Ohne die anderen NATO-Staaten will Trump im Alleingang mit Putin über die Lösung des Russland-Ukrainers-Krieg verhandeln. Bereits vor seiner Wahl zum Präsidenten der USA hatte Tramp angekündigt, diesen Krieg ganz schnell zu beenden.
Der abgewählte Präsident Biden verfolgte dagegen eine entgegengesetzte Politik, mit dem Ziel den Krieg so lange wie möglich weiter führen zu lassen, mit dem Ziel, Russland ökonomisch zu schwächen. Die übrigen NATO-Staaten in der EU unterstützten diese Politik Bidens. Dabei war eindeutig vorauszusehen, dass Russland bei diesem Krieg nicht zu besiegen war.
Es ist selbstverständlich, dass die NATO-Staaten in der EU diesen Krieg Russlands gegen die Ukrainer, begonnen mit der Einnahme von Krim und weitere Ostgebiete Ukraines, einen entschiedenen Widerstand leisteten und daher Ukrainer mit Rüstungsgüter und finanziell unterstützten.
Die Grundursachen dieses Konfliktes und dieses Krieges darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Bei der Auflösung und Zerfalls des Warschau Paktes wurde jedoch Russland versprochen, dieser Staaten nicht in die NATO aufzunehmen.
Im Gegensatz zu diesem Versprechen wurden die Länder des ehemaligen Warschau Paktes nach und nach in die NATO aufgenommen. Russland wurde somit von neuen NATO-Staaten und auch mit USA-Waffen umkreist.
Putins Kritik wurde vor allem von USA völlig ignoriert
Präsident Putin hat sich wiederholt gegen diese Politik gewandt und auch auf der Münchener Friedenkonferenz seine ablehnende Haltung gegen diese Politik unterstrichen.
Zuletzt Ukraines-Wunsch auch in die NATO beitreten zu wollen, führte zu diesem Krieg zwischen Russland und Ukrainer. Laut Angaben der Militär- Experten könnten die gefährlichsten Waffen aus Ukraine in fünf Minuten Moskau treffen.
Die USA unter Biden verfolgte eine Politik mit dem Ziel vor erst Russland militärisch und finanziell zu schwächen und dann sich mit dem gleichen Ziel mit China zu befassen.
Die EU-Staaten mit einer Bevölkerungsgröße von rund 450 Millionen Menschen und beachtliche wirtschaftspotenziale blieben gegen diese feindselige und Konflikte provozierende Politik der USA tatenlos.
Nach dem zweiten Weltkrieg verfolgt die USA eine ideologisch sehr gut organisierte Politik vor erst gegen Warschau-Pakt und danach gegen Russland. Mit dem Ziel, Russland als Hauptfeind und -gefahr vor allem für die Länder Europas zu propagieren.
Dabei hat Russland von Moskau aus, außer bei dem Krieg gegen Hitler-Faschismus, die westlichen Länder weder angegriffen noch besetzt. Im Gegenteil; in der Geschichte hatten Napoleon und viel später bei den zweiten Weltkrieg Hitler Moskau zu erobern versucht.
Es ist leider dennoch der Fall, dass erhebliche Teile der Bevölkerung in Deutschland und in manchen anderen europäischen Staaten, Russland als eine Gefahr für ihre Länder betrachten. Die sehr geschickte Politik der USA speilt hierbei eine sehr zentrale Rolle.
Eine echte und dauerhafte Friedenspolitik in Europa sollte sich vor allem von dieser ideologischen Politik der USA befreien und mit dem größten Nachbarland Russland in Europa eine dauerhaft friedliche Politik zu ihrem Ziel machen.
Die aktuelle Politik Trumps, losgelöst von Europa eine eigenständige Politik mit Russland zu gestalten, sollte für Europa zu einer historischen Chance genutzt werden.
Russland mit seiner sehr reichen Energie und Rohstoff Ressourcen und die Westeuropäischen Staaten mit ihren entwickelten Technologien könnten sich gegenseitig sehr gut ergänzen.
Die aktuelle Krise mit Russland und mit US-Präsidenten Trump sollte für eine Neuorientierungspolitik und als eine historische Chance für Europa benutzt werden.
Prof. Dr. Hakki Keskin
Politikwissenschaftler und Ehem. Mitglied des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates

