{"id":2815,"date":"2010-12-03T10:43:56","date_gmt":"2010-12-03T08:43:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turkishforum.com.tr\/de\/content\/?p=2815"},"modified":"2023-04-02T12:52:29","modified_gmt":"2023-04-02T09:52:29","slug":"araber-und-nazi-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/2010\/12\/03\/araber-und-nazi-deutschland\/","title":{"rendered":"Araber und Nazi-Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2818\" title=\"4cf3e402400df_source_4cefe7f500d0c_Hitler_and_Grand_Mufti_in_Berlin_dpa\" src=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/4cf3e402400df_source_4cefe7f500d0c_Hitler_and_Grand_Mufti_in_Berlin_dpa.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"168\" \/><\/p>\n<p>Treffen von Adolf Hitler mit dem Antisemiten Al-Husseini: Die Geschichtswissenschaft bearbeitet seit 50 Jahren die Geschichte der Kollaborateure; die der arabischen H\u00e4lftlinge in deutschen Lagern ist aber noch nicht erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p><strong>Araber und Nazi-Deutschland<br \/>\nKollaborateure und Widersacher<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten zehn Jahren hat ein sensibles Thema zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen: Araber als &#8222;T\u00e4ter im Holocaust&#8220;. Was wussten sie? Und wie viele handelten aus \u00dcberzeugung? Beide Fragen sind bis heute offen. Vielmehr ist das Thema selbst unter Historikern in den Strudel des Nahost-Konflikts geraten. Von Sonja Hegasy<\/p>\n<p>Treffen von Adolf Hitler mit dem Antisemiten Al-Husseini: Die Geschichtswissenschaft bearbeitet seit 50 Jahren die Geschichte der Kollaborateure; die der arabischen H\u00e4lftlinge in deutschen Lagern ist aber noch nicht erz\u00e4hlt. Selbst Wissenschaftler f\u00fchlen sich derzeit bem\u00fc\u00dfigt, moralische Klarheit \u00fcber die Frage zu schaffen, ob Araber in Nordafrika in der Mehrheit Kollaborateure der Wehrmacht und der SS waren oder Widerstand leisteten. Mit Blick in lokale Zeitungen aus jener Zeit wei\u00df man, dass Reaktionen in der arabischen Welt \u00e4hnlich unterschiedlich waren wie in Europa. Dies ist nat\u00fcrlich ein Gemeinplatz. Er scheint jedoch heute n\u00f6tig, angesichts von Debatten, die einen historisch verankerten Antisemitismus in der muslimischen Welt f\u00fcr die Ursache des Nahost-Konfliktes halten und die Araber als willige (oder unwillige) Vollstrecker betrachten.<\/p>\n<p>Fragen, ob diese Helfer in der Mehr- oder Minderheit waren, k\u00f6nnen bisher nicht beantwortet werden, da nicht gen\u00fcgend Quellen erschlossen sind und die historische Forschung noch ganz am Anfang steht, um verallgemeinernde Aussagen zu treffen. Aus den zug\u00e4nglichen Quellen wissen wir, dass es sowohl Kollaborateure gab, wie auch jene, die sich aktiv f\u00fcr den Schutz von Juden einsetzten.<\/p>\n<p>Doch um \u00fcber die Reaktion von Pal\u00e4stinensern oder \u00c4gyptern zu jener Zeit ein gesichertes Urteil f\u00e4llen zu k\u00f6nnen, sind zwei Dinge n\u00f6tig: Zum einen darf man keine kontrafaktische Geschichtsschreibung betreiben nach dem Motto, was w\u00e4re gewesen, wenn die Briten die Deutschen nicht aus \u00c4gypten vertrieben h\u00e4tten? Zum anderen sollten Wissenschaftler ihr Urteil nicht nur auf der Grundlage einseitiger Quellen f\u00e4llen, wie die arabisch-sprachige Radiopropaganda aus Berlin.<\/p>\n<p>Arabische H\u00e4ftlinge in Konzentrationslagern<\/p>\n<p>Viele arabische Quellen aus den 1930er und 1940er Jahren, wie Tageszeitungen, Kulturzeitschriften, Cartoons oder auch Memoiren, belegen eine erstaunlich weitsichtige Ablehnung des europ\u00e4ischen Antisemitismus und der Diskriminierung von Juden in Deutschland. Sie berichten \u00fcber die deutschen Angriffe auf Nachbarl\u00e4nder als immanenten Bestandteil eines faschistischen Imperialismus, den die Araber durch den Aufstieg Mussolinis bereits kennengelernt hatten.<\/p>\n<p>Obwohl es zahlreiche F\u00e4lle gibt, in denen Araber das Leben ihrer j\u00fcdischen Nachbarn retteten, wird kein Araber in der Holocaust-Gedenkst\u00e4tte Yad Vashem geehrt. Die Kollaboration eines notorischen Antisemiten wie Amin Al-Husseini, dem Mufti von Jerusalem, der Hitler unmittelbar nach der Machtergreifung der NSDAP seine aktive Unterst\u00fctzung anbot, wird von der Geschichtswissenschaft seit rund 50 Jahren bearbeitet. Die Geschichte von arabischen H\u00e4ftlingen in deutschen Konzentrationslagern wurde hingegen noch nicht erz\u00e4hlt. Heute tut man sich besonders schwer damit.<\/p>\n<p>Der Historiker Gerhard H\u00f6pp recherchierte die Schicksale muslimischer Araber in fast allen Archiven von Konzentrationslagern in Deutschland. Doch er verstarb im Jahr 2003 zu fr\u00fch, um seine Ergebnisse ver\u00f6ffentlichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit dem Stillstand im Nahost-Konflikt in den letzten zehn Jahren wurden arabische Erfahrungen (j\u00fcdische wie muslimische!) im Holocaust endlos politisiert. Das &#8222;Museum zur Geschichte des Holocaust&#8220; in Yad Vashem richtete eine neue Abteilung \u00fcber die j\u00fcdischen Gemeinden in Nordafrika ein, weil ihre Schicksale in der Ausstellung bisher nicht thematisiert wurden. Yad Vashem widerstand jedoch der Politisierung und konzentrierte sich auf die Darstellungen der von Europ\u00e4ern in Nordafrika ver\u00fcbten Gr\u00e4ueltaten.<\/p>\n<p>Ein Araber als &#8222;Gerechter unter den V\u00f6lkern&#8220;?<\/p>\n<p>Auch Robert Satloff, Direktor des Washington Institute for Near East Policy, machte sich auf die Suche nach der verlorenen Geschichte und entdeckte F\u00e4lle, in denen Araber das Leben ihrer j\u00fcdischen Nachbarn retteten. 2007 schlug er vor, den Tunesier Khaled Abdulwahab als ersten Araber in Yad Vashem als Gerechter unter den V\u00f6lkern zu ehren.<\/p>\n<p>Verfeindete Verb\u00fcndete: Deutschland und Italien lieferten sich im Zweiten Weltkrieg einen Wettlauf um nordafrikanische Territorien. Der Antrag wurde mit der Begr\u00fcndung abgewiesen, dass Abdulwahab sein Leben nicht hatte riskieren m\u00fcssen, als er zwei j\u00fcdische Familien unterbrachte, deren H\u00e4user durch die deutsche Besatzungsmacht konfisziert worden waren, weil er damit nicht gegen geltendes tunesisches Recht verstie\u00df. Das eigene Leben riskiert zu haben, gilt als eine elementare Voraussetzung f\u00fcr den Ehrentitel.<\/p>\n<p>Diese Entscheidung entfachte eine rege Debatte zwischen Mordecai Paldiel, ehemaliger Direktor der Abteilung &#8222;Gerechte unter den V\u00f6lkern&#8220; in Yad Vashem, und seiner Nachfolgerin Irena Steinfeldt \u00fcber das &#8222;Prinzip des pers\u00f6nlichen Risikos&#8220;. Paldiel pl\u00e4dierte f\u00fcr die Anerkennung Abdulwahabs als Gerechter, da einige Europ\u00e4er bereits aufgrund der &#8222;Gefahr einer m\u00f6glichen Bestrafung&#8220; ausgezeichnet wurden. Doch bis heute wird kein Araber in Yad Vashem geehrt.<\/p>\n<p>Der Zweite Weltkrieg<\/p>\n<p>Wie alle franz\u00f6sischen Kolonien und Protektorate, kamen auch Marokko, Algerien und Tunesien ab 1940 unter die Herrschaft des Vichy-Regimes. Sofort wurden auch in \u00dcbersee antisemitische Gesetze und Richtlinien eingef\u00fchrt. Zum zweiten Mal entfaltete sich ein gro\u00dfer europ\u00e4ischer Krieg vor den Augen und Haust\u00fcren der Nordafrikaner. Deutschland und Italien lieferten sich einen Wettlauf um nordafrikanische Territorien.<\/p>\n<p>\u00c4gyptisches Kulturmagazin Al-Risala: In der Zwischenkriegszeit wurde die Verfolgung der Juden in Deutschland hier schon fr\u00fchzeitig aufs Sch\u00e4rfste kritisiert. (Mit freundlicher Genehmigung von Israel Gershoni) Der israelische Historiker Nir Arielli rekonstruierte einen im Juli-August 1940 entworfenen Plan der italienischen Regierung zur zuk\u00fcnftigen Aufteilung des Mittleren Ostens. Dazu nutzte er zwei Dokumente der Ufficio Operazioni der italienischen Armee.<\/p>\n<p>Dieser Plan sah nicht nur die italienische Dominanz \u00fcber ihre &#8222;klassischen&#8220; Hochburgen wie das Horn von Afrika, Libyen oder dem Tschad vor, sondern auch \u00fcber den Nahen Osten; ein Plan, der mit Adolf Hitlers Vorstellungen f\u00fcr die Region deutlich kollidierte. Diese Aufteilungspl\u00e4ne wurden den regionalen Herrschern nat\u00fcrlich vorenthalten, um eine m\u00f6gliche Zusammenarbeit mit den Aufst\u00e4ndischen gegen die Briten und Franzosen nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen stellte sich die Frage, welcher Macht man sich in der Hoffnung auf Unterst\u00fctzung anschlie\u00dfen sollte. Im Kampf gegen Frankreich konnten sowohl England als auch Italien als m\u00f6gliche Partner erscheinen. Viele schenkten den Versprechungen der Alliierten von Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fcr alle Glauben. Die \u00e4gyptische Wafd-Regierung erwies sich bis zum Kriegsende als loyaler Partner der Briten. Andere Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen wiederum erhofften sich von den Achsenm\u00e4chten, dass sie die britischen und franz\u00f6sischen Kolonialisten aus der Region vertreiben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich spielten auch milit\u00e4rische Erfolge, wie Erwin Rommels rasanter Vormarsch auf El-Alamein eine Rolle bei der Entscheidung, welche europ\u00e4ische Macht gerade hoch im Kurs stand. Doch f\u00fcr die nationalen Bewegungen blieb die Erlangung nationaler Unabh\u00e4ngigkeit das erste Ziel.<\/p>\n<p>Angst vor dem Krieg<\/p>\n<p>Einige verstanden die faschistische Ideologie als eine Form von Ultra-Nationalismus und sympathisierten von dieser Warte aus mit den Italienern. Doch all das sagt noch nichts \u00fcber die dahinter liegenden \u00dcberzeugungen arabischer Sympathisanten aus: W\u00e4hrend einige Nationalisten unverbl\u00fcmte Antisemiten waren, hatten andere keine Zweifel an der rassistischen Natur des Faschismus und Nationalsozialismus. Sie waren entsetzt, wie sich das so aufgekl\u00e4rte Deutschland solch einer &#8222;barbarischen Kriegerhorde&#8220; (Ahmed Zayyat) hingeben konnte.<\/p>\n<p>Viele arabische Schriften berichten \u00fcber die deutschen Angriffe auf Nachbarl\u00e4nder als immanenten Bestandteil eines faschistischen Imperialismus. Der Historiker Israel Gershoni hat eine Reihe \u00e4gyptischer Kulturmagazine aus der Zwischenkriegszeit untersucht, wie Al-Hillal (Der Halbmond) oder Al-Risala (Die Botschaft): Die Verfolgung der Juden in Deutschland wurde hier schon fr\u00fchzeitig aufs Sch\u00e4rfste kritisiert.<\/p>\n<p>Wieder andere Teile der Bev\u00f6lkerung waren vollkommen unpolitisch. Informationen \u00fcber den Holocaust sickerten nur d\u00fcrftig zur nordafrikanischen Bev\u00f6lkerung durch. Und man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass viele, ebenso wie Mitglieder des Widerstandes in anderen Teilen der Welt, kaum glauben konnten, was aus den Vernichtungslagern in Osteuropa berichtet wurde.<\/p>\n<p>In \u00c4gypten waren die Menschen vor allem damit besch\u00e4ftigt, ob die Umstellung auf die Kriegswirtschaft den Niedergang der Baumwollpreise mit sich bringen w\u00fcrde, wie der Historiker James Jankowski in einem bisher unver\u00f6ffentlichten Aufsatz zeigt. Sp\u00e4ter f\u00fcrchteten sie, dass die britischen Besatzungstruppen sie in den Krieg hineinziehen k\u00f6nnten, denn die Briten erstickten die Bem\u00fchungen des \u00e4gyptischen Parlaments, Kairo wie Nanking zur &#8222;offenen Stadt&#8220; zu erkl\u00e4ren. Jankowskis Beitrag weist auch nach, dass sich die f\u00fcr die Briten &#8222;potentiell gef\u00e4hrliche Bewegung der Muslimbr\u00fcder mit der Wafd-Partei geeinigt hatte und sich politisch still verhielt&#8220;.<\/p>\n<p>Jankowski wertete die Berichte britischer Botschaftsbeamter aus, die durch \u00c4gypten reisten, um pro-faschistische Tendenzen innerhalb der Bev\u00f6lkerung absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Jankowskis Quellen zeigen eine &#8222;beinahe uneingeschr\u00e4nkte Zustimmung&#8220; zu den milit\u00e4rischen Fortschritten der britischen und franz\u00f6sischen Truppen von 1941. Berichte f\u00fcr die britische Botschaft in Kairo spielten Sympathien f\u00fcr Hitler sicher nicht herunter (auch wenn nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass Informanten das weitergaben, was gew\u00fcnscht war).<\/p>\n<p>John Hamilton, der stellvertretende Nahost-Referent der britischen Botschaft, berichtete 1939, dass &#8222;das \u00e4gyptische Staatsradio am beliebtesten war, w\u00e4hrend ausl\u00e4ndische Sender nur unter bestimmten H\u00f6rern verbreitet waren.&#8220; Unter diesen war wiederum der italienische Sender am popul\u00e4rsten. Jankowski beschreibt, wie ein \u00c4gypter Hamilton erz\u00e4hlte, &#8222;das deutsche Radio schalten die Leute schnell wieder ab, da in ihm offensichtlicher Stuss verbreitet werde&#8220;.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung der Arabischen Liga<\/p>\n<p>Noch bevor der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, verurteilten die arabischen Regime den deutschen Genozid. W\u00e4hrend der Vorbereitungen f\u00fcr die Gr\u00fcndung der Arabischen Liga im Jahr 1944, gab das Komitee ein Erkl\u00e4rung heraus, in der zu lesen war, dass das Komitee &#8222;an erster Stelle stehe (im Original: &#8222;second to none&#8220;), wenn es darum gehe das Leid, das die Juden Europas durch die europ\u00e4ischen Diktaturen erlitten haben, zu betrauern.&#8220; &#8222;Aber&#8220;, so f\u00fcgte das Komitee hinzu &#8222;diese Frage d\u00fcrfe nicht mit dem Zionismus verwechselt werden. Denn es kann kein gr\u00f6\u00dferes Unrecht und keine gr\u00f6\u00dfere Aggression geben, als das Problem der Juden in Europa durch ein weiteres Unrecht l\u00f6sen zu wollen, d.h. indem man den pal\u00e4stinensischen Arabern unterschiedlicher Religion und Konfession ein weiteres Unrecht antut.&#8220;<\/p>\n<p>Holocaustleugnung als Antwort auf die sogenannte Holocaust-Industrie: &#8222;Der Holocaust wird mittlerweile im Nahost-Konflikt von Israelis wie Arabern instrumentalisiert&#8220;, schreibt Hegasy. Mit Blick auf den Nahost-Konflikt droht heute eine ganz andere Wahrnehmung dieser Geschichte. Oder wie es ein israelischer Historiker k\u00fcrzlich zusammenfasste: &#8222;Die Politik des Muftis von Jerusalem ist nach hinten losgegangen. Nun trifft es sein eigenes Volk; sie haben auf das falsche Pferd gewettet &#8211; jetzt ist ihr Land weg.&#8220;<\/p>\n<p>Der Holocaust wird mittlerweile im Nahost-Konflikt von Israelis wie Arabern instrumentalisiert. Meir Litvak und Esther Webman zeigen in ihrem neusten Buch &#8222;From Empathy to Denial: Arab Responses to the Holocaust&#8220; wie Holocaustleugnung auch zu einer Antwort auf die sogenannte Holocaust-Industrie (Finkelstein 2000) wurde. Wie Ha&#8217;aretz berichtete, schickte der israelische Au\u00dfenminister Avigdor Lieberman 2009 das bekannte Foto eines Treffens von Hitler mit dem Mufti 1941 an die PR-Abteilungen der israelischen Botschaften, um mit diesem Foto &#8222;der weltweiten Kritik an den israelischen Siedlungspl\u00e4nen zu begegnen&#8220;.<\/p>\n<p>Die &#8222;arabische Beteiligung&#8220; am Holocaust wird aus politischen Gr\u00fcnden \u00fcbertrieben dargestellt. Kollaboration darf nicht \u00fcbersehen werden. Aber die T\u00e4ter als Repr\u00e4sentanten einer arabischen Mehr- oder gar Einheit darzustellen, und dazu geflissentlich die arabischen Opfer sowie den arabischen Widerstand gegen Faschismus und Nationalsozialismus zu verdr\u00e4ngen, wird der gemeinsamen Geschichte nicht gerecht.<\/p>\n<p>Sonja Hegasy<\/p>\n<p>Sonja Hegasy ist Islamwissenschaftlerin und Vizedirektorin des Zentrums Moderner Orient in Berlin.<\/p>\n<p>\u00dcbersetzung aus dem Englischen: Christian Horbach<\/p>\n<p>Redaktion: Nimet Seker\/Qantara.de<\/p>\n<p>Quelle: <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Treffen von Adolf Hitler mit dem Antisemiten Al-Husseini: Die Geschichtswissenschaft bearbeitet seit 50 Jahren die Geschichte der Kollaborateure; die der arabischen H\u00e4lftlinge in deutschen Lagern ist aber noch nicht erz\u00e4hlt. 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