Türkei zeigt ihre Muskeln

Die Türkei zählt zu den am raschest wachsenden OECD-Ländern. Und glaubt man Beobachtern, dann können die Parlamentswahlen im Juni dieser Stärke wenig anhaben.

Ankara. Wenn die Türkei in knapp zwei Wochen ein neues Parlament wählt, blicken auch Wirtschaftsinteressierte Richung Ankara. Denn der 75-Millionen-Einwohner-Markt ist für Investoren zunehmend interessant. Glaubt man politischen Beobachtern, sollte die APK von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan den Urnengang am 12. Juni für sich entscheiden und das Land seine wirtschaftliche Aufholjagd fortsetzen.

Diese ist tatsächlich fulminant: Heuer soll die türkische Wirtschaft laut OECD um 6,5 Prozent wachsen. Im Vorjahr betrug das Plus fast neun Prozent und machte damit den Einbruch im Krisenjahr 2009 mehr als wett (Grafik). Vor allem der starke Konsum der rasch wachsenden Bevölkerung, aber auch ein Bauboom sorgten für Wachstum. Zudem haben Strukturreformen dazu geführt, dass die Banken des Landes auf soliden Beinen stehen und unter der Finanzkrise nur wenig litten. Dies lockt zahlreich Investoren an: Betrugen die FDI in die Türkei im ersten Quartal des Vorjahres erst 1,6 Milliarden USsind es heuer bereits vier Milliarden $(Grafik). Den größten Deal des Jahres landete die spanische BBVA. Sie erwarb 24,9 Prozent an der türkischen Garanti Bank. Im Vorjahr lagen die Österreicher voran. Vor allem OMV, Verbund, Egger Holzwerkstoffe und Baumax investierten kräftig.

Türken im Kommen

Die Stärke der türkischen Wirtschaft sorgt umgekehrt auch dafür, dass sich Türken im Ausland umsehen. Bespiele sind der Kauf von Grundig durch die türkische Beko sowie die Renaissance Construction, die rund zehn Prozent an der Porr hält.

Einige Probleme konnte das rasche Wachstum dennoch nicht lösen, darunter das starke Ost-West-Gefälle sowie die hohe Arbeitslosigkeit. Sie liegt bei rund elf Prozent und die Erwerbsquote nach wie vor bei niedrigen 40 Prozent.

via Türkei zeigt ihre Muskeln.

Unkontrollierter Aufschwung: Türkei-Boom droht jähes Ende

Türkei im Boom
Türkei im Boom

Das Land am Bosporus verliert die Kontrolle über sein Wachstum: Wegen der zögerlichen Zentralbank droht der Türkei eine Überhitzung. Die Abhängigkeit des Landes von ausländischem Kapital wird zum Risiko. von Hubert Beyerle, Istanbul

Wie ein Wirtschaftswachstum von fast zehn Prozent konkret aussieht, zeigt das Stadtbild von Istanbul. Im Zentrum werden reihenweise neue Wolkenkratzer hochgezogen, und gigantische Neubaugebiete reihen sich an die Ausfallstraßen – der türkische Boom ist ein Boom der Bauwirtschaft. Um fast 30 Prozent sind die Investitionen vergangenes Jahr in die Höhe geschnellt und machten ein Wachstum der Gesamtwirtschaft von 8,9 Prozent möglich – die höchste Rate in der ganzen OECD. Früher als die meisten anderen Volkswirtschaften hatte die Türkei die Rezession von 2009 überwunden.

Doch der Ausnahmeboom macht misstrauisch. Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass die türkische Zentralbank die Kontrolle über den Aufschwung verlieren könnte. Zu großen Teilen von kurzfristigem Kapital befeuert, ist er anfällig für einen plötzlichen Abzug des Spargeldes aus dem Ausland. „Kurzfristige Kapitalflüsse setzen die Banken dem Risiko eines plötzlichen Kapitalabzugs aus“, schreibt der Internationale Währungsfonds IWF.

Türkei im Boom Türkei im Boom

Die Anfang Juni anstehenden Wahlen haben das Risiko sogar noch erhöht, weil, so die Einschätzung von Experten, die Notenbank mit den eigentlich nötigen Bremsmanövern abwartet. Statt die Zinsen zu erhöhen, verschärft sie lediglich die Mindestreservevorschriften für die Banken.

Ein riskantes Unterfangen: „2012 wird ein sehr schwieriges Jahr“, schätzt Atilla Yesilada, ein in Istanbul bekannter Ökonom und Fernsehkommentator. Seine Sorge: „Wenn die Regierung nach den Wahlen eine Verfassungsänderung per Volksentscheid absegnen lassen muss, werden die nötigen Bremsmanöver noch über Monate ausbleiben, um die Abstimmung nicht zu gefährden. Dann aber könnte es zu spät sein.“

Tatsächlich beruht die Popularität der regierenden AKP und des Premiers Recep Tayyip Erdogan in erster Linie auf dem wirtschaftlichen Aufschwung, den die Türkei unter seiner Regierungszeit erlebt. Seit die AKP seit 2003 mit stabiler Mehrheit regiert und die damalige Finanzkrise überwunden wurde, genießt die Türkei unter Investoren hohes Vertrauen. Erdogan weiß zudem, wie wichtig die Bauwirtschaft ist, und kündigte zuletzt trotz Hochkonjunktur gigantische Projekte wie einen Kanal neben dem Bosporus und den Bau zweier komplett neuer Trabantenstädte in der Umgebung von Istanbul an.

via Unkontrollierter Aufschwung: Türkei-Boom droht jähes Ende | FTD.de.

9.6.2011: Berufs- und Studienmesse ZAB in Aachen

 

 

  • Du suchst einen Ausbildungsplatz?
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  • Du möchtest mehr über schulische Möglichkeiten in Deutschland erfahren?
  • Du möchtest dich über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten informieren?
  • Du möchtest den Lehrstellenmarkt in Deutschland kennen lernen

 

Dann

 

 

……….auf zur Berufs- und Studienmesse ZAB in Aachen, Eurogress


Der Jugendmigrationsdienst bietet eine gemeinsame Fahrt an:

Donnerstag, den 9. 6. 2011, Abfahrt: 13. 40 Uhr

Bahnhof Düren Schalterhalle Treffpunkt: 13. 30 Uhr, Kosten: 2.—Euro

Anmeldung bis zum 6. 6. 2011 während der Sprechstunde: montags: 15.00 – 17. 30 Uhr, mittwochs: 10.00 – 12.00 Uhr oder telefonisch unter der Telef.-Nr.: 02421-2843140 oder 2843142

Einladung: Die Türkei und Europa. Gehört die Türkei in die EU?

An die Mitglieder und Freunde der Auslandsgesellschaft NRW e.V.,

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich ein:

Mo 30. Mai 2011, 18:00 h

Die Türkei und Europa. Gehört die Türkei in die EU?

Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages

Vortrag mit Diskussion

Ort: Auslandsgesellschaft NRW e.V., Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Eintritt frei

Gehört die Türkei in die EU? Diese Frage spaltet die Europäer, rührt sie doch an das Selbstverständnis der Union. Berlin zählt zu den großen Skeptikern. Doch dagegen wendet sich der CDU Außenpolitiker Ruprecht Polenz. Er erklärt mit Nachdruck: Die Türkei hat eine faire Chance auf Vollmitgliedschaft verdient. Für beide Seiten böte das nur Vorteile – vorausgesetzt, Ankara erfüllt die harten Kriterien für einen Beitritt.

Die Mitgliedschaft wäre ein deutliches Signal an die in der EU lebenden Türken, aber auch an andere muslimische Länder: Das europäische Verständnis von Rechtsstaat, Menschenrechten und Demokratie ist mit dem Islam vereinbar – Europa setzt auf Partnerschaft statt auf einen »Kampf der Kulturen«. Und geostrategisch ist die Mitgliedschaft der Türkei ohnehin ein Gewinn für die EU.

Ruprecht Polenz kritisiert die Idee, der Türkei eine Privilegierte Partnerschaft anstelle der Mitgliedschaft anzubieten – und argumentiert für den Beitritt.

Anmeldung erbeten: eberhardt@agnrw.de, Tel. 0231 838 00 41 oder mit beigelegtem Bogen.

Internationale und Europäische Politik: Zur Erinnerung die nächsten Termine im Mai

 

 

Do 19. Mai 2011, 18:30 h

Der Südkaukasus – eine Region von politischer und wirtschaftlicher Relevanz für die EU und Deutschland?

Hans-Jochen Schmidt, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Armenien

Ort: Auslandsgesellschaft NRW e.V., Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Eintritt frei. Anmeldung erbeten. Weitere Infos anbei.

Do 26. Mai 2011, 19:00 h

Quo vadis Ungarn – Ein Jahr nach den Wahlen

Vortrag mit Diskussion mit einem Referenten der ungarischen Botschaft

Ort: Auslandsgesellschaft NRW e.V., Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten: eberhardt@agnrw.de, Tel. 0231 838 00 41 oder mit beigelegtem Bogen.

Geldscheine als Zeichen politischen Wandels

Es geht um die symplektische Basis, um Körper der Charakteristik 2 und um Isomorphismen. Was genau das ist, sei dahingestellt. Jedenfalls beschäftigte sich Cahit Arf damit, der von 1910 bis 1997 lebte. Als Ergebnis lieferte er eine bedeutende mathematische Formel, die nach ihm Arf-Invariante genannt wurde. Seit 2005 würdigt das die Türkei, indem sie ihren bedeutendsten Mathematiker auf der Rückseite des 10-Lira-Scheins abbildet, zusammen mit seiner Formel, die aber wohl nur die allerwenigsten verstehen, die die Banknote in Händen halten.

Das ist nicht weiter schlimm. Denn das eigentlich Interessante an dem Schein ist, dass darauf überhaupt jemand anderes als der Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk zu sehen ist. Jahrzehntelang war er die einzige Persönlichkeit, die auf den Lira-Scheinen abgebildet wurde, abgesehen von einem kleinen Zwischenspiel in den 80ern. Damals zierte kurzzeitig Mehmet Akif Ersoy, der Dichter der Nationalhymne, die 100-Lira-Scheine, ein Sultan und ein Mystiker des Mittelalters waren auf zwei weiteren Scheinen zu sehen. Nach wenigen Jahren wurden diese Banknoten aber schon wieder durch andere ersetzt, auf denen Atatürk selbstverständlich wieder allein vertreten war.

Auch auf den neuesten Scheinen, die seit 2005 im Umlauf sind, ist er nach wie vor auf allen Vorderseiten abgebildet. Die Rückseiten nehmen nun aber andere Personen der jüngeren und älteren Geschichte ein. Neben Arf ist mit Aydin Sayili ein weiterer Wissenschaftler vertreten, dazu gesellen sich ein Architekt, ein Musiker, ein Volksdichter und auch eine Frau, die Schriftstellerin Fatma Aliye Topuz. Ihre Wahl löste damals jedoch in der Türkei Diskussionen aus. Denn sie war eine Kritikerin der Reformen Atatürks gewesen und vertrat Zeit ihres Lebens konservative Positionen, die sich am Islam als ethischer Grundlage orientierten.

Dass die islamisch-konservative Regierung, die seit 2001 an der Macht ist, ausgerechnet sie auswählte, ist daher wohl kein Zufall. Durch Fatma Aliye und auch durch die Tatsache, dass Atatürk nun eben nicht mehr das alleinige Gesicht der Republik auf den Geldscheinen ist, dokumentiert sie letztlich nur die politischen Veränderungen der jüngsten Zeit in der Türkei.

Zu diesen Veränderungen gehört jedoch auch, dass es dieser Regierung gelungen ist, die Inflation zu stoppen. Denn bis Ende 2004 mussten die Türken stets in Millionen rechnen. Preissteigerungsraten von 70 Prozent und mehr hatten in den 90er-Jahren den Wert der Währung mehr und mehr zerfressen. Seit der Regierungsübernahme 2001 durch Recep Tayyip Erdogan hat sich das jedoch spürbar gebessert. Mit den neuen Geldscheinen 2005 war daher auch eine Währungsreform verbunden, bei der eine Million alter Lira in eine neue gewechselt wurden. Während ein Euro zuvor rund 1,8 Millionen Lira wert war, waren es danach noch 1,80 Lira. Heute liegt der Kurs etwa bei 2,30 Lira.

Der Name klingt übrigens nicht nur zufällig so ähnlich wie das alte italienische Geld. Das Wort geht in beiden Fällen auf das lateinische „libra“ zurück, was Pfund bedeutet. Vor allem im Mittelmeerraum ist es seit Langem eine weit verbreitete Währungseinheit. In Syrien und Ägypten zahlt man heute noch in Pfund. Auch die türkische Lira wird daher bis heute manchmal noch als türkisches Pfund bezeichnet.

via Scheinwelt: Türkei: Geldscheine als Zeichen politischen Wandels – Nachrichten Print – WELT AM SONNTAG – Finanzen – WELT ONLINE.

„EU-Beitritt der Türkei wäre gut für Integration“

Der 41-jährige CSU-Politiker Mehmet Sapmaz bei „Oerlenbacher Gesprächen“

* Thema aus dem Grundgesetz zum Verfassungstag: Der Erlanger Stadtrat Mehmet Sapmaz (Zweiter von links) behandelte das Thema Integration. Bürgermeister Siegfried Erhard (links) ist hier außerdem im Smalltalk mit Thomas Lehmann (rechts) und Frank Schaffrath (Zweiter von rechts) vom AFZ der Bundespolizei.

Foto: Stefan Geiger

Alljährlich greifen Gemeinde und Bundespolizei zum Verfassungstag am 23. Mai ein Thema aus dem Grundgesetz auf. Selten hat dabei ein Thema der „Oerlenbacher Gespräche“ eine solch lebhafte Diskussion ausgelöst wie in diesem Jahr „Integration als wechselseitige, gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Der Erlanger CSU-Stadtrat Mehmet Sapmaz verstand es, das Thema mit vielen praktischen Beispielen greifbar zu machen.

Selbst in der Türkei geboren, als Sechsjähriger zu seinen Eltern nach Deutschland gekommen, hat der 41-jährige Sapmaz hier nach Schule und Studium inzwischen beruflich, gesellschaftlich und parteipolitisch fest Fuß gefasst. Die 250 Besucher im voll besetzten Pfarrheim konnte er ohne Probleme in seinen Bann ziehen.

Terroristen als gemeinsame Feinde

Integration – so konstatierte er zu Beginn – sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Rein ideologische Diskussionen brächten nicht weiter. Fast alle Gastarbeiter stammten aus der „Unterschicht“, meist ohne Bildung und Beruf. Deutschland aber wollte diese Kräfte, die gesund und kräftig sein sollten. Vor 50 Jahren war Bildung dabei kein Thema. Diese Misere müsse behoben werden.

Gefragt sei eine Politik des Forderns und Förderns. Die Migranten müssten die Bereitschaft zur Integration mitbringen – dazu aber auch Möglichkeiten erhalten. Herkunft, Religion, Kultur und Lebensgewohnheiten dürften nicht generalisiert werden. Muslime seien es satt, sich ständig zum Terrorismus zu äußern. „Terroristen sind unsere gemeinsamen Feinde“, betonte Sapmaz.

Wie kann Integration gefördert werden? Dazu dienten laut Sapmaz die Beherrschung der deutschen Sprache, kommunales Wahlrecht, Begegnungen bei interreligiösen Feiern, finanzielle Hilfen für Kindergärten und Schulen, Islamunterricht auf Deutsch durch geprüfte Lehrer, Chancengleichheit bei Bewerbungen, keine Diskriminierungen via Internet, Einbindung in den öffentlichen Dienst wie Polizei und auch – anders als dies die CSU-Führung sieht – die Aufnahme der Türkei in die EU.

Die Diskussion leitete Thomas Lehmann, Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei. Er führte ein paar wesentliche Zahlen an: 16 Millionen Bundesbürger hätten Migrationshintergrund, bei den unter Fünfjährigen betrage der Anteil 34,6 Prozent in oft größeren Haushalten, 14 Prozent hätten keinen schulischen und 42,8 Prozent keinen beruflichen Abschluss. In der Bundespolizei laufe ein Pilotprojekt, Anwärter mit Migrationshintergrund zu gewinnen.

Viele Aspekte griffen die Besucher auf: Kopftuch, Verschleierung und Burka, Rollenverständnis von Mann und Frau, Grenzen zwischen Integration und Assimilation, Koranschulen, Hassprediger, Mitarbeit in Vereinen, Türkisch als Fremdsprache und bundesweiter einheitlicher Einbürgerungstest. Sapmaz distanzierte sich von allen extremen Erscheinungen und plädierte für ein offenes Miteinander, auch wenn es viel Kraft und Zeit koste.

Von unserem Mitarbeiter Stefan Geiger

via „EU-Beitritt der Türkei wäre gut für Integration“ | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt.

Mein Brief an Pippa

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Ein Dokumentationsfilm vom Bingöl Elmas

Schirmherr : Bürgermeister Ehrenfeld Josef Wirges
Die Regisseurin Bingöl Elmas hat die Reise des Friedens an Stelle für Pippa Bacca, die in der Türkei vorzeitig beendet wurde, fortgesetzt und über diese einen Dokumentarfilm namens „Mein Brief an Pippa“ gedreht.
Die Uraufführungen des Films „Mein Brief an Pippa“, der bei nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt wird, fand bei dem 9. AFM International Independent Film Festival statt.
Die geplante Friedensreise der Italienischen Künstlerin Pipa Bacca, die vor 2 Jahren, in einem weißen Brautkleid in Milano begann und in Israel enden sollte, wurde mit ihrer brutalen Ermordung in Gebze beendet. Die Regisseurin Direktor Bingöl Elmas, nahm die Reise in einem schwarzen Brautkleid, wo sie endete wieder auf und setze sie bis zur syrischen Grenze fort. Bingöl Elmas trampte im Sinne von Bacca alleine in Lkw’s und Kleinbussen durch die Türkei und verfolgte die Spuren des Friedens, des Vertrauens an die Menschen und des Frauseins. Diese Spuren und Erlebnisse ihrer Reise, hielt sie mit ihrer subjektiven Kamera fest.
Laut Bingöl Elmas setzt sich der Film mit den Gründen, weshalb Pippa sterben musste, sowie dem Patriarchat und der Realität des Frauseins in der Türkei auseinander. Der Film handelt von der Existenz und dem Dasein der Frau auf einer Autobahn und davon, sich als Frau in einem Lastwagen fort zu bewegen, ohne belästigt oder vergewaltigt zu werden. “
Unter der Leitung von Tugrul Artunkal, wird „Mein Brief an Pippa“ mit Unterstützung des Europäischen Kulturkanals ARTE und als Teil der commun Projekte vom französischen Produzenten Patrice Barrat unter dem Namen „The Other Türkei“ realisiert. Die Shooting Crew bestand aus 5 Personen, die den Direktor begleiteten
Schirmherr : Bürgermeister Ehrenfeld Josef Wirges
VERANSTALTER: Frauengruppe der Demokratischen Arbeiter und Jugend Begegnungszentrum Köln, (Hansemann Strasse 17-21 50823 Köln)

Einaldung zur Fachtagung nach Köln, 1.7.2011

 

Chancen der Vielfalt nutzen lernen
1. Juli 2011, Köln

 

Veranstaltungsort:
Fachhochschule Köln, Aula, Mainzer Str. 5, 50678 Köln
Veranstalter:
Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Hauptstelle RAA NRW
In Kooperation mit den beteiligten Universitäten, Fachhochschulen und Kommunen an den Standorten Aachen, Bochum, Düsseldorf, Köln, Münster, Paderborn und Siegen.
Termin: 1. Juli 2011 Anmeldung bis: 22. Juni 2011
Anmeldung und Kontakt:
Christa Müller-Neumann Hauptstelle RAA NRW Tiegelstraße 27, 45141 Essen Telefon 0201 8328-310
Fax 0201 8328-333 mueller-neumann.hauptstelle@raa.de

 

 

 

 

 

Einladung zum Vortrag von Prof. Udo Steinbach

11-05-31_Einladung Arabische Revolution

Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Udo Steinbach
zum Thema:
Die arabische Revolution und der „türkische Entwicklungsgang“ –
Gemeinsames und Trennendes in historischer und aktueller
Perspektive.

Moderation: Baha Güngör

Wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre DTG Bonn.

Wie viel Integration braucht die Demokratie?

Diskussionsveranstaltung

Wie bereits in den letzten Jahren überträgt das ZDF live eine Diskussionsveranstaltung vom Evangelischen Kirchentag, der in diesem Jahr unter dem Motto steht „… da wird auch dein Herz sein.“ Nicht erst seit der Diskussion um Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ ist das Thema „Integration“ auf der gesellschaftspolitischen Tagesordnung der Bundesrepublik. „Wie viel Integration braucht Deutschland?“ lautet der Titel der Diskussion mit dem Bundespräsidenten. Christian Wulff hat die erste türkisch-stämmige Deutsche Aygül Özkan zur Ministerin in Niedersachen gemacht und in seiner Antrittsrede als Bundespräsident das Thema Integration in den Mittelpunkt gerückt.

Gäste:

Betül Durmaz, Lehrerin und Autorin, Gelsenkirchen

Grigori Lagodinsky, stellvertretende Vorsitzender Jüdische Gemeinde Kassel

Sineb El Masrar, Herausgeberin und Chefredakteurin Frauenmagazin Gazelle, Berlin

Professor Dr. Armin Nassehi, Soziologe, München

Aylin Selcuk, DeuKische Generation e.V., Berlin

via ZDFsendung – ZDF.de.

Türkeistämmige Mütter und Väter büffeln für die Integration ihrer Kinder

Türkeistämmige Mütter und Väter büffeln für die Integration ihrer Kinder

Schulministerin Löhrmann überreicht Zertifikate an erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen der Elternakademie

Mehr zu: Elternarbeit, Migration, Nordrhein-​Westfalen, Weiterbildung

Düsseldorf, 26.05.2011 –

Die Ministerin für Schule und Weiterbildung Sylvia Löhrmann hat heute in Düsseldorf 22 türkeistämmigen Eltern aus Nordrhein-Westfalen Zertifikate für den erfolgreichen Abschluss an der 5. Elternakademie der Föderation Türkischer Elternvereine in NRW e.V. überreicht. „Integration ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage des Engagements. Wer sich für seine Kinder eine erfolgreiche Eingliederung in die Gesellschaft wünscht, der muss auch selbst aktiv werden. Und genau in diesem Punkt haben die Absolventinnen und Absolventen der Elternakademie großen Einsatzwillen bewiesen“, so Schulministerin Löhrmann bei der Zertifikatsübergabe.

Bei der Elternakademie handelt es sich um ein Fortbildungsangebot für türkeistämmige Mütter und Väter aus Nordrhein-Westfalen. Ziel der Fortbildung ist es, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, damit sie besser in der Lage sind, die persönliche, schulische und berufliche Integration und Entwicklung ihrer Kinder zu fördern und zu begleiten. Die Themen reichen von: „Das Bildungssystem in NRW“ über „Gesunde Ernährung“ und „Biopsychologische Entwicklung des Kindes“ bis zu „Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen“. Die Schulung erfolgt durch bilinguale Fachleute.

Träger ist die Föderation Türkischer Elternvereine in NRW e.V. Der nordrheinwestfälische Dachverband möchte Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund dabei helfen, sich zu selbstbestimmten Individuen zu entwickeln – und dabei verstärkt die Eltern miteinbinden. „Wenn man die Integration der künftigen Generationen erreichen möchte, dann muss die Integration bei den Eltern beginnen. Vor diesem Hintergrund ist die von uns vor mehr als fünf Jahren initiierte Elternakademie eine wichtige integrationspolitische Schlüsselmaßnahme.

Sie ist aber auch ein Instrument, um nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen der Mütter und Väter zu erreichen“, betonte Kadir Daĝlar, Vorsitzender der Föderation Türkischer Elternvereine in NRW e.V. Schulministerin Sylvia Löhrmann lobte besonders das ehrenamtliche Engagement der Beteiligten. Es sei gerade in der Integrationsarbeit wichtig, Brücken zwischen Institutionen zu bauen. Was diesen Aspekt anbelangt, seien die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen hoch einzuschätzen: „Sie kennen die Probleme und Bedürfnisse der Menschen in ihren Stadtteilen. Mit ihrem neu gewonnen Wissen treten die Absolventinnen und Absolventen nun als Vermittler auf – zwischen Eltern, Gremien und öffentlichen Einrichtungen wie der Schule, der Kita, der Arbeitsagentur oder dem Jugendamt. Das ist eine enorme Leistung, die viel Arbeit, Wille und Kraft erfordert. Vielen Dank dafür!“, bestärkte Löhrmann die türkischstämmigen Mütter und Väter in ihren vorbildlichen Integrationsbemühungen.

Weitere Informationen zur Elternakademie und zur Föderation Türkischer Elternvereine in NRW e.V. finden Sie im Internet unter www.turk-egitim.de

via Türkeistämmige Mütter und Väter büffeln für die Integration ihrer Kinder – bildungsklick.de.

Buchprojekt – Meine Welten

Presseinformation
vom 5. April 2011

Sehr gehrte Damen und Herren,
anbei übersenden wir ihnen die Ausschreibung für das neue Schreib- und Buchprojekt für Kinder und Jugendliche im Ruhrgebiet.

Dies ist das  nunmehr siebte Projekt ind Folge, das für Kinder und Jugendliche im Ruhrgebite ausgeschrieben wird:
„Fremd und doch daheim?!“, Vechta 2005, „Dann kam ein neuer Morgen“, Vechta 2006, „Heute ist Zeit für deine Träume“, Vechta 2007, „Pfade ins Revier – Pfade im Revier“, Vechta 2008,
Ruhrkulturen. Was ich dir aus meiner Welt erzählen möchte“, Vechta 2009,  „Märchenhaftes zwischen Emscher und Ruhr“, Vechta 2010, so lauten die Titel der vielbeachteten Anthologien mit Texten von Kindrn und Jugendlichen.
Die seit 2005 ununterbrochene Projektarbeit muss als einmalig in der Bundesrepublik angesehen werden.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die neue Ausschreibung aufnehmen würden.
Rückfragen bitte an die unten angegebenen Ansprechpartner,
Bei Interesse übersenden wir Ihnen auch gerne von den vorherigen Büchern noch Ansichts- bzw. Rezensionsexemplare.

Mit
freundlichem Gruß
Alfred Büngen


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Zwischen meinen Welten unterwegs
Kinder und Jugendliche erzählen

Die Ausschreibung
zum neuen
Schreib- und Buchprojekt
für Kinder und Jugendliche
zwischen 10 und 20 Jahren
aus dem Ruhrgebiet

vom
Kulturzentrum Grend in Essen
und Geest-Verlag Vechta

Liebe Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet,

wir rufen euch auf, für ein neues Buchprojekt zu schreiben! Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema „Zwischen meinen Welten unterwegs“.

Wir alle leben in unterschiedlichen Welten: zu Hause, in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule, bei der Arbeit, beim Sport, im Urlaub, etc.. Oft genug wechseln wir im Laufe eines Tages von der einen in die andere Welt. Manchmal ganz unverhofft, manchmal auf die selbstverständlichste Weise. Oder aber wir leben in zwei Welten gleichzeitig. Wie auch immer. Die eine Welt möchten wir gerne für immer bewohnen, die andere möglichst meiden. Manche Welt erschaffen wir uns in unserer Vorstellung, manch eine verlieren wir. Wir wechseln vom Traum in die Wirklichkeit und umgekehrt. In die eine Welt tauchen wir ein wie von selbst, die andere müssen wir uns hart erkämpfen. Wie auch immer.

Erzähle von der Welt,
•    in der du lebst oder gerne leben möchtest
•    in die du durch deine Eltern/ Großeltern hineingewachsen bist und die dich  prägt
•    die dir geschenkt wurde oder die du dir aufgebaut hast
•    die dir genommen wurde oder die du verloren hast
•    in der du dich zu Hause fühlst und in die du dich hineinträumst
•    die dir als Albtraum entgegenkommt und die du am liebsten meidest
•    in der du deine Kultur lebst und weiter entwickeln kannst

Berichte von deinen Wegen zwischen diesen Welten,
•    von schönen und nicht so schönen Seiten
•    von deinen Sorgen und Nöten unterwegs
•    von schönen Erfahrungen und spannenden Erlebnissen
•    von deinen kleinen oder großen Erfolgen
•    von bedrückenden Ereignissen oder gar von einem Scheitern
•    von Höhenflügen oder Abstürzen
•    von kuriosen Erlebnissen und lustigen Zwischenfällen
•    von Wendepunkten auf deinem Weg und ihrer Bedeutung für dich

Erzähle
•    von deiner Heimat früher, deinem Leben heute oder deiner Traumwelt
•    von deiner Familie, deinen Freunden oder deinen Nachbarn
•    von der Schule, deiner Lehre oder deiner Freizeit
•    von deinen Erlebnissen auf der Straße, zu Hause oder sonst wo
•    von deinen Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen

Schildere
•    Schönes oder nicht so Schönes
•    Gutes oder Böses
•    Mystisches oder Reales
•    Bekanntes oder Neues
•    Fantastisches oder Alltägliches
•    Träume oder Alpträume
•    Seltsames oder Kurioses
•    Lustiges oder Trauriges
•    Witziges oder Spannendes

Erzähle, erfinde, berichte, dichte in der Sprache, in der du dich zu Hause fühlst!

Schreibe eine Geschichte, ein Gedicht, ein Märchen, eine Satire, eine Anekdote, eine Tagebuchnotiz, eine Theaterszene, einen Hip-Hop-Text, eine Theaterszene, einen Bericht, ein Interview, eine Reportage, was auch immer dir einfällt und gefällt!

Teilnehmen dürfen an diesem Projekt alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 20 Jahren, die im Ruhrgebiet leben.

Eingereicht werden können bis zu drei Texte (Umfang pro Text max. 5 Seiten).

Die interessantesten Beiträge werden in einem Buch veröffentlicht, das voraussichtlich im November 2011 erscheint.
Alle Jugendlichen, deren Texte veröffentlicht werden, werden darüber von uns informiert.

Abgabe der Texte
bis zum 1. August 2011 an:

Kulturzentrum Grend
z. Hd. Andreas Klink
Stichwort „Meine Welten“
Westfalenstraße 311
45276 Essen

Name, Anschrift, Telefonnummer, Emailanschrift und Altersangabe nicht vergessen!

Bitte beachten:
Wer an dem Projekt teilnimmt, erklärt sich damit einverstanden, dass sein Beitrag in dem Buch und in Verbindung damit gegebenenfalls auch in anderen Medien veröffentlicht wird. Eingesandte Texte können leider nicht zurückgeschickt werden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Infos zu dem Projekt findest du im Internet unter
www.ruhrlesebuch.de
www.geest-verlag.de
www.arturnickel.de

Wir beantworten deine Fragen:
Andreas Klink
Tel.: 0201-85132-20
Fax: 0201-85132-50
info@ruhrlesebuch.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Artur Nickel
Tel.: 0201-860696-47
Fax: 0201-860696-31
arturnickel@web.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Alfred Büngen
Geest-Verlag
Lange Straße 41 A
49377 Vechta
Tel.: 04447-856580
Fax: 04447-856581
info@geest-verlag.de

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Ein Projekt
vom Kulturzentrum Grend in Essen
und dem Geest-Verlag Vechta,
Verlag für engagierte Literatur

in Zusammenarbeit mit
mit der Jugendbibliothek/Stadtbibliothek der Stadt Essen
dem Festivalteam von Literatürk 2011
der Lernwelt Essen
dem Essener Lesebündnis
dem Jugendhilfenetzwerk der AWO
und dem Elternverband Ruhr
Gefördert im Rahmen
der politischen Jugendbildung im AdB

 

“Visa-Erleichterung für die Türkei“

Der griechischer Kulturminister Pavlos Geroulanos sagte, sie würden an einer Visa-Erleichterung für die Türkei arbeiten und in diesem Zusammenhang sogar Gespräche mit den EU Zuständigen führen. „Wir hegen den Wunsch, Visapflicht für die Türkei sowohl nach Griechenland als auch zu den EU-Staaten für kurzbesuche abzuschaffen. Zumindest die nach Griechenland. Damit wollen wir die durch den früheren Außenminister İsmail Cem und seinem Amtskollegen Jorgo Papandreou geschaffenen Grundlagen der Freundschaft zwischen beiden Ländern ausbauen,” so Geroulanos.

via Geroulanos:“ Visa-Erleichterung für die Türkei“ | SABAH AVRUPA – Die Türkische Tageszeitung..

LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. sucht Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin/Psychologin

LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. sucht eine Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin/Psychologin

 

Die LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. sucht ab sofort eine Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin/Psychologin für das an den interkulturellen Mädchentreff angebundene, rechtsrheinische Beratungsangebot (befristet auf 1 Jahr, bei Weiterfinanzierung besteht die Möglichkeit der Festanstellung). Erwünscht: Mehrjährige Berufserfahrung, beraterische/therapeutische Zusatzqualifikation, Kompetenz in feministischer/parteilicher Mädchenarbeit, interkultureller Kompetenz, Fähigkeit zur engen Kooperation mit dem offenen Bereich des interkulturellen Mädchentreffs, Flexibilität und Teamfähigkeit. Wir bieten eine 25 Std. Woche, Bezahlung nach S12 Stufe 2 (SuE), Fachaufsicht, Supervision und Job-Ticket. Bewerbungen bitte schriftlich oder per Mail an:

LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V.,
Geschäftsführung,
Fridolinstr. 14,
50823 Köln,
beatrice-braunisch@lobby-fuer-maedchen.de.

Welche Sprache bist Du?

 

Welche  Sprache bist Du?

 

Wir suchen Interviewgäste mit Muttersprachen aus aller Welt!

 

Für ein besonderes Literaturprojekt – Babel II aus der Autorenwerkstatt von Marco Hasenkopf suchen wir in Köln lebende Menschen aus allen Ländern der Erde.

Ziel ist die Erweiterung des Interviewarchivs auf der Internetseite www.babel-koeln.de. Die gesammelten Lebensgeschichten können dort in Form von Audiodateien angehört werden und dienen als Inspiration für einen Migrations-Roman.

 

 

Nähere Infos und Kontakt über:

 

Garlef Keßler

 

(Projektassistenz babel 2

Autorenbüro Bewegte Bilder –

Marco Hasenkopf)

Tel: 0173-9814412

garlef@babel-koeln.de

 

Einladung zur Diskussionsveranstaltung mit Cem Özdemir

 

Die Europäische Stabilitätsinitiative e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. laden Sie zu einer Diskussionsveranstaltung ein.

 

Die Türkei vor den Wahlen

31. Mai 2011, 12.30 – 14.30 Uhr

Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)
Rauchstr. 17, 10787 Berlin

 

 

Osman Can – Gerald Knaus – Cem Özdemir

Sprecher:

Osman Can, Professor für Verfassungsrecht und Kolumnist aus der Türkei 
Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative
Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen

 

Am 12. Juni finden in der Türkei Parlamentswahlen statt. Der Vorwahlkampf zeigt, wie polarisiert die türkische Gesellschaft ist. Wie steht es um die Demokratisierung des Landes und den Schutz der Menschenrechte, gerade in Bezug auf Minderheiten? Welche Bedeutung kommt der geplanten Verabschiedung einer neuen Verfassung zu? Welche Rolle spielt der „tiefe Staat“? Von der Frage der nationalen Identität bis zur Rolle des Islams, von der Meinungsfreiheit bis zur türkischen Außenpolitik, beleuchtet die Veranstaltung die aktuellen Herausforderungen, die sich der Türkei stellen.

Ab 12.30 Uhr werden türkische Spezialitäten und Getränke gereicht.

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme bis zum 27. Mai 2011 per Fax (030 25423191) oder E-Mail bei Yulia Loeva (loeva@dgap.org).

 

•               ESI zur Türkei

•               ESI Bericht: Mord in Anatolien. Christliche Missionare und türkischer Ultranationalismus (12 January 2011)

•               ESI Bericht: Eine ganz besondere Beziehung. Weshalb der Türkei-EU-Beitrittsprozess andauern wird (11. November 2010)

•               ESI Film: Türkei – Aufbruch am Bosporus

Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP)

Einladung zur Podiumsdiskussion mit Lale Akgün und Lamya Kaddor

Lale Akgün

Foto: Google

 

Lamya Kaddor

Foto: Google

Einladung zur Podiumsdiskussion mit Lale Akgün und Lamya Kaddor

 

„Welcher Islam gehört zu Deutschland?“
Podiumsdiskussion

„Der Islam gehört zu Deutschland.“ 
Sagt der Bundespräsident, Christian Wulff.
„Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ 
Sagt der Bundesinnenminister, Hans-Peter Friedrich (CSU). 

Wie steht es um die Integration(sbereitschaft) der muslimischen Bevölkerung in Deutschland?
Und was ist mit der Bereitschaft der Deutschen?
Wo sind Unterschiede im Islam? Wo bei der hier lebenden muslimischen Bevölkerung? 
Kommt es zu einem „Aufstand der Kopftuchmädchen“? 
Ist der zeitgemäße Islam gar „weiblich und deutsch“?
Referenten: 
Lale Akgün („Aufstand der Kopftuchmädchen – Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus“) 
Lamya Kaddor („Muslimisch, weiblich, deutsch – Mein Leben für einen zeitgemäßen Islam“)

Wann? Donnerstag, 26. Mai 2011, 19.30 Uhr

Wo? Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Straße 429, 50825 Köln

Wie lang ist man eigentlich Migrant?

Integrationsbeauftragte Maria Böhmer erklärt den Bundesbeirat für Migration

Maria Böhmer im Gespräch mit Friedbert Meurer

Er hat 32 Mitglieder und soll die Frage beantworten, wie Migranten und Deutsche zusammenleben wollen und können: Im Bundesbeirat für Integration hat Maria Böhmer Menschen versammelt, die selbst Migranten sind oder waren – und für die ein unvoreingenommenes Miteinander erste Priorität ist.

Mitglieder der türkischen Gemeinde demonstrieren für mehr Rechte vor dem Bundesinnenministerium in Berlin (Bild: AP Archiv)
Mitglieder der türkischen Gemeinde demonstrieren für mehr Rechte vor dem Bundesinnenministerium in Berlin (Bild: AP Archiv)

Friedbert Meurer: Wenn man die Frage stellt, was war für die Migranten in Deutschland in der letzten Zeit das wichtigste Ereignis, dann wird man wohl sagen, es war das Buch von Thilo Sarrazin, „Deutschland schafft sich ab“. Monatelang sorgte es für erregte Debatten. Eigentlich sollten ja solche Debatten in Gremien stattfinden, wie zum Beispiel der Deutschen Islam-Konferenz. Aber das Thema ist hoch emotional besetzt. Heute kommt erstmals der neue Bundesbeirat für Migration zusammen, also ein weiteres Gremium. – Am Telefon begrüße ich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer (CDU). Guten Morgen, Frau Böhmer.

Maria Böhmer: Ja guten Morgen!

Meurer: Brauchen wir noch ein neues Debattiergremium?

Böhmer: Es geht um mehr als ein Debattiergremium. Wir haben in der Integrationspolitik vor sechs Jahren umgesteuert und meine Maxime lautet, wir reden nicht übereinander, sondern miteinander, wir brauchen keine Zerrbilder, wir stellen uns der Probleme, aber wir sehen auch die Chancen für die Integration, und mit diesem Beirat will ich eine Beratungs- und eine Dialogstruktur schaffen für das Zukunftsthema Integration, denn gerade die Debatte, die Sie erwähnt haben, aus dem vergangenen Jahr hat gezeigt, der Beratungsbedarf und der Dialogbedarf ist nach wie vor groß.

Meurer: Sie sollen, Frau Böhmer, erst gegen einen solchen Bundesbeirat gewesen sein. Was hat Ihre Meinung geändert?

Böhmer: Nein, ich war immer dafür. Aber die Realisierung des Beirates hing davon ab: Gibt es die entsprechenden Mittel, die Strukturen für diesen Beirat? Das ist gelungen. Es ist jetzt eine Geschäftsstelle da und auch entsprechende Haushaltsmittel, sodass dieser Beirat auch wirklich wirksam arbeiten kann.

Meurer: Der Beirat besteht aus 32 Personen. Frau Böhmer, Sie sind die Vorsitzende. Und nur zehn Plätze werden von den Migrantenverbänden gestellt, zehn von 32. Ist das zu wenig?

Böhmer: Nein! Es geht ja darum, dass wir diesen Dialog führen. Das heißt, Migranten und diejenigen, die verankert sind in unserem Land, also die großen gesellschaftlichen Gruppen. Das heißt, die Arbeitgeberseite, die Arbeitnehmerseite, die Religionsgemeinschaften und die Kirchen, die Wohlfahrtsverbände, der Wissenschaftsbereich, und darüber hinaus sind auch Einzelpersönlichkeiten berufen worden. Das heißt, wir haben eine Vielfalt in diesem Beirat, die garantieren wird, dass wir einen sehr intensiven Dialog führen können über Grundsatzfragen der Integration, wie wollen wir zusammenleben, was bedeutet Vielfalt als Chance für unser Land, aber wir müssen auch über die Großbaustellen sprechen, Sprache, Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt.

Meurer: Aber zehn, ist das nicht zu wenig?

Böhmer: Also ich habe unter den Einzelpersönlichkeiten weitere Personen mit Migrationshintergrund berufen. Ich nenne einmal Nazan Eckes, deren Eltern aus der Türkei stammten, Moderatorin und Buchautorin. Ich nenne dazu auch Persönlichkeiten, die in verschiedenen Integrationsbereichen zu Hause sind. Das ist der Herr Toprak, der von der alevitischen Gemeinde stammt, dann Herr Bilgin, der aus dem Bereich kommt der Gesundheitsforschung. Das zeigt: Wir haben eine große Bandbreite, und ich habe mich auch ganz besonders gefreut, dass der frühere amerikanische Botschafter, Herr Kornblum, zugesagt hat, denn er soll den Blick von außen auf die Integration in Deutschland lenken und seine Erfahrung aus einer Familie mit einbringen, die selbst ausgewandert ist in die USA, und von daher glaube ich, dass wir eine gute Mischung haben.

Meurer: Was gehen Sie, Frau Böhmer, als Erstes an im Beirat?

Böhmer: Es geht mir in diesem Beirat auch um die Grundsatzfrage: Wie lang ist man eigentlich Migrant. Wir haben jetzt Menschen, die schon in der dritten und vierten Generation hier in Deutschland leben, und für gerade die jungen Menschen stellen sich die Fragen ganz anders als für die Väter- und Großväter-Generation.

Meurer: Das heißt, Frau Eckes beispielsweise, in Deutschland geboren wie viele mit Eltern aus Migrationsländern, Frau Eckes ist keine Migrantin mehr? Jemand der in Deutschland geboren ist, ist keine Migrantin mehr?

Böhmer: Wenn die Eltern Migranten sind, dann sind die Kinder eben auch noch Migranten. Aber sie gehört in unser Land und sie hat sehr eindrucksvoll beschrieben den Wechsel ihrer Familie von der Türkei nach Deutschland. Sie steht also genau für die Generation, die es erlebt haben, was es bedeutet, wenn die Eltern hier herkommen, damals als Gastarbeiter, wenn man hier Wurzeln schlägt und wenn man auch Karriere macht. Das ist der Lebensweg von Frau Eckes und ich glaube, er steht dafür, dass man sagen kann, er hat hohen Symbolcharakter, sie ist Brückenbauer und Vorbild. Und ich habe auch Jessie Jones im Beirat für den Deutschen Fußballbund, auch eine junge Frau die zeigt: der Aufstieg gelingt und wir können nach vorne schauen.

Meurer: Sie nannten ja gerade John Kornblum, den ehemaligen Botschafter der USA. Er ist Amerikaner, der auf amerikanischem Staatsboden geboren ist. Warum muss es hier Generationen dauern, bis jemand Deutscher ist?

Böhmer: Das ist richtig, was Sie fragen. Ich glaube, auch diese Frage müssen wir erörtern im Beirat, denn es geht ja darum, zum einen den Rahmen zu setzen von staatlicher Seite, was bedeutet es, wenn jemand schon länger hier ist, die Frage der Staatsbürgerschaft, der politischen Teilhabe verbindet sich, aber es ist auch die Frage an die Migranten selbst, nicht abseits stehen zu bleiben, sondern aktiv die Zukunft unseres Landes mitzugestalten, also auch Verantwortung zu übernehmen. Und ich glaube, ein solcher Beirat ist genau das Gremium, in dem man diesen Austausch intensiv führen kann, in dem man Impulse dann in unser Land gibt, Diskussionen auslöst und damit auch den Zusammenhalt und die Gemeinsamkeit stärkt.

Meurer: Heute kommt erstmals der 32köpfige Bundesbeirat für Integration zusammen. Ich sprach mit seiner Vorsitzenden, Staatsministerin Maria Böhmer (CDU). Frau Böhmer, danke und auf Wiederhören.

Böhmer: Danke, Ihnen auch!

Selbstbewusst am Bosporus

Die türkische Wirtschaft wächst seit Jahren mit Rekordtempo. Grund ist die Reformpolitik einer Regierung, die am 13. Juni voraussichtlich wiedergewählt werden dürfte. Doch ein zu deutlicher Erfolg könnte den Aufschwung stoppen

Ausgerechnet der islamisch- konservative Ministerpräsident Erdogan hat durch Aufbrechen alter Kartelle seit 2001 einen nie da gewesenen Boom erzeugt

Ein Beitritt zur Europäischen Union gilt für die meisten Türken inzwischen nicht mehr als erstrebenswertes Ziel

Istanbul

Schon wieder macht es „pling“. Erneut eine E-Mail. Zafer Kurtul schaut kurz auf das iPad, das vor ihm liegt. Der Chef des Sabanci-Konzerns lässt es selten aus den Augen, er will stets alles unter Kontrolle haben, keine Minute abgeschnitten vom Informationsfluss. Und entsprechend redet er auch. Ruhig und sanft, beinahe einschläfernd rattert er Zahlen herunter, keine Emotion, nirgendwo. Doch als das Gespräch dann auf die politische Lage kommt, wird er plötzlich außergewöhnlich deutlich. „Die Regierung hat einen sehr guten Job gemacht“, sagt er, überlegt etwas, spielt dabei mit seiner Brille. „Sie hat die Inflation drastisch reduziert, eine Währungsreform gemacht und Privatisierungen durchgeführt.“ Er ist offenbar zufrieden. Pling.

via Selbstbewusst am Bosporus – Nachrichten Print – WELT AM SONNTAG – Wirtschaft – WELT ONLINE.

Die Türkei ist glücklich – auch ohne die EU

Ausgerechnet der islamisch-konservative Regierungschef Erdogan hat seinem Land ein nie da gewesenes Wirtschaftswachstum beschert. Nun ebbt die EU-Begeisterung ab.

Foto: picture alliance / dpa/dpa Die Flaggen der Türkei und der Europäischen Union: Viele Türken sehen in einem Beitritt keine Vorteile mehr
Foto: picture alliance / dpa/dpa Die Flaggen der Türkei und der Europäischen Union: Viele Türken sehen in einem Beitritt keine Vorteile mehr

Schon wieder macht es „pling“. Erneut eine E-Mail. Zafer Kurtul schaut kurz auf das iPad, das vor ihm liegt. Der Chef des Sabanc-Konzerns lässt es selten aus den Augen, er will stets alles unter Kontrolle haben, keine Minute abgeschnitten vom Informationsfluss. Und entsprechend redet er auch. Ruhig und sanft, beinahe einschläfernd rattert er Zahlen herunter, keine Emotion, nirgendwo.

via Wirtschaftswunder: Die Türkei ist glücklich – auch ohne die EU – Nachrichten Wirtschaft – WELT ONLINE.