{"id":5189,"date":"2012-01-18T10:15:43","date_gmt":"2012-01-18T08:15:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/?p=5189"},"modified":"2023-04-02T12:58:08","modified_gmt":"2023-04-02T09:58:08","slug":"bibb-report-1611","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/2012\/01\/18\/bibb-report-1611\/","title":{"rendered":"BiBB-Report 16\/11"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5190\" title=\"BiBB Report\" src=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/BiBB-Report.jpg\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/BiBB-Report.jpg 813w, https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/BiBB-Report-282x300.jpg 282w, https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/BiBB-Report-768x816.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/p>\n<p><strong>BiBB-Report 16\/11<\/strong><\/p>\n<p>Quelle: <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>________<\/p>\n<p>Artikel dazu von S\u00fcleyman Kosar:<\/p>\n<p><strong>Die Suche nach einer Ausbildungsstelle ist f\u00fcr junge Migranten ist schwierig.<\/strong><br \/>\n<strong>T\u00fcrken und Araber sind besonders betroffen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts f\u00fcr Berufsbildung.<\/strong><\/p>\n<p>Dass die Suche nach einer Ausbildungsstelle f\u00fcr Jugendliche aus Familien mit einer Migrationsgeschichte viel schwieriger ist als f\u00fcr Jugendliche ohne Migrationshintergrund, ist bekannt; dass es aber auch innerhalb der Gruppe der jungen Migranten noch einmal gro\u00dfe Unterschiede je nach ihrer Herkunftsregion gibt, zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts f\u00fcr Berufsbildung (BIBB). So ist es insbesondere f\u00fcr Jugendliche, deren Familien aus der T\u00fcrkei oder arabischen Staaten stammen, deutlich schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, als f\u00fcr Jugendliche anderer Herkunftsregionen \u2013 auch wenn sie \u00fcber die gleichen Schulabschl\u00fcsse verf\u00fcgen.<br \/>\nDiese Ergebnisse decken sich mit den Auswertungen der Studie \u201eMuslimisches Leben in NRW\u201c des nordrhein-westf\u00e4lischen Arbeits- und Integrationsministeriums. Danach sind Muslime, von denen die meisten aus der T\u00fcrkei oder aus dem arabischen Raum stammen, umso h\u00e4ufiger auf staatliche Transferleistungen angewiesen, je h\u00f6her ihr Bildungsabschluss ist. So beziehen 17,8 % aller Muslime ohne Schulabschluss Transferleistungen. Muslime mit Hauptschulabschluss weisen eine Quote von 13,9 % auf und Muslime mit mittlerer Reife nur noch 9,3 %. Bei Abiturienten hingegen liegt diese Quote bei \u00fcber 20 %.<br \/>\nDie Untersuchung des BIBB beruht auf der Befragung ausbildungsreifer Jugendlicher, die bei der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA) als Bewerber um einen Ausbildungsplatz gemeldet waren. Sie zeigt, dass sich bei Bewerbern mit t\u00fcrkisch-arabischem Hintergrund kein Vorteil eines mittleren Schulabschlusses erkennen l\u00e4sst. Die \u00dcbergangsquoten in eine betriebliche Ausbildung sind mit 20 % ebenso niedrig wie bei maximal einem Hauptschulabschluss. Selbst wenn diese Jugendlichen eine (Fach-)Hochschulreife vorweisen k\u00f6nnen, bleiben ihre Aussichten gering (26 %).<br \/>\nMigranten seltener in Vorstellungsgespr\u00e4chen<br \/>\nBei Bewerbern s\u00fcdeurop\u00e4ischer Herkunft ist dies anders: W\u00e4hrend auch ihnen mit einem Hauptschulabschluss nur vergleichsweise selten der \u00dcbergang gelingt (22 %), steigt ihre Erfolgswahrscheinlichkeit bei einem mittleren Schulabschluss bereits betr\u00e4chtlich an (40 %). Besitzen sie die (Fach-)Hochschulreife, so ist die Einm\u00fcndungsquote mit 59 % sogar die h\u00f6chste von allen Vergleichsgruppen \u2013 einschlie\u00dflich der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund.<br \/>\nDie gemeldeten Bewerber mit s\u00fcdeurop\u00e4ischer Herkunft besitzen mit 48 % am h\u00e4ufigsten maximal einen Hauptschulabschluss. Bei t\u00fcrkisch-arabischer Herkunft sind es 45 %, bei osteurop\u00e4ischer 43 %. Ohne Migrationshintergrund betr\u00e4gt der Anteil lediglich 33 %. Bewerber mit t\u00fcrkisch-arabischem Hintergrund weisen relativ h\u00e4ufig einen mittleren Schulabschluss (45 %) auf, aber nur selten die (Fach-)Hochschulreife (7 %). Bei s\u00fcdeurop\u00e4ischer Herkunft erreichen die entsprechenden Anteile 38 % und 10 %, bei osteurop\u00e4ischer Herkunft 42 % und 13 % (ohne Migrationshintergrund 51 % und 14 %).<br \/>\nJunge Migranten werden bei der Ausbildungsplatzsuche zudem seltener zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch eingeladen. W\u00e4hrend sich mehr als drei F\u00fcnftel der Bewerber ohne Migrationshintergrund pers\u00f6nlich in Betrieben vorstellen k\u00f6nnen, trifft dies nur auf die H\u00e4lfte der jungen Migranten zu. Noch niedriger liegt der Anteil bei Jugendlichen mit t\u00fcrkisch-arabischem Hintergrund (46 %).<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nS\u00fcleyman Ko\u015far<\/p>\n<p>\u201eWenn man alle Gesetze studieren sollte,<br \/>\nso h\u00e4tte man gar keine Zeit, sie zu \u00fcbertreten.\u201c<br \/>\nJohann Wolfgang von Goethe<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BiBB-Report 16\/11 Quelle: &nbsp; &nbsp; ________ Artikel dazu von S\u00fcleyman Kosar: Die Suche nach einer Ausbildungsstelle ist f\u00fcr junge Migranten ist schwierig. T\u00fcrken und Araber sind besonders betroffen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts f\u00fcr Berufsbildung. 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