mit anderen Worten: Selbst wenn man die Chancen für so ein Ereignis vergleichsweise hoch einschätzt, liegt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die offizielle Theorie falsch ist, bei 99,9 Prozent. Menschen neigen dazu, Wahrscheinlichkeiten falsch einzuschätzen, wenn sie die vermeintliche Ursache – den Flugzeugeinschlag – zu glauben kennen. Das World Trade Center 7 stürzte ebenso in fast freier Fallgeschwindigkeit zusammen wie WTC 1 und 2. Der Unterschied: Es schlug überhaupt kein Flugzeug ein. Videos vom Einsturz dieses Gebäudes verbreiteten sich schnell im Internet. Die einzig logische Erklärung für so einen Zusammenbruch wäre eine Sprengung (siehe Kasten).

    Scholarsfor911truth. Wissenschaftler wie Steve Jones wollen sogar den Sprengstoff gefunden haben. Der Physiker war Professor an der Brigham Young University. Als er begann, die Organisation scholarsfor911truth (www. www.st911.org, Akademiker für 911-Wahrheit) aufzubauen, wurde er von der Universitätsleitung dazu gedrängt, in Frühpension zu gehen. Professor Jones und andere, darunter auch der dänische Wissenschaftler Dr. Niels Harrit, haben 20 Proben aus dem Staub des World Trade Center untersucht und dabei klare Spuren von Nanothermit gefunden – einem Sprengstoff, der bisher nur vom Militär benutzt worden sein soll.

    Zahlreiche Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter bezeugten Explosionen. „Es war, als wenn es explodierte … als ob sie geplant hätten, ein Gebäude zu sprengen, boom, boom, boom“, erzählte der Feuerwehr-Captain Dennis Tardio Kollegen, während er von einem Team gefilmt wurde. Der Rettungssanitäter Daniel Rivera wird noch konkreter: „Es war wie eine professionelle Sprengung, wo sie Sprengkörper auf bestimmten Etagen anbringen: pop, pop, pop.“ Gelegenheiten, die Bomben zu platzie-ren, gab es zahlreiche. Ben Fountain, der als Finanzanalyst im Südturm arbeitete, berichtete, „in den Wochen zuvor gab es zahlreiche unbegründete und ungewöhnliche Übungen, bei denen Sektionen von beiden Zwillingstürmen und WTC 7 aus Sicherheitsgründen evaku-iert wurden“.

    Das Problem: Der damals zuständige Oberstaatsanwalt von New York, Eliot Spitzer, verweigerte eine gerichtliche Untersuchung. In den USA gibt es noch die Möglichkeit, einen Zivilprozess auf Schadensersatz anzustrengen. Zahlreiche Opferangehörige versuchen bis heute, diesen Weg zu gehen. Eine Gruppe wurde dabei von Stanley Hilton vertreten, der Berater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Bob Dole war. Die Klage gegen George W. Bush, Dick Cheney und weitere wurde 2004 auf Grund der Immunität der Amtsträger – nicht auf Grund mangelnder Beweise – abgewiesen.

    Stand-down-Order. Ein Prozess könnte zum Beispiel auch klären, warum die Abfangjäger am Boden blieben (siehe Kasten links). Laut Zeugen gab Dick Cheney eine sogenannte Stand-down-Order, also den Befehl an die Abfangjäger, auf keinen Fall abzuheben. So lassen sich die Aussagen des Verkehrsministers Norman Mineta und von Sergeant Lauro Chavez interpretieren, der am 11. September Dienst hatte. Ein Staatsanwalt hätte die Möglichkeit, die Dienstpläne einzusehen und alle an diesem Tag anwesenden Personen unter Eid aussagen zu lassen.

    Die 9/11-Kommission ersetzt keine gerichtliche Untersuchung. Senator Max Cleland trat mit folgenden Worten aus der Kommission zurück: „Es ist ein Betrug, ein nationaler Skandal.“ Zahlreiche Zeugenaussagen wurden einfach nicht in den Bericht aufgenommen. Andere Kommissionsmitglieder bis hin zum Vorsitzenden Thomas Kean beschwerten sich darüber, laufend von den Behörden belogen worden zu sein. Auch die Aussage von Barry Jennings erschien nie im Bericht der 9/11-Komission. Jennings war Vizedirektor des Emergency Service Department der Stadt New York. Der Mann, der am 11. September vielen Menschen im WTC 7 das Leben rettete, gab noch am selben Tag, mit Staub bedeckt, auf ABC ein Live-Interview, wonach er Explosionen gehört hatte. 2007 konkretisierte er seine Aussagen in einem Interview mit Dylan Avery, einem der Macher von „Loose Change“. Er berichtete, dass er die Explosionen bereits miterlebte, bevor der erste Zwillingsturm einstürzte, und dass die Eingangshalle entgegen der offiziellen Darstellung mit Leichen übersät war.

    Mysteriöser Todesfall. Laut Avery bat ihn Jennings, das Material nicht zu veröffentlichen, weil ihm gedroht wurde, dass er dann seinen Job verlieren würde. Nachdem aber die BBC ein Interview mit Jennings veröffentlichte, das Averys Meinung nach entstellt wurde, entschied er sich, seine volle Aussage in „Loose Change Final Cut“ zu bringen. Am 19. August 2008, zwei Tage bevor die Regierungsbehörde NIST den offiziellen WTC-7-Bericht herausgab, der der Aussage von Jennings diametral entgegensteht, starb Jennings im Alter von 53 Jahren unter ungeklärten Umständen. Ein Privatdetektiv, den Avery engagierte, damit dieser Nachforschungen anstellte, brach seine Arbeit ab.

    Die zahlreichen Ungereimtheiten veranlassten kürzlich sogar einen deutschen Bundesverwaltungsrichter, Dieter Deiseroth, in einem Interview mit dem Internet-Dienst Heise eine neue Untersuchung zu fordern: „Es darf in einem Rechtsstaat nicht sein, dass man auf die erforderlichen Maßnahmen der Ermittlung von Verdächtigen, ihre Dingfestmachung und eine Anklageerhebung vor einem unabhängigen Gericht verzichtet … Interessanterweise wird Osama bin Laden vom FBI bis heute nicht wegen 9/11 gesucht.“ Das Interview schließt mit den Worten: „Das schreit geradezu nach Aufklärung.“

    Die Zwillingstürme – Kontrollierte Sprengungen?

    Beweise für Sprengungen

    Laut der Architektenvereinigung ae911truth.org waren alle Kriterien für eine kontrollierte Sprengung erfüllt:

    Die Zerstörung folgt dem Pfad des größten Widerstands.

    Die Trümmerteile sind symmetrisch verteilt.

    extrem schneller Beginn der Zerstörung (rapid onset)

    Über 100 Zeugen berichteten von Explosionen und Lichtblitzen.

    Mehrere Tonnen schwere Stahl- teile flogen vertikal heraus.

    90000 Tonnen Metall und Beton wurden in der Luft pulverisiert.

    sehr große, sich ausdehnende pyroklastische Wolken (siehe rechts)

    keine pfannkuchenartige Aufei-nanderhäufung von Etagen

    isolierte horizontale Explosionen 20 bis 40 Stockwerke tiefer

    geschmolzener Stahl und Sprengstoff Thermit gefunden

    Kriterien für Feuer

    Drei Kriterien hätten mindestens erfüllt sein müssen, wenn das Gebäude auf Grund von Feuer einstürzte:

    langsamer Beginn mit großen sichtbaren Verformungen

    asymmetrischer Kollaps entlang des geringsten Widerstands

    Beweis von Temperaturen, die Stahl schwächen könnten

    Und: Noch nie stürzte ein Stahlhochhaus auf Grund von Feuer ein.

    World Trade Center 7 – Fehler im Report

    World Trade Center 7, ein 47 Stock hohes, gut gesichertes Stahlgebäude, in dem CIA und Secret Service residierten, brach etwa sieben Stunden nach den Zwillingstürmen zusammen, obwohl dort gar kein Flugzeug hineingerast war. Im offiziellen „9/11 Commission Report“ wird das Gebäude gar nicht erwähnt. Die zahlreichen Anfragen von Mitgliedern der 9/11-Wahrheitsbewegung haben aber das National Institute of Standards and Technology (NIST), eine Bundesbehörde, dazu bewegt, sieben Jahre nach dem Zusammensturz eine Studie vorzulegen. Das größte Rätsel, das die Experten zu lösen hatten, war, dass die Gebäude praktisch in freier Fallgeschwindigkeit zusammenbrachen. Normalerweise bieten die jeweiligen Etagen einen Widerstand, sodass das Gebäude viel langsamer hätte zusammenfallen müssen. Nach offizieller Lesart beschädigten herabfallende Trümmerteile der Zwillingstürme das Gebäude. Allerdings ist WTC 7 circa ein Fußballfeld weit entfernt, und es sind auf den Aufnahmen keine erheblichen Schäden erkennbar. Zudem hätte das Gebäude dann auf die Seite der Beschädigungen und nicht in sein eigenes Fundament fallen müssen. Die Lösung, die NIST dann lieferte, führte zu Ausbrüchen von Heiterkeit bis Entsetzen in der Wahrheitsbewegung. „Lächerlich“, „totaler Bullshit“, das waren noch die höflichsten Kommentare.

    Die offizielle Version geht so: Innerlich wäre das Gebäude schon 30 Minuten lang zusammengebrochen, und am Schluss kam die Außenhaut in freier Fallgeschwindigkeit runter – ein noch nie da gewesener Vorgang. Wissenschaftler der Truther-Gemeinde verfassten seitenlange Studien, in denen sie Detail um Detail der offiziellen Studie in Frage stellten. Keine dieser Fragen wurde bislang beantwortet, die vollständigen Daten des benutzten Computermodells bleiben geheim. Nur ein Beispiel der Widersprüchlichkeiten im NIST-Report: Es werden Temperaturen für 5.30 und 6.00 Uhr nachmittags auf den Etagen angezeigt. Das Gebäude brach aber schon um 5.21 Uhr zusammen.

    Pentagon-Crash – Unmögliche Flugmanöver

    Über 200 Piloten und Luftfahrtexperten zweifeln die offizielle Version an. Piloten der Vereinigung „Pilots for 911 Truth“ ) sagen, es sei unmöglich, mit einer Boeing so ein Manöver durchzuführen, um das Pentagon zu treffen. Captain Russ Wittenberg, der 35 Jahre lang für PanAm und United Airlines arbeitete, sagte: „Ich flog beide Flugzeugtypen, die am 11. September eingesetzt wurden. Die Flugzeuge sollen ihr Geschwindigkeitslimit um über 100 Knoten überschritten und Hochgeschwindigkeitskurven geflogen haben, bei denen 5, 6, 7 G auftraten. Und das Flugzeug hätte buchstäblich aus der Luft fallen müssen. Ich könnte das nicht, und ich bin absolut sicher, sie konnten es nicht.“. Die Piloten stellen auch in Frage, ob jemand, der auf einer Cessna übt, überhaupt eine Boeing fliegen kann. Zumal die Fluglehrer berichten, dass es sich um miserable Piloten handelte, einer konnte gar nicht fliegen. Viele Piloten bezweifeln sogar, dass es möglich ist, die Twin Towers in voller Geschwindigkeit zu treffen, zumal eines der Flugzeuge mitten in einer Kurve lag. Ungewöhnlich ist auch, dass praktisch keine Flugzeugteile beim Pentagon zu sehen sind. Ralph Omholt, ein langjähriger Boeing-Pilot: „Da war kein Heck, da waren keine Flügel, keine Bestätigung für den Crash einer Boeing 757.“ Vor allem die Triebwerke aus Titanium hätten den Crash überleben müssen.

    Außerdem weisen die Piloten darauf hin, dass das Loch im Pentagon viel zu klein sei. Entweder die Fenster daneben müssten zum Beispiel beschädigt sein, oder Trümmer müssten davor liegen. Nicht einmal der Rasen ist angekratzt. Ebenso verdächtig: Das Pentagon als eines der bestbewachten Gebäude der Welt ist umringt von Überwachungskameras. Das einzige Video, das der Öffentlichkeit präsentiert wurde, zeigt alles, nur keine Boeing.

    Luftabwehr – Wo waren die Abfangjäger?

    Eines der großen Rätsel dieses Tages ist, warum die Flugzeuge nicht abgefangen wurden, obwohl noch bis zu eine Stunde Zeit dazu war. Das Abfangen von Flugzeugen, die vom Kurs abweichen, ist reine Routine. Es passiert in den USA etwa hundertmal im Jahr. Aber im Juni 2001 wurde diese Standardprozedur geändert. Aus einem Memo an den vereinigten Generalstab (Joint Chiefs of Staff) geht hervor, dass zuerst das Verteidigungsministerium gefragt werden müsse, bevor Abfangjäger aufsteigen. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Dick Cheney eine explizite Stand-down-Order gab, die besagt, dass die Fighter am Boden bleiben müssen. Sergeant Lauro Chavez behauptet Folgendes: Er tat an diesem Tag Dienst im United States Central Command in Florida und war an Übungen beteiligt, die die Entführung von Flugzeugen, die ins World Trade Center, ins Pentagon und ins Weiße Haus fliegen sollten, beinhalteten. Diese Übungen sind inzwischen durch offizielle Dokumente bestätigt. Als ihm durch die TV-Bilder klar wurde, dass es ernst ist, fragte er nach, warum keine Abfangjäger aufstiegen. Als Antwort erhielt er, dass es eine Stand-down-Order gäbe.

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    Chavez wusste auch, bevor es bekannt wurde, dass wenige Monate vor den Anschlägen zum ersten Mal in der Geschichte einem Zivilisten das Oberkommando über die Luftabwehr (NORAD) übertragen worden war: Dick Cheney. Die Aussage des Verkehrsministers Norman Mineta, die nicht im „9/11 Commission Report“ auftauchte, stützt diese These. Dick Cheney sagte demnach einem mehrfach nachfragenden jungen Mann angesichts eines herannahendes Flugzeugs, dass die Order noch stehe. Mineta ging damals davon aus, dass damit eine Abschussorder gemeint sei. Colonel Donn de Grand-Pre berichtet, dass ein General die Stand-down-Order missachtete und den vierten Flieger über Shanksville abschießen ließ, was die fehlenden Trümmerteile erklären würde. Grand-Pre behauptet, auch für den Generalstab eine Studie erstellt zu haben, die zu dem Schluss kam, dass Teile der Regierung selbst für die Anschläge verantwortlich sind. Grand-Pre sagte in einem Radiointerview, eine Mehrheit der Militärführung wäre zu einem Staatsstreich bereit, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.