EINLADUNG 1. Türkischsprachiger Umwelttag „Çevre Günü“ 3.4. in Köln, TEMA-Stiftung

EINLADUNG
1. Türkischsprachiger Umwelttag „Çevre Günü“ Dünyayı kirletip, bindigimiz dalı kesmeyelim
03. April 2011 (So.), 15.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr Quäker Nachbarschafsheim e.V., Kreutzerstr. 5, 50672 Köln

 

türkischsprachiger Umwelttag cevre_gunu-davetiye-03-04-11

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Umweltreundinnen und Umweltreunde,
hiermit möchten wir, die TEMA-Stifung für den Naturschutz, die türkischsprachige Umweltgruppe Yesil Çember NRW und BUND NRW, Sie zum ersten türkischsprachigen Umweltag, dem „Çevre Günü“ in Köln am 03.04.2011 um 15:00Uhr herzlich einladen. Unter der Schirmherrschaf des tür- kischen Generalkonsuls in Köln, der Unterstützung der Stfung Umwelt und Entwicklung und in Kooperaton mit dem Zentrum für Türkeistudien und Integraton, der Alevitschen Gemeinde Deutschland, TD-IHK, TD-Platorm, SDW, Verbraucherzentrale NRW, AWB fndet der erste Türkischsprachige Umweltag in Köln stat. Der Türkischsprachige Umweltag in Berlin wird am 28. Mai bereits zum 5. Mal statinden, der von Yesil Çember Berlin organisiert wird.
Der „Çevre Günü“ wird von dem türkischen Generalkonsul Mustafa Kemal Basa, dem nordrhein-westälischen Landesumweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) und dem Landes- vorsitzendem des BUND NRW Paul Kröfges eröfnet und von Atlla Azrak (u.a. WDR Funkhaus Euro- pa) moderiert. Es werden Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen mit Vorträgen und einer sehr interessanten Podiumsdiskussion teilnehmen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf dem Energiesparen und sauberen Energien. Zudem wird es sowohl musikalische und kulinarische Genüsse geben und ein vielfältges Angebot an Ausstellern mit sehr interessanten Ständen.
Wir freuen uns Sie zahlreich am 03.04.2011 beim „Çevre Günü“ begrüßen zu dürfen. Wir biten Sie, die Ankündigung an Interessierte weiterzuleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Handan Anapa, TEMA- Stfung

Zuhal Gültekin, Yesil Çember NRW / BUND NRW

 

 

Einladung: MEHRSPRACHIGKEIT IM GESPRÄCH am 11.5. in Köln

Einladung zur Veranstaltung
MEHRSPRACHIGKEIT IM GESPRÄCH – natürliche Mehrsprachigkeit und Schulerfolg
am 11. Mai 2011 von 18:00 bis ca. 21:00 Uhr in der Piazzetta des Historischen Rathauses

Wissenschaft trifft Praxis trifft Politik – das ist die Formel für „Mehrsprachigkeit im Gespräch“. Welchen Einfluss haben wissenschaftliche Erkenntnisse zum Spracher- werb auf die Bildungspraxis? Was tut die Politik, um eine effektive Umsetzung sol- cher Erkenntnisse voranzutreiben? Wie kann Mehrsprachigkeit in einer internationa- len Stadt wie Köln zur Selbstverständlichkeit werden?

Schwerpunktthema ist die natürliche Mehrsprachigkeit in der Schule. Folgender Programmablauf ist geplant:

17:15 Uhr Auftakt mit kleinem Imbiss

18:00 Uhr Begrüßung durch den Oberbürgermeister Herrn Jürgen Roters und den Vorsitzenden des Integrationsrates der Stadt Köln Herrn Keltek
18:15 Uhr Expertengespräch Frau Prof. Dr. Riehl (Universität zu Köln), Herr Prof. Dr. Reich (Universität Koblenz Landau)
19:00 Uhr Gespräch mit der Schulministerin des Landes Nordrhein Westfa- len, Frau Löhrmann

19:45 Uhr Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Land- tagsfraktionen in Nordrhein Westfalen und dem Vorsitzenden des Landesintegrationsrates Nordrhein Westfalen
20:30 Uhr Ausklang mit dem Kabarettisten Fatih Cevikkollu

21:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Es laden ein: Der Integrationsrat der Stadt Köln in Kooperation mit dem Zentrum für Mehrsprachig- keit und Integration (ZMI), dem Zentrum Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit an der Universität zu Köln (ZSM) und dem Interkulturellen Referat der Stadt Köln
Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich an unter www.bildung.koeln.de/mehrsprachigkeit

Böhmer muss nachsitzen

Zur heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung, in der Deutschland Reformbedarf bei sozialer Gerechtigkeit, Integration und Bildung attestiert wurde, erklärt Memet Kilic, Sprecher für Integrations- und Migrationspolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Der 21. Platz von 31 OECD-Staaten ist für die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung ein Schlag ins Gesicht. Dieses schlechte Ergebnis ist ein Beleg für die miserable Arbeit von Frau Böhmer. Nur schöne Worte und ein nettes Lächeln bringen uns in der Integrationspolitik nicht weiter. Es ist höchste Zeit zu Handeln.

Unsere Forderungen nach vereinfachter Einbürgerung, einem besseren Bildungssystem und Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt werden von der Regierung einfach ignoriert. Menschen mit Migrationsgeschichte muss der Zugang zur Bildung und zum Arbeitsmarkt deutlich vereinfacht werden. Die Konzeptlosigkeit der Regierung auf diesem Gebiet ist eines ihrer Markenzeichen geworden.

Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Integrationspolitik beeinflussen sich gegenseitig. Die schwache Entwicklung der BRD auf diesen Gebieten macht es deutlich, dass die Politik der Ignoranz gescheitert ist.

Memet Kilic – ist im Bundestag

via Memet Kilic – ist im Bundestag: PM: Böhmer muss nachsitzen.

Arabische Revolutionen und die Türkei

Erdogans Dilemma

Die türkische Regierung bemüht sich weiter um gute Kontakte zu den Machthabern in Syrien und Libyen. Ein Grund dafür sind wirtschaftliche Interessen. VON JÜRGEN GOTTSCHLICH

Tete-à-tete in Tripolis im November 2009: Tayyip Erdogan und Muammar al Gaddafi. Foto: reuters
Tete-à-tete in Tripolis im November 2009: Tayyip Erdogan und Muammar al Gaddafi. Foto: reuters

ISTANBUL taz | „Die Türkei“, sagt Soli Özel, Nahostexperte der renommierten Kadir-Has-Universität, „ist in einem großen Dilemma“. Seit in der arabischen Welt die Menschen gegen ihre Diktatoren aufbegehren, weiß Ankara nicht, „ob es die Demokratiebewegungen unterstützen soll, oder sich doch lieber mit den Machthabern weiter gutstellt“.

Hatte Ministerpräsident Tayyip Erdogan seinen ägyptischen Kollegen Husni Mubarak noch als einer der ersten aufgefordert, dem Willen des Volkes nachzugeben und sich zurückzuziehen, blieb die Regierung stumm, als saudische Truppen nach Bahrein marschierten. Als die iranische Opposition zur Unterstützung der Ägypter auf die Straße ging, saß der türkische Präsident Abdullah Gül am selben Tag mit seinem iranischen Kollegen Mahmud Ahmadinedschad zusammen, um über den Ausbau der beiderseitigen Handelsbeziehungen zu beraten.

Diese Widersprüche erreichten mit dem Aufstand in Libyen einen neuen Höhepunkt. Plötzlich gehörte die türkische Regierung nicht mehr zu den Demokratieexporteuren, sondern warnte vor Chaos, falls Gaddafi gestürzt werden sollte. Die Türkei hat seit langem große ökonomische Interessen in Libyen. Schon vor zwanzig Jahren holte Gaddafi als einer der ersten Baufirmen vom Bosporus für große Infrastrukturprojekte ins Land.

Daraus wurde ein gewaltiger Markt. Als der Aufstand losbrach, musste die Türkei 30.000 Landsleute evakuieren. Milliardenaufträge stehen auf dem Spiel. Kein Wunder, dass Erdogan massiv gegen eine militärische Intervention opponierte und bis heute den Kontakt zu Gaddafi aufrecht erhält.

Obwohl Ankara in der Frage des Nato-Kommandos für die Luftüberwachung in Libyen nachgab und damit den Weg für die Nato als Führungsinstitution frei machte, setzt die türkische Regierung auf eine Verhandlungslösung. Wie ein Sprecher des Außenministeriums kürzlich erläuterte, hat die Türkei immer noch eine diplomatische Vertretung in Tripolis und gleichzeitig Diplomaten in Bengasi.

Ankara hat sich bereit erklärt, mit eigenen Soldaten die Sicherung des Flug- und Seehafens in Bengasi zu übernehmen, um über Luft- und Seewege Lebensmittel und humanitäre Güter ins Land zu bringen. In London bot Außenminister Ahmet Davutoglu aber auch noch einmal an, türkische Diplomaten könnten als Vermittler zwischen den Aufständischen und Gaddafi tätig werden, um einen friedlichen Übergang auszuhandeln.

Freundschaftliches Verhältnis auch zu Syrien

Ankara ist sehr dafür, Gaddafi die Möglichkeit eines Exils ohne Strafandrohung in Den Haag einzuräumen. „Nur so kann man weiteres Blutvergießen verhindern“, ist ein Sprecher des Außenministeriums überzeugt.

Ob nun auf türkische Vermittlungsangebote eingegangen wird oder nicht, mit humanitärer Hilfe für die Aufständischen und gleichzeitiger Aufrechterhaltung des diplomatischen Kanals zu Gaddafi: die türkische Regierung hat sich in Libyen leidlich aus dem von Experten beschriebenen Dilemma herausgezogen.

Richtig brenzlig für die Türkei wird es aber jetzt in Syrien. Verglichen mit Syrien sind Ägypten und Libyen weit weg. Syrien aber ist direkter Nachbar und außerdem der wichtigste Partner der Erdogan-Regierung für die neue, nach Osten ausgerichtete Außenpolitik der AKP.

Nach langen Jahren eines Kalten Krieges zwischen der Türkei und Syrien hat Erdogan den Ballast der Vergangenheit beiseite geräumt und zu Baschar al-Assad eine geradezu freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Assad hatte Erdogan gebeten, zwischen Syrien und Israel zu vermitteln und die Türkei damit erstmals als Regionalmacht aufgewertet.

Mit Assad hat Erdogan weitreichende Wirtschaftsabkommen abgeschlossen, es war sogar die Rede von einer Freihandelszone zwischen Syrien, Jordanien, Libanon und der Türkei, die zur Keimzelle einer Nahost-Wirtschaftsgemeinschaft werden sollte. Die Türkei schaffte die Schlagbäume zu Syrien ab, die Grenze kann heute von beiden Seiten ohne Formalitäten passiert werden.

Mit anderen Worten: Assad ist die Schlüsselfigur für die türkische Nachbarschaftspolitik in der Region. Entsprechend besorgt blickt die Regierung auf die Zusammenstöße in Syrien. Erdogan und Davutoglu haben Assad beschworen, durch eine konsequente Reformpolitik wieder selbst die Offensive zu ergreifen. Mit der Ankündigung, den seit 48 Jahren bestehenden Notstand aufheben zu wollen, hat Assad einen ersten Schritt gemacht. Auf die türkische Regierung können Protestler in Syrien nicht hoffen. Erdogan wird Assad stützen, solange es geht.

via Arabische Revolutionen und die Türkei: Erdogans Dilemma – taz.de.

Libyen: Türkei will Flughafen Bengasi übernehmen

Die Türkei will in Libyen die Kontrolle über den Flughafen der Rebellenhochburg Bengasi übernehmen, um von dort aus humanitäre Hilfe für das nordafrikanische Land zu koordinieren. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayip Erdogan sagte, dies eine von drei Aufgaben, zu denen sich sein Land bei dem von der NATO geführten Einsatz bereit erklärt habe.

Als weitere Punkte nannte er Luftüberwachung und den Einsatz der Marine zur Durchsetzung des Waffenembargos, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Zudem will die türkische Regierung nach Berichten vom Wochenende eine baldige Waffenruhe in Libyen vermitteln. Ankara strebt also eine führende Rolle im Libyen nach Muammar al Gaddafi an.

Rebellen stoßen weiter nach Westen vor

Unterstützt von Luftangriffen der internationalen Militärallianz rückten derweil libysche Rebellen weiter nach Westen vor und erreichten die Heimatstadt des Machthabers Gaddafi. Einige Rebellen feierten schon die Einnahme von Sirte. Entsprechende Berichte konnten jedoch nicht bestätigt werden.

Libyscher Auständischer mit einem Geschütz (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Vormarsch Richtung Westen – die Rebellen melden täglich neue Erfolge gegen Machthaber Gaddafi. ]

Augenzeugen in Sirte sagten, am Morgen seien Kampfflugzeuge und Einschläge zu hören gewesen. Auf den Straßen werde jedoch nicht gekämpft, und auch Rebellen seien nicht zu sehen gewesen. Die Stadt liegt auf halbem Weg zwischen dem von Rebellen kontrollierten Osten und dem von Gaddafi gehaltenen Gebiet im Westen entlang der Mittelmeerküste. Es wird erwartet, dass die Einnahme der Stadt, die als Hochburg von Gaddafis Anhängern gilt, für die Rebellen schwierig wird.

Die Eroberung der Stadt wäre ein wichtiger Sieg für die Rebellen und würde ihnen den Weg nach Tripolis und in die von ihnen gehaltene Stadt Misrata öffnen. Dort berichteten Einwohner von Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Gaddafi hatte einen Aufstand in Misrata zuvor brutal niedergeschlagen. Am Wochenende hatte laut einem Bericht des staatlichen libyschen Fernsehens die internationale Militärallianz erstmals Luftangriffe auf die Stadt geflogen.

via Libyen: Türkei will Flughafen Bengasi übernehmen | tagesschau.de.

„Lostenstelle Jugend stärkten – aktiv in der Region“

„Lostenstelle Jugend stärkten – aktiv in der Region“

In Jülich gibt es eine neue Unterstützung für arbeitslose Jugendliche.
Insbesondere diejenigen, die nicht Kunden der job-com sind und die schon
so lange aus der Schule heraus sind, das sie von den Schulprojekten auch
nicht mehr erreicht werden.

Jugendliche, die Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche
benötigen und in der Nordhälfte des Kreises Düren (Jülich, Linnich,
Titz, Aldenhoven, Inden) wohnen, können sich gerne an folgende Adresse wenden:

„Lostenstelle Jugend stärkten – aktiv in der Region“
Roncalli-Haus
Stiftsherrenstr. 19, Jülich

Tel.. 02461-340 88 99,

Offene Sprechstunden:
Mo-Fr. 8.00 – 10.00 Uhr und Di 14.00 – 17.00 Uhr

Ansprechpartner/innen:
Julia Nöfer j.noefer@sozialwerk-dueren.de
Stefan Theißen s.theissen@sozialwerk-dueren.de

 

Infromationen von der:

Kreisverwaltung Düren
Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten
RAA
Raum 63 (HausA)
Bismarckstr. 16
52351Düren

Tel.: 0049-2421-22-2150
Fax: 0049-2421-22-2586
Handy: 0160-97265026
Email: s.haussmann@kreis-dueren.de
www.kreis-dueren.de
www.integra-netz.de

„Bildungs- und Teilhabegutscheinen“

„Bildungs- und Teilhabegutscheine“

Grundsätzliche Informationen auf der Seite des Bundesarbeitsministeriums: http://www.bildungspaket.bmas.de/

Danach können Bildungsschecks nur Kinder bekommen, bei denen die Erreichung des Klassenziels gefährdet ist und nur wenn die Schule kein eigenes geeignetes Angebot hat. Das heißt, für Kinder an Grundschulen mit OGS kann es schon schwierig werden. Darüber hinaus wird es aber auch die „Teilhabeschecks“ geben, mit denen Vereinsmitgliedschaften etc. bezuschusst werden können. Das heißt, wenn Kinder an Hausaufgabenhilfegruppen in Vereinen teilnehmen, könnten die Vereinsmitgliedschaften bezuschusst werden. Dafür gibt es aber noch keine Kriterien. Anträge von ALG II-Beziehern können schon bei der job-com gestellt werden.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
Sybille Haußmann
Kreisverwaltung Düren Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten Raum 63 (HausA) Bismarckstr. 16 52351Düren Tel.: 0049-2421-22-2150 Fax: 0049-2421-22-2586 Handy: 0160-97265026 Email: s.haussmann@kreis-dueren.de www.kreis-dueren.de www.integra-netz.de

Stellenausschreibung Hausmeister

Stellenausschreibung Hausmeister

Stellenausschreibung Die DYWIDAG-Service-GmbH Gebäude- und Anlagenmanagement ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der HERMANN KIRCHNER Projektgesellschaft mbH. Diese agiert innerhalb der STRABAG SE Gruppe im Rahmen einer selbständigen Direktion als Kompetenzzentrum für PPP-Projekte. Für das Projekt Düren *Berufskolleg Jülich* ist zum 01.06.2011 folgende Stelle zu besetzen Hausmeister für das PPP-Projekt Düren, Berufkolleg Jülich Aufgabenbereich: – Objektbetreuung (Schulbetrieb und Veranstaltungen) – Kleinreparaturen bis zur Überwachung und Bedienung aller technischen Anlagen – Außenanlagepflegearbeiten (Rasenmähen, Kehr- / Winterdienst) – Organisation und Kontrolle der Gebäudereinigung – Überwachung der Fremdfirmen Zugangsvoraussetzungen: – Berufserfahrung im Haustechnikbereich (Idealerweise als HLS oder Elektrotechnik) – Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, Sanitär) – Handwerkliche Fähigkeiten, Organisationstalent und eigenverantwortliches Arbeiten – Flexibilität (Bereitschaftsdienst, Winterdienst, abendliche Schließdienste) – Hausmeisterwohnung (Haus) ist vorhanden. Die Anmietung ist wünschenswert. – Führerschein Wenn Sie diese Herausforderung annehmen wollen, senden Sie eine aussagekräftige Bewerbung an:

DYWIDAG-Service GmbH Gebäude- und Anlagenmanagement NL Monheim am Rhein Krischerstr. 23 40789 Monheim am Rhein Tel. +49 (0) 2173 2036 818 E-mail: dsg-psd@kirchner.de

Mehrsprachigkeit ist die Zukunft

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit nunmehr drei Jahren veranstaltet der Elternverband Ruhr e.V. in Kooperation mit verschiedenen Vereinen, Essener Schulen und der RAA das Internationale Kinderfest. Wie auch in den letzten Jahren steht für uns das Miteinander im Vordergrund. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Mehrsprachigkeit ist die Zukunft“

Ort und Zeit des 3. Internationalen Kinderfestes:

Samstag, den 14. Mai 2011
13.00 bis 18.00 Uhr
Gesamtschule Bockmühle in Essen-Altendorf.

Wir erwarten etwa 500-700 Teilnehmer aus Eltern, Jugendlichen und vor allem natürlich die Grundschulkinder selbst. Die Kinder werden zuvor eingeübte Tänze und Lieder vortragen. Im Rahmen des Festes wird ein Folklore/Tanzwettbewerb organisiert. Im Vorfeld der Veranstaltung wird zudem ein Lesewettbewerb in Türkisch/Deutsch organisiert. Hierzu werden zunächst die Schulbesten in den verschiedenen Grundschulen bestimmt. Die Endausscheidung findet am 9 April 2011 von 12.00 bis 17.00 in den Vereinsräumen (Unterdorfstr 19a, 45143 Essen) statt. Die ersten drei aus jeweils den 3. und 4. Klassen werden honoriert (Geld und Bücher). Siegerehrung ist dann am 14. Mai während des Kinderfestes. Ziel dieser Veranstaltungen ist die Förderung des gemeinsamen Lernens und Spielens.

Wir laden Sie daher recht Herzlich zu unserem dritten gemeinsamen Kinderfest ein und bedanken uns jetzt schon im Namen der Kinder für Ihre Hilfe und hoffen auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit.

Falls Sie eine Tanzgruppe haben oder Kinder die singen oder Tanzen und dies gerne aufführen würden wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese zur Veranstaltung mittels beigefügtem Formular bis zum 15.04.2011, spätestens aber zum 29.04.2011 anmelden.

Speziell für Folklore/Tanzgruppen verschiedener Nationalitäten wird es zudem einen Wettbewerb geben, bei dem die ersten drei Gruppen durch eine Jury prämiert werden. Die Anzahl der Folkloregruppen wird aufgrund des dichten Programmes auf maximal 6 Gruppen beschränkt. Jede Folklore/Tanzgruppe bekommt einen Startgeld in Höhe von 50 als Aufwandentschädigung. Die ersten 3 Plätze bekommen zusätzlich noch 100/50/30 für die Gruppenkasse. Teilnehmende Kinder und maximal 2 Begleiter bekommen zusätzlich eine Getränke- und Essensmarke.

Im Namen des Vorstandes
Elternverband Ruhr e.V.
Dr. A. Sak

Anmeldeformular für die Teilnahme am

INTERNATIONALEN KINDERFEST

Motto: „Mehrsprachigkeit ist die Zukunft“

(14. Mai 2011 ab 13:00 Uhr an der Gesamtschule Bockmühle in Essen)

Name der Gruppe/Organisation/Schule:

Name der Kontaktperson:

Postanschrift:

Tel.:

Fax:

E-Mail:

Nationalität der Gruppe/Organisation:

Anzahl der Teilnehmer:

Alter der Teilnehmer (von – bis):

Programm (Musik, Tänze, Spiele usw):

Dauer des Auftritts:

Benötigte Ausrüstung:

Ansagetext:

(Wichtig für die Moderation!)

Bitte gebt hier an, welche Infos über Euch interessant für die Zuschauer sind.

 

Sonstiges:

 

Bitte um Mitteilung bis spätestens 29.04.2011 per Email oder Post.

Fortschreibung des Integrationskonzeptes für den Kreis Düren

Fortschreibung des Integrationskonzeptes für den Kreis Düren

Die dritte Fortschreibung des Integrationskonzeptes für den Kreis Düren
steht jetzt im Netz. Es wurde am 24.2.2011 vom Integrations- und
Migrationsausschuss des Kreises Düren verabschiedet.

http://www.kreis-dueren.de/kreishaus/amt/integration/pdf/Integrationskonzept2010.pdf

Kreisverwaltung Düren
Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten
Düren

www.kreis-dueren.de
www.integra-netz.de

Einladung: „Die türkische Wirtschaft – Rückblicke, Einblicke und Prognosen“

Die Deutsch-Türkische Gesellschaft e. V. Bonn

Die Südosteuropa-Gesellschaft e. V., Zweigstelle Köln/Bonn

laden ein zu einem Vortrag von

Hakan Okay, Istanbul

„Die türkische Wirtschaft –
Rückblicke, Einblicke und Prognosen“

am Dienstag, 5. April 2011, 19.30 Uhr, im LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstraße 14-16

Hakan Okay wird in seinem Vortrag in deutscher Sprache einen Überblick über die Entwicklung der türkischen Volkswirtschaft seit den fünfziger Jahren bis in die Gegenwart geben und darüber hinaus Ausblicke in die Zukunft wagen, und zwar aus der Perspektive eines Marketing-Managers. Dabei zieht er auch die Außenwirtschaftsbeziehungen der Türkei zu Europa im Hinblick auf ihren EU-Beitrittsantrag in Betracht.

Herr Okay, 1960 in Istanbul geboren, studierte nach einem ersten Studium der Germanistik als zweites Fach Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Istanbul. Er ist seit 1985 im Bereich FMCG (Fast Moving Consumer Goods) tätig und leitet seit 2003 die Marketing-Abteilung eines großen türkischen Konzerns für Kosmetik und Produkte der Körperpflege. Das Interesse des diplomierten Betriebswirts gilt dem Verkaufs- und Marketing-Management im lokalen, regionalen und internationalen Kontext. Über diesen Bereich hat er zwei Fachbücher und zahlreiche wissenschaftliche Artikel in Wirtschaftszeitschriften veröffentlicht. Seit 2006 hält Herr Okay in seinem Spezialgebiet Gastvorträge, Seminare und Kurse an verschiedenen türkischen Universitäten und bei Firmen. Er ist Herausgeber und Autor der Wirtschafts- und Marketing website www.pazarlama.diyalogo.com.

Für unsere türkischen Mitglieder und unsere des Türkischen mächtige Gäste hält Herr Okay Handouts in türkischer Sprache bereit. Auch bietet er seine Bücher zum Vorzugspreis an.

Hinweis: Bitte beachten Sie auch die Informationen und Links auf unserer website www.dtgbonn.de

Stellenausschreibung: Leiter/in unseres Migrationsdienstes

Der Stadtteil e.V. ist Träger von sozialen Einrichtungen und Diensten in Remscheid. Mit neuen Ideen und Konzepten, mit sozialen Dienstleistungsangeboten und sozialpolitischem Engagement helfen wir mit, den Sozialstaat zu erhalten und den sozialen Frieden in Remscheid zu sichern.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) erfahrene(n) Mitarbeiter(in) als

Leiter/in unseres Migrationsdienstes

in Vollzeit mit einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 39 Stunden.

Ihre Aufgaben:

Als Leiter(in) unseres Migrationsdienstes übernehmen Sie u.a.
– die allgemeine Sozialberatung für MigrantInnen, vorwiegend aus dem islamischen Kulturkreis,
– die Planung, Organisation und Durchführung von Bildungs- und Integrationsmaßnahmen,
– die Beantragung von Fördermitteln, deren Überwachung und Verwendungsnachweis,
– die Akquise neuer Projekte für den Aufgabenbereich,
– die Vertretung in kommunalen und verbandlichen Fachgremien.

Ihr Profil:

Nach Ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Sozialarbeit/-pädagogik (Bachelor/Master) oder vergleichbaren Studiengängen, haben Sie bereits mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Migration / Integration bei einem Freien oder Öffentlichen Träger gesammelt. Dazu gehören sowohl Erfahrungen in der Beratung, als auch in der Arbeit mit Gruppen und in Netzwerken. Zudem haben Sie Interesse an sozialräumlich orientierter sozialer Arbeit. Sie sind methodisch versiert, kommunikationsstark, engagiert und beherrschen die gängigen MS-Office-Produkte. Umfangreiche Kenntnisse der türkischen Sprache und Kultur sind von Vorteil.

Wir bieten Ihnen eine vielseitige Tätigkeit in einem motivierten Team, regelmäßige Fortbildungsmöglichkeiten sowie eine Vergütung nach dem Tarifvertrag AWO NRW.

Ihre Bewerbung
senden Sie bitte an

Stadtteil e.V.
– Ralf Noll –
Lindenhofstr. 13
42857 Remscheid

Tel. 02191-938030
r.noll@stadtteil-rs.de

„Islam-Discourse in European Media – Between Islamophobia and Intercultural Dialogue“

Das Deutsche Orient-Institut organisiert eine internationale Fachkonferenz mit dem Thema

„Islam-Discourse in European Media – Between Islamophobia and Intercultural Dialogue“
Islam-Discourse in European Media – Between Islamophobia and Intercultural Dialogue
am 6. April 2011 in Berlin.

Einladung und das vorläufige Programm unter: www.deutsches-orient-institut.de.

Partner des Deutschen Orient-Instituts bei dieser Veranstaltung sind die Fritz-Thyssen-Stiftung und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Das Deutsche Orient-Institut verfolgt mit der Ausrichtung dieser Veranstaltung das Ziel, hochrangige, internationale Wissenschaftler mit exzellenter Expertise zum Islam-Diskurs in den europäischen Medien in einem interdisziplinären Rahmen zusammenzubringen, um Entwicklungen, Unterschiede und mögliche Szenarien hinsichtlich des Mediendiskurs über den Islam vor einem breiten Publikum aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur zu diskutieren.

Die Konferenz findet in englischer Sprache statt.

Filmfestival Türkei/Deutschland, Nürnberg

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde des KulturForum,

wir möchten Sie gerne auf die folgenden Termine in Nürnberg, Ankara, Nettetal, Köln, Istanbul, Berlin und Wuppertal aufmerksam machen:

+++ 17.-27. März, Filmfestival Türkei/Deutschland, Nürnberg +++

Den Ehrenpreis des Festivals erhält in diesem Jahr Fatih Akin.

Im Rahmen des 16. Nürnberger Filmfestivals wird am 27. März die Filmreihe “Menschenlandschaften. Sechs Autorenportraits der Türkei” (WDR 2010) von Osman Okkan gezeigt.

Die Filmreihe umfasst Portraits der Autoren Nazim Hikmet, Yasar Kemal, Orhan Pamuk, Elif Safak, Murathan Mungan und Asli Erdogan.

Im Auftrag der Robert Bosch Stiftung erscheint eine Langfassung der Filme im Sommer 2011 als DVD-Edition.

Mehr unter: www.fftd.net

+++ 17.-22. März, Internationales Filmfestival, Ankara +++

Im Rahmen des 22. Internationalen Filmfestivals in Ankara wird am 21. und 27. März die preisgekrönte Dokumentation “Mordakte Hrant Dink. Armenier in der Türkei” (WDR/ARTE 2009) von Osman Okkan und Simone Sitte gezeigt.

Mehr unter: www.filmfestankara.org.tr

+++ 18. März, 19 Uhr, Rathaus Nettetal (Niederrhein) +++

Eröffnung der zweisprachigen Wanderausstellung „Erinnerungen an eine neue Heimat. Aus dem Leben deutscher Istanbulerinnen und türkischer Berlinerinnen“ im Rathaus Nettetal (bis 15. April).

Am 13. April um 19 Uhr findet ein Podiumsgespräch zum Thema „Sind Frauen die besseren Migranten?“ statt, mit Claudia Etges, Antonia Kotzampassi, Helma Josten u.a., moderiert von Dorte Huneke, Ort: Galerie im Rathaus, 1. Etage, Doerkesplatz 11, 41334 Nettetal

Die Ausstellung ist ein Projekt des KulturForum TürkeiDeutschland unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und Teil der Ernst Reuter Initiative für Dialog und Verständigung der Kulturen.

Mehr unter: www.das-kulturforum.de/?id=863 und www.erinnerungen-an-eine-neue-heimat.de

+++ 22. März, 20 Uhr, Comedia, Roter Saal, Vondelstraße 4–8, Köln-Südstadt +++

Im Rahmen der diesjährigen lit.COLOGNE (bis 26. März) stellt der bekannte türkische Künstler und Politiker Zülfü Livaneli seine autobiografische Erzählung “Roman meines Lebens” vor. Auf Deutsch vorgetragen von Mario Adorf. Moderation: Osman Okkan (ausverkauft)

Mehr unter: www.litcologne.de

+++ 26. März, 20:30 Uhr, WDR, Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz, Köln-Innenstadt +++

Im Rahmen der diesjährigen lit.COLOGNE (bis 26. März) stellt der türkische Nobelpreisträger Orhan Pamuk seinen Roman “Cevdet und seine Söhne” vor. Deutsche Übersetzung und auf Deutsch vorgetragen von Recai Hallac. Moderation: Hubert Spiegel (ausverkauft)

Mehr unter: www.litcologne.de

+++ 28. März, Istanbul +++

Nächster Verhandlungstag im Mordprozess Hrant Dink.

+++ 31. März, 20 Uhr, Roter Salon, Volksbühne Berlin +++

Filmvorführung: „Menschenlandschaften. Sechs Autorenportraits der Türkei“ (WDR 2010) von Osman Okkan im Rahmen des Türkischen Literaturfestivals DilDile in Berlin.

Mehr unter: www.das-kulturforum.de/?id=1000

+++ 2. April, 18 Uhr, Immanuelskirche, Sternstr. 73, Wuppertal-Oberbarmen +++
Uraufführung: „…wie eine Taube“ Oratorium für den ermordeten Journalisten Hrant Dink für Chor, Sprecher/in, Duduk, Baglama, Violine, Violoncello und Klavier nach Worten von Hrant und Rakel Dink, Bibel, Koran und west-östlicher Dichtung, Musik: Ulrich Klan sowie „Die Austreibung der Menschheit“ für Chor und Duduk nach dem Augenzeugen-Gedicht von Armin T. Wegner. Musik: David Haladjian. In deutscher, türkischer und armenischer Sprache.

Im Rahmen ihres Passionskonzertes veranstaltet von der Kantorei Barmen-Gemarke in Kooperation mit der Armin T. Wegner Gesellschaft. Karten-Vorverkauf: 0202/453660 oder 0202 / 592157

Mehr unter: www.armin-t-wegner.de

Mehr Informationen wie immer unter: www.das-kulturforum.de

Wir freuen uns, Sie bei diesen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Mit herzlichen Grüßen aus der Niederichstraße

Ihr KulturForum-Team

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Vielen Dank!

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TürkiyeAlmanya KültürForumu
Ehrenvorsitz/Hon.Pres.: Günter Grass, Yasar Kemal

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Fax +49 221 139 29 03
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Ausschreibung: Wettbewerb für AutorInnen mit Migrationshintergrund

IN ZUKUNFT

Wettbewerb für AutorInnen mit Migrationshintergrund

Ausschreibung
Das Westfälische Landestheater führt einen Wettbewerb für AutorInnen mit Migrations- hintergrund durch.
Ziel des Wettbewerbes ist es, Menschen zu ermutigen, für die Bühne zu schreiben, die sich bisher noch kaum im deutschen Theater vertreten sahen. Es geht darum, die Vielfalt kultureller Hintergründe innerhalb der deutschen Gesellschaft für die Bühne zu öffnen. Im Rahmen des Projektes werden die Bewerberinnen und Bewerber dabei unterstützt, Ideen und Geschichten für ein Theaterstück zu entwickeln, eine sprachlich eigene und geeignete Form zu finden und dramaturgische Verfahrensweisen zu entdecken.
Eine Auswahl von acht BewerberInnen erhält in der Spielzeit 2011/2012 die Möglichkeit zur Teilnahme an monatlichen Workshops. Diese werden am Westfälischen Landestheater über einen Zeitraum von acht Monaten und unter der Leitung der Autorin und Dozentin Maxi Obexer stattfinden.
Nach Abschluss dieser Workshop-Phase wird es szenische Lesungen der entwickelten Stücke geben sowie eine Uraufführung des Stücks, für das eine Jury die Auswahl trifft.
Bewerben können sich Menschen mit Migrationshintergrund. Es wird darum gebeten, einen fertigen Stücktext oder eine Textprobe von mindestens 20 Seiten einzureichen sowie ein Exposé für ein Theaterstück.

Teilnahmebedingungen
❖ Die Texte müssen bisher unveröffentlicht sein und in deutscher Sprache vorgelegt werden.
❖ Die Texte sind im Wordformat auf CD, sowie in fünf ausgedruckten Exemplaren ein- zureichen.
❖ Form der Einreichung: Name, Biographie, Postanschrift und Email-Adresse der Verfasserin / des Verfassers.
❖ Einsendeschluss ist der 15. Mai 2011

❖ Die TeilnehmerInnen verpflichten sich, ihre eingesandten und entwickelten Werke
bis zum Tag der Preisverleihung in keiner Form zu veröffentlichen.

❖ Die TeilnehmerInnen versichern, dass die eingesandten und entwickelten Werke
keine Rechte Dritter verletzen.

❖ Die TeilnehmerInnen erklären sich bereit, kostenfrei Lesungen der entwickelten
Werke im Zeitraum der Workshop-Phase zu erlauben, bzw. selbst durchzuführen.

❖ Die TeilnehmerInnen ermächtigen die Veranstalter des Wettbewerbs – ohne Verletzung
der Urheber- und Persönlichkeitsrechte – zur honorarfreien Veröffentlichung der
Arbeiten in einer Anthologie.

❖ Das Copyright bleibt bei den AutorInnen.

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Die Prämierung
Die Prämierung findet im Frühsommer 2012 statt.

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Atomkatastrophe in Japan: Türkei und Tepco – „Radioaktiver Tee schmeckt leckerer“

Von Kai Strittmatter, Istanbul

Der Umgang türkischer Politiker mit Atomkraft grenzte schon immer an Ignoranz. Jetzt will die Regierung in der Nähe von Erdbebengebieten Reaktoren bauen – ausgerechnet die Firma Tepco ist nun in Ankara, um das Geschäft festzumachen.

Greenpeace activists play dead in front of Energy Ministry building in Ankara Bild vergrößern  Atomkraft? Nein danke. Greenpeace demonstriert schon seit Jahren in der Türkei gegen den Bau von Kernkraftwerken. (© REUTERS)
Greenpeace activists play dead in front of Energy Ministry building in Ankara Bild vergrößern Atomkraft? Nein danke. Greenpeace demonstriert schon seit Jahren in der Türkei gegen den Bau von Kernkraftwerken. (© REUTERS)

Die Türkei hat bis heute kein Atomkraftwerk, die türkischen Politiker aber hatten schon immer ein sehr entspanntes Verhältnis zur Atomkraft und zu ihren Zerfallsprodukten. Gerade dann, wenn sich andere Sorgen machten. Der einstige türkische Handelsminister Cahit Aral zum Beispiel: Kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 erklärte er, jeder, der behaupte, die radioaktive Wolke habe die türkischen Tee-Anbaugebiete am Schwarzen Meer erreicht, sei ein „Atheist“ und „Verräter“. Später, als die Geigerzähler auch in der Türkei anschlugen, hielt er eine Tasse türkischen Tees in die Kamera und teilte mit, er trinke „sieben oder acht Tassen am Tag“. Turgut Özal, der Premierminister, setzte noch eins drauf: „Radioaktiver Tee“, schwärmte er, „schmeckt noch besser, noch leckerer.“

Der heutige Premier Tayyip Erdogan lässt sich nicht umsonst als Erbe Turgut Özals feiern. Wie jener entfesselt er die Kräfte des Marktes in einer staatsfixierten Nation, wie jener begeistert er sich für die Vorzüge des gespaltenen Atoms. Erdogan will den Türken ihre ersten Atomkraftwerke schenken. Die Welt überlegt sich den Ausstieg aus der Atomkraft – und die Türkei? Die steigt ein.

via Atomkatastrophe in Japan: Türkei und Tepco – „Radioaktiver Tee schmeckt leckerer“ – Politik – sueddeutsche.de.

Türkei hält an AKW-Plänen fest

Die Türkei hält trotz der jüngsten Nuklear-Katastrophe in Japan an ihren Atomkraft-Projekten fest. Die geplanten Kraftwerke entsprächen hohen Sicherheitsstandards, so Energieminister Yildiz. Experten sind eher skeptisch.

Noch hat die Türkei keine Atomkraftwerke, zwei davon aber sind in Planung. Sie gehören der vierten und jüngsten Reaktorgeneration an und sollen höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Der Bau des ersten türkischen Atomkraftwerkes in Akkuyu bei Mersin am Mittelmeer steht unmittelbar bevor. Das Bauprojekt wird von dem russischen Nuklearunternehmen Rosatom geleitet. Der Vertrag wurde letztes Jahr unterschrieben. Man geht davon aus, dass die Bauarbeiten Ende des Jahres beginnen werden. Allerdings befindet sich das südtürkische Akkuyu in unmittelbarer Nähe der Erdbebenspalte Ecemiş. Vor etwa 40 Jahren hatte eine Kommission von Wissenschaftlern den Bau eines Atomkraftwerks in dieser Gegend für unbedenklich erklärt.

 

Keine Erfahrungen mit „vierter Generation“

 

Brennende russische Flagge und ein muskulöser männlicher Oberkörper (Foto: Picture-Alliance/dpa/DW-Montage)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Kritiker fürchten Abhängigkeit von RusslandEiner dieser Wissenschaftler war Nuklear-Ingenieur Tolga Yarman. Mittlerweile hat er seine Meinung geändert. Er betont, man habe damals sehr großes Vertrauen in die Atomkraftwerke gehabt. Allerdings hätte sich dies nach der Nuklear-Katastrophe in Tschernobyl geändert. Zudem habe sich das Gebiet Akkuyu landwirtschaftlich und touristisch sehr entwickelt. Daher müsse man diese Entscheidung heute erneut überprüfen: „Ich habe vor einigen Jahren gesagt, dass man den Reaktor bei Akkuyu nicht bauen soll.“ Yarman befürchtet negative Auswirkungen auf den Standort für die Wirtschaftszweige, die sich inzwischen dort erfolgreich angesiedelt haben, insbesondere der Export von Obst und Gemüse sowie der Tourismus. „Bevor man diese Auswirkungen nicht untersucht hat, wäre es nicht korrekt, den Reaktor zu bauen.“ Die Ecemiş-Erdbebenspalte sei zwar damals bekannt gewesen, doch mögliche Gefahrenquellen seien nicht erforscht worden. Zudem sei das Wasser im Mittelmeer zu warm, um als Kühlwasser zu dienen.

 

Auch der Energieexperte Necdet Pamir vertritt die Meinung, dass der Bau eines Reaktors bei Akkuyu gewisse Nachteile für die Türkei hätte: „Die Türkei wird von Russland noch mehr abhängig sein.“ Das Land hinge momentan von den russischen Gaslieferungen ab, die Abhängigkeit von der Nuklearenergie käme noch hinzu, befürchtet Pamir. Außerdem habe man noch keine Erfahrungen mit dem geplanten jüngsten Reaktor-Typ VVER 1200, gibt der Energieexperte zu bedenken.

 

Atomausstieg umstritten

 

Eine Fähre zieht an der Kulisse der Hafenstadt Istanbul vorüber (Foto: Picture-Alliance/dpa)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Sicheres AKW auch in Istanbul denkbar, so ein ExperteNach Akkuyu plant die Türkei den zweiten Reaktor in Sinop, in der nördlichsten Stadt der Türkei, zu bauen. Da das Erdbebenrisiko hier ziemlich gering ist, habe man diesen Ort ausgesucht, so das Argument der Atomkraftbefürworter. Die Regierung plant, diesen Reaktor von Japanern bauen zu lassen. Die Verhandlungen dauern noch an. Energieexperte Necdet Pamir meint, dass dies auch kein sicheres Projekt sei: „Für den Bau eines Reaktors wurde für Sinop noch keine Genehmigung erteilt. Diese Entscheidung betrifft unmittelbar die Menschen, die in der Umgebung leben und sollte durch einen Volksentscheid gefällt werden. Es gibt zu viele Unwägbarkeiten, deshalb denke ich, dass Sinop auch nicht geeignet ist.“

 

Der ehemalige Vorsitzende der türkischen Atomenergie-Behörde, Cengiz Yalçın, meint, dass nukleare Katastrophen alleine kein Grund seien, aus der Nuklearenergie auszusteigen. Ihm zufolge ist es möglich, sogar in einer stark erdbebengefährdeten Stadt wie Istanbul ein Atomkraftwerk zu bauen, wenn alle Sicherheits-Maßnahmen getroffen werden: „Das Erdbebenrisiko wird in Betracht gezogen, dies wird in die statischen Berechnungen mit einbezogen. Danach wird ein Bauplan erstellt. Wenn der Reaktor nach diesem Plan gebaut wird, stellt ein Erdbeben kein großes Risiko dar. Der Bau des Reaktors muss ganz genau und planmäßig durchgeführt werden.“

 

Experten setzen auf Alternativen

 

Die türkische Wirtschaft verzeichnet in den letzten Jahren ein hohes Wachstum. Daher stellt sich die Frage, wie dieses Land in den nächsten Jahren den steigenden Energiebedarf decken soll. Das Argument der Kernenergie-Befürworter lautet, die Türkei benötige unbedingt Atomenergie. Energieexperte Necdet Pamir meint, es gebe auch andere Möglichkeiten wie Braunkohle oder erneuerbare Energien wie Wind und Sonne. Er sagt, Atomenergie sollte nicht unbedingt ausgeschlossen werden, aber die Voraussetzungen müssten stimmen: „Wir sind Ingenieure. Wir ziehen alle Technologien in Betracht. Es heißt, die Reaktoren der vierten Generation sind besser.“ Zunächst müssten alle Risiken überdacht werden. Eine endgültige Entscheidung könne danach gefällt werden, so Pamir.

 

Autorin: Başak Özay

Redaktion: Mirjana Dikic / Robert Schwartz

Rezension: Islamverherrlichung

 

Rezension

Schneiders, Thorsten (Hrsg.), 2010: Islamverherrlichung. Wenn die Kritik zum Tabu wird. 401 S. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 978-3-531-16258-4.

„In den Dialog treten heißt, eingestehen, dass auch der Andere Recht haben kann“ (Hans Georg Gadamer) mit diesem Zitat endet Haci-Halil Uslucan seinen Beitrag innerhalb des umfangreichen Sammelbandes von Gerald Schneiders. Auch in diesem Band liest sich das „Who is Who“ der Islam- und Integrations-Gallionsfiguren Deutschlands, wie etwa Katajun Amirpur, Hartmut Bobzin, Kemal Bozay, Rainer Brunner, Rabeya Müller u.a.

Der gesamte Band ist aufgeteilt in drei große Kapitel:

  • Grundlagen des theoretischen Diskurses,
  • Gegenwärtiger Umgang mit dem islamischen Erbe in Europa
  • Verhalten und Eigendarstellung von Muslimen in Deutschland

 

Ein Vierhundertseitenwerk zu rezensieren stellt eine besondere Herausforderung dar, wenn die wissenschaftlich besonders wertvollen Erkenntnisse kurz und knapp dargestellt werden sollen. An dieser Stelle kann lediglich eine Auswahl aus den vielfältigen Erkenntnissen wiedergegeben werden.

Wussten Sie, dass es drei Hauptansätze zur Interpretation der frühen Quellen zum Islam gibt? David Kiltz verdeutlicht dies mittels des traditionalistischen, des revisionistischen und des integrativen Ansatzes. (Vgl. S. 19 ff.) In seinem Beitrag „Schatten über den Anfängen – Was sagen frühe Quellen zum Islam über das aus, was wirklich war?“ geht er – vereinfacht ausgedrückt – drei Erklärungsansätzen früherer Quellen nach. Hierbei unterscheidet er innerislamische literarische Quellen, außerislamische literarische Quellen und Realien bzw. Inschriften und bildliche Darstellungen.

Die „Traditionalisten“ in der islamischen Welt folgen nach Kiltz im Wesentlichen der innerislamischen Überlieferung, d.h. der Tradition. Dabei wird diese als weitgehend historisch korrekt angesehen. In der traditionellen westlichen Islamwissenschaft werden nach Kiltz die klassischen islamischen Werke nach kritischer Sichtung ebenfalls als wesentliche Basis für die frühislamische Geschichte verwendet. (Vgl. S. 20) Zu den Vertretern der „klassischen Schule“ werden bspw. William Montgomery Watt und Rudi Paret gezählt.

Im revisionistischen Ansatz werden die islamischen Prophetenbiographien und Erzählungen zu historischen Ereignissen als „heilsgeschichtliche“ Konstrukte abgelehnt. John Wansbrough, Patricia Crone und Michael Cook werden  hierbei zu den bekannten Vertretern dieser Richtung gezählt. Crone habe sogar versucht, ganz ohne traditionelle islamische Quellen  eine Rekonstruktion der frühislamischen Geschichte vorzunehmen und sich dabei nur mit außerislamischen Quellen befasst. (vgl. S. 21). Der vor allem bekannteste Vertreter der revisionistischen Richtung ist der Islamwissenschaftler Muhammad Sven Kalisch, der die Existenz des Propheten „Muhhammad“ gemäß dieser Richtung negiert. Seiner Ansicht nach hat es den Propheten nicht gegeben. (Vgl. S. 21)

Der dritte als „integrative“ Schule bezeichnete Ansatz erachtet die Herkunft des Propheten Muhammed aus Mekka als wahrscheinlich und versucht die verschiedenen Quellen zu harmonisieren. Hierbei soll der Blick „von außen“ helfen, den Koran nicht als historisch unmittelbar auswertbare Quelle zu sehen, sondern als literarisch-kodierte Aussage über seine Zeit und über seine Genese. Zu den Vertretern dieses Ansatzes werden u.a. Angelika Neuwirth, Gabriel Said Reynolds, Michael Cuypers etc. gezählt. (Vgl. S. 26)

Im Beitrag von Felix Körner „Der Koran ist mehr als die Aufforderung, anständig zu sein. Hermeneutische Neuansätze zur historisch-kritischen Auslegung in der Türkei“ werden türkische Theologen und ihre historisch-kritische Schriftauslegung näher betrachtet. (Vgl. S. 29 ff.) Er versucht dies am Beispiel der Neuansätze von zwei türkischen Wissenschaftlern namens Mehmet Pacaci und Ömer Özsoy darzustellen. Beide haben beachtliche akademisch-theologische Karrieren. Mehmet Pacaci arbeitet im türkischen Staatsdienst als Religionsattaché in Washington D.C. und Ömer Özsoy als Professor für Islamische Religion an der Universität Frankfurt. Körner konstatiert den beiden „ein hohes Maß an historisch-kritischem Denken“: sie berücksichtigen u.a.

  • das Bezogenheitskriterium, d.h. der Koran ist kontextbezogen zu verstehen, auszulegen und zu rekonstruieren;
  • das Beschränktheitskriterium, d.h. der Koran kann hinsichtlich seiner Botschaft und Formulierung unterschiedlich verstanden werden. Damit ist ein Verständnis für die Beschränktheit von Formulierungen zu zeigen.
  • das Abstands-Kriterium, d.h. Skepsis gegenüber der Verschriftlichung des Koran dahingehend zu zeigen als dass der Leser den Appell im Koran, die angestrebte Suggestion wie auch den Unterscheid zwischen zeitgenössischem und dem koranischen Arabisch bewusst und mit geschichtlichem Abstand versteht.

Die kritische Reflexion der Historizität und der Gegenwart in der theologischen Auslegung sei mittels der beiden Wissenschaftler in der türkischen islamischen Theologie nachvollziehbar geworden. (Vgl. S. 43) Dies habe Aussicht auf großen Erfolg für die Zukunft.

In diesem Sinne kann das Zitat von Thomas Morus im Beitrag von Ömer Özsoy und Serdar Günes wiedergegeben werden, wonach die Tradition nicht das Halten der Asche, „sondern das Weitergeben der Flamme“ (S. 82) der neuen islamisch-theologischen Erkenntnisse ist. Im Sammelband wird deutlich, dass ein geistiger Aufbruch in ein neues Zeitalter im gegenseitigen Austausch der Religionen und Kulturen schon längst begonnen hat.  Denn wie Özsoy/Günes schreiben, ist das, was uns als fertiges Produkt der islamischen Tradition vorliegt, die gewachsene Interaktion mit dem Abendland. (Vgl. S. 81)

Die Überschrift des Sammelbandes verweist nach eingehendem Studium der einzelnen Beiträge darauf,  dass in diesem Band solche Kritiker zu Worte kommen, die ihren Beitrag für die Weiterentwicklung der islamischen Theologie, Kultur etc. durch wertvolle Kritik leisten. Daher passt die Überschrift der „Islamfreundlichkeit“ und ihre Gegenüberstellung zum ersten Sammelband „Islamfeindlichkeit“: im ersten Sammelband geht es um die Darstellung teilweise nicht konstruktiver bis hin zu vernichtender Kritik; im zweiten Sammelband um die Darstellung einer eher als wohlwollend zu bezeichnenden Kritik am Islam. Beide Sammelbände verdienen eine exzeptionelle Stellung innerhalb der Wissenschaft.

Askim Müller-Bozkurt, Kerpen

Die Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei ist bedroht

Aufruf an die Öffentlichkeit !

Die Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei ist bedroht – regierungskritische Journalisten werden mit Hilfe von Sondergerichten verfolgt und eingeschüchtert!

11. März 2011

Wir, als europäische Politiker/innen, die aus der Türkei stammen, sind wir tief besorgt über die systematische Verfolgung kritischer Journalist/innen und über die Missachtung der Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit und der demokratischen Grundprinzipien in der Türkei.

Die Sondergerichte, die nur für Ausnahmesituationen und für schwere politische Straftaten errichtet wurden und deren Auflösung die EU seit Jahren verlangt, haben bisher 63 Journalisten wegen ihrer kritischen Berichterstattung und Publikationen inhaftiert. Die Inhaftierungen finden im Rahmen der Ermittlungen gegen das mutmaßliche Terrornetzwerk „Ergenekon“ statt. Die jüngste Inhaftierung der Journalisten Nedim Şener und Ahmet Şık, allseits als politisch unabhängige und stets sachliche Berichterstatter und Autoren bekannte Journalisten, zeigt das Ausmaß der Gefahr, der regierungskritische Journalisten und Autoren ausgesetzt sind.

Der ehemalige Polizeipräsident der Provinzstadt Eskişehir Hanefi Avcı, wurde nach dem Erscheinen seines Bestsellers inhaftiert, weil er in seinem Buch die rechtswidrigen Aktivitäten der islamistischen „Gülen Bewegung“, insbesondere deren Versuch, den Geheimdienst und den Polizeiapparat der Türkei im Sinne ihrer Organisation zu unterwandern, ausführlich belegte.

Die im Rahmen der „Ergenekon-Ermittlungen“ in Nacht- und Nebelaktionen inhaftierten bekannten Journalisten Mustafa Balbay und Tuncay Özkan befinden sich ebenso wie hunderte weitere Personen seit rund drei Jahren ohne eine rechtsgültige Verurteilung in Untersuchungshaft.

Jeder Staat hat das Recht, mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen Straftäter vorzugehen. Dies darf jedoch nicht als Vorwand für die Verfolgung und Unterdrückung von Regierungskritikern und der Opposition missbraucht werden.

Die Regierung des Ministerpräsidenten Erdoğan hat offensichtlich Schwierigkeiten mit kritische Presse, will keine Kritik von Wissenschaft, Gewerkschaften, ja nicht einmal von Arbeitgeberverbänden zulassen.

Eine Reihe von Tageszeitungen und Fernsehanstalten wurden mit Staatskrediten von regierungsnahen Kreisen bereits übernommen. Unter dem systematischen Druck der Regierung wurden namhafte Kolumnisten, u.a. der meistgelesenen Tageszeitung Hürriyet, entlassen, zum Beispiel Emin Çölaşan, Bekir Coşkun und Oktay Ekşi. Zahlreiche kritische Fernsehsendungen wurden auf Druck der Regierung ebenfalls aus dem Programm genommen, so auch die sonntägliche Talkrunde der Journalistin Ruhat Mengi bei Star-TV. Der Journalistenverband der Türkei hat bereits in vielen Großstädten des Landes gegen diese massive Einschränkung der Pressefreiheit protestiert.

Diese Verfolgungsmaßnahmen und Einschüchterungsversuche der AKP-Regierung gehen selbst dem US-Botschafter in Ankara zu weit: „Hier wird von Pressefreiheit gesprochen, aber die Journalisten werden inhaftiert, dies kann ich nicht verstehen“, sagte er kürzlich und erntete prompt heftige Kritik vom Ministerpräsidenten Erdogan.

Ministerpräsident Erdoğan versuchte sogar den größten Industrie- und Arbeitgeberverband der Türkei (TÜSIAD) mit der Drohung einzuschüchtern: „Wer nicht auf unser Seite steht, wird beiseite gefegt“.

Laut offiziellen Angaben werden die Telefone von 80.000 Menschen abgehört, viele davon illegal und ohne jegliche Rechtsgrundlage. Die Abhörprotokolle dienen dann als Hauptbeweismittel bei Prozessen oder werden regierungsnahen Medien zugespielt, ohne Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen.

In der Türkei wird von einem „Angst- und Polizeistaat“ gesprochen. Jeder, der sich regierungskritisch äußert, kann jeder Zeit willkürlich unter dem Verdacht der „Volksverhetzung und der Mitgliedschaft im mutmaßlichen „Ergenekon-Netzwerk“ festgenommen und jahrelang ohne Verurteilung inhaftiert werden. So erging es bereits mehreren Hundert Menschen, die seit Monaten und teilweise Jahren in Untersuchungshaft sitzen.

Der Verband der türkischen Richter und Staatsanwälte, die Rechtsanwaltskammer und viele namhafte Juristen warnen vor einer Aufhebung der Gewaltenteilung und Politisierung des Justizwesens. Damit ist die Unabhängigkeit der Justiz extrem bedroht.

Die Türkei erlebt derzeit eine zunehmende Polarisierung und Spaltung, die uns große Sorgen bereitet. Sie gefährdet die politische Stabilität und vor allem die Achtung der Menschenrechte, der Presse- und Meinungsfreiheit und die Zukunft der Demokratie und des Rechtsstaates.

Menschenrechte sind universale Rechte und sie sind nicht teilbar. Deshalb bitten wir vor allem die Menschenrechtsorganisationen, die Menschenrechtsausschüsse der Parlamente. amnesty international, die Journalisten-Verbände, die Medien, aber auch die Freunde der Türkei, die Entwicklung kritisch aufmerksam zu verfolgen.

Zeigen Sie sich solidarisch und ergreifen Sie Partei für die Achtung der Menschenrechte, der Presse- und Meinungsfreiheit und für einen funktionierenden demokratischen Rechtsstaat! Diese Rechte sind nicht verhandelbar!

Unterzeichner des Aufrufes:

Hüseyin Arac, Abgeordneter des Dänischen Parlaments

Filiz Demirel, Abgeordneter der Bürgerschaft von Hamburg

Hasan O. Kamber, Abgeordneter des Kantons Basel

Prof. Dr. Hakkı Keskin, 2005-2009 MdB und Mitglied des Europarates

Dilek Kolat, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

Alev Korun, Abgeordnete des Wiener Parlaments

Özcan Mutlu, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

Mustafa Kemal Öztürk, Mitglied der Bürgerschaft von Bremen

Filiz Polat, Abgeordneter des Parlaments von Niedersachsen

Ülker Radziwill, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

Serkan Tören, Mitglied des deutschen Bundestages

Arif Ünal, Abgeordneter desLandtages NRW

Turgut Yüksel, ehm. Mitglied des Hessischen Landtages.