{"id":577,"date":"2010-07-14T10:15:30","date_gmt":"2010-07-14T08:15:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turkishforum.com.tr\/de\/content\/?p=577"},"modified":"2010-07-14T10:15:30","modified_gmt":"2010-07-14T08:15:30","slug":"erste-israelische-untersuchung-zur-mavi-marmara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/2010\/07\/14\/erste-israelische-untersuchung-zur-mavi-marmara\/","title":{"rendered":"Erste israelische Untersuchung zur Mavi Marmara"},"content":{"rendered":"<p>12. Juli 2010<br \/>\n<strong> Erste israelische Untersuchung zur Mavi Marmara<\/strong><\/p>\n<p>JERUSALEM (inn) &#8211; Der altgediente General Giora Eiland hat nach f\u00fcnfw\u00f6chigen Untersuchungen die Ergebnisse eines milit\u00e4rischen Reports \u00fcber die Vorg\u00e4nge auf dem t\u00fcrkischen Schiff Mavi Marmara am 31. Mai vorgelegt. Neun T\u00fcrken wurden bei der israelischen Kommandoaktion nach dem Entern des Schiffes get\u00f6tet. Es handelte sich je nach politischer Ausrichtung um &#8222;gewaltt\u00e4tige Terroristen&#8220; oder um Friedensaktivisten, die mit einem Schiff voller Hilfsg\u00fcter die von \u00c4gypten und Israel verh\u00e4ngte Blockade des Gazastreifens durchbrechen wollten.<\/p>\n<p>&#8222;In keinem wichtigen Punkt gab es Pannen oder Vernachl\u00e4ssigungen&#8220;, sagte Eiland bei einer Pressekonferenz. Sein Mandat war allein auf den milit\u00e4rischen Aspekt der Operation beschr\u00e4nkt, und schloss nicht die vorausgegangenen politischen Beschl\u00fcsse oder die geheimdienstliche Arbeit ein. Es habe sich um eine &#8222;komplizierte und schwierige Operation&#8220; gehandelt. Wegen falschen Beschl\u00fcssen auf hoher Ebene seien Fehler gemacht worden. &#8222;Deshalb hat das Ergebnis nicht den Erwartungen entsprochen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Der gewaltt\u00e4tige Widerstand der Aktivisten auf dem Schiff ist nicht richtig eingesch\u00e4tzt worden, die Geheimdienstinformationen waren l\u00fcckenhaft, was man wusste, war nicht richtig ausgewertet worden und es gab kein Alternativprogramm f\u00fcr extreme Situationen.&#8220; Weiter sagte Eiland, dass die Elitesoldaten auf Gewalt vorbereitet waren und deshalb mit &#8222;kalten und hei\u00dfen Waffen&#8220; ausgestattet waren. Doch h\u00e4tten sie nicht mit unterschiedlichen Vorgehensweisen &#8222;des Feindes&#8220; gerechnet wie Eiland die Friedensaktivisten aus Sicht der Soldaten bezeichnete. Dutzende Aktivisten seien mit kalten Waffen wie Kampfmessern und \u00c4xten bewaffnet gewesen und h\u00e4tten sich auf gewaltt\u00e4tigen Widerstand gegen die Soldaten vorbereitet: &#8222;Sie waren bereit zu t\u00f6ten und get\u00f6tet zu werden.&#8220; Daf\u00fcr sei die israelische Armee nicht ger\u00fcstet gewesen. &#8222;Das hohe Niveau der Gewalt war nicht vorhergesehen worden und deshalb war auch keine geeignete Antwort vorbereitet worden.&#8220;<\/p>\n<p>Giora Eiland hatte seinen Report am Montag dem Generalstabschef Gabi Aschkenasi und den Spitzengener\u00e4len der Armee vorgelegt. Umgehend sollten daraus die Lehren gezogen werden, zumal sich weitere blockadebrechende Schiffe auf dem Weg nach Gaza bef\u00e4nden. Eiland erkl\u00e4rte, dass die Operation der Schajetet 13 Elitetruppe auf dem Schiff &#8222;sehr erfolgreich&#8220; gewesen sei. Er war voll des Lobes f\u00fcr die reibungslose Evakuierung der Verletzten vom Schiff. Die Armee habe &#8222;sehr verantwortungsvoll und erwachsen&#8220; gehandelt, sagte Eiland.<\/p>\n<p>Aus dem Report geht hervor, dass die verschiedenen Geheimdienste keinen Spion an Bord geschickt h\u00e4tten, was den Verantwortlichen ein besseres Bild von den Vorg\u00e4ngen auf dem Schiff verschafft h\u00e4tte. Die schon vorausgegangenen angespannten Beziehungen zwischen Israel und der T\u00fcrkei seien ebenso wenig ber\u00fccksichtigt worden wie die Beziehungen zwischen der Extremisten-Organisation IHH und der T\u00fcrkei. &#8222;In der Realit\u00e4t agierte Israel gegen eine Organisation und nicht gegen einen Staat, der den Konflikt suchte.&#8220; Eiland kritisierte weiter, dass die Armee auch andere Mittel h\u00e4tte einsetzen k\u00f6nnen, &#8222;aber der Werkzeugkasten war leer&#8220;.<\/p>\n<p>In Israel hat derweil eine weitere Untersuchungskommission mit einem erweiterten Mandat unter Richter Jakob Turkel ihre Aufgaben aufgenommen. Diese Kommission hat das Recht, auch Politiker zu befragen, nicht aber Soldaten, die an der Operation beteiligt waren. Der deutsche Bundestag und die T\u00fcrkei fordern jedoch zus\u00e4tzlich eine internationale Untersuchung der Vorf\u00e4lle auf dem Schiff. Der amerikanische Pr\u00e4sident Obama hatte jedoch bei einem Treffen in Kanada den t\u00fcrkischen Premierminister Erdogan vor einer umfassenderen Untersuchung gewarnt, zumal dann Einzelheiten zu den Beziehungen zwischen der Al-Qaida nahestehenden Organisation IHH und der t\u00fcrkischen Regierung aufgedeckt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Von: U. Sahm<\/p>\n<p>Quelle: Israelnetz vom 13.7.2010 &#8211;<br \/>\nIsraelnetz ist ein Arbeitsbereich des Christlichen Medienverbundes KEP e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12. 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