Kerpener Integrationsausschuss mit einem Stand auf dem Stadtfest 2.-3.7.2011

Kerpener Integrationsausschuss mit einem Stand auf dem Stadtfest 2.-3.7.2011

Am kommenden Wochenende findet das traditionelle Kerpener Stadtfest statt, das von der Aktionsgemeinschaft Kolpingstadt Kerpen organisiert wird.

Der Integrationsausschuss des Kerpener Stadtrates präsentiert hier zum zweiten Mal seine Arbeit und holt die Meinung der Kerpenerinnen und Kerpener ein.

Sie finden den Stand des Integrationsausschusses am Samstag 02. Juli 11 – 20 Uhr und Sonntag 3. Juli 11 bis 18 Uhr im vorderen Teil der Stiftsstraße.

www.kerpen-gelingt-gemeinsam.de



Einladung der BFmF: Tag der offenen Tür in Köln

Einladung der Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V.

1001 . Erfolgsgeschichten

Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserem
Tag der offenen Tür
01.07.2011 15.00 – 19.00 Uhr

Präsentation des BFmF e.V. 16:00 – 16:30 Uhr Erika Theißen (Geschäftsführerin)
• Führungen

• Henna-Malerei

• Abstrakte und Stoff-Malerei:
Workshop und Ausstellung
• Kinderflohmarkt
• Büffet mit kulinarischen Leckerbissen
aus dem Orient und Okzident

 

Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. Liebigstr. 120b ●    50823 Köln ● Tel.: 0221 – 800121-0 ● kontakt@bfmf-koeln.de ● www.bfmf-koeln.de

Jetzt bei der Polizei bewerben

28.06.2011 – Jetzt bei der Polizei bewerben! Innenminister Jäger: Attraktiver, spannender und krisensicherer Beruf für junge Leute

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:
Die Polizei will wieder die besten Absolventen eines jeden Jahrganges für sich
gewinnen. „Wir bieten jungen und motivierten Leuten eine qualifizierte
Ausbildung für einen spannenden, attraktiven und krisensicheren Beruf“, sagte
Innenminister Ralf Jäger heute (28.6.) in Köln zum Start der landesweiten
Werbekampagne für den Polizeinachwuchs. Im kommenden Jahr stellt die
NRW-Polizei zu zweiten Mal 1.400 Polizeianwärter ein. „Dies erhöht die
Chancen für die Bewerber und verbessert die Altersstruk-tur der Polizei“,
betonte Jäger.
Unterstützt wird die Kampagne durch einen neuen Kinospot, den der
In-nenminister vorstellte. Polizisten in Uniform und in Zivil, SEK-Beamte so-wie
Diensthundeführer umstellen ein Haus, darüber kreist der Polizeihub-schrauber.
Eine Polizistin klingelt, ein junger Mann öffnet, schaut verdutzt auf das
große Polizeiaufgebot und schluckt. Die Polizistin aber lächelt und begrüßt
ihn als erfolgreichen Bewerber im Team Polizei.
Die NRW-Polizei setzt verstärkt auch auf junge Leute mit
Zuwanderungs-hintergrund. „Sie besitzen durch ihre Sprachkenntnisse und
kulturellen Hintergründe besondere Kompetenzen. Das wird im täglichen
Polizei-dienst immer wichtiger“, erläuterte der Minister. 2010 wurden 124
ange-hende Polizistinnen und Polizisten mit Zuwanderungshintergrund
einge-stellt. Das waren mehr als elf Prozent. „Sie sind Vorbilder dafür, dass
je-der, unabhängig von seiner Herkunft, die Chance hat, erfolgreich zu sein“,
bekräftigte Jäger. „Wir wollen den Anteil der Menschen mit
Zuwande-rungsgeschichte bei der Polizei weiter erhöhen und werben deshalb
ge-zielt um sie.“  Voraussetzung für eine Bewerbung sind neben dem
Abitur oder der Fach-hochschulreife unter anderem soziale Kompetenz, eine gute
gesundheitli-che Kondition und das Deutsche Sportabzeichen. Bevor sie als
Kommis-saranwärter eingestellt werden, müssen die Bewerberinnen und Bewerber
das Rettungsschwimmerabzeichen nachweisen. Sie durchlaufen ein mehrtägiges
Auswahlverfahren und nehmen bei erfolgreichem Abschluss am 1. September 2012 ihr
Bachelorstudium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung auf. „Das
Bachelorstudium für angehende Polizis-ten ist eine moderne Berufsausbildung mit
einem hohen Praxisbezug, die zudem die soziale und kommunikative Kompetenz
stärkt“, hob der Innen-minister hervor. Die Polizeianwärter erhalten in NRW
schon während des dreijährigen Studiums monatlich rund 1.000 Euro und haben
die Sicher-heit, dass sie nach bestandener Prüfung übernommen werden.
Ausgebildete Polizisten arbeiten zunächst ein Jahr im Streifendienst und
anschließend in einer Einsatzhundertschaft des Landes. Danach können sie in
den Streifendienst zurückkehren oder sich anders spezialisieren, beispielsweise
als Ermittler in einem Kommissariat, als Diensthundeführer oder zur
Wasserschutzpolizei wechseln. „Die Bewerberzahlen der vergan-genen Jahre
zeigen, dass der Polizeiberuf für junge Leute attraktiv ist“, stellte Jäger
fest. 7.500 junge Menschen bewarben sich auf die 1.400 An-wärterstellen bei der
Polizei für 2011.
Interessierte finden im Internet unter www.polizei.nrw.de/beruf den Weg zur
Online-Bewerbung. Die Bewerbungsfrist beginnt am 01. Juli 2011.

Auslandtürken überweisen mehr Geld

Die 4 Millionen türkischen Auslandsarbeiter aus mehr als 30 Ländern sind eine wichtige Einnahmequelle für das Heimatland. Zwischen 1964 und 2005 haben die Türken aus dem Ausland ihre Devisenersparnisse von rund 78 Milliarden US-Dollar in die Türkei überwiesen. Bei den Überweisungen aus dem Ausland wurde in den letzten Jahren ein Negativtrend beobachtet, dennoch schossen zu Beginn des Jahres die Devisentransfer wieder nach oben. So sind die Überweisungen der Auslandstürken in den ersten drei Monaten 2011 um 15,4 % auf 210 Millionen Dollar gestiegen. Im Jahre 2008 erreichte die Bilanz der Überweisungen eine noch nie dagewesene Rekordsumme von 1,4 Milliarden US-Dollar. Die jüngsten Zahlen der türkischen Zentralbank belegen, dass nach der globalen Wirtschaftkrise ein Positivtrend abermals zu verzeichnen ist.

via Auslandtürken überweisen mehr Geld | SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung..

Wo sind die Islam-Kritiker?

Der Rechtspopulist Geert Wilders wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen. Mindestens genauso seltsam wie das Urteil ist aber die Flut von Kommentaren, die es gutheißen. Oder?

Geert Wilders hat nichts gegen Muslime. Er hat sie nicht diskriminiert oder beleidigt, und er hat niemanden zum Rassenhass gegen Anhänger des islamischen Glaubens aufgestachelt. Zu diesem Schluss kam zumindest das zuständige Gericht in Amsterdam, das am Donnerstag sein Urteil über den Vorsitzenden der niederländischen „Partei für die Freiheit“ (PVV) verkündete.

Der Mann mit der blonden Fönfrisur musste sich seit Herbst 2010 vor Gericht verantworten, weil er in öffentlichen Äußerungen, in Internetforen und einem Kurzfilm den Koran mit Adolf Hitlers „Mein Kampf“ verglichen und den Islam als „faschistisch“ bezeichnet hatte. Meinungsfreiheit lautet das Schlüsselwort, mit der Wilders seinen Vergleich rechtfertigte. Und: Er habe ja nichts gegen Menschen muslimischen Glaubens: Er habe nur die Religion im Streit um die Einwanderungspolitik kritisiert, nicht die Muslime als Personen beleidigt.

Natürlich ließ Wilders sich diese schöne Vorlage nicht nehmen, die ihm die Justiz da hingespielt hatte. Mit überlegenem Lächeln kam er aus dem Gerichtssaal und verkündete seine Schlussfolgerung: „Man darf also den Islam kritisieren, mir ist kein Maulkorb angelegt worden“, sagte er.

Da haben wir es also wieder, das gute alte „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“. Und es findet sich nicht nur in Wilders Triumphrede, sondern in großer Zahl auch in den Kommentaren unter Artikeln auf großen deutschen Nachrichtenseiten. „Richtig so“, „Sieg für die Meinungsfreiheit“ – so was ist dort mindestens genauso häufig zu lesen wie Kommentare, die das Urteil und Wilders Äußerungen kritisieren.

Wenn ich so etwas lese, wundere ich mich jedes Mal aufs Neue, wie viele islamophobe Menschen es bei uns zu geben scheint. Denn es ist ja nicht so, dass diese Leute Meinung für jeden sichtbar herumtragen. Im Gegenteil: Sie scheinen sich zu verstecken und ihre wahre Meinung häufiger in anonymen Netzdebatten zu äußern als von Angesicht zu Angesicht mit einem, der nicht so aussieht als würde er ihre Stammtischmeinung teilen. Es muss schon eine Sarrazin-Debatte stattfinden, damit man merkt, dass anscheinend jeder Zweite, dem ich in der U-Bahn begegne, am liebsten einen Einwanderungsstopp verhängen würde.

Geht es dir ähnlich? Erschreckst du manchmal vor Deutschland? Und darüber, dass dein tagtäglich erlebtes Gesellschaftsbild nicht mit Umfragen und dem Tenor in Internetdiskussionen übereinstimmen? Oder musstest du dich in deinem Alltag schon öfter mit fremdenfeindlichen Mitbürgern auseinandersetzen?

via Wo sind die Islam-Kritiker? – jetzt.de – Macht – jetzt.de.

Europa und Türkei Keine „Festung Europa“, keine neuen Schlagbäume

Zu den Beratungen über die Asyl- und Flüchtlingspolitik beim EU-Gipfel erklärt Claudia Roth:

„Wir brauchen keine Festung Europa, sondern eine Asyl- und Flüchtlingspolitik, die ihren Namen verdient. Nach wie vor helfen vor allem die armen Länder dieser Erde den Flüchtlingen und Schutzsuchenden. Ein Europa, dass sich immer wieder auf seine christlichen Bezüge beruft, sollte Menschen in Not nicht ausgrenzen, sondern ihnen zur Seite stehen.

 

Es ist unverantwortlich und unerträglich, dass die Bundesregierung innerhalb der EU weiterhin für einen harten Abschottungskurs steht und die Festung Europa weiter ausbauen will. Im vergangenen Jahr waren mehr als 43 Millionen Menschen auf der Flucht. Durch die Revolutionen in der arabischen Welt dürften für dieses Jahr die Zahlen weiter ansteigen. Europa darf sich seiner Verantwortung nicht entziehen, sondern muss Flüchtlingen Schutz und Aufnahme anbieten. Vom EU-Gipfel muss deswegen ein starkes Signal ausgehen für die konkrete Aufnahme der Flüchtlinge aus Nordafrika, die nicht mehr in ihre Heimatländer zurück können, sowie für hohe Standards einer einheitlichen europäischen Asylpolitik.

 

Der Abbau der Schlagbäume in der EU ist einer der größten Erfolge der europäischen Integration. Die EU-Staats- und Regierungschefs dürfen ihn bei ihrem Gipfel in Brüssel nicht leichtfertig verspielen. Wir brauchen keine neuen Grenzkontrollen im Binnenraum. Statt geistiger Kleinkrämerei und politischer Kleinstaaterei brauchen wir innereuropäische Offenheit, Solidarität und humane Lösungen für ein sich verschärfendes Flüchtlingsproblem.“

via Europa und Türkei Keine „Festung Europa“, keine neuen Schlagbäume.

Netanjahu will Türkei Hand reichen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat in den belasteten Beziehungen zur Türkei einen ersten Schritt zur Aussöhnung gemacht.

Istanbul (dpa) – Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat in den belasteten Beziehungen zur Türkei einen ersten Schritt zur Aussöhnung gemacht. In einem Glückwunschschreiben zum Wahlsieg der islamisch-konservativen AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan habe Netanjahu um eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit geworben, berichteten türkische Zeitungen. Die Türkei hatte die Zusammenarbeit mit Israel im Streit um die Palästinenser-Politik weitgehend auf Eis gelegt.

via Zeitungen: Netanjahu will Türkei Hand reichen | STERN.DE.

Times: “Der Mann des Volkes”

Die US-Zeitschrift „Times“ hat in der letzten Ausgabe einen Artikel über den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan veröffentlicht. In dem Artikel mit der Überschrift „Der Mann des Volkes in der Türkei” beschreibt die Journalisten Rana Foroohar, Erdoğan als den populärsten und erfolgreichsten Politiker seiner Zeit. Auch wird die Frage gestellt, ob Erdoğan “Reformist oder Hardliner” sei. Vor allem seine Erfolge im wirtschaftlichen Bereich, hätten zum Wahlsieg der Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei “AK Partei” geführt.

Unterdessen könne die Türkei könne ein Modell für die islamische Welt darstellen. Denn politisch habe die Türkei großes Selbstvertrauen.

Dem Artikel zufolge sei es zu Gunsten der USA und der EU, wenn die Türkei wirtschaftlich dynamisch und offen werde.

Die Journalisten beschreibt Erdoğan als einen Politiker, der über wirtschaftliches Wissen verfügt. Unteranderem sei der Ministerpräsident ein Reformist, der sich eine Türkei wünscht, die International eine größere wirtschaftliche und politische Rolle übernimmt.

via Times: “Der Mann des Volkes” | SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung..

Geheime Gespräche zwischen Israel und Türkei

21. Juni 2011
Geheime Gespräche zwischen Israel und Türkei

JERUSALEM / ANKARA (inn) – Israelische und türkische Vertreter haben offenbar geheime Gespräche geführt, um die diplomatische Krise zwischen ihren beiden Staaten zu überwinden. Das berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“. Während die israelische Regierung die Angaben nicht kommentieren wollte, hätten Vertreter aus dem türkischen Außenministerium und auch aus der US-Regierung bestätigt, dass es entsprechende Gespräche gebe.

Die Verhandlungen haben die Unterstützung der USA, heißt es in dem Bericht weiter. Sie würden zwischen dem türkischen Außenamtsstaatsekretär Feridun Sinirlioglu, einem Befürworter der Beziehungen zu Israel, und einem israelischen Vertreter, der im Auftrag von Premier Benjamin Netanjahu handle, geführt.

Die einst guten Beziehungen zwischen Israel und der Türkei hatten sich seit der israelischen Militäroperation „Gegossenes Blei“ gegen die Hamas im Gazastreifen zum Jahreswechsel 2008/2009 ständig verschlechtert. Besondere Spannungen waren nach der blutigen Erstürmung der türkischen „Gaza-Flotte“ durch die israelische Armee Ende Mai 2010 aufgetreten.

Von: D. Nowak
Quelle: Israelnetz

„Kids in die Clubs“: Satranç Club 2000 ist Projektpartner

Im Sinne seines Selbstverständnisses hat der interkulturelle Satranç Club 2000 (www.satranc.de.vu) eine Kooperationsvereinbarung mit dem Sportamt der Stadt – Köln für das Projekt “ Kids in die Clubs“ abgeschlossen. Mit diesem Projekt soll erreicht werden, dass möglichst alle Kinder über die Schule hinaus am Vereins- Sport (und somit natürlich auch am Schachsport) teilnehmen können. Dies gilt insbesondere für die Kinder, denen die finanziellen Mittel für entsprechende Mitgliedsbeiträge nicht zur Verfügung stehen. Der Stadtsportbund setzt in Zusammenarbeit mit Kölner Sportvereinen das städtische Programm dahingehend um, dass Kinder aus Familien, die Inhaber eines gültigen Köln-Passes sind, ein Jahr lang in den Vereinen am Sport teilnehmen können, ohne für den Zeitraum Beitrag zu zahlen zu müssen.


Möchten Sie, dass Ihr Kind bei uns Mitglied wird und ist das Kind Köln Pass InhaberIn? Dann bringen Sie uns eine Kopie des Köln – Pass mit und Sie können mitmachen.

Die Stadt Köln legt die Dauer des Projektes jedes Jahr neu fest und der Etat ist begrenzt. Es gilt das Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“ Also schnell samstags ab 16:30 zum Satranç Club 2000 beim City Hotel Köln am Neumarkt (Clemensstr. 8, 50676 Köln) oder ein Mail an: satrancclub2000@gmx.de oder ein Anruf unter: 01799425521.

Schach zu spielen, kann neben dem reinen Spielspaß auch vieles mehr bringen. Der Nutzen des Schachs geht noch weit darüber hinaus und hat auch in allen anderen Lebenslagen positiven Einfluss auf die Persönlichkeit:

•  Es hilft, schlechte Angewohnheiten zu vermeiden• Es erzeugt Verständnis für die Notwendigkeit planvollen Denkens und Handelns• Es hilft, sich schnelles und richtiges Handeln anzutrainieren und die aktuelle Situation richtig zu interpretieren• Es hat grundsätzlich einen positiven Einfluss auf den Charakter• Es hat auch positiven Einfluss auf das Selbstbewusstsein• Es hilft, die eigenen Stärken und Fähigkeiten besser zu erkennen und als Individuum seine Talente zu entdecken und hieraus resultierend, richtige Entscheidungen für sich selbst zu treffen• Es hilft, sich auf ein Thema besser konzentrieren zu können• Es hilft, in der Schule die Lerninhalte der anderen Fächer besser verstehen zu können. Auch die wissenschaftliche Herangehensweise wird hierdurch gefördert.• Es hilft, eine kritische Herangehensweise zu fördern, anstatt Themen lediglich durch auswendig lernen verstehen zu wollen• Es hilft, die Persönlichkeit in Richtung denkendes, forschendes und anklagendes Wesen weiterzuentwickeln und der Kreativität mehr Spielraum zu lassen• Es zeigt einem auf, dass man Erfolg nur durch eine systematische und disziplinierte Herangehensweise erzielen kann• Es erzeugt mehr Bewusstsein für die Tatsache, dass man oftmals auch eine etwas ’kämpferische Einstellung’ im Leben zeigen muss, um zu seinem Recht zu kommen• Es hilft, bei Misserfolgen nicht sofort aufzugeben und dafür noch mehr zu arbeiten• Es erzeugt ein Faible für erfolgreiche Situationen und lenkt den Menschen in die Richtung, noch mehr Erfolg haben zu wollen• Es hilft, sich sich selber neue Ziele zu setzen und hilft der Förderung der Eigenmotivation• Es trägt dazu bei, dass Schwächen und fehlende Eigenschaften in der eigenen Persönlichkeit sehr schnell zutage treten• Es hilft der Fähigkeit, sich an Regeln zu halten, freundschaftlich spielen zu können, aber auch mal eine Niederlage akzeptieren zu lernen und dem Sieger gratulieren zu können• Es hilft, gute Freundschaften und Bekanntschaften zu knüpfen und das soziale Leben zu bereichern

Alle diese Punkte kann man für sich als persönlichen Nutzen aus dem Schach ziehen, und davon auch außerhalb des ’Schachlebens’ hiervon profitieren. Vor allem für Schüler kann dies von unschätzbarem Vorteil sein.

Wulff fordert menschenwürdige Migrationspolitik

Bundespräsident Christian Wulff hat anläßlich des Weltflüchtlingstages die Europäische Union zu mehr Engagement für Flüchtlinge aufgerufen. In einem Symposium über „Flucht aus Afrika und Migration“ wies der Bundespräsident über die alternde Gesellschaft in Deutschland und forderte aus eigenem Interesse eine kontinuierliche Migrationspolitik. Christian Wulff betonte außerdem in seiner Rede, dass sich die EU-Staaten angesichts der Unruhen in den arabischen Staaten und der steigenden Flüchtlingszahlen aus Afrika auf eine gemeinsame Politik einigen müssen. Der Flüchtlingsschutz müsse dabei auf der Basis der Genfer Konvention gewahrt bleiben, so der Bundespräsident.

via Wulff fordert menschenwürdige Migrationspolitik | SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung..

Selim Kuneralp: „EU hat Einfluss auf Türkei verloren“

Der Botschafter der Türkei in Brüssel äußert seine tiefe Frustration über das Verhalten der europäischen Partner und die festgefahrenen EU-Beitrittsverhandlungen. Selim Kuneralp zeigt sich äußerst enttäuscht.

Bild: (c) AP (Petros Karadjias)
Bild: (c) AP (Petros Karadjias)

Brüssel/Wb. Nach seinem Wiener Kollegen Kadri Ecvet Tezcan hat auch der türkische Botschafter bei der EU in Brüssel, Selim Kuneralp, wegen der latenten Anti-Türkei-Stimmung seine Frustration öffentlich geäußert. Angesichts blockierter Beitrittsverhandlungen und angedrohter Vetos gegen die EU-Aufnahme seines Landes, sagte er: „Es gibt keinen Grund mehr, warum die Türkei noch ihre Recht an die engen Grenzen der EU-Standards anpassen sollte. Um es einfach auszudrücken: Die EU hat ihren Einfluss auf die Türkei verloren.“ In einem Interview mit dem in Brüssel beheimateten Internetdienst „EUobserver“ zeigte sich Kuneralp tief enttäuscht: „Die Menschen in Ankara haben es satt.“

Der Botschafter kritisiert, dass es für die Türkei keine Möglichkeit gebe, seit 2010 bei den Beitrittsverhandlungen in irgendeiner Form Fortschritte zu erzielen. „Das hinterlässt einen bitteren Geschmack im Mund.“

Er verbitte sich angesichts dieser Situation auch eine versuchte Einflussnahme auf seine Regierung. Selbst wenn sich die Türkei nun nach einer Verfassungsreform in ein Präsidialsystem verwandeln sollte, sei die Meinung einzelner EU-Regierungen unerheblich. Es würde ja auch niemand in der EU sagen, dass Frankreich nicht die EU-Standards erfüllt, so Kuneralp.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 21.06.2011)

via Selim Kuneralp: „EU hat Einfluss auf Türkei verloren“ « DiePresse.com.

Sahin: Real-Fans zweifeln an BVB-Zugang Sahin

Madrid. Der von Borussia Dortmund zu Real Madrid gewechselte Mittelfeldspieler Nuri Sahin beginnt eine Woche vor seinen Teamkollegen mit dem Training und sieht sich in der Startelf. Diese Meinung teilt in Spanien einer Umfrage zufolge aber nur jeder zweite.

Er ist der dritte Bundesliga-Profi, der unter Regie von José Mourinho ins Star-Ensemble der Königlichen gewechselt ist. Als erster wurde im vergangenen Sommer Mesut Özil von Werder Bremen in die spanische Hauptstadt transferiert – und erlöste die lange Zeit auf feinen Offensivfußball wartenden Real-Fans mit Spielwitz und Kreativität, was es in der Qualität – von einigen lichten, jedoch nicht konstanten Ronaldo-Momenten abgesehen – im Estadio Santiago Bernabéu schon lange nicht mehr gegeben hatte.

Wenig später folgte Sami Khedira dem Ruf Mourinhos. Der ehemalige Stuttgarter profitierte von seiner starken WM, nahm es mit der namhaften Konkurrenz (Xabi Alonso, Lassana Diarra) auf und kam regelmäßig – wenn auch nicht immer – zu seinen Einsätzen. Khedira, einer von zeitweise drei spielenden Sechsern in Mourinhos System, wurde anders als Özil nicht von der spanischen Presse verehrt. Aber er wurde auch nicht vom königlichen Hof gejagt, wie es das mediale Schicksal vieler vor ihm gewesen ist.

Jetzt steht Nuri Sahin unter besonderer Beobachtung. In der Bundesliga war der frisch gebackene Deutsche Meister und türkische Nationalspieler über jeden Zweifel erhaben. Trotz seiner erst 22 Jahre wurde er von den Bundesliga-Profis zum mit Abstand besten Spieler der Saison gewählt. In Madrid aber sind die Fans noch skeptisch.

Lediglich jeder zweite Real-Anhänger geht davon aus, dass Nuri Sahin zur kommenden Saison in der Startelf stehen wird. Das ergab eine Umfrage des Onlineportals der Sporttageszeitung „Marca“. 51,3 Prozent der rund 14.000 Wähler glauben demnach, dass der Ex-Borusse auf Anhieb Stammspieler wird. 48,7 Prozent hingegen sehen den Mittelfeldspieler dagegen lediglich als Ergänzungsspieler.

Sahin sehr selbstbewusst

Sahin selbst hat davon unbeeindruckt keine Sorgen, dass er unter Trainer Mourinho nicht zum Zuge kommen könnte: „Ich weiß, dass die Konkurrenz groß ist, vor allem in einem Team wie Real Madrid. Aber ich habe keinerlei Zweifel daran, dass ich Stammspieler sein werde.“

Seine Verletzung hat Sahin auskuriert, der Innenbandriss ist verheilt. Trotzdem geht der Neu-Madrilene kein Risiko im Kampf um die Stammplätze ein und steigt eine Woche vor dem Rest der Mannschaft ins Training ein. „Ich werde in perfektem körperlichem Zustand sein und bereit, mit der Mannschaft zu arbeiten“, versprach Sahin. Real Madrid steigt am 11. Juli in Valdebebas in die Saisonvorbereitung ein. Sahin wird am 2. Juli vor Ort sein.

via Sahin: Real-Fans zweifeln an BVB-Zugang Sahin – Fußball – DerWesten.

Syrien-Konflikt: Türkei weitet Hilfsmaßnahmen auf Syrien aus – Krise in der arabischen Welt

Die syrische Armee setzt ihre Offensive im Nordwesten fort. Das Militär riegelte ein Dorf an der türkischen Grenze ab, in dem Flüchtlinge versorgt werden. Derweil will die Türkei mehr Hilfsgelder zur Verfügung stellen.

Bereits am Samstag war die Armee Menschenrechtlern zufolge mit Panzern, Truppentransportern und Geländewagen in das Dorf Bdama eingerückt. Die Armee habe Bdama abgeriegelt und die einzige Bäckerei im Ort geschlossen, sagten Zeugen am Sonntag, denen die Flucht aus dem Dorf gelungen war. „Ich habe Soldaten gesehen, wie sie den Bäckereibesitzer erschossen“, sagte ein Bewohner. Ein weiterer Mann berichtete, die Truppen hätten die umliegenden Wälder angezündet, um die Menschen an der Flucht zu hindern.

Wegen des Militäreinsatzes in Bdama versuchen immer mehr Menschen, die türkische Grenze zu erreichen, an der tausende Flüchtlinge unter schwierigen Bedingungen ausharren. Viele sind noch unentschlossen, ob sie sich auf die türkische Seite begeben sollen. An der Grenze leben sie unter freiem Himmel oder in notdürftig errichteten Unterständen aus Zweigen und Plastikplanen. Mit humanitärer Hilfe solle den Menschen an der Grenze geholfen werden, die dringend Nahrungsmittel benötigten, erklärte die türkische Katastrophenschutzbehörde. Es ist das erste Mal, dass die türkischen Behörden eine grenzübergreifende Hilfsmission starteten.

10 500 Flüchtlinge

Die Zahl der in die Türkei geflüchteten Syrer ist mittlerweile auf mehr als 10 500 gestiegen. Darunter seien rund 5300 Kinder, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Die türkische Regierung stellte bisher umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro bereit, um die vor der Gewalt des syrischen Regimes geflohenen Menschen in vier Zeltstädten zu versorgen.

Der Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Jakob Kellenberger, wollte nach Angaben der Organisation am Sonntagabend nach Damaskus reisen, um Zugang zu den von der Gewalt betroffenen Menschen zu fordern. Dabei seien Treffen mit ranghohen syrischen Regierungsvertretern geplant.

USA will Druck auf Damaskus erhöhen

Angesichts der Gewalt in Syrien loten die USA Möglichkeiten aus, die Regierung wegen Kriegsverbrechen zu verfolgen, wie ein ranghoher US-Regierungsvertreter sagte. Ein weiterer Vertreter sagte, die US-Regierung suche außerdem nach Wegen, durch Wirtschaftssanktionen den Druck auf Damaskus zu erhöhen. US-Außenministerin Hillary Clinton schrieb in einem Beitrag für die Zeitung „Aschark El Awsat“, die Niederschlagung der Demonstrationen werde die Protestbewegung nicht aufhalten.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, Syrien brauche „endlich glaubwürdige Reformen“. Mit den gegen Syriens Präsidenten Baschar el Assad erlassenen Sanktionen sei ein unmissverständliches Signal gesandt worden. Am Montag wollten die EU-Außenminister über eine Ausweitung der Sanktionen beraten.

via Syrien-Konflikt: Türkei weitet Hilfsmaßnahmen auf Syrien aus – Krise in der arabischen Welt – FOCUS Online.

Die Türkei nach den Wahlen: Boom am Bosporus

von Gunter Mulack, The European

Parliamentary elections in Turkey

dpa Anhänger der Regierungspartei AKP
dpa Anhänger der Regierungspartei AKP

Die türkische Wirtschaft wächst, das Land ist zum regionalen Knotenpunkt geworden. Einzig der konservative Nationalstolz droht die Modernisierung des Landes zu behindern.

Recep Tayyip Erdogan und die AKP haben die Wahlen zur Großen Nationalversammlung am 12. Juni 2011 mit großer Mehrheit gewonnen. Die bewährte Politik des wirtschaftlichen Wachstums und der Förderung einer immer stärker bildungsnahen Mittelklasse wird fortgeführt werden. Es ist gerade diese anatolische aufstrebende Mittelklasse, die Erdogan unterstützt. Sie ist auch Nutznießer des eindrucksvollen wirtschaftlichen Aufschwungs. Konservativ, im muslimischen Glauben fest verwurzelt und gleichzeitig nationalstolz prägt sie das Bild der heutigen Türkei.

Es nicht zu befürchten, dass Erdogan seine erneuerte Macht ausnutzen wird, um aus der Türkei eine islamische Republik zu machen. Unbestreitbar wird aber der Islam ein wichtiger Identitätsfaktor für die Türken bleiben. Man ist stolz darauf, eine islamische Demokratie zu sein. Die Gefahr ist allerdings, dass Erdogan zunehmend autoritär regieren wird. Auch die angestrebte Verfassungsänderung mit dem Ziel einer präsidialen Demokratie zeigt deutlich, dass die AKP auf ihrem nationalistischen Kurs beharren wird.

Beeindruckender Wirtschaftsboom

Der Wirtschaftsboom in der Türkei, inzwischen 17. Wirtschaftsmacht weltweit – mit einer Wachstumsrate von 8,9 Prozent im vergangenen Jahr – ist beeindruckend. Die Türkei als Brücke von Europa nach West- und Zentralasien ist eine bedeutende Regionalmacht geworden, die zugleich fest in der Nato verankert ist und eine konstruktive Rolle spielt in einer auf gute Nachbarschaft ausgerichteten Außenpolitik. Dass dieses nicht immer ein Nullsummen-Spiel ist, zeigen die Ereignisse in Syrien, zu dem die Türkei ein gutes Nachbarschaftsverhältnis entwickelt hatte. Nachdem Erdogan ergebnislos versucht hat, die syrische Führung auf einen friedlichen Kurs zu bringen, verurteilt er inzwischen das menschenverachtende Vorgehen der syrischen Regierung und ihres Machtapparates gegenüber den protestierenden Menschen scharf und hat die Grenze der Türkei für Flüchtlinge geöffnet. Die Türkei ist bereit, bei den Konflikten in Libyen und den arabischen Revolutionen in Tunesien und Ägypten eine Vermittler- und Helferrolle zu spielen. Das Gleiche gilt auch für Afghanistan und Pakistan. In beiden Ländern erfreut sich die Türkei eines hohen Ansehens. Kann die Türkei hier ihre Vorbildfunktion als funktionierende islamische Demokratie ausbauen? Es bleibt zu hoffen.

Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union bleibt nach wie vor politisches Ziel der Türkei. Aufgrund ihres gewachsenen Selbstbewusstseins wird sich die Türkei nicht ewig in die Schlange der Bittsteller einreihen. Die Krisen in der EU, insbesondere die Finanzkrise um Griechenland, machen den Beitritt für eine boomende Türkei nicht gerade attraktiver. Pauschale Absagen, wie sie von Sarkozy geäußert wurden, sind fehl am Platz. Sicherlich hat die Türkei gerade in ihrer Religions- und Minderheitenpolitik noch weitere Schritte zu unternehmen für einen besseren Minderheitenschutz und einen wirklichen Pluralismus. Vor allem aber muss sie sich in der Zypernfrage bewegen.

Nicht so sehr der Islam ist einem Beitritt hinderlich, sondern mehr ein sich immer stärker ausprägender konservativer Nationalstolz, der das Mitspielen im europäischen Orchester zunehmend erschweren wird. Es bleibt zu hoffen, dass Erdogan in seiner neuen Amtszeit die notwendige Flexibilität und Toleranz beibehält und es nicht auf der Grundlage des Erfolgs zu einer konservativen Erstarrung des Systems kommt.

Gunter Mulack

Seit 2008 leitet Mulack das Deutsche Orient-Institut in Berlin. Er kennt die arabische Welt aus eigener Erfahrung: Von 2002 bis 2005 war Mulack Beauftragter des Auswärtigen Amtes für den Dialog mit der islamischen Welt, von 2005 bis 2008 war er Botschafter in Islamabad. Der diplomatische Dienst führte den Juristen unter anderem als Botschafter nach Damaskus, Kuwait und Bahrain und in die politische Abteilung des Auswärtigen Amtes. Mulack spricht Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Spanisch.

via Die Türkei nach den Wahlen: Boom am Bosporus – The European – FOCUS Online.

Türkei-Investments: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die Wahlen sind gelaufen und bescherten dem türkischen Premierminister Recep Erdogan eine deutliche Mehrheit. Nun muss er beweisen, dass er den wirtschaftlichen Erfolgskurs halten kann. Und genau das wird schwieriger – nicht zuletzt wegen des „heißen Geldes“.

Istanbul/Hamburg – Die Zahl, auf die alle gewartet hatten, wurde vor einer Woche um kurz vor 23 Uhr vermeldet – auf etwas über 49 Prozent kam die Partei Recep Erdogans. Nicht das Wahlergebnis, was der türkische Premierminister sich für seine AKP erhofft hatte. Aber auch nicht das Wahlergebnis, was Gregor Holek befürchtet hatte.

REUTERS  Jubel nach dem Wahlsieg der AKP: Investoren erwarten Kontinuität
REUTERS Jubel nach dem Wahlsieg der AKP: Investoren erwarten Kontinuität

Holek ist Fondsmanager bei Raiffeisen Capital und verantwortet mit dem Emerging Markets Equities einen Fonds, der das Geld seiner Anleger auch in der Türkei investiert. „Die politische Stabilität ist, wie erwartet, gesichert“, sagt er mit Blick auf die Wahl vor einer Woche. „Kontinuität und Berechenbarkeit sind wichtige Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung von Schwellenländern.“ An der Börse zumindest wurde dieses Ergebnis erwartet – entsprechend hat sie kaum auf den Wahlsieg der AKP reagiert.

Die Zweidrittelmehrheit hat der Politiker also verfehlt. Sie war es gewesen, die auch Politwissenschaftler Atilla Yesilada befürchtet hatte. Denn, so seine Argumentation, dann hätte Erdogan freie Hand gehabt, die Verfassung zu ändern und eine Art Präsidialdemokratie zu errichten. Das ist ihm mit diesem Wahlergebnis nicht möglich. Und er kann sich den türkischen Problemen widmen.

Von denen gibt es mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Denn all das, was die Türkei bislang ausgezeichnet hat, könnte ihr nun zum Verhängnis werden. Zum Beispiel das Wirtschaftswachstum des Jahres 2010 – um 9,2 Prozent wuchs die Wirtschaftslistung des Landes. Solche Zahlen sorgen dafür, dass viele Investoren auf das Land aufmerksam wurden und immer noch werden.

Und entsprechend schwappt einiges Geld in die Türkei, genauer, heißes Geld. Geld also, das ebenso schnell wieder abgesogen wird wie es in ein Land strömt.

Auch eine andere Facette des Wachstums könnte die Türkei bedrohen. Denn ein stetig steigender Binnenkonsum kann eine steigenden Inflation nach sich ziehen. Dabei ist eine robuste Binnennachfrage etwas, was ein Wirtschaftsgefüge grundsätzlich gegen exogene Schocks immunisiert. Das zeigte sich daran, wie die Türkei durch das Kabbelwasser der Finanzkrise pflügte – es war der Binnenkonsum, der es dem Land ermöglichte, Kurs zu halten. Denn die Türkei ist jung; der Altersdurchschnitt der Bevölkerung liegt aktuell bei 28 Jahren. Und junge Menschen neigen eher dazu, Geld auszugeben als ältere.

Außerdem hat das Land einen erheblichen Nachholbedarf. Während in Deutschland mehr als 500 von 1000 Menschen ein Auto besitzen, sind es in der Türkei nur etwas über 100. Private Schulden sind des weiteren in der Türkei längst nicht so verbreitet wie im Westen. Im Schnitt der Eurozone sind die Haushalte in Höhe von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschuldet, in der Türkei liegt diese Quote bei rund 10 Prozent. Das ist gut für den Binnenkonsum – eines Binnenkonsums, von dem sogar „annähernd alle Branchen profitieren“, wie Aziz Unan in einem Bericht schreibt. Unan ist, ebenso wie Holek, Fondsmanager und verwaltet den Griffin Ottoman Fund. Doch der steigende Binnenkonsum kann auch in Inflation münden. Das sieht auch Fondsmanager Holek so. „Die Rohstoffabhängigkeit sowie die weiterhin sehr dynamische Binnennachfrage bleiben Risikofaktoren für die längerfristige Preisstabilität.“

via Türkei-Investments: Nach der Wahl ist vor der Wahl – manager-magazin.de – Finanzen.

EU-Kommissar Füle: „Geben Sie der Türkei eine Chance“

Der Erweiterungskommissar der Europäischen Union, Štefan Füle, kündigt im Interview mit der „Presse“ EU-Beitrittsverhandlungen mit den Ländern des Westbalkans an und setzt auf eine neue Dynamik mit der Türkei.

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Die Presse: Sie haben vor wenigen Tagen den Abschluss der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien empfohlen. Doch in diesem Land gibt es nach wie vor starke radikal-nationalistische Gruppen, es gibt Korruption, ein Ex-Regierungschef sitzt in Haft. Ist es wirklich reif für den Beitritt?

Štefan Füle: Kroatien ist reif, sonst hätten wir das Schließen der letzten verbliebenen Verhandlungskapitel nicht empfohlen. Wir hätten das auch nicht getan, wenn Kroatien seine Glaubwürdigkeit während dieses Beitrittsprozesses nicht unter Beweis gestellt hätte. Wir haben aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt. Diesmal wurden die bisherigen Mitgliedstaaten deutlich stärker eingebunden. Über diese stärkere Kooperation versuchen wir, auch die Bürger besser einzubinden. Wir haben mit Kroatien einen Status erreicht, der die rechtliche Umsetzung des Beitritts nachhaltig und irreversibel macht.

Sie haben keine Sorge, dass die Korruption weiterhin ein Problem bleibt?

Das haben wir natürlich im Fokus. Es wurden von Kroatien alle notwendigen Reformen umgesetzt. So ist beispielsweise heute das Justizsystem frei von politischer Einflussnahme. Im Kampf gegen Korruption gibt es von der Ermittlung bis zur gerichtlichen Bearbeitung ein System, das in Zusammenarbeit mit uns verbessert wurde und über dessen Fortschritte Kroatien selbst informieren muss. Über die abgeschlossenen Verhandlungspunkte gibt es noch ein Monitoring durch die EU-Kommission, das bis zum Tag des Beitritts fortgesetzt wird. Die Mitgliedstaaten werden auch dabei eingebunden.

Wird der Beitritt von Kroatien die Aufnahme der Länder des Westbalkans beschleunigen?

Ich hoffe das für die gesamte Region. Heute ist Radko Mladić vor dem internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, Kroatien steht vor dem Abschluss seiner Beitrittsverhandlungen. Das alles trägt dazu bei, dass sich die Glaubwürdigkeit des Erweiterungsprozesses erhöht. Es wird ersichtlich, dass sich Reformen auszahlen.

 

Wann werden die Beitrittsverhandlungen mit Serbien starten?

Dieses Jahr könnte für all diese Länder wichtig werden. Wir könnten auf Grund der großen Fortschritte Ende dieses Jahres nicht nur für ein oder zwei, vielleicht sogar für drei Länder den Start von Beitrittsverhandlungen empfehlen.

 

Sie meinen Mazedonien, Montenegro und Serbien?

Ja. Aber es gibt noch keine Garantie dafür. Wir werden dieses Jahr die Fortschrittsberichte zu diesen Ländern früher fertigstellen. Diese Zeit können die Regierungen der Mitgliedstaaten nutzen, gemeinsam mit ihren Parlamenten die Entscheidung vorzubereiten.

 

Es gibt in einigen Ländern massiven Widerstand gegen jede neue Erweiterung. So fordert etwa die deutsche CSU einen Stopp nach der Aufnahme von Kroatien. Gibt es denn überhaupt den politischen Willen in der Europäischen Union, noch weitere Länder aufzunehmen?

via EU-Kommissar Füle: „Geben Sie der Türkei eine Chance“ « DiePresse.com.