Zuwanderung als Erfolg: Das Geheimnis der kanadischen Integrationspolitik

Die deutsche Integrationsbeauftragte Maria Böhmer will die Erfolgsrezepte des Zuwanderungs-Weltmeisters auf Deutschland übertragen.

Frank Scarpitti versteht sich aufs Feiern. Chinesisches Neujahrsfest, pakistanischer Nationalfeiertag, deutsches Oktoberfest oder „Bollywood“ für die Freunde des indischen Films – das sind nur einige der zahlreichen öffentlichen Multi-Kulti-Veranstaltungen, die der Bürgermeister der kanadischen Ortschaft in seinem Terminkalender notiert hat. Integrationspolitik laufe am besten über gemeinsame Feste, ist Scarpitti überzeugt. Er ist stolz darauf, dass er mittlerweile sogar chinesisch singen kann – eine Referenz an die einflussreiche Gruppe chinesischer Einwanderer in seiner Stadt.

Little India In Toronto

Foto: picture-alliance / maxppp/picture-alliance / ZUMA PRESS/MA "Little India" im kanadischen Toronto. 51 Prozent der Einwohner der Stadt sind im Ausland geboren
Foto: picture-alliance / maxppp/picture-alliance / ZUMA PRESS/MA "Little India" im kanadischen Toronto. 51 Prozent der Einwohner der Stadt sind im Ausland geboren

Nirgendwo in Kanada ist die Bevölkerung bunter gemischt als in Markham, einem Vorort der Millionenmetropole Toronto. Zwei Drittel der Bevölkerung sind im Ausland geboren. Markham ist gleichzeitig eine der wirtschaftsstärksten Orte im Land und weist eine der geringsten Kriminalitätsraten Nordamerikas auf.

Die Einwanderer seien das größte Kapital, das Markham habe, sagt Scarpitti. Er erzählt von einem Hongkong-Chinesen, der mit einer Garagenfirma angefangen habe und heute einer der größten Arbeitgeber der Stadt sei. Die meisten Migranten seien hoch motiviert und sie identifizierten sich mit ihrem neuen Heimatland, sagt Scarpitti, der 1965 selbst als Kind italienischer Einwanderer nach Markham gekommen war.

„Wir brauchen eine Willkommenskultur“

Die erfolgreiche Bilanz von Markham hat auch Maria Böhmer angelockt. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung macht auf einer fünftägigen Tour durch Kanada Station in der Boom-Town. Die CDU-Politikerin ist auf der Suche nach dem Erfolgsgeheimnis der kanadischen Einwanderungspolitik. Das Land lockt mehr hoch qualifizierte Migranten an als jede andere Region der Welt. Eine Viertel Million Menschen nimmt Kanada jährlich auf. Wer gefragte Fachkenntnisse oder viel Kapital mitbringt, ist willkommen.

„Auch Deutschland braucht mehr qualifizierte Zuwanderung, die von Anfang an mit Integration einhergehen muss“, sagt Böhmer. „Entscheidend ist, dass die Einwanderer von Beginn an eine Perspektive sehen, dass sie und ihre Kinder bei uns schnell Tritt fassen und Erfolg haben können.“

Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels hat sich die Bundesregierung vorgenommen, die Zuwanderungsregeln für qualifizierte Arbeitskräfte zu lockern. „Wir brauchen eine Willkommenskultur, hier können wir von den Kanadiern etwas lernen“, meint die Staatsministerin im Kanzleramt.

via Zuwanderung als Erfolg: Das Geheimnis der kanadischen Integrationspolitik – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE.

AFP: Kanzlerin will Integration von jungen Migranten fördern

Berlin — Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Integration von jungen Migranten vorantreiben. „Wir brauchen jeden jungen Menschen in unserem Land“, sagte Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Die Menschen, die mit ausländischem Hintergrund nach Deutschland gekommen seien, sollten „die gleichen Lebenschancen und die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten haben wie Kinder aus Familien mit deutschem Hintergrund“.

Merkel wertete die Integration auch als Mittel der Gewaltprävention. Es gehe darum, „Sicherheit vor Ort zu gewährleisten und gleichzeitig die Ursachen von Gewalt in der Gesellschaft zu bekämpfen“, sagte die Kanzlerin. Das gelte für alle Bereiche der Gesellschaft, „aber wir müssen akzeptieren, dass die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist.“ Deshalb sei das Thema Integration eng mit der Frage der Gewaltprävention in allen Bereichen der Gesellschaft verbunden.

Die Bundeskanzlerin will am Montag mit den Innenministern der Länder über Fragen der inneren Sicherheit und der Integrationspolitik sprechen. Zuvor will sie in Frankfurt am Main zwei Einrichtungen besuchen, die sich mit Jugendkriminalität und Gewaltprävention befassen. Merkel kündigte an, sie wolle mit den Ministern darüber sprechen, „wie wir unsere Handlungsweisen zwischen Bund und Ländern und Kommunen verzahnen können, damit wir effektiv die Sicherheit in allen öffentlichen Bereichen garantieren und gleichzeitig die Integration der bei uns lebenden Migrantinnen und Migranten voranbringen“.

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via AFP: Kanzlerin will Integration von jungen Migranten fördern.

Wettbewerb: “Koffer voller Hoffnungen”

 

“Koffer voller Hoffnungen”

Anläßlich des 50. Jahrestages der Unterzeichunung des Anwerbeabkommens mit der Türkei veranstalten wir einen Kurzgeschichten-Wettbewerb unter dem Motto “Koffer voller Hoffnungen”.
Mit dem Wettbewerb möchten wir das Erlebte in den letzten 50 Jahren aufarbeiten. Wir wollen aber auch einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass die Migration anhand der Kurzgeschichten für kommende Generationen (be)greiffbar bleibt. Ob eine Erinnerung an die Fahrt vom Bahnhof Sirkeci/Istanbul nach München, oder die Träume eines/einer in Deutschland geborenen Jugendlichen – die Gesichte der Migration bietet Raum für viele Migrationsgeschichten. Sie können mit Ihrer auf Deutsch oder Türkisch verfaßten Kurzgeschichte an dem Wettbewerb teilnehmen. Einsendeschluß ist 01. September 2011.
Teilnahmebedingungen: 1. Ihre Kurzgeschichte soll einen Umfang von 2 bis maximal 10 Seiten haben. 2. Ihre Kurzgeschichte darf zuvor nicht veröffentlicht worden sein. 3. Die ersten 15 ausgewählten Kurzgeschichten werden in einem Sammelband veröffentlicht. 4. Die Gewinner werden mit einer Plakette und einem Bücher-Set ausgezeichnet. 5. Die Kurzgeschichten müssen in siebenfacher Ausfertigung und mit einem kurzen Lebenslauf
eingereicht werden.

Die Zusendung Ihrer Kurzgeschichten richten Sie bitte an eine der folgenden Adressen: Helfergasse 5, 70372 STUTTGART oder Hohenstaufenring 55, 50674 KÖLN. Wir freuen uns darauf!
Die Auszeichnung der Gewinner erfolgt auf einer Kulturveranstaltung, die im Oktober 2011 stattfinden wird.
Mitglieder der Jury: • Adnan Özyalçıner • Zehra İpşiroğlu • Habib Bektaş • Norbert Mecklenburg • Pelin Şener • Ali Çarman • Yasemen İlhan
Demokratik İşçi Dernekleri Fedarasyonu – Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V.
Homepage: www.didf.de – Email: [email protected], [email protected], [email protected] Kontaktadresse: Helfergasse 5, 70372 STUTTGART — Hohenstaufenring 55, 50674 KÖLN

http://www.didf.de/wp-content/uploads/2011/06/50jahre+migration2.pdf

Seminarreihe „Vereinsmanagement in der Praxis“

Seminarreihe „Vereinsmanagement in der Praxis“

EINLADUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bieten Vorständen, Mitarbeitern und Nachwuchskräften in Vereinen, Verbänden und Initiativen auch 2011 die Seminarreihe „Vereinsmanagement in der Praxis“ an, um das Know how für das Vereinsmanagement zu vermitteln.
Mit kompetenten Referenten aus der Praxis können Sie hier Erfahrungen und Probleme aus Ihrer Vereinsarbeit besprechen, aufarbeiten und zugleich Lösungsvorschläge diskutieren.

Die Seminarreihe vermittelt Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung
  • Zeitmanagement
  • Steuern, Finanzen, Sponsoring (Zusatztermin aufgrund starker Nachfrage)

Ziel: Qualifizierung und Professionalisierung der ehrenamtlichen Vorstände und Mitarbeiter. Ermutigung zur Eigenverantwortung.

Ihr Nutzen: Wissenserweiterung, Austausch und Vernetzung für die Vereins- und die Berufsarbeit.

Zielgruppen: Vorstände, Mitarbeiter, Nachwuchskräfte in Vereinen/Verbänden

Termine

08. – 10. 07. 2011 | Schloss Eichholz/Wesseling | VA-Nr. E50-080711-3 | 130 €
Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung
Wie funktioniert eine Redaktion? Medienkontakte aufbauen;
Aufbau u. Konzeption einer Pressemitteilung (Workshop)
Strategien zur Mitgliedergewinnung und Vereinsbindung
Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen

Hier geht es zur Online-Anmeldung : Online-Anmeldung

02. – 04. 09. 2011 | Schloss Eichholz/Wesseling | VA-Nr. E50-020911-2 | 130 €
Zeitmanagement  – Zeitmanagement im ehrenamtlichen Engagement
Instrumente und Methoden des Zeitmanagements;
Zeitanalyse, Zeitfallen erkennen, Umgang mit Stress
Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen

Hier geht es zur Online-Anmeldung:   Online-Anmeldung

09. – 11. 09. 2011 | Schloss Eichholz/Wesseling | VA-Nr. E50-090911-1 | 150 €
Steuern, Finanzen, Sponsoring
In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Vorschriften und Sonderregelungen, die jeder Vereinsvorstand kennen sollte. In diesem Modul werden Themen rund um das Geld und den Verein behandelt – von der Gemeinnützigkeit über steuerliche Zusammenhänge bis hin zu Einnahmemöglichkeiten (Mitgliedsbeiträge, Sponsoring) und Spendenrecht.
Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen

Hier geht es zur Online-Anmeldung Online-Anmeldung

Darüber hinaus möchte ich Sie bitten, auch interessierte Vorstände in Vereinen und Personen, die sich auf solch eine Führungsaufgabe vorbereiten wollen, auf unser Angebot aufmerksam zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Anna Emons
Koordinatorin Bürgergesellschaft

Konrad-Adenauer-Stiftung
HA Politische Bildung
Urfelder Str. 221, 50389 Wesseling
Tel. 02236/707-4276
Fax. 02236/707-4230

 

Studium 2012 – jetzt bewerben

Ausschreibung 2012

Studium 2012 – Jetzt bewerben

 

Vor dem Hintergrund der interkulturellen Öffnung der Verwaltung hat sich der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung die Rekrutierung von Menschen mit Migrationshintergrund für den Studiengang „Verwaltungsmanagement“ auf die Agenda gesetzt.

Persönliche Voraussetzungen und alle anderen Details zum Studiengang „Verwaltungsmanagement“ finden Sie unter www.fhbund.de/aiv.

 

Gerne stellt der Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung den Studiengang „Verwaltungsmanagement“ interessierten Schülerinnen und Schülern auch persönlich vor. Für eine evtl. terminliche Abstimmung stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

 

Bei Fragen an/ Kontakt unter:

Christian Lücker

Fachhochschule des Bundes

für öffentliche Verwaltung

Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung

Sachbearbeiter Nachwuchsgewinnung/Studierendenbetreuung

Willy-Brandt-Straße 1

50321 Brühl

Tel.: 0228 99 629 – 7013

Fax.: 0228 99 629 – 9216

 

Abwanderung von hochqualifizierten deutschen StaatsbürgerInnen türkischer Herkunft

Bildquelle: Google

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Abwanderung von hochqualifizierten deutschen StaatsbürgerInnen türkischer Herkunft

Barbara Pusch und Yaşar Aydın untersuchen die Gründe für die Migration türkischstämmiger Hochqualifizierter aus Deutschland in die Türkei.
Lässt sich die These von der Abwanderung von Hochqualifizierten aus Deutschland empirisch belegen? Diese Frage hat insofern ihre Berechtigung, da die Forschung zum Thema sich noch im Anfangsstadium befindet und weiterhin viele Lücken aufweist – sowohl zuverlässige statistische Daten als auch einschlägige wissenschaftliche Publikationen sind ‚Mangelware‘. Gleichwohl lässt sich aus den bestehenden statistischen Daten ein allgemeines Bild des Phänomens zeichnen.
Es handelt sich bei der Studie dabei um das Forschungsprojekt „Abwanderungsabsichten und Abwanderung von Hochqualifizierten türkischer Herkunft aus Deutschland in die Türkei – Scheitern der Integration oder Teilhabe in zwei Gesellschaften?“
Zum Artikel: www.migration-boell.de/web/migration/46_2872.asp

Förderanträge für „GESCHICHTE(N) IN VIELFALT“

 

Förderanträge für „GESCHICHTE(N) IN VIELFALT“

Globale Migrationsbewegungen beeinflussen die hiesige Erinnerungskultur. Neben der Geschichte des Nationalsozialismus und der DDR werden längst, bedingt durch Einwanderung, auch weitere Unrechts- und Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts erinnern: Kriege und Bürgerkriege, Vertreibungen, Verfolgung und Flucht, Völkermord, Kolonialismus, Diktaturen, Widerstand und Selbstbehauptung.

 

Mit werden Bildungs- und Begegnungsprojekte zu historischen Erfahrungen von kollektiver Gewalt und von systematischem Unrecht gefördert – zu Erfahrungen, die wenig beachtet sind oder umstritten und das interkulturelle Zusammenleben hierzulande belasten.

 

Die Projekte sollen zu einer Kultur des Respekts und der gleichberechtigten Verständigung beitragen, sie sollen die Fähigkeit zu einem konfliktfähigen wie friedfertigen Zusammenleben in der Vielfalt in Deutschland stärken.

 

 

Einsendeschluss für Förderanträge: 9. September 2011.

Ausführliche Informationen zur Ausschreibung: www.stiftung-evz.de/foerderung/geschichte/geschichten-in-vielfalt/.

 

 

 

 

85 gefährliche Islamisten leben in Ballungszentren

Foto: ddp
Zwei Studenten deponieren am 31. Juli 2006 am Kölner Hauptbahnhof zwei in Koffern versteckte Sprengsätze in zwei Regionalzügen nach Hamm und Koblenz. Die Bomben waren wegen eines Konstruktionsfehlers nicht explodiert. Rund zweieinhalb Jahre nach den versuchten Anschlägen verurteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf den 24-jährigen Libanesen Youssef E.H. (Foto) zu lebenslanger Freiheitsstrafe.

85 gefährliche Islamisten leben in Ballungszentren
zuletzt aktualisiert: 15.06.2011 – 16:55
Hamburg/Berlin (RPO). In Berlin leben nach Recherchen eines Magazins rund ein Dutzend gefährliche Islamisten. Ebenso viele sogenannte Gefährder haben ihren Wohnsitz in Hamburg. Auch im Rhein-Main-Gebiet und in den Regionen Köln-Bonn und Rhein-Ruhr sollen bis zu zehn Terrorverdächtige wohnen.
(…)
Quelle: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/85-gefaehrliche-Islamisten-leben-in-Ballungszentren_aid_1009164.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=politik

Erdogans Wahlsieg: Die Türkei und die EU brauchen einander

In diesen schwierigen Zeiten braucht die Welt die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und der EU. Leider ist das Land noch weit von einem Beitritt entfernt.

Vor gerade einmal fünf Monaten war Osama Bin Laden noch am Leben, Husni Mubarak hielt in Ägypten die Zügel fest in der Hand und Zine el-Abidine Ben Ali regierte Tunesien mit eiserner Faust. Mittlerweile haben sich in der ganzen Region Volksaufstände und politischer Wandel ausgebreitet.

Wir sind Zeugen der brutalen Niederschlagung von Protesten in Syrien und im Jemen geworden, des Einmarsches saudischer Truppen in Bahrain und der anhaltenden Schlacht um Libyen.

Aufgrund dieses „arabischen Frühlings“ sollte Europa seine Aufmerksamkeit wieder einem Thema zuwenden, das in den letzten Monaten größtenteils ignoriert wurde: die Vorteile einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union. Angesichts der sich unter den gegenwärtigen Umständen bietenden enormen Chancen, sollten die Vorteile eines türkischen Beitritts für Europa auf der Hand liegen.

Nun, da Recep Tayyip Erdogan als türkischer Premierminister wiedergewählt wurde und mit Polen Ende dieses Monats ein Land die EU-Präsidentschaft übernimmt, das die strategischen Bedeutung Europas sehr genau kennt, ist für die EU und die Türkei die Zeit für einen „Neustart“ der Verhandlungen über einen türkischen Beitritt zur Europäischen Union gekommen.

Gewalt nach Wahlsieg Erdogans in der Türkei

Die Vorteile eines türkischen Beitritts waren für Europa schon vor dem „arabischen Frühling“ sichtbar. Europa ist definitionsgemäß kulturell vielfältig. Daher ist diese Vielfalt Europas Bestimmung. Und wenn Europa ein aktiver globaler Akteur und kein Museum werden soll, bedarf es neuer Perspektiven und der Energie der Menschen in der Türkei.

via Erdogans Wahlsieg: Die Türkei und die EU brauchen einander – Nachrichten Debatte – Die Welt in Worten – WELT ONLINE.

Ausschreibung Stipendien Graduiertenschule Religion der Universität Erfurt

Ausschreibung Stipendien Graduiertenschule Religion der Universität Erfurt - 
Bewerbungsschluss 15.7.2011

Die Universität Erfurt bietet in verschiedenen Forschungsbereichen 
strukturierte Doktoranden- und Postdoktorandenprogramme an.

Nachwuchswissenschaftler/innen erwartet ein exzellentes Forschungsumfeld, in dem sie von 
innovativen Förder- und Betreuungskonzepten und aktiver Einbindung  
in interdisziplinäre Forschungsteams profitieren.

Zum 1. Oktober 2011 vergibt die Universität Erfurt 
Stipendien für Doktoranden/-innen und Postdoktorand/-innen 
für die Graduiertenschule Religion. 

Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2011. 

Die Graduiertenschule Religion (http://www.uni-erfurt.de/grs-religion/)

50 Jahre: Gemeinsam sind wir stark 


50 Jahre: Gemeinsam sind wir stark

Am 31. Oktober 1961 wurde in Bad Godesberg das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei unterzeichnet. Im Rahmen des Abkommens wurden bis zum Anwerbestopp im Jahre 1973 knapp 900.000 Arbeiterinnen und Arbeiter nach Deutschland geholt.
Aus den einstigen „Gastarbeitern“ wurden später „ausländische Arbeitnehmer“ und heute, ein halbes Jahrhundert später, „Menschen mit Migrationshintergrund“.
50 Jahre: Für gleiche Rechte – gegen Ausgrenzung und Diskriminierung! Die anfänglichen Rückkehrabsichten der ersten Zuwanderer hielten nicht lange. Von Generation zu Generation verstärkten sich die endgültigen Bleibeabsichten. MigrantInnen fanden in Deutschland einen neuen Lebensmittelpunkt, sie wurden zum festen Bestandteil der Gesellschaft. Diese Wirklichkeit fand sich jedoch nur wenig in der Politik wieder. Die zentralen Forderungen nach gleichen Rechten und politischen und sozialen Teilhabemöglichkeiten als Voraussetzung für ihre Gleichberechtigung in der Gesellschaft, haben die bisherigen Regierungsparteien bis heute verwehrt.
Stattdessen werden immer mehr Versuche unternommen, die Spaltung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft voranzutreiben. Migran-
tInnen wurden als billige Arbeitskräfte in prekäre Beschäftigung abgedrängt, als „Lohndrücker“ gegen einheimische ArbeiterInnen und als Sündbö-
cke und „Integrationsverweigerer“ für rassistische Debatten und Wahlkampfzwecke missbraucht.
Und dennoch: Der Prozess der gegenseitigen Annäherung und des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne deutschen Pass konnte sich durchsetzen – trotz politisch forcierter Ausgrenzung und Diskriminierung. „50 Jahre Arbeitsmigration aus der Türkei“ ist vor allem eine Geschichte des Miteinanders von Deutschen und MigrantInnen mit all ihren Erfolgen und sicherlich auch Schwierigkeiten. Sie ist aber vor allem eine gemeinsame Geschichte von Arbeiterinnen und Arbeitern unterschiedlicher Herkunft, die für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen. Sie ist die Geschichte von Jugendlichen und Eltern mit und ohne deutschen Pass, die sich für eine bessere Bildung und Zukunft einsetzen. Integration ist keine Einbahnstrasse. Sie findet im Alltag, in den Betrieben und in den Schulen statt – im Aufeinanderzugehen auf Grundlage von Solidarität und Freundschaft und im gemeinsamen Einstehen fürpolitische und soziale Rechte.
Nicht das Trennende, sondern das Verbindende, das gemeinsam Erreichte wollen wir stärker in den Vordergrund rücken. Es ist Zeit für eine Politik, die das Zusammenleben fördert und nicht zur Spaltung der Gesellschaft führt. er 50. Jahrestag der Arbeitsmigration aus der Türkei bietet uns dafür einen neuen Anlass, zurückzublicken auf das, was wir gemeinsam erreicht haben und nochmals zu bekräftigen, wofür wir weiterhin streiten wollen: Für gleiche Rechte, für Solidarität und Freundschaft!
Wir laden alle FreundInnen, KollegInnen und MitstreiterInnen zu unserem Fest am 18.Juni in die Essener Grugahalle ein!

Wie Türken in Deutschland die Politik sehen

Während in der Türkei fast 85 Prozent zur Wahlurne gegangen sind, macht sich bei vielen Türken in Deutschland Politikverdrossenheit breit. Sie fühlen sich vernachlässigt, sehen sich als Europäer zweiter Klasse.

Die Türkei hat gewählt. Im Land selbst war die Wahlbeteiligung hoch. Doch wie wurde die Wahl unter den 2,8 Millionen Menschen türkischer Abstammung in Deutschland wahrgenommen? Das Interesse vieler von ihnen an Politik scheint zu schwinden – an der deutschen wie auch an der türkischen, kritisiert Cebel Küçükkaraca, stellvertretender Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland gegenüber dw-world.de am Montag (13.06.2011). „Zu oft wurden von der deutschen Politik in den letzten Jahren Versprechungen gemacht, die dann nicht gehalten wurden“,  so Küçükkaraca. „Dabei gibt es viele Probleme. Besonders im Bereich Bildung muss die deutsche Politik etwas für die Türken tun. 20 Prozent der türkischen Kinder verlassen die Schule heute ohne Abschluss.“ Er warnt: Viele Türken hierzulande fühlten sich von der deutschen Politik nicht ernst genommen.

Bürokratische Barrieren erschweren Teilhabe

Cebel Küçükkaraca, stellvertretender Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in DeutschlandBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Cebel Küçükkaraca, Vize-Chef der Türkischen Gemeinde in DeutschlandDoch was ist mit den türkischen Politikern und den Erwartungen an sie? Immerhin 55 Prozent der Türken in Deutschland haben einen türkischen Pass und sind bei den Parlamentswahlen am 12. Juni wahlberechtigt gewesen. Doch das Wählen wird ihnen schwer gemacht. Ihre Stimme können Türken nur in der Türkei abgeben, nicht in den türkischen Konsulaten oder der Botschaft in Deutschland. Auch die Möglichkeit zur Briefwahl gibt es nicht.

Die Türken aus Deutschland müssen nach wie vor in die Türkei fliegen, wo der Zoll für sie an den Flughäfen Wahllokale einrichtet. „Ich kenne einige Leute, die extra geflogen sind um zu wählen“, sagt Küçükkaraca. „Doch bei Türken, die schon in der dritten oder vierten Generation hier sind, fehlt daran das Interesse. Sie bezeichnen sich eher als Deutsch-Türken oder noch viel häufiger als Berliner, als Hamburger, als Kieler und so weiter. Identitätsbildung spielt da eine große Rolle.“

Mehrheit der Türken in Deutschland pro Erdogan

1961 wurde das Gastarbeiter-Abkommen zwischen der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet. Wenn im Oktober dieses Jahres Angela Merkel und der wiedergewählte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zusammenkommen, werden sie nicht nur das Jubiläum der türkischen Migration nach Deutschland begehen, sondern auch über das deutsch-türkische Verhältnis sprechen. „Die Türken sollen mit der deutschen Regierung zusammenarbeiten“,  fordert Küçükkaraca, „und Erdogan sollte dabei berücksichtigen, dass sich die Interessen der Türkei und die Interessen der Migranten in Deutschland nicht immer decken.“

Laden mit deutschen und türkischen Flaggen (Foto: DW)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Das Nebeneinander von Deutschen und Türken ist vielerorts in Deutschland ganz normalEr beobachtet, dass sich unter den Politikinteressierten in der türkischen Community in Deutschland in den letzten Jahren eine „starke Unterstützung für Erdogans AKP“ herauskristallisiert hat. Immer wieder versuche die Regierung Erdogans, auf die Türken in Deutschland Einfluss zu nehmen. 2008 zum Beispiel hielt der Ministerpräsident eine Rede vor 14.000 Türken in Köln, in der er vor einer zu starken Assimilation warnte, diese gar als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnete. Solche Vorstöße sieht Küçükkaraca kritisch. Für die Zeit nach den Wahlen hat er deshalb einen klaren Wunsch: „Die Türkei gehört zu Europa. Konservative islamische Einflüsse sollen nicht überwiegen. Wir als Türkische Gemeinde Deutschlands möchten, dass die Demokratisierung voranschreitet und der laizistische Staat erhalten bleibt.“

Türkische Gemeinde in Deutschland will EU-Mitgliedschaft

Trotz der nationalkonservativen Bestrebungen bezeichnet die AKP von Ministerpräsident Erdogan den EU-Beitritt nach wie vor als ihr „wichtigstes außenpolitisches Ziel“. Im diesjährigen Wahlkampf hat der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union trotzdem nur eine sehr kleine Rolle eingenommen und wurde von innenpolitischen Grabenkämpfen überlagert. Für die Türken in Deutschland spielt die Frage der EU-Mitgliedschaft ihres Heimatlandes jedoch eine entscheidende Rolle. „Die sogenannte ´Privilegierte Partnerschaft´ mit der Türkei ins Leben zu rufen, war das Schlimmste, was Frau Merkel je gemacht hat. Deshalb habe ich sie auch so oft kritisiert“, so Küçükkaraca.

Türkische Frauen am Kottbusser Tor in Berlin.Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Der Berliner Stadtteil Kreuzberg ist eines der Ballungszentren der Türken in DeutschlandWenn sich viele Türken, speziell der dritten und vierten Generation in Deutschland, nicht für Politik interessierten oder anfällig würden für islamisch-konservative Ansichten, läge das vor allem auch daran, dass sie sich als Europäer zweiter Klasse fühlten. „Für die Türkei kann es nur eine Alternative geben: die Vollmitgliedschaft in der EU!“, sagt Küçükkaraca.

Dieses Ziel vor Augen, hofft er auch darauf, dass mehr seiner Landsleute in Deutschland anfangen, sich für Politik zu interessieren. „Ansprechpartner kann dabei aber nur die deutsche Politik sein. Die hier lebenden Türken sollen sich wenn, dann in der deutschen Politik engagieren.“ Die zunehmende wirtschaftliche Stärke der Türkei führt derweil in den letzten Jahren zu einer interessanten Trendwende: Laut Statistik gehen seit 2005 mehr Menschen aus Deutschland in die Türkei zurück, als umgekehrt aus der Türkei nach Deutschland kommen.

Autor: Friedel Taube
Redaktion: Sabine Faber

EU mahnt Reformen in Türkei an

Ministerpräsident Erdogan kann auch in den kommenden vier Jahren die Türkei mit einer klaren Mehrheit im Parlament regieren. Die EU mahnt bereits Reformen an, dazu gehört auch eine neue Verfassung. Um die im Alleingang durchsetzen zu können, fehlt der islamisch-konservativen AKP jedoch eine Handvoll Sitze. Trotz des historischen Wahlsiegs braucht Erdogan nun die Verlierer.

Erdogan kann allein regieren - für eine neuen Verfassung aber braucht er Verbündete. (Foto: REUTERS
Erdogan kann allein regieren - für eine neuen Verfassung aber braucht er Verbündete. (Foto: REUTERS

Die religiös-konservative AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Parlamentswahl in der Türkei gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen lag die AKP mit 49,9 Prozent klar vorne. Sie erhalte damit 326 Mandate in dem 550 Sitze zählenden Parlament, berichteten türkische Fernsehsender. Bei der Wahl 2007 hatte die AKP 46,5 Prozent erreicht.

Nach dem Wahlsieg erwartet die EU von Erdogan weitere Reformen. Dazu gehöre die Arbeit an einer neuen Verfassung, teilten der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit.

„Die (Wahl-)Ergebnisse ebnen den Weg zur weiteren Stärkung der demokratischen Institutionen der Türkei und zur fortgesetzten Modernisierung des Landes – im Einklang mit europäischen Werten und Standards“, so die beiden EU-Spitzen. Van Rompuy und Barroso bauen auch auf mehr Vertrauen zwischen dem Kandidatenland Türkei und den 27 Mitgliedsländern. Das könne mehr Schwung in die Beitrittsverhandlungen mit dem Anwärter bringen. Die Gespräche kommen seit längerem wegen diverser Blockaden nicht richtig von der Stelle.

Bei der Wahl legte die sozialdemokratische CHP als größte Oppositionspartei auf 25,9 Prozent zu und wird 135 Abgeordnete stellen. Die rechtsnationalistische MHP kam auf 13 Prozent, was im Parlament 53 Sitzen entsprechen wird. Die Kurdenpartei BDP wird mit 36 Abgeordneten vertreten sein. Sie scheiterte mit rund 6 Prozent zwar an der Zehnprozenthürde, hatte ihre Politiker aber als unabhängige Kandidaten ins Rennen geschickt, um diese Hürde zu umgehen.
Zweidrittelmehrheit verfehlt

Erdogan kann nun auch die kommenden vier Jahre das Land mit einer klaren Mehrheit im Parlament regieren. Er hatte allerdings auf eine Zweidrittelmehrheit für seine AKP gehofft. Mit einer Mehrheit von 367 Abgeordneten hätte er dem Land praktisch im Alleingang eine neue Verfassung geben können. Eine Mehrheit von 330 Stimmen reicht nur, wenn eine neue Verfassung in einem dann nötigen zweiten Schritt per Referendum bestätigt wird. Einen größeren Erfolg der AKP verhinderte unter anderem das starke Abschneiden pro-kurdischer Kandidaten in den Kurden-Gebieten.

Der Auftrag der Wähler sei es, eine neue Verfassung im Konsens zu erarbeiten, sagte Erdogan in seiner Siegesrede am späten Sonntagabend vor jubelnden Anhängern in Ankara. „Wir werden mit den Oppositionsparteien die neue Verfassung diskutieren.“ Erdogan hat angekündigt, die Verfassung solle auf demokratischen und pluralistischen Prinzipien beruhen und das Land der Europäischen Union näher bringen.
„Jeder wird Bürger erster Klasse sein“

„Die Botschaft ist, dass wir dies zusammen mit den anderen Kräften machen sollen“, sagte Erdogan. „Wir werden auch die Parteien anhören, die nicht im Parlament vertreten sind. Wir werden die umfangreichsten Verhandlungen führen“, versprach der Regierungschef. „Jeder wird Bürger erster Klasse sein.“

Der 57-jährige Erdogan ist seit 2003 Regierungschef und der beliebteste Politiker der Türkei. In dieser Zeit hat das Land ein starkes Wirtschaftswachstum vorgelegt, mit einem Anstieg von 8,9 Prozent im vergangenen Jahr. Unter Erdogans Führung bemüht sich das Land auch um eine Mitgliedschaft in der EU, war dabei aber kaum noch vorangekommen. Investoren sehen in der AKP die Partei, die am deutlichsten einen marktwirtschaftlichen Kurs fährt. Kritiker bemängeln an Erdogan einen autoritären Führungsstil.

Erdogans politische Gegner sehen einen möglichen weiteren Machtzuwachs der AKP mit Sorge. Sie erwarten, dass die AKP die Arbeit an einer neuen Verfassung auch zur Zementierung ihrer Macht nutzen wird. In Deutschland kritisierte die CSU die wachsende Distanz Ankaras zu Europa. So zeigte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf Grund der Erfolge Erdogans und der Ultranationalistischen MHP besorgt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Erdogan dagegen. „Das Ergebnis reflektiert den Erfolg Ihrer in den letzten Jahren konsequent vorangetriebenen Modernisierungspolitik“, schrieb die CDU-Politikerin in ihrem Glückwunschschreiben. Andere Politiker äußerten sich auf Grund der verfehlten Zweidrittelmehrheit erleichtert.

Grünen-Chefin Claudia Roth zeigte sich erfreut über den Wahlausgang. Roth sagte MDR Info, Erdogan habe einen großen Sieg errungen, der aber auch eine Niederlage berge. Das selbstgesteckte Ziel der Zweidrittelmehrheit habe er deutlich verfehlt. Das Wahlergebnis sei darum vor allem für Erdogans Gegner „eine Beruhigung, die Angst hatten vor einem Größenwahn, den Erdogan doch in der letzten Zeit häufiger gezeigt hat“.

Der Türkei-Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Dietmar Nietan, erklärte, Erdogan müsse in seiner dritten Amtszeit beweisen, dass er weiterhin willens und in der Lage ist, die Türkei entscheidend in Richtung demokratischer Reformen und damit in Richtung Europa zu führen.

Für die kommenden Jahre hat Erdogan zumindest große Projekte angekündigt. In Istanbul will er zwei neue, erdbebensichere Vorstädte bauen und einen Kanal zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmarameer. Dieser soll den Bosporus entlasten. Zudem sollen praktisch zinsfreie Kredite Geschäftsleuten Investitionen und Familien den Kauf von Häusern möglich machen. Bis 2023 soll sich die Wirtschaftskraft der Türkei verdreifachen, so das erklärte Ziel der AKP.

Mehr als 52 Millionen registrierte Wähler waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Um die Gunst der Wähler bewarben sich 15 Parteien und 203 unabhängige Kandidaten, von denen viele der Kurdenpartei BDP zuzurechnen sind. Unter den Wahlberechtigten sind etwa 2,5 Millionen Menschen, die zur Stimmabgabe bereits seit einigen Wochen in die Türkei reisen konnten. Für sie wurden an Flughäfen Wahlurnen aufgestellt.

Leyla Zana ist gewählt

Auch die legendäre Kurdenpolitikerin Leyla Zana kehrt in die Volksvertretung von Ankara zurück. Zana errang in der südostanatolischen Privonz Diyarbakir ein Direktmandat, wie türkische Nachrichtender meldeten. Anfang der 1990er Jahre war Zana als frisch gewählte Abgeordnete aus dem Parlament geworfen und ins Gefängnis gesteckt worden, weil sie bei der Vereidigung Kurdisch sprach.

Zana kam erst 2004 aus der Haft frei und zog sich zunächst aus der Öffentlichkeit zurück. Seit einigen Jahren ist sie wieder politisch aktiv. Kurz vor der Wahl sollte sie auf Beschluss der Wahlkommission von der Kandidatur ausgeschlossen werden; nach Protesten aus allen Parteien wurden die Kandidaturen von Zana und anderen Kurdenpolitikern aber wieder zugelassen. Zana trat als nominell unabhängige Kandidatin mit Unterstützung der BDP an.
Christ erringt Mandat

Auf demselben Weg wurde auch der erste christliche Parlamentsabgeordnete der Türkei seit einem halben Jahrhundert gewählt. Der Anwalt Erol Dora, ein Mitglied der syrisch-orthodoxen Christen, gewann als unabhängiger Kandidat mit BDP-Unterstützung ein Direktmandat in der Provinz Mardin. Seit einem armenischen Politiker in den 1960er Jahren hat kein Christ mehr im türkischen Parlament gesessen. Mitte der 1990er Jahre wurde ein jüdischer Abgeordneter gewählt; seitdem gab es nur noch muslimische Parlamentsabgeordnete in Ankara.

rts/dpa

Nach Wahlsieg Aufforderung an Erdogan sich mehr an Europa zu orientieren

Nach dem Wahlsieg des Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan in der Türkei, fordern führende Unions-Politiker Erdogan dazu auf, sich künftig mehr an Europa zu orientieren. Es gelte zu verhindern, dass die Türkei in einen übersteigerten Nationalismus oder auf islamistische Abwege verfällt. Dabei gebe es auch eine Verantwortung der EU gegenüber der Türkei.

Führende Unions-Politiker haben den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan nach seinem Wahlsieg aufgefordert, sich künftig wieder mehr an Europa zu orientieren. „Die Türkei ist Teil einer europäischen Wertegemeinschaft. Wir erwarten, dass sie das auch bleibt“, sagte Fraktionsvize Andreas Schockenhoff (CDU) der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe).

„Für die Türkei gibt es zwei Versuchungen: einen übersteigerten Nationalismus und islamistische Abwege. Die gilt es zu verhindern“, sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz.

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* Jobs in TürkeiInternationale Stellenangebote bei mehreren tausend Unternehmen.www.XING.com/Tuerkei

Der CDU-Politiker sieht auch die EU in der Verantwortung. „Wenn man die Sorge hat, dass sich die Türkei von Europa entfernt, muss man alles dafür tun, dass das nicht geschieht. Auch die EU hat eine Verantwortung gegenüber der Türkei“, sagte Polenz. „Es gibt immer wieder türkei-kritische Äußerungen von europäischen Politikern. Die sind natürlich kontraproduktiv.“

gxs/dapd

via Türkei: Nach Wahlsieg Aufforderung an Erdogan sich mehr an Europa zu orientieren – Weitere Meldungen – FOCUS Online.

Angela Merkel: Kanzlerin gratuliert Erdogan zum Wahlsieg in der Türkei

13.06.2011- Angela Merkel hat dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan zum Wahlsieg gratuliert. „Das Ergebnis reflektiert den Erfolg Ihrer in den letzten Jahren konsequent vorangetriebenen Modernisierungspolitik“, so die Bundeskanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan zum Wahlsieg gratuliert. In einem Glückwunschschreiben betonte Merkel am Montag: „Das Ergebnis reflektiert den Erfolg Ihrer in den letzten Jahren konsequent vorangetriebenen Modernisierungspolitik.“

Erdogan habe politisch und wirtschaftlich immer wieder maßgebliche Anstöße zur Weiterentwicklung des Landes gegeben, schrieb sie. Die Kanzlerin wünschte dem Ministerpräsidenten „eine glückliche Hand bei der Fortsetzung dieser Politik“. Sie freue sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit.

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Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer (FDP), sagte in Berlin, das Wahlergebnis bedeute große Verantwortung für den Wahlsieger – insbesondere mit Blick auf den Prozess zur Entwicklung einer neuen Verfassung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Türkei den Reformkurs und damit die Annäherung an die Europäische Union fortsetzen werde.

gxs/dapd

via Angela Merkel: Kanzlerin gratuliert Erdogan zum Wahlsieg in der Türkei – Weitere Meldungen – FOCUS Online.

Türken gegen Armenier – Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts

Im Ersten Weltkrieg wurden zwischen 1915 und 1917 mehr als eine Million Armenier von den türkischen Streitkräften ermordet. Zum 90. Jahrestag des Genozids stellt sich die Frage: Warum wird noch immer über dieses dunkle Kapitel geschwiegen?

Die Dokumentation greift auf die Berichte von damals im Osmanischen Reich stationierten westlichen Diplomaten zurück: Walter Rössler, deutscher Konsul in Alep, Leslie Davis, amerikanischer Konsul in Kharput, Konrad von Wangenheim, deutscher Botschafter in Konstantinopel, Henri Morgenthau, amerikanischer Botschafter in Konstantinopel und Wolf Metternich, Wangenheims Nachfolger in Konstantinopel. Diese bemerkenswerten Zeugnisse geben Aufschluss über die Geschichte des Völkermords in Armenien, über seine Methoden sowie über Wege und Ziele der Deportationen. Weitere Quellen des Films sind Zeugenberichte von Überlebenden, die seit Jahren von der Diaspora gesammelt wurden, sowie Dokumente aus den Archiven der osmanischen Behörden, in denen die Motive und die vom Triumvirat Enver, Talaat und Djemal Pascha ergriffenen Maßnahmen erläutert werden.

Am 24. April 1915 besiegelte die nationalistische Jungtürken-Regierung des Osmanischen Reichs das Schicksal der Armenier in Anatolien. Mehr als 600 hoch angesehene Persönlichkeiten und Intellektuelle wurden damals bei einer Razzia in Konstantinopel verhaftet. Die Türkei, die im Ersten Weltkrieg Partei für Deutschland und Österreich-Ungarn ergriffen hatte, beschuldigte die Armenier, mit Russland gegen sie zu paktieren. Mehr als eine Million Armenier fielen zwischen 1915 und 1916 Verschleppungen und Massakern zum Opfer.

Zum besseren Verständnis der Hintergründe und Zusammenhänge des Völkermordes an den Armeniern analysiert der Film die bereits in den vorangegangenen Jahrzehnten verübten Massaker sowie die geopolitischen Rahmenbedingungen des Genozids. Bereits kurz nach der Machtübernahme des Triumvirats der Jungtürken im Jahr 1915 wurden die ersten Deportationen organisiert. Keine der ausländischen Großmächte reagierte. Der Weltkrieg tobte, und die türkische Regierung konnte ihre Politik in völliger Straffreiheit fortführen.

Am 30. Oktober 1918 unterzeichnete die besiegte Türkei einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Die führenden Jungtürken des Komitees Einheit und Fortschritt flohen oder wurden verhaftet. Die neue osmanische Regierung strengte einen Prozess gegen sie an, dessen Urteilsspruch am 5. Juli 1919 auf persönliche, der juristischen Person der Partei Einheit und Fortschritt zuzuschreibende Verbrechen schloss. Der am 10. August 1920 unterzeichnete Vertrag von Sèvres hätte Armenien die Unabhängigkeit zuerkannt, wurde jedoch nie ratifiziert.

1923 gründete Mustafa Kemal die neue Türkische Republik, die mit dem Vertrag von Lausanne anerkannt wurde. Die Armenien-Frage wurde damit begraben.

via Türken gegen Armenier – Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts – ARTE.

Ermeni Soykırımı : 20. Yüzyılın İlk Soykırımı from Nor Zartonk on Vimeo.

EU ist kein Wahlkampfthema in der Türkei

Von einer Europa-Euphorie wie zu Beginn der Beitrittsverhandlungen vor sechs Jahren ist in der Türkei wenig übrig geblieben. Der EU-Beitrittsprozess ist in einer Sackgasse, Europa hat für die Türken keine Priorität.

Wenig Begeisterung zurzeit in der Türkei für die EU
Wenig Begeisterung zurzeit in der Türkei für die EU

Je näher der Wahltermin am 12. Juni rückt, desto lauter werden die Wahlkampf-Kundgebungen der Parteien, die sich Hoffnungen auf einen Einzug ins türkische Parlament machen. Bei ihrem Schlagabtausch konzentrieren sich die Parteien jedoch eher auf Themen wie Korruption, Unregelmäßigkeiten bei landesweiten Aufnahmeprüfungen der Universitäten oder auf einige über Youtube verbreiteten obszönen Videos mit führenden Vertreter der rechtsextremistischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) von Devlet Bahceli. Keine einzige Partei nimmt das Wort EU in den Mund, niemand erläutert seine Haltung zum zumindest offiziell immer noch obersten Ziel der türkischen Außenpolitik, der EU-Mitgliedschaft.

Die Generalsekretärin der auf Europafragen spezialisierten Stiftung für Wirtschaftliche Entwicklung in Istanbul, Cigdem Nas, führt das auf das Fehlen einer EU-Perspektive bei den Parteien zurück. „Wir sehen, dass die türkische Öffentlichkeit am Thema EU und den Beitrittsbemühungen das Interesse verloren hat“, sagt sie, „das Thema EU ist im Wahlkampf von anderen Dingen überlagert worden. Vielleicht liegt das daran, dass die Beitrittsverhandlungen ins Stocken geraten sind oder andere große Probleme überwunden werden müssen, glaubt Cigdem Nas.

Zypern-Konflikt als Bremse

Prof. Cigdem Nas, Generalsekretärin der Stiftung für Wirtschaftliche Entwicklung in IstanbulBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Prof. Cigdem Nas, Generalsekretärin der Stiftung für Wirtschaftliche Entwicklung in Istanbul

Die Beitrittsverhandlungen gerieten vor allem wegen des Zypern-Konflikts ins Stocken. Nas zufolge habe die türkische Öffentlichkeit das Vertrauen in die EU verloren. Der Hintergrund sei, dass in der türkischen Wahrnehmung der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Anti-Türkei-Front anführe.

Der Vorsitzende der Stiftung Türkei-Europa, Ziya Müezzinoglu, macht Vorurteile, die auf beiden Seiten herrschen, dafür verantwortlich, dass die Zustimmung für einen EU-Beitritt in der Türkei abgeschwächt sei. „Wir sehen einerseits, dass in den EU-Ländern einige Vorurteile gegen die Türkei immer noch nicht ausgeräumt worden sind. Manche EU-Länder führen die Beitrittsverhandlungen in die Sackgasse, indem kulturelle und religiöse Unterschiede in den innenpolitischen Auseinandersetzungen als Argumente gegen die Türkei benutzt worden sind. Andererseits gibt es aber auch in manchen Kreisen in der Türkei Vorurteile gegen die EU. So wird die EU als ein Christen-Club gesehen“, sagt Müezzinoglu.

Neue Orientierung der Türkei

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will sich stärker in Richtung Naher Osten orientierenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will sich stärker in Richtung Naher Osten orientieren

Während die Beitrittsverhandlungen stillstehen, versucht die Türkei eine Vorreiterrolle im Nahen Osten zu übernehmen. Zudem vergrößern die Aufstände in den arabischen Ländern die Bedeutung der Türkei. Die Europaexpertin Nas glaubt, dass der Außenminister Ahmet Davutoglu die Türkei durch eine aktivere Rolle in der Region attraktiver für Europa machen wolle. Sehr viel werde aber am Ende von den Wahlergebnissen abhängen, sagt sie: „Wenn die konservative Partei AKP von Ministerpräsident Erdogan einen hohen Stimmenanteil erzielt, werden ihre Bemühungen, die eigene Existenz zu rechtfertigen, in den Hintergrund treten. Wenn sie aber weniger Stimmen bekommt als erwartet, wird für sie das EU-Ziel wieder wichtiger werden. Die AKP hat in der Vergangenheit eine EU-Mitgliedschaft unterstützt, um denjenigen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, die der Partei Islamismus und eine getarnte Agenda unterstellt hatten – als ob die AKP sagen wollte: ‚Wir arbeiten für die EU.'“

Die Parlamentskandidaten der AKP sind jedoch der Auffassung, dass ihre Partei vom EU-Ziel nach wie vor nicht abgewichen sei. Die Kandidatin aus Istanbul, Belma Satir, betont: „Ich bin ein Mitglied des Teams, das in den Gründungstagen der AKP das Parteiprogramm mitgestaltet hat. Die EU ist in unserem Parteiprogramm unser wichtigstes Thema.“

Autorin: Hülya Köylü

Redaktion: Zoran Arbutina

via EU ist kein Wahlkampfthema in der Türkei | Europa | Deutsche Welle | 10.06.2011.

Stellenausschreibung für eine Lehrerin oder einen Lehrer

4 açık kadro

Stellenausschreibung für eine Lehrerin oder einen Lehrer

für den herkunftssprachlichen Unterricht in türkischer Sprache

Schulamt für die Stadt Duisburg

Memelstr. 25 – 33 Telefon: 0203 / 283- 3766

47057 Duisburg Fax: 0203 / 283 – 3912

Stellenumfang: insgesamt sind 4 Vollzeit-Stellen mit je 28 Wochenstunden zu besetzen

Aufgabe des herkunftssprachlichen Unterrichts ist es, auf der Grundlage des gültigen

Lehrplans die herkunftssprachlichen Fähigkeiten zugewanderter Kinder und Jugendlichen

in Wort und Schrift zu erhalten und zu erweitern sowie die für die Landeskunde

wichtigen Inhalte zu vermitteln.

Bewerbungsvoraussetzungen für Lehrerinnen und Lehrer für den herkunftssprachlichen

Unterricht in türkischer Sprache:

1. Die Bewerberin oder der Bewerber muss über

a) ein in Nordrhein-Westfalen erworbenes Lehramt oder über ein nach nordrheinwestfälischen

Vorschriften anerkanntes Lehramt eines anderen Bundeslandes

oder eines anderen Landes im Fach Türkisch oder

b) über ein in Nordrhein-Westfalen erworbenes Lehramt oder über ein nach

nordrhein-westfälischen Vorschriften anerkanntes Lehramt eines anderen

Bundeslandes oder eines anderen Landes in anderen Fächern sowie zusätzlich

über eine Sprachqualifikation gemäß der Kompetenzstufe C 1 für Türkisch

(nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen „lernen, lehren, beurteilen“

des Europarates) verfügen.

In diesem Fall ist zusätzlich die Bereitschaftserklärung zur Teilnahme an einer

didaktischen und methodischen Fortbildung „Herkunftssprachenlehrkräfte an

Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I“ gemäß des Runderlasses zur

Fort- und Weiterbildung vom 27.04.2004 (BASS 20-22 Nr. beilegen.

Diese Bewerber werden entsprechend der Lehramtsbefähigung im regulären Unterricht

und im herkunftssprachlichen Unterricht eingesetzt.

2. Sollten keine Bewerbungen von Bewerberinnen oder Bewerbern eingehen, die

die Voraussetzungen nach Nummer 1 erfüllen, können auch Bewerberinnen und

Bewerber zugelassen werden, die

a) über eine ausländische Lehramtsprüfung für das Fach Türkisch verfügen oder

b) über einen deutschen oder ausländischen Hochschulabschluss im Fach Türkisch

verfügen,

In beiden Fällen müssen die Bewerber eine schriftliche Bereitschaftserklärung zur

Teilnahme an einer didaktischen und methodischen Fortbildung „Herkunftssprachenlehrkräfte

an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I“ gemäß des

Runderlasses zur Fort- und Weiterbildung vom 27.04.2004 (BASS 20-22 Nr.

beilegen,

sowie an einem einwöchigen Orientierungsseminar (BASS 20-11 Nr. 5) teilnehmen.

Das Seminar findet unmittelbar vor Beginn des Schuljahres bzw. vor Beginn

des Schulhalbjahres statt, zu dem die Lehrkraft ihre Unterrichtstätigkeit aufnimmt.

In beiden Fällen erfolgt die Einstellung zunächst befristet zum Zwecke der Erprobung

für maximal 2 Jahre.

___________________________________
1 açık kadro

Stellenausschreibung für eine Lehrerin oder einen Lehrer für den herkunftssprachlichen Unterricht in türkischer Sprache

Schulamt für die Stadt Düsseldorf

Burgplatz 1-2 Telefon: 0211/8996515

40213 Fax: 0211/8936515

Stellenumfang: 28 Wochenstunden

Aufgabe des herkunftssprachlichen Unterrichts ist es, auf der Grundlage des gültigen Lehrplans die herkunftssprachlichen Fähigkeiten zugewanderter Kinder und Jugend-lichen in Wort und Schrift zu erhalten und zu erweitern sowie die für die Landeskun-de wichtigen Inhalte zu vermitteln.

Bewerbungsvoraussetzungen für Lehrerinnen und Lehrer für den herkunfts-sprachlichen Unterricht in türkischer Sprache:

 

1.

Die Bewerberin oder der Bewerber muss über

 

ein in Nordrhein-Westfalen erworbenes Lehramt oder über ein nach nordrhein-westfälischen Vorschriften anerkanntes Lehramt eines anderen Bundeslandes oder eines anderen Landes im Fach Türkisch oder

 

über ein in Nordrhein-Westfalen erworbenes Lehramt oder über ein nach nordrhein-westfälischen Vorschriften anerkanntes Lehramt eines anderen Bundeslandes oder eines anderen Landes in anderen Fächern sowie zusätz-lich über eine Sprachqualifikation gemäß der Kompetenzstufe C 1 für Türkisch (nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen „lernen, lehren, beur-teilen“ des Europarates) verfügen.

 

 

In diesem Fall ist zusätzlich die Bereitschaftserklärung zur Teilnahme an einer didaktischen und methodischen Fortbildung „Herkunftssprachenlehrkräfte an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I“ gemäß des Runderlasses zur Fort- und Weiterbildung vom 27.04.2004 (BASS 20-22 Nr. beilegen.

Diese Bewerber werden entsprechend der Lehramtsbefähigung im regulären Un-terricht und im herkunftssprachlichen Unterricht eingesetzt.

 

2. Sollten keine Bewerbungen von Bewerberinnen oder Bewerbern eingehen, die die Voraussetzungen nach Nummer 1 erfüllen, können auch Bewerberinnen und Bewerber zugelassen werden, die

 

über eine ausländische Lehramtsprüfung für das Fach Türkisch verfügen oder

 

 

über einen deutschen oder ausländischen Hochschulabschluss im Fach Tür-kisch verfügen,

 

In beiden Fällen müssen die Bewerber eine schriftliche Bereitschaftserklärung zur Teilnahme an einer didaktischen und methodischen Fortbildung „Herkunftsspra-chenlehrkräfte an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I“ gemäß des Runderlasses zur Fort- und Weiterbildung vom 27.04.2004 (BASS 20-22 Nr. beilegen,

sowie an einem einwöchigen Orientierungsseminar (BASS 20-11 Nr. 5) teilneh-men. Das Seminar findet unmittelbar vor Beginn des Schuljahres bzw. vor Beginn des Schulhalbjahres statt, zu dem die Lehrkraft ihre Unterrichtstätigkeit aufnimmt.

In beiden Fällen erfolgt die Einstellung zunächst befristet zum Zwecke der Erpro-bung für maximal 2 Jahre.

Alle Bewerberinnen und Bewerber aus einem Land außerhalb des deutschen Sprachraumes haben deutsche Sprachkenntnisse nachzuweisen, die einen Einsatz im Unterricht und die Wahrnehmung aller Lehrertätigkeiten erlauben. Der Nachweis kann insbesondere erbracht werden durch:

 

den Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung in deutscher Sprache oder

 

 

das Große Sprachdiplom des Goethe-Instituts mit mindestens der Gesamtnote „gut“ oder

 

 

die erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium, das vom Landesprüfungsamt für Erste Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen durchgeführt wird oder

 

 

einen anderen durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung zugelassenen Sprachnachweis.

 

Im Übrigen sind von ausländischen Lehrkräften die Anforderungen des gem. Runder-lasses des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Innenminsteriums zu Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Lehrkrafte an deutschen Schulen vom 02.07.2008 (BASS 21-08 Nr. 1.1) zu erfüllen.

Der Einsatz erfolgt vorrangig an verschiedenen Schulen in Düsseldorf. Bei Bedarf kann der Einsatz im Wege einer Abordnung auch an Schulen anderer Schulamtsbe-zirke stattfinden. Zudem findet der Unterricht in der Regel am Nachmittag statt. Es soll ein möglichst flächendeckendes Unterrichtsangebot gemäß den Lehrplänen des Landes NRW für den herkunftssprachlichen Unterricht für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen, der Förderschulen und der weiterführenden Schulen aufgebaut werden.

Alle geforderten Einstellungsvoraussetzungen müssen zwingend bis zum Ende der Bewerbungsfrist schriftlich (z. B. Studiennachweise, Schulabschlusszeugnisse, Ar-beitszeugnisse bzw. Arbeitsverträge, ausländische Hochschulzeugnisse in beglau-bigter deutscher Übersetzung durch staatl. anerkannte Übersetzungsbüros)) nach-gewiesen werden. Als Nachweise werden nur schriftliche Bestätigungen Dritter aner-kannt.

Die Bewerbungsunterlagen sind vollständig einzureichen; auf Grund der zu erwar-tenden hohen Bewerberzahlen kann seitens des zuständigen Schulamtes keine Be-nachrichtigung über fehlende Unterlagen erfolgen.

Anerkennungen von Studienabschlüssen als Lehrbefähigung nach nordrhein-west-fälischem Recht oder Nachweise über Lehramtsprüfung des Heimatlandes können bis zum Ende der Bewerbungsfrist nachgereicht werden.

Die Einstellung einer Bewerberin oder eines Bewerbers gemäß Nummer 1 erfolgt unbefristet. Bei Vorliegen der laufbahnrechtlichen und haushaltsrechtlichen Voraus-setzungen ist eine Übernahme in das Beamtenverhältnis vorgesehen.

In den übrigen Fallgruppen erfolgt die Vergütung als Tarifbeschäftigte / Tarifbeschäf-tigter nach dem TV-L und den einschlägigen Eingruppierungserlassen.

Die Stellen sind zum Schuljahr 2011/2011 (voraussichtlich 02.09.2011) zu besetzen.

Bewerbungen sind bis zum 17.06.2011 an das Schulamt für die Stadt Düsseldorf, Burgplatz 1 – 2 in 40213 Düsseldorf zu richten. Es gilt das Datum des Eingangs beim Schulamt. Elektronische Bewerbungen sind nicht zulässig.

Bewerbungen von Schwerbehinderten sind besonders erwünscht.

www.velilerbirligi.tr.gg