Ozan Ceyhun

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Ozan Ceyhun

Ozan Ceyhun (* 10. Oktober 1960 in Adana, Türkei) ist ein deutscher Politiker türkischer Herkunft. Er war SPD-Europaabgeordneter, Mitglied des Innenausschusses im Europäischen Parlament, Koordinator der SPD-Gruppe für den Innenausschuss, stellvertretendes Mitglied des Haushaltsausschusses und Mitglied der gemischten parlamentarischen Delegation EU-Türkei. Er arbeitete zuletzt in der hessischen Landesvertretung in Brüssel, um nach dieser Tätigkeit in die Privatwirtschaft zu wechseln.

Laufbahn

Ozan Ceyhuns Vater ist der türkische Schriftsteller Ceyhun Demirtaş. Aufgewachsen in Istanbul, machte er 1979 sein Abitur am Bosporus-Gymnasium. Danach studierte er bis zum Militärputsch 1980 deutsche Philologie an der Hacettepe-Universität in Ankara. Im Januar 1981 emigrierte er nach Österreich, im Oktober 1982 nach Deutschland, wo er eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher absolvierte.[1]

Bekannt machte ihn unter anderem sein Wechsel zur SPD 2000, nachdem er von 1986 bis 2000 Mitglied bei den Grünen gewesen war, als deren Experte für Migrations- und Asylpolitik er als Mitarbeiter der Bundestagsgruppe von Bündnis 90 von 1990 bis 1992 wirkte. Von 1992 bis 1998 arbeitete er zunächst als Referent und später Referatsleiter im Hessischen Sozialministerium, von 1993 bis 2000 war er Mitglied des Kreistages des Landkreises Groß-Gerau. Stellvertretender Vorsitzender des Interkulturellen Rates in Deutschland ist er seit 1997. Von 1998 bis 2000 war er Abgeordneter des Europäischen Parlaments für die Grünen, von 2000 bis 2004 für die SPD.

Eine von Ozan Ceyhun herausgegebene Publikation zum Thema Islamismus in Europa, Politik im Namen Allahs (2000), entfaltete gesellschaftspolitische Wirkung.