TGD – NSU-Bericht

 

 

TGD - NSU-Bericht

2013.08.27_TGD_NSU-Bericht

 

Türkische Gemeinde in Deutschland / Almanya Türk Toplumu
Bundesgeschäftsstelle / Genel Merkez
Obentrautstr. 72, 10963 Berlin
Tel. +49 (0) 30 23 63 51 00
Fax. +49 (0) 30 23 63 55 89
[email protected]
www.tgd.de

Anschläge in Boston: Muslimische Gemeinde in Boston hilft bei Versorgung der Opfer

Anschläge in Boston: Muslimische Gemeinde in Boston hilft bei Versorgung der Opfer

130415160320-boston-marathon-explosion-06-horizontal-galleryPolizei ermittelt in alle Richtungen

Wenige Stunden nach dem Anschlag boten die muslimischen Gemeinden in Boston ihre Hilfe an. Das Islamic Society of Boston Cultural Center rief ihre Mitglieder zur Unterstützung der Opfer auf und bot der Stadt ihre Dienste als Notunterkunft an. „Wir sind absolut geschockt von dem was heute passiert ist. Als Bostoner fühlen wir uns verpflichtet unserer Gemeinde zu helfen, so ein Sprecher der des Zentrums. „Wir möchten unser Zentrum als Notunterkunft zur Verfügung stellten, für jeden der Hilfe benötigt. Zu dem Boston Cultural Center gehört auch der bekannte US-Amerikanische Prediger Suhaib Webb.

Präsident Obama: Noch kein Täterspur

Obwohl einige Medien bereits nach Stunden von einem „islamistischen Hintergrund“ sprechen, ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Auch Rechtsextremistischer Anschlag käme in Frage. Muslimische Gemeinde in Boston hilft bei Versorgung der Opfer.

Bei der Explosion von zwei Sprengsätzen während des traditionsreichen Marathons in Boston waren am Montag drei Menschen ums Leben gekommen und weit mehr als 100 verletzt worden. Auch wenn einige Medien bereits Stunden nach den Anschlägen über Festnahmen oder von „islamistischem Hintergrund“ berichten, weiß offiziell noch niemand, wer für die Bomben von Boston verantwortlich ist, ein Bekennerschreiben oder -video ist bisher nicht aufgetaucht.   Aus Kreisen der ermittelnden Polizeibehörden und Geheimdienste gibt es zwei Linien, die verfolgt werden: Neben der möglichen Täterschaft von Attentätern muslimischer Herkunft ziehen die Fahnder auch einen regierungsfeindlichen Hintergrund im Inland in Betracht. Für diese Version spricht vor allem der Zeitpunkt des Anschlags. Der gestrige „Patriots‘ Day“ erinnert an den Beginns des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs – ein symbolträchtiger Tag an dem rechtsextreme gegen die angeblich zu weit greifende Macht des Staates protestieren. Außerdem fällt auf den 15. April auch die Abgabe der Steuererklärungen in den USA – für viele Extremisten ein Zeichen der zunehmende Gängelung ihrer Freiheit und grundsätzlicher Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte.

via islam.de / Newsnational / Anschläge in Boston: Muslimische Gemeinde in Boston hilft bei Versorgung der Opfer.

Einladung: „Mauern und Attentate – kein Friede im Heiligen Land?“

Einladung: „Mauern und Attentate – kein Friede im Heiligen Land?“

 

Hüseyin Aygün – von der PKK entführter Abgeordneter

Bildquelle:

http://www.yirmidort.tv/guncel/huseyin-aygunun-birakilacagi-bilgisi-geldi-52340.htm

 

___________________________________

 

Militär sucht von PKK entführten Abgeordneten

 

http://www.focus.de/panorama/vermischtes/tuerkei-militaer-sucht-von-pkk-entfuehrten-abgeordneten_aid_798844.html

 

Bonn: 2. Friedensmarsch am 23.6.2012

Bonn: 2. Friedensmarsch am 23.6.2012

Saloua Mohammed ruft auf zum 2. Friedensmarsch in Bonn

Zeit: 23.6.2001, 15-18 Uhr
Ort: Treffen am Konrad-Adenauer-Platz in Bonn-Beuel, Marsch und Menschenkette über die Kennedy-Brücke über den Rhein und Weitermarsch zum Münsterplatz
-> Hier finden Sie das Plakat.

Lesen Sie dazu auch die Berichte über den 1. Friedensmarsch in Bonn am 20.5.2012
und die Gedanken über Meinungsfreiheit und Schutz Religiöser Gefühle.

Saloua Mohammad schreibt dazu:
Liebe Freunde,
liebe Menschengeschwister!

Frieden zu zerstören, gelingt auf Anhieb. Diesen jedoch aufzubauen, eine Herausforderung. Und diese nehmen wir an! Wir, Menschen aus allen Kulturen, Religionen und mit unterschiedlichen Auffassungen haben unsere Differenzen, jedoch vereint uns der FRIEDENSMARSCH zum MENSCHSEIN, um endlich ein Zeichen der Gewaltlosigkeit zu setzen! Als Menschenkette über die Kennedybrücke wollen wir unseren gewaltfreien Widerstand gegen Krieg, Waffenhandel/?Atomwaffen, Gewalt, Hetze, Rassismus und Unterdrückung symbolisieren! Jeder Mensch, der FÜR den Frieden und GEGEN die Gewalt ein Zeichen setzen will, ist am 23. Juni willkommen!

Der Erfolg des FRIEDENSMARSCH PART I ist all den freiwilligen UnterstützerInnen zu verdanken:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/bad-godesberg/142-Demonstranten-setzten-ein-Zeichen-gegen-Extremismus-article766664.html
http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=2244

Bitte nehmen Sie sich diese zwei-drei Stunden, motivieren Sie andere Menschen diesem freien, unabhängigen und aufrichtigen Friedensmarsch folge zu leisten. NUR gemeinsam können wir ein Zeichen Setzen! Vorallem SCHULEN und JUGENDZENTREN können durch diesen Friedensmarsch die Generation von Morgen zu einem ein humanen und gewaltlosen Leben motivieren!!

JEDER MENSCH, DER SICH GEGEN KRIEG UND GEWALT AUF DIE KENNEDYBRÜCKE IN BONN AUFSTELLEN WIRD, IST EIN GEWALTLOSER MUTIGER UND MENSCH DER EINSATZ ZEIGT UND DER GEWALT NICHT NUR IN UNSEREM LAND, SONDERN AUF DER GANZEN WELT DIE STIRN BIETET!

Herzliche Grüße!
Saloua Mohammed
Menschenrechts- und Friedensaktivistin
(veröffentlicht in Migrapolis – am 07.06.2012.)

Heinz Gstrein: Islamischer Einfluß und geopolitische Interessen nach 9/11 und dem „Arabischen Frühling“

Heinz Gstrein: Islamischer Einfluß und geopolitische Interessen nach 9/11 und dem „Arabischen Frühling“

VortragWienerAkademikerbund11April2012

 

 

 

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit



Die Diakonie RWL führt in Kooperation mit IDA NRW und der Diakonie 
Paderborn-Höxter 

am 8. Mai 2012 in Münster 
eine Fachtagung zum Thema 
"Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Einwanderungsgesellschaft" 

durch.
Bei gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geht es um die Abwertung von

Menschen aufgrund ihrer Merkmale. Sie kann in rechtsextremen, 
rassistischen, antisemitischen und anderen Orientierungen zum Ausdruck

kommen und ist in verschiedenen Bereichen anzutreffen.

Als Zielgruppe der Fachtagung sind Haupt- und 
Ehrenamtliche/Multiplikatoren aus der Jugend- und Bildungsarbeit, der 
interkulturellen Arbeit und aus anderen sozialen Bereichen
angesprochen. 

Gedenktage „20 Jahre Chodschali“

Gedenktage „20 Jahre Chodschali“

Vom 23. Februar bis zum 26. Februar finden in Berlin, im Palais am
Festungsgraben, die Gedenktage „20 Jahre Chodschali“ statt (siehe beigefügtes Programm).
Der 25. Februar wird von EuroKaukAsia e.V. gestaltet. Wir haben unsere
Veranstaltung zwei Themenkreisen gewidmet „Traumata bei Kindern und
Jugendlichen durch Kriegsereignisse“ und „Menschlichkeit braucht
Solidarität“. Neben Gedenken und Mahnung an internationale
Verantwortung sollen auch jene geehrt werden, die in den schwierigen
Anfangsjahren der zweiten Republik Aserbaidschan – entgegen einer
ignoranten Berichterstattung und oft einseitigen Parteinahme –
Solidarität übten und Hilfsaktionen für Flüchtlinge aus Chodschaly und
Kelbadschar organisierten. Diese Menschen haben durch ihren Einsatz
Menschlichkeit gezeigt und können über die Traumata der Kinder von
Chodschaly aus eigener Anschauung berichten.

(…)

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag des Vorstandes Julia Stadtfeld

Zeit: 25. Februar 2012, ab 15 Uhr
Ort: Palais am Festungsgraben 1, 10117 Berlin

Ausführliche Informationen zum Programm der gesamten Veranstaltung und
zu dem Programm des 25. Februars finden Sie im Anhang.

Aktionsbündnis gegen Rassismus (AGR)

AktionsbündnisgegenRassismus(AGR)
Alliance
for action against racism
Irkçılığa
karşı girişim ittifakı

IhrAnsprechpartner:

Pressesprecher:

Bilgehan Fonk
Selim Molla

Telefon:

0177/2932067 oder 0172/3972826
[email protected]
[email protected]

Essen, 20. Februar 2012

PRESSEMITTEILUNG

“Für uns sind alle Menschen gleich, Hass ist unser Feind“1

In diesem Land wurden neun Mitbürger auf Grund ihrer türkischen Herkunft und Andersartigkeit gezielt ermordet. Die Mörder von Abdurrahim Özüdoğru, Enver Şimşek, Habil Kılıç, Halit Yozgat, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Mehmet Turgut, Süleyman Taşköprü, Theodoros Boulgarides wurden – so scheint es – über ein Jahrzehnt lang von einem breiten Kreis von Gesinnungsgenossen bewusst unterstützt, gedeckt und gefördert.

Seit 1982 sind in Deutschland mehr als 180 Menschen Opfer des Rechten Terrors geworden.

Das unfass­ba­re Maß an Hass, Fremdenfeindlichkeit und Gewalttätigkeit, welches in diesen Kreisen herrscht, bedroht unsere Gesellschaft! Der Hass vergiftet und spaltet die Gesellschaft, in der er herrscht. Das Versagen der Sicherheitsbehörden zeigt diese zerstörerische Wirkung. Dieses Versagen wirft Fragen nach dem Sinn und Ziel des Bundesamtes und der Landesämter für Verfassungsschutz auf. Nach ersten Erkenntnissen konnte die Terrorzelle NSU unter der direkten Beobachtung des Verfassungsschutzes ihre Taten begehen. Hierdurch ergibt sich der Eindruck einer institutionellen Begünstigung der begangenen Verbrechen.

Wir vergessen die Nazi-Opfer nicht und lassen sie auch nicht vergessen. Wir werden nicht schweigen gegen das Schweigen, sondern aufschreien.

Wir, die unten aufgeführten Vereine und Organisationen, die sich für diesen Zweck unter dem Namen “Aktionsbündnis gegen Rassismus” zusammengeschlossen haben und gerne auch mit anderen Organisationen in der Sache zusammenarbeiten wollen, erwarten:

1.) Die lückenlose Aufklärung der Hintergründe dieser Mordtaten.

2.) Die Aufdeckung und entsprechende Bestrafung der Verantwortlichen für das skandalöse Versagen der Sicherheitskräfte.

3.) Eine amtliche Auflistung aller rassistischen Gewalttaten in den letzten 30 Jahren.

4.) Einen besseren Schutz von Persönlichkeiten, Migrantenorganisationen und islamischen Religionsgemeinschaften.

5.) Eine verstärkte Förderung von Maßnahmen gegen Rechtsradikalismus, v.a. in den Kommunen und im öffentlichen Dienst

6.) Die verbindliche Einführung des Faches “interkulturelles Lernen” in allen Schulen.

7.) Eine verstärkte Gesetzgebung gegen jede Art des Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft.

8.) Eine sensiblere Haltung der Print- und Bildmedien bezüglich der Medialisierung und Diffamierung von Menschen mit Migrationshintergrund nach Herkunft, Sprache und Glauben.

9.) Die Unterlassung der politischen Instrumentalisierung der Migranten in den Wahlkämpfen.

Der Weg, den wir gemeinsam gehen werden wird ein langer und beschwerlicher sein. Diesen Weg wollen wir am 21. März mit einem Anti-Rassismus-Lauf von İbrahim Şahin beginnen.

Liste der and dem „Aktionsbündnis gegen Rassismus“ beteiligten Vereine:

1. Föderation der Türkischen Elternvereine in Deutschland e.V. (FÖTED)

2. Verband der Türkischen Lehrervereine in Deutschland e.V. (ATÖF)

3. Föderation der Volksvereine Türkischer Sozialdemokraten in Deutschland e.V. (HDF)

4. Verband der Vereine zur Förderung der Ideen Atatürks in Deutschland e.V. (AADDB)

5. Union der Türkischen Vereine in Deutschland (ATDB)

6. Föderation der Türkischen Elternvereine in NRW e.V. (FÖTEV)

7. Föderation der Volksvereine Türkischer Sozialdemokraten in NRW e.V. (HDF-NRW)

8. Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V.

9. Kommission Islam und Moscheen in Essen

10. Türkische Gemeinde Rhein Ruhr e.V.

11. Türkische Gemeinde Wesel e.V.

12. Verein der Türkischen Lehrer in NRW e.V.

13. Integrationsrat der Stadt Hagen

14. Verein zur Förderung der Ideen Atatürks in Duisburg e.V.

15. Verein zur Förderung der Ideen Atatürks in Herne e.V.

16. Verein Türkischer Sozialdemokraten in Duisburg e.V.

17. Elternverband Ruhr e.V.

18. Elternverein Bochum e.V.

19. Türkisch Deutscher Elternverein Dinslaken e.V.

20. Lehrerverein Ruhr e.V.

21. EKIN e.V.

22. DITIB Moschee Essen-Altenessen e.V.

23. Demokratisch Türkischer Bund Hagen e.V.

24. DITIB Fatih Moschee Essen-Katernberg e.V.

25. Institut für Türkisch Europäische Beziehungen e.V.

26. Türkischer Lehrerbund Ruhr e.V.

27. Deutsch Türkischer Forum Bochum e.V.

28. AKTIF e.V.

29. Herne-Essen Muslimischer Theologenverband

30. Mosaik e.V.

31. Deutsch-Türkischer Bildungsverein e.V.

32. Elterninitiative Bottrop

33. Verein zur Förderung der zeitgemäßen Lebensweise Kreis Münster e.V.

Kenan Kolat „Ich bekomme immer wieder Hass-Mails“

Bildquelle: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Bilder-IB/Integrationsbeirat/Portraits-Beirat/portrait-kenan-kolat.jpg?__blob=thumbnail
——————-

Kenan Kolat „Ich bekomme immer wieder Hass-Mails“

„Die Debatte über Integration ist nicht ehrlich.“ Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, über die Neonazi-Morde, einen deutschen Mangel an Sensibilität – und schlaflose Nächte.

(…)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/kenan-kolat-ich-bekomme-immer-wieder-hass-mails/6095252.html

—————-
Achtung: Bild und Text sind aus unterschiedlichen Quellen.

Leyla Zana: Kurdische Autonomie ist nicht genug!

Bildquelle: Google

Leyla Zana: Kurdische Autonomie ist nicht genug!

Deutsch Türkische Nachrichten  |   |  308 Kommentare

Die kurdische BDP-Abgeordnete Leily Zana ist der Ansicht, dass die anfänglich von den Kurden gewollte Autonomie nun nicht mehr ausreiche. Sie fordert nun eine Volksabstimmung über eine Unabhängigkeit der Kurden.

(…)

Quelle: http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/12/32026/leyla-zana-kurdische-autonomie-ist-nicht-genug/

BiBB-Report 16/11

BiBB-Report 16/11

Quelle: http://www.bibb.de/dokumente/pdf/BIBBreport_16_11_final_de.pdf

 

 

________

Artikel dazu von Süleyman Kosar:

Die Suche nach einer Ausbildungsstelle ist für junge Migranten ist schwierig.
Türken und Araber sind besonders betroffen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung.

Dass die Suche nach einer Ausbildungsstelle für Jugendliche aus Familien mit einer Migrationsgeschichte viel schwieriger ist als für Jugendliche ohne Migrationshintergrund, ist bekannt; dass es aber auch innerhalb der Gruppe der jungen Migranten noch einmal große Unterschiede je nach ihrer Herkunftsregion gibt, zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). So ist es insbesondere für Jugendliche, deren Familien aus der Türkei oder arabischen Staaten stammen, deutlich schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, als für Jugendliche anderer Herkunftsregionen – auch wenn sie über die gleichen Schulabschlüsse verfügen.
Diese Ergebnisse decken sich mit den Auswertungen der Studie „Muslimisches Leben in NRW“ des nordrhein-westfälischen Arbeits- und Integrationsministeriums. Danach sind Muslime, von denen die meisten aus der Türkei oder aus dem arabischen Raum stammen, umso häufiger auf staatliche Transferleistungen angewiesen, je höher ihr Bildungsabschluss ist. So beziehen 17,8 % aller Muslime ohne Schulabschluss Transferleistungen. Muslime mit Hauptschulabschluss weisen eine Quote von 13,9 % auf und Muslime mit mittlerer Reife nur noch 9,3 %. Bei Abiturienten hingegen liegt diese Quote bei über 20 %.
Die Untersuchung des BIBB beruht auf der Befragung ausbildungsreifer Jugendlicher, die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) als Bewerber um einen Ausbildungsplatz gemeldet waren. Sie zeigt, dass sich bei Bewerbern mit türkisch-arabischem Hintergrund kein Vorteil eines mittleren Schulabschlusses erkennen lässt. Die Übergangsquoten in eine betriebliche Ausbildung sind mit 20 % ebenso niedrig wie bei maximal einem Hauptschulabschluss. Selbst wenn diese Jugendlichen eine (Fach-)Hochschulreife vorweisen können, bleiben ihre Aussichten gering (26 %).
Migranten seltener in Vorstellungsgesprächen
Bei Bewerbern südeuropäischer Herkunft ist dies anders: Während auch ihnen mit einem Hauptschulabschluss nur vergleichsweise selten der Übergang gelingt (22 %), steigt ihre Erfolgswahrscheinlichkeit bei einem mittleren Schulabschluss bereits beträchtlich an (40 %). Besitzen sie die (Fach-)Hochschulreife, so ist die Einmündungsquote mit 59 % sogar die höchste von allen Vergleichsgruppen – einschließlich der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund.
Die gemeldeten Bewerber mit südeuropäischer Herkunft besitzen mit 48 % am häufigsten maximal einen Hauptschulabschluss. Bei türkisch-arabischer Herkunft sind es 45 %, bei osteuropäischer 43 %. Ohne Migrationshintergrund beträgt der Anteil lediglich 33 %. Bewerber mit türkisch-arabischem Hintergrund weisen relativ häufig einen mittleren Schulabschluss (45 %) auf, aber nur selten die (Fach-)Hochschulreife (7 %). Bei südeuropäischer Herkunft erreichen die entsprechenden Anteile 38 % und 10 %, bei osteuropäischer Herkunft 42 % und 13 % (ohne Migrationshintergrund 51 % und 14 %).
Junge Migranten werden bei der Ausbildungsplatzsuche zudem seltener zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Während sich mehr als drei Fünftel der Bewerber ohne Migrationshintergrund persönlich in Betrieben vorstellen können, trifft dies nur auf die Hälfte der jungen Migranten zu. Noch niedriger liegt der Anteil bei Jugendlichen mit türkisch-arabischem Hintergrund (46 %).

Schöne Grüße
Süleyman Koşar

„Wenn man alle Gesetze studieren sollte,
so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.“
Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

Zweiter Integrationsindikatorenbericht

Zweiter Integrationsindikatorenbericht

 

Quelle: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2012/01/2012-01-12-integrationsbericht.pdf?__blob=publicationFile

 

 

Eine Minute Herr Innenminister…

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu und der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich trafen sich zu einem Gespräch. Als der Innenminister „Wir bekämpfen sowohl den Rassismus wie auch den Islamischen Terror“ sagte, unterbrach ihn der türkische Außenminister mit den Worten „Eine Minute Herr Innenminister… Nirgends habe ich von christlichem Terrorismus gesprochen, obwohl diese Nazis sehr wohl als Christen betrachtet werden könnten….“

Davutoglu: Es macht uns froh dass die Kanzler-in Merkel und der Bundespräsident Wullf ihre volle Kooperation zugesagt haben. Diese Morde müssen aufgeklärt werden. Es gibt jedoch Punkte die uns keine Ruhe lassen. Was die Familien in den 10 Jahren über sich ergehen lassen mussten ist nicht zu verstehen. Neben dem Verlust von geliebten Menschen, auch noch mit den Vorwürfen konfrontiert zu werden, dass sie eventuell die Mörder seien ist nicht akzeptabel. 10 mal wird von einem 11 Jährigem Kind ein DNA Test verlangt und beschuldigt ihren Vater ermordet zu haben. Oder man sagt einer Ehefrau:“Ihr Ehemann ging ihnen fremd, deswegen haben sie ihn getötet“. Niemand kommt auf die Idee es könnte sich um rassistische Anschläge gehandelt haben. Alle Familien werden unter Generalverdacht gestellt und mit Vorwürfen konfrontiert, sie könnten die Mörder ihrer Ehemänner, Brüder, Schwestern oder Kinder sein.  Als ob dies alles nicht genug ist, sagt ein Polizist auch noch „Bei solchen Anschlägen können wir nichts machen, unsere Hände sind gebunden. Die Mentalität in Deutschland muss sich ändern. Diese Familien sollten entschädigt und von beiden Seiten unterstützt werden. Wir werden sofort den Familien Stipendien und finanzielle Unterstützung zukommen lassen.“

Friedrich: Ich verstehe sie. Wir kämpfen gegen jeglichen Terrorismus. Sowohl mit Neonazis wie auch gegen den Islamischen Terrorismus.

Davutoglu: Eine Minute Herr Innenminister… Nirgends habe ich vom christlichem Terrorismus gesprochen, obwohl diese Nazis sehr wohl als Christen betrachtet werden könnten, also sollten sie auch nicht den Begriff „Islamischen Terrorismus“ benutzen. Es kann unter dem Deckmantel der Religion vieles falsch gemacht werden aber dies kann man nicht der Religion selbst zuschreiben. Viele Anschläge wurden von Rassisten verübt, sagen wir deswegen es wäre „christlicher Terror“? Nein, wir sagen „Neo-Nazis“ oder „Rassisten“, aber niemals sagen wir, es wären Christen gewesen. Dies ist eine Krankheit die seit dem 11.September in den Köpfen spukt. Daher ist es nicht akzeptabel dass sie „Islamischer Terrorismus“ sagen.

Friedrich: Man darf aber Al-Qaida sagen?

Davutoglu: Ja. Sie können Bader-Meinhoff Terrorgruppe oder Al-Qaida sagen aber niemand kann behaupten es wären christliche oder islamische Terroristen. An diesen Punkten müssen wir arbeiten und die Familien müssen unsere Unterstützung fühlen.

Am Nachmittag traf sich Davutoglu mit verschiedenen türkischen Organisationen und sprach dort sehr klare Worte.
„Manche Kreise in Deutschland benutzen Wörter wie „Islamischer Terrorismus. Das ist nicht zu akzeptieren. Wir bezeichnen diese Anschläge auch nicht als „Christlicher Terrorismus“ oder „deutscher Terrorismus“. Wir nennen so was „Rassistischer Terror“!
Mit Menschen die Anschläge als „Islamischer Terrorismus“ bezeichnen wollen wir nicht an einem Tisch sitzen.

Und noch etwas zur Lage in Europa:
In der EU wurden im vergangenen Jahr 249 ausgeführte oder vereitelte Terroranschläge gezählt. Nur gerade drei davon gehen aufs Konto von Islamisten, laut Europol-Bericht.
(Quelle: Europol Bericht TE-SAT 2011 zur Situation des Terrorismus in der EU)

Mustafa Çelebi

Quelle: Hürriyet