{"id":1108,"date":"2010-09-15T09:05:54","date_gmt":"2010-09-15T07:05:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.turkishforum.com.tr\/de\/content\/?p=1108"},"modified":"2023-04-02T00:30:32","modified_gmt":"2023-04-01T21:30:32","slug":"migranten-sind-wohlstandsvernichter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/2010\/09\/15\/migranten-sind-wohlstandsvernichter\/","title":{"rendered":"\u00abMigranten sind Wohlstandsvernichter\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1111\" src=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20e3d421ac495ecf89c1af4fc532.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20e3d421ac495ecf89c1af4fc532.jpg 180w, https:\/\/www.turkishnews.com\/de\/content\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20e3d421ac495ecf89c1af4fc532-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/>Foto: dpa<\/p>\n<p><strong>Der n\u00e4chste Sarrazin<br \/>\n\u00abMigranten sind Wohlstandsvernichter\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Von news.de-Redakteur Bj\u00f6rn Menzel, Berlin<\/p>\n<p>Der Publizist Udo Ulfkotte setzt den Sarrazin-Thesen noch eins drauf. In seinem neuen Buch tr\u00e4gt er die Kosten der Migration zusammen, die h\u00f6her sein sollen als ihr Nutzen. Und er bricht mit seinen Aussagen weitere Tabus.<br \/>\nZu Beginn der Veranstaltung verteilt Udo Ulfkotte Baldriantropfen. Die sollen die Zuh\u00f6rer beruhigen. Falls sie sich gleich aufregen, wenn der Publizist und Islamwissenschaftler sein neuestes Buch vorstellt. Kein Schwarz. Kein Rot. Kein Gold. &#8211; Armut f\u00fcr alle im \u00abLustigen Migrantenstadl\u00bb schl\u00e4gt in die Kerbe der aktuellen Debatte um die Thesen des Thilo Sarrazins.<\/p>\n<p>Des neueste Werk von Ulfkotte lebt haupts\u00e4chlich von einer These: Migranten kosten die Einwanderungsl\u00e4nder mehr als sie ihnen nutzen. Der Autor versucht, dies anhand von Quellen zu belegen. Unter anderem zieht er einen Spiegel-Titel aus dem Jahr 1973 heran, in dem bereits von Integrationskosten pro Einwanderer in H\u00f6he von umgerechnet 100.000 Euro gesprochen wird. \u00abHeute sind es statistisch bis zu 400.000 Euro\u00bb, sagt Ulfkotte und fragt: \u00abIst das eine Bereicherung, wie es uns die Politiker immer wieder weismachen wollen?\u00bb Ein Staat auf Pump wie Deutschland k\u00f6nne sich diese Kosten nicht leisten. \u00abMigranten sind Wohlstandsvernichter\u00bb, sagt Ulfkotte.<\/p>\n<p>Herr Ulfkotte, hatten Sie schon die Gelegenheit, sich bei Herrn Sarrazin zu bedanken? Schlie\u00dflich kann seine Debatte auch den Verkauf Ihres neuen Buches ankurbeln.<\/p>\n<p>Ulfkotte: Ich habe mich noch nicht bedankt. Denn es gibt zurzeit mindestens f\u00fcnf B\u00fccher zur gleichen Thematik, die, ohne dass die Autoren davon gewusst haben, gleichzeitig erscheinen. Sie wurden wohl auch alle zur gleichen Zeit geschrieben. Unter anderem erscheint Ende September eines von Alice Schwarzer. Die Schreiber stammen \u00fcbrigens nicht alle aus der politisch rechten Ecke. Die Thematik scheint viele Autoren zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Woran k\u00f6nnte das Ihrer Meinung nach liegen?<\/p>\n<p>Ulfkotte: Offenkundig spiegeln Politik und Medien bei diesem Thema nicht mehr die Stimmung in der Bev\u00f6lkerung wider. Eines der letzten Ventile ist, dass sich Publizisten damit befassen. Beispielsweise ist die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan, aber die Politik ignoriert das. So ist es auch beim sogenannten Sarrazin-Thema, also wenn es um Zuwanderung und Integration geht. Die Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen meint, man sollte das Thema anders anfassen<\/p>\n<p>Warum setzen Sie sich mit dem Thema Migration so ausf\u00fchrlich auseinander?<\/p>\n<p>Ulfkotte: Es war die Finanzkrise. Wir haben da sehr viel \u00fcber die Heuschrecken der Finanzindustrie gesprochen, die gigantische Sch\u00e4den angerichtet haben. Da wurden Menschen unwidersprochen mit Tieren verglichen. In der Finanzkrise wurde alles aufgerechnet, die Milliarden wurden addiert. Alle sind sich einig, dass die Branche die angerichteten Sch\u00e4den wieder gut machen muss. Aber wie ist es im Vergleich dazu mit den Heuschrecken der Migrations- und Zuwanderungsindustrie? Gibt es sie und wenn ja, welche Sch\u00e4den richten sie an? Und warum spricht man dar\u00fcber nicht?<\/p>\n<p>Sie sagen selbst, dass derartige Diskussionen Ausl\u00e4nderfeindlichkeit erzeugen. Was wollen Sie mit Ihren Aussagen erreichen?<\/p>\n<p>Ulfkotte: Wenn es Probleme gibt, egal auf welchem Gebiet, m\u00fcssen diese m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig angegangen werden. Also, wir sollten dar\u00fcber sprechen und aufkl\u00e4ren, unabh\u00e4ngig, wo man politisch steht. Ich versuche das und frage: Wollen wir es eigentlich erst eskalieren lassen?<\/p>\n<p>Viele Migranten leben in Deutschland und wir sollten mit ihnen umgehen lernen. Was schlagen Sie vor?<\/p>\n<p>Ulfkotte: Ich rechne die finanziellen Sch\u00e4den vor. Zum Beispiel steht in einem FAZ-Bericht, dass Migranten eine Billion Euro mehr aus dem deutschen Sozialsystem bekommen, als sie eingezahlt haben. Das ist eine von vielen Zahlen. Man kann das gut oder schlecht finden, darum geht es mir nicht. Aber wir m\u00fcssen dar\u00fcber sprechen und fragen, wie gehen wir damit um? Ich sage Ihnen, wie andere damit umgehen. Wenn ein Ausl\u00e4nder in den USA seinen Arbeitsplatz verliert, hat er genau sechs Wochen, um das Land zu verlassen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat ein Ausl\u00e4nder daf\u00fcr vier Wochen Zeit.<\/p>\n<p>Fordern Sie das auch f\u00fcr Deutschland?<\/p>\n<p>Ulfkotte: Ich will nur zeigen, wie andere L\u00e4nder mit Menschen umgehen, die sie in ihrem Land nicht mehr ern\u00e4hren oder versorgen k\u00f6nnen. Trotzdem w\u00fcrde zum Beispiel niemand behaupten, Barack Obama w\u00e4re ein Rechtsextremer. Meine Quintessenz hei\u00dft, wenn ich in Deutschland jeden Monat finanzielle Sch\u00e4den durch bestimmte Migrantengruppen habe, muss ich dar\u00fcber nachdenken, woher diese Sch\u00e4den kommen. Ich kann nicht der eigenen Bev\u00f6lkerung die Sozialhilfes\u00e4tze k\u00fcrzen, um zu sagen, wir m\u00f6chten eine Art Weltsozialamt sein. Das kann man auch keinem Steuerzahler mehr erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wie hei\u00dft denn Ihre L\u00f6sung, immerhin leben in Deutschland auch Migranten der zweiten und dritten Generation?<\/p>\n<p>Ulfkotte: Es gibt eine Abteilung, die sich um die Zuwanderung k\u00fcmmert. Sie ist defizit\u00e4r. Also muss man dar\u00fcber diskutieren d\u00fcrfen und nicht sagen: Deckel drauf und weiter zahlen. Man muss sich fragen, wie l\u00f6sen wir das Problem? In der Vergangenheit haben wir immer mehr Geld hinein gesteckt und die Integrationsbereitschaft ist geringer und nicht besser geworden.<\/p>\n<p>Glauben Sie denn, dass die aktuelle Debatte zu mehr Integration beitr\u00e4gt?<\/p>\n<p>Ulfkotte: Jetzt sieht man sogar im Kanzleramt und im Innenministerium, wie sehr die Debatte den Menschen unter den N\u00e4geln brennt. Jetzt holen sie Studien heraus und sagen, es ist alles gar nicht so schlimm und wir machen schnell ein paar Integrationspl\u00e4ne. Zum Beispiel: Migranten werden Lehrer. Aber damit wird nichts besser.<\/p>\n<p>\u00dcber Udo Ulfkotte selbst gehen die Meinungen auseinander. Er hat Rechts- und Politikwissenschaften studiert und promovierte \u00fcber den Nahen Osten. Viele Jahre lebte Ulfkotte in islamischen L\u00e4ndern, wie Afghanistan oder dem Irak, war Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Heute publiziert er im Kopp-Verlag, der sich unter anderem auf Verschw\u00f6rungstheorien und Pseudowissenschaften spezialisiert hat. Der Verlag gilt als rechtskonservativ. Ulfkotte distanziert sich immer wieder von den Rechtsextremen, nimmt aber bei islamkritischen Themen kein Blatt vor den Mund. \u00abNur wer provoziert, wird \u00fcberhaupt noch geh\u00f6rt\u00bb, sagt er zu news.de.<br \/>\nQuelle: <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: dpa Der n\u00e4chste Sarrazin \u00abMigranten sind Wohlstandsvernichter\u00bb Von news.de-Redakteur Bj\u00f6rn Menzel, Berlin Der Publizist Udo Ulfkotte setzt den Sarrazin-Thesen noch eins drauf. In seinem neuen Buch tr\u00e4gt er die Kosten der Migration zusammen, die h\u00f6her sein sollen als ihr Nutzen. Und er bricht mit seinen Aussagen weitere Tabus. 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