Türkisch an Ahlener Gymnasium erlaubt

Am städtischen Gymnasium in Ahlen dürfen Schüler in den Pausen weiter Türkisch sprechen. Die Bezirksregierung hat klargestellt, dass die Schule das Türkisch-Sprechen nicht verbieten kann. Das Gymnasium will jetzt einen umstrittenen Elternbrief dazu teilweise zurücknehmen. In dem Brief hatte unter anderem gestanden, dass Schüler, die in den Pausen oder beim Mittagessen Türkisch sprechen, mit einem Schulverweis rechnen müssen.

via Nachrichten – Studio Münster – WDR.de.

Landesweite Aufregung um Sprach(Türkisch)verbot in Ahlen

Liebe Freunde und Förderer des EVR,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit einer Woche berichtet die Lokalpresse in Ahlen, der WDR als auch die überregionalen Türkischen Zeitungen über ein Sprach(Türkisch)verbot an einem Ahlener Gymnasium. Mittlerweile hat sich auch das Ministerium in der Sache eingeschaltet. Es geht darum, daß eine Klassenlehrerin in einem Elternbrief das Sprechen von einer anderen Sprache als Deutsch verboten und bei Zuwiderhandlung mit diversen Disziplinarverfahren gedroht hat (das Schreiben wollen wir an dieser Stelle nicht veröffentlichen; deren Inhalt können Sie aber teilweise aus den beigefügten Links zu den Berichten entnehmen. Kurzer Auszug: „Bitte rnachen Sie
Ihrem Kind klar, dass in der Schule sowohl im Unterricht als auch in den Pausen ausschließlich Deutsch gesprochen darf. Ansonsten können auch für Schüler die gegen diese Regel verstoßen, die oben angeführten Maßnahmen ergriffen werden. Darüber hinaus bitte ich Sie, sich mit mir in Verbindung zu setzen wenn Sie von sprachlichen Ausgrenzungen erfahren, damit wir als Lehrer handeln können. Denn gerade diese Ereignisse ereignen sich wenn kein Lehrer anwesend ist. Selbstverständlich können die Kinder auch direkt mich oder Frau …….. ansprechen oder uns ,,unauffällig“ einen Zettel ins Fach legen lassen.“

Mittlerweile hat sich auch das Ministerum eingeschaltet. Hier ist die Sachlage klar. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung hatte mit einem Anwortschreiben vom 26 März 2012 an den Elternverband Ruhr eine Stellung abgegeben (siehe Anhang). Kurzer Auszug: „Deutsch ist Unterrichtssprache und nicht Schulsprache. Es gibt keine Deutschpflicht außerhalb des Unterrichtes, auch nicht auf dem Schulgelände.“

Die Föderation der Türkischen Elternvereine in NRW begleitet den Fall in Ahlen, steht mit Rat und Tat dem örtllichen Elternverein zur Seite. Es bezweckt zudem eine landesweite Sensibilisierungkampagne in Sachen „Förderung der Mehrsprachigkeit.“

Mit freundlichen Grüssen
Dr. A. Sak
Vors. Elternverband Ruhr
Stellv. Landesvorsitzender der Föderation der Türkischen Elternvereine in NRW

WDR
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/12/07/lokalzeit-muensterland-tuerkischverbot.xml

Münsterländische Volkszeitung
http://www.mv-online.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/Elternbrief-sorgt-am-Staedtischen-fuer-Unruhe-Kein-Tuerkisch-Verbot-am-Gymnasium

Ahlener zeitung
http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/Schullleitung-muss-vermitteln-Eltern-protestieren-gegen-das-Tuerkischverbot-einer-Lehrerin

Ahlener Zeitung (10-12-2012)
http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/Tuerkischverbot-Schulministerium-eingeschaltet

Türkische Presse
http://www.dha.com.tr/almanya-kuzey-ren-vestfalya-eyaletinde-okul-alaninda-almanca-disinda-bir-dilin-konusulmasi-yasaklandi-son-dakika-haberi_397215.html

http://www.hurriyet.de/haberler/gundem/1340472/bu-okulda-turkce-yasak

http://www.sabah.de/okulda-turkce-yasagina-tepki.html?fb_action_ids=4436844197489&fb_action_types=og.likes&fb_source=aggregation&fb_aggregation_id=246965925417366

Schullleitung muss vermitteln : Eltern protestieren gegen das Türkischverbot einer Lehrerin

Ahlen –

Elternprotest am Städtischen Gymnasium in Ahlen: Nachdem eine Lehrerin in einem Brief an die Eltern mit Ordnungsmaßnahmen gedroht hatte, wenn die Schüler während der Pausen türkisch sprechen, wandten sich die Eltern der betroffenen türkischen Kinder hilfesuchend an einen türkischen Elternverein.

Von Dierk Hartleb

Auf dessen Vermittlung kam ein Gespräch mit der Schulleitung zustande, bei dem der Schulleiter für die Schule in Anspruch nahm, dass es in der nicht „ganz deutlich gewordenen Mitteilung“ keinesfalls um ein generelles Verbot der Muttersprache gegangen sei. Man lege Wert darauf, dass in allen Bereichen, in denen die Schule ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag wahrnehme, Deutsch gesprochen werde. Das gelte auch fürs Essen, die Über-Mittag- und Nachmittagsbetreuung, Arbeitsgemeinschaften und andere außerschulische Veranstaltungen.

via Schullleitung muss vermitteln : Eltern protestieren gegen das Türkischverbot einer Lehrerin – Ahlen – Westfälische Nachrichten.