{"id":1425,"date":"2010-10-12T09:10:07","date_gmt":"2010-10-12T07:10:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turkishforum.com.tr\/de\/content\/?p=1425"},"modified":"2023-04-02T00:30:33","modified_gmt":"2023-04-01T21:30:33","slug":"deutsche-sprache-ist-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/2010\/10\/12\/deutsche-sprache-ist-pflicht\/","title":{"rendered":"Deutsche Sprache ist Pflicht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1430\" title=\"1830434891-336018696_344.9\" src=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/1830434891-336018696_344.9.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/1830434891-336018696_344.9.jpg 475w, https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/1830434891-336018696_344.9-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>\u201eSchule muss immer integrieren\u201c: Deutschlehrer Frank M\u00fcller im Unterricht am Privatgymnasium des Vereins f\u00fcr Integration und Bildung (VIB) in Hannover. Foto:  dpa<\/p>\n<p>Datum: 12.10.2010<br \/>\n<strong> Kinder f\u00f6rdern: Seit drei Jahren gibt es in Hannover ein t\u00fcrkisches Privatgymnasium<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong><br \/>\n<strong> Deutsche Sprache ist Pflicht<\/strong><br \/>\nHannover. Auf den ersten Blick scheint es paradox: Damit ihre Kinder besser Anschluss finden in Deutschland, haben T\u00fcrken in Hannover ein eigenes Gymnasium gegr\u00fcndet, in dem sie weitgehend unter sich sind. Die Integration gelinge besser bei einer gezielten F\u00f6rderung der Nachwuchsgeneration, ist das Konzept. Die Sprache sei ein wichtiger Schritt zur Integration, sind sich die Lehrer einig, die Migranten m\u00fcssten allerdings auch angenommen werden und eine Chance erhalten.<\/p>\n<p>Am Anfang der Privatschule stand der Verein f\u00fcr Integration und Bildung (VIB), der t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Kindern seit 15 Jahren Nachhilfe gibt. Schlie\u00dflich kam der Wunsch nach einer Schule, vor drei Jahren startete das Gymnasium. Es steht Sch\u00fclern s\u00e4mtlicher Herkunft offen, 80 Prozent der Sch\u00fcler aber haben ausl\u00e4ndische Wurzeln, zwei Drittel davon in der T\u00fcrkei.<br \/>\n\u201eWir wissen, dass gute Bildung das Leben einfach macht. Wir haben uns gew\u00fcnscht, dass Kinder mit und ohne Migrationshintergrund die selben Chancen erlangen\u201c, meint Schulverwaltungsleiter Rakip Dumlu. Deshalb habe er auch die Schule mitgegr\u00fcndet. Von den 31 Lehrern haben nur zwei t\u00fcrkische Wurzeln.<br \/>\nDie Schule sieht von au\u00dfen aus wie jedes andere Schulgeb\u00e4ude: graue Fassade und jede Menge Fenster. Vergeblich sucht man eine B\u00fcste des Gr\u00fcnders der t\u00fcrkischen Republik Mustafa Kemal Atat\u00fcrk, die in der Regel in jeder Schule in der T\u00fcrkei steht. Plakate informieren \u00fcber Freizeitangebote, auf deutsch. Die Zahl der muslimischen Kinder liegt zwar bei rund 70 Prozent. Dennoch gibt es keinen islamischen Religionsunterricht. Nur wenige M\u00e4dchen tragen ein Kopftuch.<br \/>\nJ\u00f6rg Steidl ist Mathematiklehrer am deutsch-t\u00fcrkischen Gymnasium. Integration sei schulintern kein Thema, meint er. \u201eEin Umfeld, in das sich die Sch\u00fcler integrieren m\u00fcssen, gibt es nicht.\u201c Die Sch\u00fcler m\u00fcssten sich indes an eine klare Regel halten: In der Schule muss Deutsch gesprochen werden &#8211; auch auf dem Pausenhof. In der deutschen Alltagssprache seien die Kinder fit und versiert. \u201eAber es ist viel zu wenig f\u00fcr das heutige Gymnasium. Wir m\u00fcssen im naturwissenschaftlichen Unterricht ein ausgesprochenes Sprachtraining machen.\u201c<br \/>\n\u201eHauptsache, sie sind fair\u201c<br \/>\nKamil, Bera und Samara sind 14 Jahre alt und besuchen die neunte Klasse. Ihre Eltern stammen aus der T\u00fcrkei und Spanien. Kamil ist in dieser Schule, weil er seiner Meinung nach in einer staatlichen Schule weniger gef\u00f6rdert w\u00fcrde. \u201eWir haben Nachmittagsunterricht, die Lehrer helfen uns\u201c, sagt der 14-J\u00e4hrige, der Arzt werden will. Ob ein russischer, deutscher oder t\u00fcrkischer Lehrer sie unterrichte, sei egal, meint Bera. \u201eHauptsache, sie sind fair zu den ausl\u00e4ndische Sch\u00fcler. Hier wird man gefordert und gef\u00f6rdert.\u201c<br \/>\nEiner der Lehrer, der die Sch\u00fcler fordert, ist Frank M\u00fcller. Er unterrichtet Deutsch sowie Werte und Normen. \u201eIntegration ist etwas, was die Schule immer bewerkstelligen muss\u201c, sagt der 48-J\u00e4hrige. Die Schule m\u00fcsse immer versuchen, Kinder in die Gesellschaft zu integrieren. Voraussetzung f\u00fcr eine Integration sei es, die Sprache zu beherrschen. \u201eF\u00fcr mich ist Integration dann gelungen, wenn man sich gegenseitig befruchtet, kooperiert und bessert.\u201c (lni)<br \/>\nVon G\u00fcng\u00f6r \u00d6zt\u00fcrker<\/p>\n<p>Quelle: <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSchule muss immer integrieren\u201c: Deutschlehrer Frank M\u00fcller im Unterricht am Privatgymnasium des Vereins f\u00fcr Integration und Bildung (VIB) in Hannover. Foto: dpa Datum: 12.10.2010 Kinder f\u00f6rdern: Seit drei Jahren gibt es in Hannover ein t\u00fcrkisches Privatgymnasium Deutsche Sprache ist Pflicht Hannover. 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