{"id":3150,"date":"2011-01-27T17:18:38","date_gmt":"2011-01-27T15:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turkishforum.com.tr\/de\/content\/?p=3150"},"modified":"2023-04-02T00:31:30","modified_gmt":"2023-04-01T21:31:30","slug":"die-namen-der-judischen-opfer-in-kerpen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/2011\/01\/27\/die-namen-der-judischen-opfer-in-kerpen\/","title":{"rendered":"Die Namen der j\u00fcdischen Opfer in Kerpen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3152\" title=\"1295936918183m\" src=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/1295936918183m.jpg\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"130\" \/><\/p>\n<p>Ein Bild vom zuk\u00fcnftigen Standort machten sich die Ausschussmitglieder. Im Hintergrund das Mahnmal von Hermann Josef Baum f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus. (Foto: Ritter)<\/p>\n<p><strong>Mahnmal<\/strong><br \/>\nDie Namen der j\u00fcdischen Opfer<br \/>\nVon Gregor Ritter, 27.01.11<br \/>\nEs ist entschieden: Eine Gedenktafel f\u00fcr die insgesamt 129 deportierten und ermordeten Juden aus Kerpen soll errichtet werden. In die 1,70 Meter-hoche Tafel werden sogar ein St\u00fcck Mauer und Eisen aus dem Konzentrationslager Auschwitz eingearbeitet.<\/p>\n<p>KERPEN &#8211; Der Weg zum Gedenken war lang &#8211; nun aber ist endlich beschlossene Sache, dass eine Tafel errichtet werden soll, auf der die Namen der 129 im Nationalsozialismus deportierten und ermordeten j\u00fcdischen Kinder, Frauen und M\u00e4nner aus Kerpen verzeichnet werden.<br \/>\nDer Kulturausschuss folgte der Vorlage der Verwaltung, nach der das Mahnmal aus einem in zwei Teile geschnittenen, rund 1,70 Meter hohen Diabas-Felsen bestehen soll, zwischen dessen H\u00e4lften eine Bronzetafel angebracht wird. Bei rund 9000 Euro liegt das Angebot eines Steinmetz-Betriebes aus Sindorf, insgesamt rechnet die Stadt mit Aufwendungen von rund 10 000 Euro. Ein St\u00fcck Mauerwerk sowie ein Moniereisen aus dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz sollen integriert werden.<\/p>\n<p>Als Aufstellungsort favorisiert die Verwaltung einen Platz auf der Gr\u00fcnfl\u00e4che am Friedhof Kerpen, auf der sich das von Hermann Josef Baum geschaffene Mahnmal f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus befindet.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen begr\u00fc\u00dften alle das Vorhaben, zu der Platzierung des Mahnmals jedoch \u00e4u\u00dferten einige Politiker Bedenken. Wolfgang Scharping (BBK \/ UWG), der vor Jahren bereits angeregt hatte, die sogenannten Stolpersteine des K\u00fcnstlers Gunter Demnig zu verlegen, h\u00e4tte sich ebenso wie Bernd Krings (Gr\u00fcne) eine Aufstellung an einem zentraler gelegenen Ort wie Rathaus oder Stiftsplatz gew\u00fcnscht. Angesichts des sensiblen Themas wolle er aber nicht in eine Diskussion einsteigen, sagte Wolfgang Scharping, und betonte: \u201eIch bin grunds\u00e4tzlich froh, dass es endlich passiert.\u201c Eine Aufstellung in der Kerpener Innenstadt oder aber am j\u00fcdischen Friedhof favorisierte Christdemokrat Addy Muckes.<\/p>\n<p>Der Zeitplan sieht vor, dass das Mahnmal am Mittwoch, 9. November, bei dem Gedenken der Opfer der Reichspogromnacht der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergeben wird. Ob dies realisierbar sei, auch wenn noch Angebote anderer Steinmetze eingeholt werden w\u00fcrden, wollte Bernd Krings wissen. Dem Beschlussentwurf, in dem auch das Datum festgeschrieben sei, habe sie nichts hinzuzuf\u00fcgen, erwiderte B\u00fcrgermeisterin Marlies Sieburg knapp.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bild vom zuk\u00fcnftigen Standort machten sich die Ausschussmitglieder. Im Hintergrund das Mahnmal von Hermann Josef Baum f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus. 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