Türkei begeht Holocaust-Gedenktag erstmals

27. Januar 2011
Türkei begeht Holocaust-Gedenktag erstmals

… in der Türkei (wurde) der Holocaust-Gedenktag erstmals mit einem offiziellen Akt begangen. Zu der Feierstunde am Donnerstag wurde unter anderen der Gouverneur von Istanbul, Avni Mutlu, erwartet. Die Regierung in Ankara erklärte, die Türkei werde weiterhin der Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Es gelte, Lehren aus dem Holocaust zu ziehen und Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu bekämpfen.

Seit Monaten sind die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel wegen des israelischen Angriffs auf eine Gaza-Hilfsflotte angespannt. Elitesoldaten der israelischen Marine hatten am 31. Mai 2010 neun Aktivisten an Bord der „Mavi Marmara“ getötet, nachdem diese sich geweigert hatten, das türkische Schiff in internationalen Gewässern zu übergeben. Ende Dezember hatte die türkische Regierung allerdings erklärt, mit Israel Frieden schließen zu wollen.

Zuvor müsse sich die Regierung in Jerusalem allerdings für den Angriff entschuldigen und eine Entschädigung anbieten. Die Entscheidung Ankaras, den Holocaust-Gedenktag ausgerechnet dieses Jahr erstmals mit einem offiziellen Akt zu begehen, dürfte als weiterer Schritt gewertet werden, um die Spannungen zu überwinden.

http://www.net-tribune.de/nt/node/35241/news/Tuerkei-begeht-Holocaust-Gedenktag-erstmals/site/2

Kino : „Tal der Wölfe“ und andere türkische Filme erobern Kinos in Deutschland

Hat noch keine Altersfreigabe für deutsche Kinos: „Tal der Wölfe – Palästina“. © Pera Film

Kino : „Tal der Wölfe“ und andere türkische Filme erobern Kinos in Deutschland
Film, 26.01.2011, Mona Contzen

Essen. Immer mehr türkische Kassenschlager schaffen es auch in die deutschen Kinos. Nicht nur der umstrittene „Tal der Wölfe“-Film, der am Donnerstag nun doch nicht startet, wirft dabei Fragen nach Integration und Identität auf

(…)
http://www.derwesten.de/kultur/film/Tal-der-Woelfe-und-andere-tuerkische-Filme-erobern-Kinos-in-Deutschland-id4211581.html

Die Namen der jüdischen Opfer in Kerpen

Ein Bild vom zukünftigen Standort machten sich die Ausschussmitglieder. Im Hintergrund das Mahnmal von Hermann Josef Baum für die Opfer des Nationalsozialismus. (Foto: Ritter)

Mahnmal
Die Namen der jüdischen Opfer
Von Gregor Ritter, 27.01.11
Es ist entschieden: Eine Gedenktafel für die insgesamt 129 deportierten und ermordeten Juden aus Kerpen soll errichtet werden. In die 1,70 Meter-hoche Tafel werden sogar ein Stück Mauer und Eisen aus dem Konzentrationslager Auschwitz eingearbeitet.

KERPEN – Der Weg zum Gedenken war lang – nun aber ist endlich beschlossene Sache, dass eine Tafel errichtet werden soll, auf der die Namen der 129 im Nationalsozialismus deportierten und ermordeten jüdischen Kinder, Frauen und Männer aus Kerpen verzeichnet werden.
Der Kulturausschuss folgte der Vorlage der Verwaltung, nach der das Mahnmal aus einem in zwei Teile geschnittenen, rund 1,70 Meter hohen Diabas-Felsen bestehen soll, zwischen dessen Hälften eine Bronzetafel angebracht wird. Bei rund 9000 Euro liegt das Angebot eines Steinmetz-Betriebes aus Sindorf, insgesamt rechnet die Stadt mit Aufwendungen von rund 10 000 Euro. Ein Stück Mauerwerk sowie ein Moniereisen aus dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz sollen integriert werden.

Als Aufstellungsort favorisiert die Verwaltung einen Platz auf der Grünfläche am Friedhof Kerpen, auf der sich das von Hermann Josef Baum geschaffene Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus befindet.

Im Allgemeinen begrüßten alle das Vorhaben, zu der Platzierung des Mahnmals jedoch äußerten einige Politiker Bedenken. Wolfgang Scharping (BBK / UWG), der vor Jahren bereits angeregt hatte, die sogenannten Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig zu verlegen, hätte sich ebenso wie Bernd Krings (Grüne) eine Aufstellung an einem zentraler gelegenen Ort wie Rathaus oder Stiftsplatz gewünscht. Angesichts des sensiblen Themas wolle er aber nicht in eine Diskussion einsteigen, sagte Wolfgang Scharping, und betonte: „Ich bin grundsätzlich froh, dass es endlich passiert.“ Eine Aufstellung in der Kerpener Innenstadt oder aber am jüdischen Friedhof favorisierte Christdemokrat Addy Muckes.

Der Zeitplan sieht vor, dass das Mahnmal am Mittwoch, 9. November, bei dem Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht der Öffentlichkeit übergeben wird. Ob dies realisierbar sei, auch wenn noch Angebote anderer Steinmetze eingeholt werden würden, wollte Bernd Krings wissen. Dem Beschlussentwurf, in dem auch das Datum festgeschrieben sei, habe sie nichts hinzuzufügen, erwiderte Bürgermeisterin Marlies Sieburg knapp.

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1295371246347.shtml

Bundestag gedenkt der Holocaust-Opfer

Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Zoni Weisz (r.) mit Kanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Lammert

27.01.2011
Bundestag gedenkt der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag hat der Bundestag an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Mit dem Holocaust-Überlebenden Zoni Weisz war erstmals ein Vertreter der Sinti und Roma als Gastredner geladen.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14798775,00.html?maca=de-newsletter_de_themen-2076-html-nl

„Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Oder: Die Abschaffung der Kindheit“

„Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Oder: Die Abschaffung der Kindheit“

Veranstaltung im ´Haus der Stadt` in Düren am 08. Februar 2011 ab 19 Uhr

Der Jugendpsychiater und Buchautor Dr. Michael Winterhoff hat mit dem Bestseller „Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Oder: Die Abschaffung der Kindheit“ eine gesellschaftliche Debatte losgetreten. Er hat die These entwickelt, dass sich immer mehr Erwachsene in Beziehungsstörungen mit ihren Kindern befinden. Als Folge weisen Kinder und Jugendliche Defizite in grundlegenden sozialen Kompetenzen auf und scheitern an der Integration zunächst in den schulischen Klassenverband, später in das Arbeitsleben. Daher stellt Winterhoff die Frage: „Wie hat man sich Ausbildungschancen von Jugendlichen vorzustellen, die Fremdbestimmung nicht aushalten und unvermeidliche Frustrationen nicht verarbeiten können?“ Im Anschluss an seinen Vortrag können Fragen gestellt werden.
Karten im Vorverkauf 3,-€, an der Abendkasse 5,-€.
Informationen unter 02421/252177

Integrationspolitik in den Niederlanden – Konflikte und Perspektiven des Zusammenlebens

173 Einladung_Integrationspolitik in den NL

Einladung

An alle interessierten Personen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich ein:

Integrationspolitik in den Niederlanden – Konflikte und Perspektiven des Zusammenlebens

Prof. Paul Scheffer, Sozialwissenschaftler und Publizist der Niederlande , Universität Amsterdam

Montag, den 7. Februar 2011 um 18 Uhr

Eintritt frei

Ort: Rathaus, Saal Westfalia, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund

Zuwanderer verändern unsere Gesellschaft. Der niederländische Sozialwissenschaftler Paul Scheffer hat im Jahr 2000 mit seinem Artikel „Das multikulturelle Drama“ die Diskussion um die Zuwanderer in den Niederlanden angestoßen. Heute stehen die Niederlande, einst gefeiert für ihren toleranten Umgang mit Minderheiten, vor dem Scherbenhaufen ihrer Integrationspolitik. Rechte Populisten wie Geert Wilders punkten bei den Wählern vor allem mit ihrem Hass und ihrer Kritik an den muslimischen Zuwanderern.

Wie geht die niederländische Gesellschaft heute mit Zuwanderung und Integration um? Welche Konflikte haben sich entwickelt? Was lief schief? Und wie kann das Zusammenleben besser organisiert werden?

Paul Scheffer (Jahrgang 1954) ist einer der einflussreichsten Sozialwissenschaftler und Publizisten der Niederlande. Seit 2003 ist er Inhaber des Wibaut-Lehrstuhls für Probleme der Großstadt an der Universität von Amsterdam. Auf Deutsch erschien von ihm zuletzt „Die Eingewanderten. Toleranz in einer grenzenlosen Welt“ (Hanser).

In der Reihe „Nordrhein-Westfälische Migrationsgespräche“
Eine Veranstaltung der Auslandsgesellschaft NRW in Kooperation mit dem Integrationsrat der Stadt Dortmund und dem Rat der muslimischen Gemeinden in Dortmund.

Anmeldung erbeten: eberhardt@agnrw.de, mit beigelegtem Antwortbogen per Fax (0231) 838 00 56, Tel.0231 838 00 41

Über Ihren Besuch würden wir uns sehr freuen.

Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand

Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand: Ein empirischer Gegenentwurf zentraler Thesen Thilo Sarrazins mit Bezug auf Muslime in Deutschland

Das durch die Sarrazin-Debatte stark defizitär geprägte öffentliche Bild „der Muslime“ in Deutschland entspricht nicht dem Sachstand der tatsächlich messbaren Integrationserfolge, wie sie von namhaften Forschungseinrichtungen und -institutionen oder Marktforschungs-instituten erhoben und erforscht werden. Deren wissenschaftliche Analyse ist leider im politischen Diskurs dem Bauchgefühl einer meinungsbildenden Mehrheit unterlegen. Gegenläufige Trends und Ergebnisse, die von der Wissenschaft gemessen werden verschärfen eher das Misstrauen gegenüber der Forschung, als zu einem Stimmungs-wechsel innerhalb der Gesellschaft zu führen.

Die hier dargestellte empirische Datensammlung soll dennoch eine kritische Bestandsaufnahme der von Thilo Sarrazin in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ (Wiesbaden, 2010, 1. Auflage) verwendeten Daten ermöglichen – speziell von jenen aus dem 7. Kapitel „Zuwanderung und Integration“. Einzelne Textpassagen und Zitate aus anderen Kapiteln seines Buches sowie explizite Aussagen zu „Muslimen“ in Interviews fanden hierbei ebenfalls Berücksichtigung.

Das daraus entstandene und nun vorliegende Dossier möchten die Autoren dazu nutzen, die empirische Sachlage zum Stand der Integration von „Muslimen“ in Deutschland unter den Aspekten der strukturellen, kulturellen und sozialen Vergemeinschaftung zusammenzutragen, um sie mit den diesbezüglichen Aussagen von Thilo Sarrazin zu vergleichen.

http://www.heymat.hu-berlin.de/sarrazin2010

Muslime, integrationsunwillig? – Ein Milieubericht von Ahmet Toprak

“Cover des Buches von Ahmet Toprak;
Quelle:Lambertus-Verlag”

Kultur + Social Media
Muslime, integrationsunwillig? – Ein Milieubericht von Ahmet Toprak
Sonntag, den 12. September 2010 um 19:41 Uhr von Claus-Dieter Stille

Es schmerzt schon sehr, dass die kruden – auch durch den ihnen verpassten pseudowissenschaftlichen Anstrich nicht besser gewordenen und für einen vernünftigen gesellschaftliche Diskurs untauglichen (außer vielleicht für bestimmte Stammtische) – Thesen des “Hobby-Genforschers” Thilo Sarrazin so entsetzlich viel Aufmerksamkeit zuteil werden. Eines wegen haarsträubender Äußerungen zu gesellschaftlichen Problemen schon lange umstrittenen und mehrfach negativ aufgefallenen Mannes, der die Gesellschaft offenbar nur aus der Sicht des Volkswirtschaftlers sieht und von daher die Menschen in ausschließlich ökonomisch nützliche und weniger nützliche (von daher überflüssige?) einteilt.
Sicherlich ist eine Debatte um die Integration von Migranten wichtig und auch (nach jahrzehntelanger Vernachlässigung) dringend notwendig. Doch so wie Sarrazin sie betreibt, spaltet er die Gesellschaft nur. Vor allem dann, wenn man nur von oben herab über die Migranten und nicht auf Augenhöhe mit ihnen über ihre Probleme und ihr Leben bei uns spricht. Und dabei Kritik übt (”Was man ja wohl noch tun darf!”, Volksmund) mit pseudowissenschaftlichen Begründungen vermengt, um so ohnehin bestehende Vorurteile zu untermauern. Ein Vorgehen, was aber letztlich nur zu einem verzerrten Bild von der Wirklichkeit führt.
Ahmet Toprak befragte für seinen Milieubericht 124 vermeintlich integrationsunwillige Muslime
Bedauernswert ist, dass im Gegensatz zu den von Thilo Sarrazins fragwürdigen in Buchform vorliegenden Ergüssen, eine andere, ähnliche Themen behandelnde, aber wissenschaftsbasierte Veröffentlichung vermutlich nie eine derartige mediale Aufmerksamkeit bzw. quantitativ hohe Rezeption durch Leserinnen und Leser erfahren wird. Gerade deshalb aber möchte ich sie hier zur Lektüre empfehlen. Es handelt sich hierbei um einen Milieubericht. Er trägt den Titel “Integrationsunwillige Muslime?” Verfasst hat den Bericht Dr. phil. Ahmet Toprak. Ein Diplompädagoge, welcher Professor für Erziehungswissenschaften an der Fachhochschule Dortmund ist. Toprak hat für seinen Bericht 124 vermeintlich “integrationsunwillige” Muslime im Alter von 15 bis 74 Jahren (unter ihnen 71 Männer und 53 Frauen) in den Großstädten Berlin, Dortmund und München interviewt. Befragt wurden die Probanden u. a. zu den Themen Kopftuch, Zwangsheirat, Gewalt, “Ehrenmord”, Sexualität, Homophobie sowie zu Islamismus und Terrorismus. Allein schon beim Thema Kopftuch wird durch Topraks Arbeit deutlich, wie sehr eine differenzierte Betrachtung im Einzelfall von nötig ist. Denn es kommt heraus, wie unterschiedlich das Tragen des Kopftuchs seitens ihrer Trägerinnen gehandhabt bzw. im Einzelnen begründet wird. Dieses “Stückchen Stoff” ist beileibe nicht immer “ein Zeichen für die Unterdrückung” der Frau. Das Kopftuch wurde oder wird durchaus auch aus Gewohnheit, Tradition oder dem Schutz vor Umwelteinflüssen getragen. Es wird aber sicher in anderen Fällen auch als politisches, bzw. Zeichen von Selbstbewusstsein benutzt. Es gibt fast nichts, was es nichts gibt.
Bahar
So trägt etwa die 23-jährige Bahar (sie studiert im siebten Semester Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München) Kopftuch, obwohl in ihrer Familie traditionell kein Kopftuch getragen wird. Ihre Familie akzeptierte dies Entscheidung. Verstanden hat sie diese jedoch nicht. Aufgrund eines entsprechenden Verbots könnte Bahar in der Türkei nicht studieren. In Deutschland ist es hingegen möglich. Doch wird sie hier mit einem qualifiziertem Abschluss auch eine adäquate Stelle bekommen? Für Bahar steht fest: Nein. Bahar: “Ja, ich wollte Staatsanwältin werden. Aber das kann ich nicht, weil ich mein Kopftuch nicht ablegen möchte.” Bahar wird wohl Rechtsanwältin werden oder in die freie Wirtschaft gehen. Ist die Kopftuch tragende Bahar ein Beispiel von Desintegration? Mitnichten. Ihr Beispiel zeigt wie wichtig es ist immer genau zu differenzieren. Leute wie Sarrazin jedoch sorgen mit dem Geplapper über “türkische und arabische Migranten in Berlin, die außer der Reproduktion von ‘Kopftuchmädchen’ keinen weiteren gesellschaftlichen Beitrag leisten würden, dafür (…), (…)dass das Kopftuch in der Wahrnehmung eindeutig für Desintegration steht…” (Ahmet Toprak).
Osman
Berührend auch die Geschichte des 17-jährigen Osman. Als jüngster in der Familie wird er von seinem Vater und dem älteren Bruder beauftragt seine “Lieblingsschwester” – die für ihn so etwas wie eine zweite Mutter war – umzubringen (denn Osman hätte als jugendlicher Täter für Mord nur die Höchststrafe von 10 Jahren Haft zu erwarten), weil die ihren Ehemann verlassen hat, welcher sie regelmäßig schlug. Die Tat jedoch schlägt fehl, weil Osman zu aufgeregt war und die Schwester lediglich am Oberschenkel verletzte, weil er beim Zustechen stürzte. Später erfährt Osman von seiner Schwester, dass der Vater sie früher missbrauchte. Er bricht mit dem Vater. Er bedauert seine Tat zutiefst. Heute sind beide nicht mehr nur Geschwister, sondern Freunde. Nebenbei bemerkt: Osman schloss die Hauptschule mit einem Notendurchschnitt von 1,7 ab…
Problem Islam?
Schnell wird dank Topraks Buch offenbar, dass viele Erscheinungen und Problematiken im Leben muslimischer Migranten gar nicht ursächlich mit dem Islam in Verbindung stehen bzw. überhaupt in dieser Religion gründen. Vielmehr geht manch heute als kritikwürdig betrachtete Verhaltensweise auf archaische Traditionen zurück. Und wird von einem bestimmten Teil von Migranten hierzulande hauptsächlich zwecks der Selbstvergewisserung in der Fremde unhinterfragt weiter fortgeführt. Was vor allem auch mit dem Bildungsstand der Familie zutun hat. Schließlich hat Deutschland vor vierzig Jahren hauptsächlich ungebildete “Gastarbeiter” ins Land geholt. Das wirkt bis heute nach. Jedenfalls dann, wenn nachfolgende Generationen nicht aus diesen archaischen Traditionen ausbrechen können oder wollen.
Auch Zwangsheiraten werden mit dem Islam in Verbindung gebracht, wie Imam Abdullah, 41, Berlin im Buch zitiert wird. “Es soll” deshalb “darüber aufgeklärt werden, dass einige eher archaisch und patriarchalisch geprägte Traditionen, wie zum Beispiel Zwangsheirat und Ehrenmorde, die mit dem Islam in Verbindung gebracht werden, differenziert gesehen werden müssen, da der Islam Zwangsverheiratung und Gewalt ablehnt.” Was allerdings nicht immer einfach sein dürfte, da in vielen Moscheevereinen kein ausgebildeter – sondern nur ein selbsternannter (sogenannter) – Imam zur Verfügung steht.
Soziale Herkunft und Bildung
Die von Ahmet Toprak befragten Menschen haben ihre familiären Wurzeln vor allem in ärmlichen und ländlichen Gebieten der Türkei, Syriens, Iraks und des Libanons. Es sind Schüler, Studenten, Arbeiter, Angestellte oder Erwerbslose bzw. Hausfrauen. Neun von ihnen haben einen Universität- bzw. Fachhochschulabschluss. Allein 60 haben keine abgeschlossen Berufsausbildung.
Die Integration und der Gemüsehändler
Für pure Integrationsunwilligkeit von Muslimen hierzulande zeigen sich in Ahmet Topraks Buch keine Beispiele. Um davon zu sprechen, muss nämlich erst einmal geklärt werden, was unter Integration überhaupt zu verstehen ist. Integriert sind doch im Grunde genommen diejenigen, welche eine gute Arbeit haben, um sich und ihre Familie gut ernähren und die Wohnung gut einrichten zu können. Auch gerechte Bildungschancen gehören freilich dazu. Bei alldem haben Migranten nicht immer gute Karten. Deshalb ärgern sie sich, wenn sie, deren Eltern nur einfache bildungsferne Leute waren, hören Muslime wollten sich nicht integrieren. Toprak: “Erstens wird deutlich, dass ein Großteil der muslimischen Migranten durch wirtschaftliche Zwänge gar nicht in der Lage ist, sich auf das Umfeld einzulassen. Aufgrund der Bildungsbenachteiligung oder fehlender Bildungsabschlüsse haben sie nicht einmal die Gelegenheit Deutsch zu lernen.” So ging es auch Yusuf, 45 Jahre aus Dortmund. Mangels anderer Chancen machte er sich als Gemüsehändler selbstständig. Dafür muss er sich von Thilo Sarrazin verhöhnen lassen…
Integration ist soziale und wirtschaftliche Partizipation
Ahmet Toprak stelle fest, dass “die Migranten mit der Integration in erster Linie die soziale und wirtschaftliche Partizipation” verbinden. Damit dürften sie sich kaum von Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft unterscheiden. Toprak: “Ein Großteil der muslimischen Migranten fühlt sich in Deutschland integriert.” Fehlende Integrationsbereitschaft in Teilen der muslimischen Gemeinde sehen Muslime “primär mit destruktiven Grundbedingungen in Deutschland oder mit persönlichen Misserfolgen der Betroffenen begründet”. Mit Toprak erkennen wir, “dass der Integrationsbegriff mehr umfasst, als nur das Vorhandensein oder Fehlen deutscher Sprachkenntnisse. Aber: Nicht nur in der Mehrheitsgesellschaft wird Integration falsch interpretiert, sondern auch bei den Muslimen.” Was wohl auch damit zu tun haben könnte, wie der Autor schreibt, dass “mit der identifikatorischen Integration Assimilation in Verbindung gebracht” wird. Nicht wenige in Deutschland geborene türkeistämmige Migranten betrachten ihren Geburtsort als Heimat. Dennoch bleiben sie im Herzen Türkinnen oder Türken. Und sie sehen keinen Widerspruch darin.
Das Verbindende in den Mittelpunkt stellen
Ahmet Toprak weist daraufhin, “dass allein mit Symbolpolitik (Integrationsgipfel oder Deutsche Islam-Konferenz) die gesellschaftliche Teilhabe nicht erreicht werden kann.” Zwar dürfte inzwischen allgemein Konsens darüber bestehen, dass die BRD ein Einwanderungsland ist; dessen ungeachtet scheint jedoch Vielfalt noch immer als Bedrohung begriffen zu werden. “Sondern” eben nicht “als Ressource oder Chance für Deutschland, zumal Deutschland mittel- und langfristig aufgrund des demografischen Wandels auf den Zuzug aus dem Ausland angewiesen ist” (Toprak). Dafür spricht wohl auch, die Tatsache, dass laut einer Studie aus dem Jahre 2009 von Info GmbH und Liljeberg Research International, “fast die Hälfte der in Deutschland lebenden Türken und türkeistämmigen Migranten sich in Deutschland unerwünscht fühlt, 42 Prozent planen sogar eine Rückkehr in die Türkei.” Aber Toprak sieht auch auf Seiten der muslimischen Bevölkerung Defizite. Es bedürfe einer vorurteilsfreien Annäherung an die deutsche Gesellschaft ohne dabei “die eigenen Werte, Normen, Traditionen und seine religiöse Einstellung über Bord” werfen zu müssen. Schließlich, so der Autor, hätten Muslime und Christen “mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen”. Deshalb sollte “nicht das Trennende, sondern das Verbindende” in den Mittelpunkt gestellt werden. Ahmet Toprak: “Weder mit dem Feindbild ‘Islam” noch mit dem Feindbild ‘Mehrheitsgesellschaft’ kann integrationspolitisch etwas erreicht werden.” Es müssten vorhandene positive Tendenzen betreffs des Eintretens in einen Dialog und dem Schaffen eines Kommunikationswerks “nicht über die Presse und Talkshows, sondern im Alltag” genutzt bzw. aktiviert werden. Toprak sieht einen gangbaren Weg dahin zunächst auf kommunaler Ebene möglich, um die Migranten so in gesellschaftliche Entscheidungen einzubeziehen. Ein erster und wichtiger Schritt könnte das Gewähren eines kommunalen Wahlrechts “für Migranten, die nicht aus einem EU-Land stammen”, sein.
Vorurteile ablegen
Zuallererst plädiert Ahmet Toprak “für einen Dialog auf Augenhöhe”. Und unverzichtbar sei überdies – auf Seiten der Aufnahmegesellschaft, wie bei den Migranten – das Ablegen von Vorurteilen, sowie der Verzicht auf Konfrontation. “Denn”, so gibt Toprak zu bedenken, “weder ist jedes deutsche Mädchen, das über die Straße läuft, eine Schlampe, noch ist jeder muslimische Junge ein Gewalttäter oder Verfechter des Patriarchats.” Was geboten ist, sei eben “eine vorurteilsfreie Anerkennung des ‘Anderen’ und ein Umgang mit Ambivalenzen”, was Toprak “die wichtigsten Prinzipien zu sein” scheinen, “um einen gesellschaftlichen Konsens zwischen den Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft jenseits vom Grundgesetz zu finden”.
Die Misere hat zumeist soziale Ursachen
Auch ist sich Ahmet Toprak sicher: “Wenn die sogenannte ‘Integrationsunwilligkeit’ in Deutschland existiert, dann ist das eine Folge der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, die in Deutschland immer schlechter werden.” Weshalb nicht zuletzt der “Rückzug in die eigenethnischen Milieus erfolgt, weil eine immer größer werdende Minderheit sich in Deutschland wirtschaftlich, sozial und bildungspolitisch abgehängt fühlt.” Was natürlich gleichermaßen auch viele Menschen deutscher Abstammung betrifft. Aus dem Grund zieht eben nicht – wie manches Mal behauptet – die Religion als Motiv für den Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben. Sondern eine immer prekärer werdende soziale und wirtschaftliche Lage. Ein unleugbare Tatsache: Die Misere, in der sich Migranten wie Menschen deutscher Abstammung gleichermaßen befinden können, hat zumeist soziale Ursachen. Es ist eine Frage des Unten und des Oben. Und der immer weiter aufgehenden Schere zwischen arm und reich. Sowie von Chancen- und Bildungsgerechtigkeit, bzw. deren Mangel. Davon aber ist bei Herrn Sarrazin nicht die Rede. Warum wohl?
Integration als offener Prozess, der Zeit und Geduld braucht
Es bedarf, schreibt Ahmet Toprak in seinem tief schürfenden, bestens recherchierten Milieubericht, des Aushandelns eines sicherlich anspruchsvollen Kompromisses. “Weil die Integration ein offener Prozess ist, der nie abgeschlossen sein wird, braucht es auch mehr Zeit und Geduld. Aber: es lohnt sich, darüber nachzudenken.”
Volkswirtschaftler und Hobbywissenschaftler Thilo Sarrazin – so vermittelt es sich mir wenigstens – hat genau das nicht getan. Deshalb, das muss ihm ins Stammbuch geschrieben werden, hat er mit seinem Buch der Integration hierzulande mit ziemlicher Sicherheit einen Bärendienst erwiesen.
Ich empfehle Ahmet Topraks Buch zur Hand zu nehmen. Lesen! Es ist zwar wesentlich schlanker als Sarrazins 400-Seiten-Wälzer für den deutschen Stammtisch, hat aber dennoch mehr Gewicht.
Ahmet Toprak: Integrationsunwillige Muslime? Ein Milieubericht.
Lambertus-Verlag, Freiburg im Breisgau, 2010, 180 Seiten, kartoniert., 20,90 Euro/SFr 31,90; ISBN 978-3-7841-1959-5
Quelle:
http://www.readers-edition.de/2010/09/12/muslime-integrationsunwillig-ein-milieubericht-von-ahmet-toprak

Fachtagung 5.2.2011: Monetarisierung im freiwilligen Engagement

Flyer Fachtagung

Fachtagung 15.02.2011
14.00 – 18.00 Uhr

Schloss Burgau
von-Aue-Straße – 52355 Düren

Monetarisierung im freiwilligen Engagement
Übungsleiterpauschale? Niedriglohn? Missbrauch oder Möglichkeit?

Ehrenamtlich tätig – gegen Bares?
Spätestens bei der Aufwandsentschädigung für Mandatsträger und der Übungsleiterpauschale für jugendliche Betreuer im Sportverein wissen wir: das ist kein Widerspruch.
Doch widerspricht das nicht dem Charakter des freiwilligen, des ehrenamtlichen Engagements?

Gibt es das überhaupt noch, das Ehrenamt für , Gottes Lohn‘? Und wie verändern Geldzahlungen die Haltung bürgerschaftlich engagierter Menschen?
Fragen über Fragen.

Das FWZ Düren möchte zum Beginn des europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit Antworten geben, aber auch Hinweise auf mögliche Probleme und Grauzonen.
Vertreter der Landesregierung, der Bertelsmann Stiftung und der Organisationen vor Ort nehmen Stellung, zeigen Trends auf und berichten aus der Praxis.

Ideen – Iniative – Zukunft : Interkultureller Schachverein

von links nach rechts_Burim Selimi, Güven Manay, Alexander Johannes (Bild 1)
von links nach rechts_Burim Selimi, Güven Manay, Alexander Johannes (Bild 1)

Die Drogeriemarktkette dm und die Deutsche UNESCO-Kommission möchten mit dem Wettbewerb „Ideen Initiative Zukunft” Ideen und Projekte fördern, die sich für eine lebenswerte Welt von morgen einsetzen. Die besten Projekte, die von der Jury aus Experten von dm und der Deutschen UNESCO-Kommission als nachhaltig bewertet wurden, stellen sich in einem dm-Markt vor. Bis zum 26. Januar 2011 bringen sie den Kunden in vielen dm-Märkten ihre Ideen näher. Per Abstimmkarte können die dm-Kunden ihren Favoriten wählen. Die Projekte, die sich vorstellen, erhalten eine Prämie, die sich bei den Abstimmungssiegern der jeweiligen Filialen nochmal erhöht.

Bei dem ebenfalls geförderten Punkt „Sozio-Kulturelle Nachhaltigkeit“ ist gemeint, die eigenen kulturellen Werte zu leben, ohne andere Kulturen gering zu schätzen und soziale Konflikte friedlich zu lösen.

Ca. 1400 Projekte in Deutschland konnte der interkulturelle Schachverein „Satranç Club 2000´“ bereits hinter sich lassen. Der Verein wurde der DM-Filiale an der Josefstr. 12 in Porz zugeteilt und nutzte dort die Gelegenheit, sich vorzustellen. Jeder ist eingeladen, dort bis zum 26. Januar für das Projekt B – Interkulturelle Schachveranstaltung abzustimmen.

Der Vereinsvorsitzende Güven Manay und die Vereinsmitglieder Alexander Johannes und Burim Selimi waren am Samstag, den 15. Januar für eine Vorstellung des Vereines vor Ort. Es wurde das wissenschaftliche Poster „Kulturgeschichte des Schachs“ von Dr. Joe Otim Dramiga ausgehangen, dass die Historie des Schachspiels in Bezug auf die Kulturen erläutert. Außerdem wurden Flyer mit Informationen über den Verein verteilt. An einem Informationsstand wurden Schachpartien zusammen mit DM-Kunden gespielt und analysiert. Interessierte Kunden wurden auf den Verein aufmerksam und möchten den Verein nun auch gerne besuchen.

Was ist nun das Besondere an diesem Verein: Der Schachverein Satranç Club 2000 (Satranç ist das türkische Wort für Schach) wurde vor zehn Jahren von türkischstämmigen Schachfreundinnen und Schachfreunden gegründet. Der Verein öffnete sich von Anfang an Spielerinnen und Spielern aus allen Kulturen. Nun spielen dort Deutsche und Türken, Serben und Kosovaren Seite an Seite. Unter den jetzigen und früheren Mitgliedern bzw. Besuchern sind und waren Schachfreunde mit Abstammung aus Ghana, Uganda, Korea, Vietnam, Griechenland, England, USA, Aserbaidschan, Serbien und dem Kosovo. Aber auch der typische “Kölsche Jung“ ist natürlich mit dabei. Der Satranç Club ist einer der wenigen Sportvereine in Deutschland, die das Thema ‚Interkulturelle Verständigung‘ sogar in ihrer Satzung verankert haben.

Der Satranç Club führt einmal jährlich ein Interkulturelles Schachturnier im Rahmen der bundesweit stattfindenden Interkulturellen Woche durch, um auch in diesem Rahmen als Schachverein ein Zeichen zu setzen. Auch das erste Gedenkturnier in Deutschland zu Ehren eines verstorbenen Migranten richtete der Verein aus.

Natürlich sind dem Verein, wie jedem anderen, auch die sportlichen Ziele wichtig, so dass dessen erste Mannschaft vor Jahren in die höchste Kölner Klasse, die Bezirksliga, aufgestiegen ist und auch daran glaubt, dass dies sportlich mittel- bis langfristig immer noch ausbaubar ist, zumal unter den Mitgliedern auch durchaus erfahrene Spieler sind. Im Oktober und November vergangenen Jahres war man auch Ausrichter der Kölner Vorausscheidung zur Deutschen Pokal-Einzelmeisterschaft.

Der interkulturelle Klub heißt neue Mitglieder jederzeit gerne willkommen und betont dabei, dass die Nationalität und Spielstärke keine Rolle spielen. Nett und vor allem ohne allzu viel Vorbehalte gegenüber Menschen
fremder Kulturen sollten die neuen Klubkameraden und Besucher jedoch nach Möglichkeit schon sein. Dabei ist der Verein in keinster Weise politisch aktiv, möchte jedoch in seinem bescheidenen Rahmen
ein kleines Beispiel liefern, wie Kulturen miteinander harmonieren können, und das mit dem Anspruch der Selbstverständlichkeit.

Interessierte sind stets Willkommen im sehr zentral gelegenen City Hotel Köln am Neumarkt, Clemensstr. 8, 50676 Köln, vor allem samstags ab 16 Uhr. Tipp: Mit Sicherheit lässt sich ein Besuch gut mit einem Shopping bei den berühmten Einkaufsmeilen Hohe Straße und Schildergasse verbinden…

Vereins-Webseite: www.satranc.de.vu

Bericht und Flyer: Güven Manay, erster Vorsitzender des interkulturellen Satranç Club 2000
Fotos: Dascha Menjailenko (Mitarbeiterin der dm-drogerie markt GmbH + Co. KG)

JOBSTARTER fördert Ausbilder-Eignungsprüfung für Menschen mit Migrationshintergrund

!!!Bitte beachten! Der nächste Kurs startet am 08. Februar 2011!!!
Am 1. August 2009 wurde die neue Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) in Kraft gesetzt. Ab sofort müssen Ausbilderinnen und Ausbilder im gewerblich-technischen, handwerklichen und kaufmännischen -/ IT-Bereich zum Nachweis ihrer Eignung wieder eine Prüfung vor der Kammer ablegen. Für Menschen mit Migrationshintergrund stellt die Ausbilder-Eignungsprüfung häufig eine besondere Hürde im Hinblick auf Sprache und Kenntnisse des deutschen Berufsbildungssystems dar. Daher fördert JOBSTARTER mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds die Teilnahme von Personen mit Zuwanderungshintergrund an entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen.

Zukünftige Ausbilderinnen und Ausbilder mit Migrationshintergrund können sich bei uns seit März diesen Jahres in speziellen Kursen auf die Prüfung nach der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) vorbereiten. Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit Zuwanderungshintergrund (Selbstständige oder Arbeitnehmer/innen), die über einschlägige Berufserfahrung im technisch-gewerblichen sowie kaufmänni¬schen oder Dienstleistungsbereich verfügen. Das Vorliegen eines Facharbeiterbriefes ist nicht zwingend erforderlich. Das Projekt richtet sich auch an Menschen, die in der deutschen Sprache noch Defizite aufweisen. Für den Ennepe-Ruhr-Kreis und das (südliche) Ruhrgebiet werden im Jahr 2010 für 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprechende Fortbildungen angeboten, die besondere Stütz- und Hilfsangebote in den Kursverlauf integrieren.

Die Teilnahme an der Qualifizierung ist für Sie kostenfrei. Übernommen werden müssen von Ihnen bzw. Ihrem Arbeitgeber lediglich die IHK-Prüfungsgebühren von derzeit € 170,00.

Verantwortlich für Organisation und Durchführung ist die IQR Innovation & Qualifikation Ruhr GmbH in Hattingen in Kooperation mit der IHK Bochum.
Nähere Informationen erhalten Sie unter der Tel.-Nr.: 02324-918 0

IQR Innovation & Qualifikation Ruhr GmbH
Ruhrallee 19
Eingang: Am Walzwerk 17
45527 Hattingen

Migrationsbericht 2009

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Nr. 0001, 19.01.2011

BAMF-Newsletter Nr. 01/2011
Neues aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Schwerpunkt Asyl, Migration Migrationsbericht 2009 gibt Auskunft zum Wanderungsgeschehen[BILD] Deutschland ist im europäischen Vergleich weiterhin ein Hauptzielland von Migration. Zu diesem Ergebnis kommt der durch die Bundesregierung veröffentlichte und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstellte Migrationsbericht für das Jahr 2009. Der Bericht soll durch die Bereitstellung möglichst aktueller, umfassender und ausreichend detaillierter statistischer Daten über Migration Grundlagen für die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung im Bereich der Migrationspolitik zur Verfügung stellen. Zudem dient er der Öffentlichkeit als Informationsquelle über das Wanderungsgeschehen. http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/Home-Teaser/hometeaser-migrationsbericht-2009.html

Demonstranten erinnern an Dink

„Wir sind alle Hrant Dink, wir sind alle Armenier“

Demonstranten erinnern an Dink

Pressefreiheit | 19.01.2011
Gedenken an ermordeten Journalisten Dink

Der armenisch-türkische Reporter Hrant Dink wurde vor vier Jahren, am 19. Januar 2007, vor seinem Zeitungsgebäude in Istanbul erschossen. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter kommt nur schleppend voran.

„Ja, ich mag mich unruhig fühlen wie eine Taube, aber ich weiß, dass in diesem Land kein Mensch einer Taube etwas zuleide tut.“ So drückte Hrant Dink, der Chefredakteur und Herausgeber der armenisch-türkischen Zeitung AGOS, seine Gefühle in seinem letzten Artikel aus. Kurz danach wurde er auf der Straße von einem minderjährigen Ultranationalisten erschossen.

Der mutmaßliche Täter wurde kurze Zeit später erfasst und der Prozess begann. Gegen dutzende mutmaßliche Hintermänner wurde ermittelt, zwei von ihnen sitzen ebenfalls in Haft und sind mitangeklagt. Zu einem Urteil ist das Gericht nach 15 Verhandlungstagen noch nicht gekommen. Dr. Raffi Kantian, verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift der deutsch-armenischen Gesellschaft, hat den Verlauf des Prozesses verfolgt: „Bislang ist ja nicht viel passiert. Man hat im Prinzip an der Oberfläche ein bisschen gekratzt, aber von den tiefen Schichten, also wer stand wirklich dahinter, ist bis heute nichts rausgekommen.“

Morddrohungen gegen Dink

Hrant Dink hat sich in den radikal-nationalistischen Kreisen unbeliebt gemacht, weil er Tabuthemen wie die Massaker gegen Armenier 1915 und Minderheitenrechte angesprochen hatte. Deshalb musste sich Dink ständig vor Gericht verantworten. Dink war wegen einiger Äußerungen in seinen Artikeln zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Straftat lautete: „Verunglimpfung des Türkentums“. Der Obergerichtshof hatte 2006 diese Entscheidung bestätigt. Daraufhin wurde Hrant Dink in der Öffentlichkeit bekannter und bekam mehrere Morddrohungen.

Straßburg verurteilt die Türkei

Nach seiner Ermordung befasste sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit seinem Fall und kam zu dem Schluss, dass der türkische Staat ihm nicht genug Schutz gewährleistet hatte. Obwohl die Polizei von den Drohungen gegen Dink wusste unternahm sie nichts. Außerdem sei seine Meinungsfreiheit nicht respektiert worden und in seinem Fall sei nicht lückenlos ermittelt worden. Osman Okkan, Regisseur des Dokumentarfilms „Mordakte Hrant Dink – Armenier in der Türkei“, ist der Auffassung, dass sich die Situation immer noch nicht gebessert hat. Er meint, bisher sei kein Schritt getan worden, um gegen einige Beamte, die ihre Schutzpflicht vernachlässigten, zu ermitteln. „Obwohl es von der Untersuchungskommission der Regierung Berichte gab, wurde gegen sie nichts unternommen. Einige von ihnen wurden sogar befördert. Das ist für die Türkei eine Schande“, betont der Regisseur.

„Wir sind alle Hrant Dink, wir sind alle Armenier“

Die Zivilgesellschaft in der Türkei vergisst Hrant Dink allerdings nicht. Einige Journalisten schreiben regelmäßig über den Prozess und eine Gruppe von Menschen, die sich als „Freunde von Hrant Dink“ bezeichnen, stehen bei jedem Prozess vor der Gerichtstür.

Außerdem gründete seine Familie eine Stiftung. Sie verleiht jedes Jahr drei Personen, die sich mit ihrer Arbeit für eine friedvollere, freiere und faire Welt einsetzen, den „Internationalen Hrant Dink Preis“.

Osman Okkan zufolge haben viele Bürger ihren Protest offen gezeigt: „Nach der Ermordung von Hrant Dink sind hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen und es ist etwas passiert, was man sich nie hätte vorstellen können. Sie haben gesagt: „Wir sind alle Armenier“. Dadurch haben sie klare Solidarität mit den Armeniern gezeigt. Dadurch wurde es möglich, über die geschlossenen Kapitel der Geschichte zu sprechen. Das ist eine sehr wichtige Entwicklung.“

Hrant Dink, der für den Dialog und für die Verständigung der Völker war, geriet auch am vierten Jahrestag seines Todes nicht in Vergessenheit.

Autorin: Başak Özay
Redaktion: Gero Rueter

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14774354,00.html?maca=de-newsletter_de_themen-2076-html-nl

„…und raus bist Du“

Migrationsgespräche Februar 2011

Nordrhein-Westfälische Migrationsgespräche im DOMFORUM „…und raus bist Du“
Vom Blick der Deutschen auf Migranten und Arme Vortrag und Gespräch Prof. Paul Mecheril, Universität Innsbruck Gabriele Gillen, Journalistin und Autorin
Moderation: Isabel Schayani

Über die Folgen von Rassismus für Menschen mit (oder mit angedichtetem) Migrationshintergrund und den Zusammenhang von Rassenkonzeptionen und Machtverhältnissen, spricht an diesem Abend der Psychologe Prof. Dr.Paul Mecheril.

Individuelle, institutionelle und kulturelle Diskriminierung und Unterdrückung erfahren auch Menschen ohne Migrationshintergrund, die in Armutsverhältnissen leben. Nicht selten wird ihnen stereotyp gewalttätiges und ihren Kindern schädigendes Verhalten oder Alkoholismus unterstellt. WDR-Redakteurin und Schriftstellerin Gabriele Gillen („Hartz IV. Eine Abrechnung“) berichtet im Domforum über ihre aktuellen Recherchen zum Thema Armut.

Beide ReferentInnen befassen sich zudem mit den medial inszenierten Bildern, mit denen Zugehörigkeit und Ausgrenzung legitimiert werden.

Wer gehört zu „uns“, wen wollen „wir“ nur dulden? Wie verläuft der Prozess des Ein – und Ausschließens, der die Gesellschaft auseinanderdriften lässt?

Wem nützen diese Strategien des Ausschließens aus der Gesellschaft?

Diese Fragen möchten wir mit Ihnen und den ReferentInnen am 3. Februar im Kölner Domforum diskutieren.

Nordrhein-Westfälische Migrationsgespräche im DOMFORUM „…und raus bist Du“ Vom Blick der Deutschen auf Migranten und Arme Vortrag und Gespräch Prof. Paul Mecheril, Universität Innsbruck Gabriele Gillen, Journalistin und Autorin
Moderation: Isabel Schayani

Donnerstag, 03. Februar 2011, 19.30 Uhr
DOMFORUM
Domkloster 3, 50667 Köln (Zentrum)
Katholisches Bildungswerk Köln,
Landeszentrale für politische Bildung,
Integrationsagentur AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Bitte leiten Sie diese Einladung an weitere Interessierte weiter

Arbeiterwohlfahrt
Bezirksverband Mittelrhein e.V.

i.A. Mercedes Pascual Iglesias
Integrationsagentur

Kulturbrücken in Deutschland: Call for applications

Call for Applications

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Kulturbrücken in Deutschland
Deutschland und die Welt: “Eine Internationale Konferenz zu Immigration, Integration und dem Bild Deutschlands in der Welt”
(Internationale Konferenz, Berlin, 4. – 6. März 2011)
Konferenzsprache: Deutsch
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Kulturbrücken in Deutschland: Ein Forum für Young Leaders
“Immigration und Integration – Ein deutscher Ansatz: Neuer Kontext, Neue Ziele”
(Einwöchiges Seminar, Berlin, 1. – 6. März 2011)
Konferenzsprache: Deutsch
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Liebe Kollegen und liebe Freunde,

Ich schreibe Ihnen im Namen des Institute for Cultural Diplomacy (ICD) um Sie auf die beiden nächsten Veranstaltungen aufmerksam zu machen, die das ICD in Zusammenarbeit mit anderen führenden Organisationen abhalten wird. Wir nehmen zurzeit Bewerbungen für die Teilnahme an diesen Events entgegen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese in Ihrem Netzwerk ankündigen würden und die folgenden Informationen an all jene weiterleiten, die an einer Teilnahme interessiert sein könnten.

Kulturbrücken in Deutschland
Deutschland und die Welt: “Eine Internationale Konferenz zu Immigration, Integration und dem Bild Deutschlands in der Welt”
(Internationale Konferenz, Berlin, 4. – 6. März 2011)

Kulturbrücken in Deutschland: Ein Forum für Young Leaders
“Immigration und Integration – Ein deutscher Ansatz: Neuer Kontext, Neue Ziele”
(Einwöchiges Seminar, Berlin, 1. – 6. März 2011)
Website: www.cultural-bridges-in-germany.org
*Die Teilnahme an am Seminar „Immigration und Integration – Ein deutscher Ansatz“ berechtigt automatisch auch zur Teilnahme an der Konferenz:„Deutschland und die Welt“(Berlin, 4.-6.März 2011).
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Das Institute for Cultural Diplomacy bedankt sich im Voraus für Ihre Bemühungen.

Mark Donfried
Direktor & Gründer
Institute for Cultural Diplomacy (ICD)
Ku´damm Karree (3rd Floor/Hochhaus)
Kurfürstendamm 207-8 Berlin, Germany-10719
Phone: 00.49.(0)30.2360-7680
info@culturaldiplomacy.org

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Kulturbrücken in Deutschland
„Deutschland und die Welt: Eine internationale Konferenz zu Immigration, Integration und dem Bild Deutschlands in der Welt“
(Internationale Konferenz, Berlin, 4. – 6. März 2011)
www.cultural-bridges-in-germany.org

“Deutschland und die Welt“ ist eine internationale Konferenz, die vom 3. bis 6. März 2011 in Berlin stattfinden wird. Das Ziel der Konferenz ist es, Deutschlands Vorgehensweise im Hinblick auf Immigration und Integration innerhalb Deutschlands, der EU und weltweit zu untersuchen und zu analysieren.

Dies ist von wesentlicher Bedeutung zumal Deutschland seine Wirtschaft stetig ausbaut, sowie stärkere Beziehungen zwischen kulturellen Minderheiten in Deutschland und anderen EU-Staaten fördert und gleichzeitig darauf hinarbeitet ein ‘global player’ in der internationalen Weltordnung zu bleiben. Die Veranstaltung wird sich auch deshalb mit dem Einfluss dieser Aspekte auf das Bild Deutschlands in den Augen seiner Bürger und der internationalen Gemeinschaft beschäftigen.

Programmhintergrund
Unter deutschen Politikern, Akademikern und führenden Persönlichkeiten herrscht Einigkeit darüber, dass Deutschland sich zu einem Immigrationsland entwickelt hat.
Das Zusammenspiel der abnehmenden Geburtenrate und wachsenden Lebenserwartung, sowie des anhaltenden Wirtschaftswachstums hat dazu geführt, dass Deutschland auf die Zuwanderung qualifizierter Arbeiter angewiesen ist, um seine Wirtschaft zu stützen. Obwohl Deutschland für diese attraktiv ist, bleiben noch einige Fragen ungeklärt, unter anderem inwieweit die deutsche Gesellschaft Einwanderer aufnehmen und besser integrieren kann. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach im Oktober 2010 gar von einem Scheitern von “Multikulti”. Auch im Hinblick auf die 3,5 Millionen Menschen umfassende deutsch-türkische Gemeinschaft braucht das Land eine neue Integrationsstrategie.

In Anerkennung der einzigartigen Rolle Deutschlands, sowie der Bedeutung der deutschen Immigrations- und Integrationspolitik im Hinblick auf längerfristigen wirtschaftlichen Erfolg, wird das ICD „Deutschland und die Welt“ veranstalten. Um eine möglichst genaue Analyse zu ermöglichen, werden ausgewählte Redner aus den Bereichen Politik, Diplomatie, Kultur, Zivilgesellschaft und Forschung aus Deutschland und der internationalen Staatengemeinschaft anwesend sein.

Teilnahmezertifikat
Allen Teilnehmern wird am Ende des Seminars ein Teilnahmezertifikat ausgehändigt, welches Auskunft über die anwesenden Redner und die behandelten Themen gibt. Jedes Zertifikat wird von zwei Mitgliedern des ICD Advisory Boards unterschrieben, um die zukünftigen Karrierebestrebungen der Teilnehmer zu unterstützen. Eine Übersicht des Advisory Boards können Sie hier finden>>.

Konferenzteilnehmer
Die Konferenz steht allen Bewerbern, von Studenten, Young Professionals, Akademikern, Mitgliedern der Zivilgesellschaft und des Privatsektors, bis hin zu Journalisten anderen Interessierten offen.

Die online-Bewerbung finden Sie unter:
http://www.culturaldiplomacy.org/culturalbridges/index.php?de_forum_application-form

Referenten
Die Referenten der Konferenz umfassen unter anderem Führungspersönlichkeiten und Experten aus internationaler Politik, Diplomatie, Forschung, Zivilgesellschaft und Privatsektor. Unter den Rednern finden sich auch Mitglieder des ICD Advisory Boards (Für weitere Informationen besuchen Sie bitte den Link>>

Programm

“Deutschland und die Welt” wird sich aus Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Seminaren zusammensetzen und die folgenden Punkte behandeln:

• Die Geschichte und Entwicklung der Immigration in Deutschland seit 1900 und die kulturelle Vielfalt in der zeitgenössischen deutschen Gesellschaft (Fokus: Afrikanische Diaspora, Integration der deutsch-türkischen Gemeinde)

• Emigration aus Deutschland und Auswanderer mit deutschen Wurzeln im Ausland (Fokus: die USA, Kanada, das UK, Rumänien, Latein-Amerika)

• Zeitgenössische deutsche Immigrations- und Integrationspolitik (Fokus: Staatsbürgerschaftrecht, Immigrationsrecht, Bildungspolitik, Sprachpolitik)

• Die Integration der Afro-Deutschen, Deutsch-Türkischen, Jüdischen und Muslimischen Gemeinden in Deutschland

• Religion im heutigen Deutschland

• Förderung der deutschen Identität und Einheit: Die Rolle von Kunst, Kultur und Sport

• Deutschland und die Europäische Union: Wie stabil ist die Beziehung?

• Deutschlands Bild und Rolle als wirtschaftliches Zugpferd in einer neuen Weltordnung

• Deutschlands Beitrag zur Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten

• Integration und Immigration auf europäischer Ebene (Fokus: Der Vertrag von Lissabon, Interne Migration, die Roma-Gemeinschaft, Wirtschaftsmigranten)

• Integration und Immigration als globale Herausforderungen (Fokus: Staatsbürgerschaftsgesetzeslage, Indigene Bevölkerung, wirtschaftliche Integration)

• Globale Völkerwanderung (Fokus: Die Europäische Union, ‘Brain Drain’, Flüchtlinge, Klimawandel)

• Multikulti und das Bild Deutschlands in der Welt (Fokus: Kulturdiplomatie, Soft Power, Außenpolitik)

• Politische und wirtschaftliche Vorteile einer starken nationalen Marke (Fokus: Nation Branding, Tourismus, Internationaler Handel und Investment)

• Integration, Immigration, und nationale Marken: Wie ist die Beziehung? (Fokus: Deutschland, UK, USA)

Teilnehmerbeiträge
Das Institute for Cultural Diplomacy möchte innovative Ideen und Forschung im Bereich Kultur, Globalisierung und Internationale Beziehungen unterstützen und begrüßt es daher ausdrücklich, wenn sich Teilnehmer durch Vorträge oder wissenschaftliche Arbeiten aktiv in die Veranstaltungen einbringen. Die Arbeiten können jede Thematik innerhalb des Konferenzthemas behandeln, ganz nach Ihren persönlichen Interessen und Schwerpunkten. Sie können Forschungsarbeiten einreichen, die Sie explizit für diese Veranstaltung oder bereits zu anderen Gelegenheiten erstellt haben, sowie solche, die noch nicht abgeschlossen sind. Gruppen können auch gemeinsame Projekte vorstellen.

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Kulturbrücken in Deutschland: Ein Forum für Young Leaders
“Immigration und Integration – Ein deutscher Ansatz: Neuer Kontext, Neue Ziele”
(Einwöchiges Seminar, Berlin, 1. – 6. März 2011)
Konferenzsprache: Deutsch
www.cultural-bridges-in-germany.org

“Kulturbrücken in Deutschland: Ein Forum für Young Leaders” (CBG) ist ein Netzwerk von engagierten, jungen Menschen, die Interesse an den Herausforderungen und Chancen haben, die Deutschland sowohl auf nationaler, als auch internationaler Ebene erwarten.

Das Forum bietet ihnen eine Plattform für interdisziplinäre Diskussionen zu ausgewählten Themen, die sowohl Deutschlands Kultur und Gesellschaft, als auch relevante politische und wirtschaftliche Themen betreffen. Ziel des Programms ist es, die sich aus der verändernden Weltordnung ergebenden Rolle Deutschlands und die daraus resultierenden Aufgaben im internationalen Kontext zu analysieren.

Mit diesen Diskussionen möchte “Kulturbrücken in Deutschland” dazu beitragen, die Beziehungen zwischen Deutschlands kulturellen Gesellschaften untereinander, sowie Deutschland und seinen internationalen Partnern zu stärken.

Eine Mitgliedschaft im Forum “Kulturbrücken in Deutschland” erlangt man durch den Besuch eines einwöchigen CBG-Seminars. Die Seminare werden alle drei bis vier Monate in Berlin abgehalten und konzentrieren sich auf ein spezifisches, akademisches Thema, das in Verbindung mit dem Forum steht.

Im Rahmen jedes einwöchigen Seminars besuchen die Teilnehmer Podiumsdiskussionen, Vorträge und Seminare, die von Experten aus Kultur, Innen- und Außenpolitik, Diplomatie, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor gehalten werden.

Zusätzlich zu diesen akademischen Aspekten ist eine Reihe von kulturellen und sozialen Aktivitäten geplant, die einen Einblick in Berlins einzigartige historische und kulturelle Landschaft ermöglichen.

Seminarteilnehmer
Das einwöchige Seminar steht Studenten und Young Professionals ebenso offen, wie Menschen mit Interesse an Deutschland.

Die online-Bewerbung finden Sie unter:
http://www.culturaldiplomacy.org/culturalbridges/index.php?de_forum_application-form
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Das Institute for Cultural Diplomacy (ICD)
www.culturaldiplomacy.org

Das Institute for Cultural Diplomacy ist eine internationale, gemeinnützige, Nicht-Regierungs-Organisation mit Sitz in Berlin. Das ICD verfolgt auf allen Ebenen das Ziel, Frieden und Stabilität durch die Stärkung und Unterstützung interkultureller Beziehungen zu erreichen. In den vergangenen zehn Jahren ist das ICD zu einer der größten unabhängigen Organisationen für kulturellen Austausch in Europa geworden. Unsere Programme ermöglichen Interaktionen zwischen Individuen verschiedenster kultureller, akademischer und professioneller Hintergründe.

Überblick bisheriger Veranstaltungen
Folgende Veranstaltungen wurden in der Vergangenheit vom Institute for Cultural Diplomacy ausgetragen: „A World without Walls: An International Conference on Peacebuilding, Reconciliation and Globalization in an Interdependent World”, die zum Gedenken an das 20-jährige Jubiläum des Berliner Mauerfalls stattfand (www.world-without-walls.org). Referenten dieser Veranstaltung waren u.a. Dr. Vaira Vīķe-Freiberga – ehemalige Präsidentin Lettlands; Lord Anthony Giddens (Baron Giddens of Southgate) – Professor Emeritus an der London School of Economics; Ehemaliger Direktor der London School of Economics; Janez Janša – Ehemaliger Premierminister Sloweniens; Joaquim Chissano – Ehemaliger Präsident Mozambiks; Ehemaliger Vorsitzender der Afrikanischen Union; und Lord Jack McConnell – Ehemaliger Ministerpräsident Schottlands.

Im Mai 2010 veranstaltete das ICD „The International Symposium on Cultural Diplomacy 2010“ (www.icd-interantionalsymposium.org ). Redner während der Veranstaltung waren renommierte Persönlichkeiten wie Bertie Ahern – Ehemaliger Premierminister Irlands; Emil Constantinescu – Ehemaliger Präsident von Rumänien; Sir Malcolm Rifkind – Ehemaliger Außenminister von Großbritannien; und Kjell Magne Bondevik – Ehemaliger Premier Minister von Norwegen.

Im Februar, 2010, war das ICD Gastgeber des “Berlin International Economics Congress: An Interdisciplinary Analysis of the Roles of Global Politics & Civil Society in International Economics” (www.biec.de).

Für weitergehende Information über Referenten unserer Veranstaltungen bitte hier klicken.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an info@culturaldiplomacy.org

Mit freundlichen Grüßen,

Mark Donfried
Direktor & Gründer
Institute for Cultural Diplomacy (ICD)
Ku´damm Karree (3rd Floor/Hochhaus)
Kurfürstendamm 207-8 Berlin, Germany-10719
Phone: 00.49.(0)30.2360-7680
Fax: 00.49.(0)30.2360-76811
www.culturaldiplomacy.org
info@culturaldiplomacy.org

Film „Wüstenblume“

Film „Wüstenblume“
Anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalbeschneidung am 06.02.2011 zeigt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kerpen den Film „Wüstenblume“.
Der Film zeigt die Geschichte nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman der späteren UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie, die als 13jährige vor der Zwangsheirat aus ihrer somalischen Heimat flieht und Jahre später in London als Model entdeckt wird. Sie wird zu einem der bestbezahlten Models der Welt und bricht auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ein Tabu, indem sie von der – in vielen Landstrichen Afrikas aber auch des nahen Ostens praktizierten – Tradition der Mädchen- und Frauenbeschneidung berichtet, die sie selbst als Kind schmerzvoll erleiden musste.

06.02.2011, 17 Uhr, Capitol-Theater Kerpen, Kölner Str. 24, 50171 Kerpen. Eintritt: 5,- Euro.

Wenn Sie zu diesem Thema weitere Informationen haben oder an lokalen Initiativen teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Lux, elux@stadt-kerpen.de, 02237 – 58 256, oder an Annette Seiche, Integrationsbeauftragte der Stadt Kerpen,  Tel.: 02237/58 -173, annette.seiche@stadt-kerpen.de,
www.kerpen-gelingt-gemeinsam.de

„Gehört die Türkei in die EU?“

Bild: Ruprecht Polenz

Die Deutsch-Türkische Gesellschaft e. V. Bonn

Die Südosteuropa-Gesellschaft e. V., Zweigstelle Köln/Bonn

laden ein zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema

„Gehört die Türkei in die EU?“

Ruprecht Polenz, MdB, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Axt, Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Integration und Europa-Politik an der Universität Duisburg-Essen

Moderation: Baha Güngör, Leiter der Türkischen Redaktion der Deutschen Welle

am Donnerstag, 3. Februar 2011, 18.00 Uhr,
Deutsche Welle, Kurt-Schumacher-Straße 3, Bonn, Gremiensaal

Ruprecht Polenz, CDU-Abgeordneter im Deutschen Bundestag, seit 2005 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, gilt über seine Partei hinaus als einer der profiliertesten deutschen Außenpolitiker. Das Interesse des studierten Juristen gilt außer allen Europa-Fragen vor allem dem Nahen und Mittleren Osten, namentlich der Türkei und dem Iran sowie der politischen Dimension des Islam. Er ist u. a. Vorsitzender der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative. Er wird die Thesen aus seinem viel beachteten Buch „Besser für beide – Die Türkei gehört in die EU“, edition Körber-Stiftung, Hamburg 2010, zur Diskussion stellen. www.Ruprecht-Polenz.de

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Axt befasst sich innerhalb seines Forschungsgebiets Europa als Schwerpunkt auch mit der Region Türkei-Griechenland-Zypern, über die er mehrere Bücher und wissenschaftliche Studien verfasst hat und Vorträge hält. Er ist u. a. Vizepräsident der Südosteuropa-Gesellschaft und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Kölner Forums für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. www.uni-due.de/politik/axt.php

Baha Güngör leitet seit 1999 die Türkische Redaktion der Deutschen Welle. Zuvor war er Türkei-Korrespondent des Griechenland-Türkei-Pools der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und danach Türkei-Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ein breites Echo fand sein Buch „Die Angst der Deutschen vor den Türken und ihrem Beitritt zur EU“, München 2004. www.dw-world.de/turkish