{"id":210,"date":"2009-08-08T12:28:31","date_gmt":"2009-08-08T10:28:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turkishforum.com.tr\/de\/content\/?p=210"},"modified":"2009-08-08T12:28:31","modified_gmt":"2009-08-08T10:28:31","slug":"die-verantwortungslose-waldrodung-in-manisa-cal-dagi-muss-sofort-aufgehalten-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/2009\/08\/08\/die-verantwortungslose-waldrodung-in-manisa-cal-dagi-muss-sofort-aufgehalten-werden\/","title":{"rendered":"Die verantwortungslose Waldrodung in Manisa \u00c7al Dagi muss sofort aufgehalten werden!"},"content":{"rendered":"<p>T\u00fcrkische und europ\u00e4ische Naturschutzvereinigungen m\u00fcssen gemeinsam gegen\u00a0Umweltskandal vorgehen.<\/p>\n<p>Der ehemalige Umwelt- und Waldminister der Republik T\u00fcrkei (Osman Pepe),\u00a0hatte dem Vorhaben, im Waldgebiet \u00c7al Da\u011f\u0131\/Manisa Nickel abzubauen, in\u00a0seiner Amtszeit wegen ernsthafter \u00f6kologischer Bedenken keine Erlaubnis\u00a0erteilt. Doch sein Nachfolger, Veysel Ero\u011flu, gab im vergangenen April der\u00a0britischen Firma Sardes gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Projekt. Diese Erlaubnis\u00a0bedeutet, dass auf einer Waldfl\u00e4che von drei Millionen Quadratmetern Nickel\u00a0abgebaut und Anlagen errichtet werden, wozu 143.000 B\u00e4ume gef\u00e4llt werden\u00a0d\u00fcrfen. Hinzu kommt, dass die britische Firma das Gebiet bis zum Jahr 2026\u00a0nutzen darf.<\/p>\n<p>Neben diesem \u00f6kologisch verheerenden Raubbau an der Natur stellt die\u00a0Schwefels\u00e4ure, die beim Abbau des Nickels verwendet wird, eine ernsthafte\u00a0Gefahr f\u00fcr die Gesundheit der Menschen in der Region dar. Obwohl die\u00a0Bev\u00f6lkerung mehrmals gegen das Projekt protestiert hat, reagierten die\u00a0Verantwortlichen in Ankara nicht. Insbesondere die Erwartungen an den\u00a0Abgeordneten der Provinz Manisa, B\u00fclent Ar\u0131n\u00e7, waren hoch, jedoch hat sich\u00a0dieser bis zuletzt diesem wichtigen Anliegen nicht angenommen.<\/p>\n<p>Osman Pepe betonte in den vergangenen Tagen erneut, dass er damals aus\u00a0berechtigten, umweltpolitischen Gr\u00fcnden die Erlaubnis nicht erteilte. Die\u00a0britische Firma habe aber alle m\u00f6glichen zwischenstaatlichen Mechanismen\u00a0genutzt und staatliche Kr\u00e4fte auf ihre Seite gezogen, um das Projekt\u00a0durchzusetzen, so Pepe.<\/p>\n<p>Die gesundheitliche Gef\u00e4hrdung der Menschen vor Ort durch chemische Vorg\u00e4nge\u00a0beim Nickelabbau ist betr\u00e4chtlich. Dabei ist noch gar nicht absehbar, welche\u00a0Risiken dies f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen haben wird. Hinzu kommt, dass in\u00a0einem Land wie\u00a0der T\u00fcrkei, wo die Bodenerosion eine ernsthafte Gefahr darstellt, ein\u00a0Projekt, welches das F\u00e4llen von Tausenden von B\u00e4umen bedeutet, in h\u00f6chstem\u00a0Ma\u00dfe unverantwortlich ist. Der Erdrutsch, der sich erst in diesen Tagen im\u00a0Schwarzmeergebiet ereignet hat, ist ein warnendes Beispiel f\u00fcr die Folgen\u00a0kurzsichtiger Waldrodung. Deshalb fordere ich Umweltschutzorganisationen in\u00a0der T\u00fcrkei und der EU auf, gemeinsame und entschiedene Proteste zu\u00a0organisieren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00fcrkische und europ\u00e4ische Naturschutzvereinigungen m\u00fcssen gemeinsam gegen\u00a0Umweltskandal vorgehen. Der ehemalige Umwelt- und Waldminister der Republik T\u00fcrkei (Osman Pepe),\u00a0hatte dem Vorhaben, im Waldgebiet \u00c7al Da\u011f\u0131\/Manisa Nickel abzubauen, in\u00a0seiner Amtszeit wegen ernsthafter \u00f6kologischer Bedenken keine Erlaubnis\u00a0erteilt. 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