Politik für unsere Stadt! Es ist soweit: Startschuss für die politisch Interessierten!

Politik für unsere Stadt!

Es ist soweit: Startschuss für die politisch Interessierten!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Für die nächsten Integrationsratswahlen voraussichtlich am 25. Mai 2014 werden Kandidatinnen und Kandidaten gesucht, engagierte Leute, die sich insbesondere für die Lebenslagen von Zugewanderten in ihrer Stadt einsetzen möchten. Nur mit eigener Initiative hat politische Arbeit Erfolg.

Oft tauchen solche Fragen auf: Wie kann ich mich in meiner Kommune engagieren? Was sind meine Ziele und Überzeugungen? Welche Aufgabe hat eine Stadtverwaltung und wie funktionieren Entscheidungsprozesse?

Diesmal werden Sie noch besser vorbereitet! Antworten auf alle Fragen gibt es nämlich bei vier speziellen Trainings (allg. Infos im Anhang), die die Volkshochschule Bergheim ab dem 05.10.2013 jeweils samstags von 10 bis 17 Uhr (inkl. Mittagspause) anbietet. Die weiteren Termine sind der 07.12., der 11.01.2014. und der 01.02.2014. Das Angebot ist nur für Interessierte aus Bergheim und Kerpen. Erfahrungswissen der Übungsleiter aus der praktischen Arbeit im Integrationsrat sind garantiert. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Machen Sie mit! Interessierte aus Bergheim melden sich bitte an bei der Integrationsbeauftragten Karin Neugebauer unter 02271 89 588, [email protected] Interessierte aus Kerpen wenden sich bitte an Annette Seiche, 02237 58 173, [email protected]

Bitte leiten Sie die Nachricht an Interessierte, die Sie kennen, weiter.

Die Teilnehmer an den Seminaren sind zur Kandidatur für den Integrationsrat natürlich nicht verpflichtet. Die Trainingsinhalte sollen Ihnen auch Erkenntnisse bringen, ob politische Arbeit für Sie interessant ist.

Mit freundlichen Grüßen

Kolpingstadt Kerpen – Die Bürgermeisterin

Im Auftrag

Annette Seiche

Kolpingstadt Kerpen

Abt. 22.3 – Integration

Abteilungsleiterin – Integrationsbeauftragte

Jahnplatz 1

50171 Kerpen

Fon: 02237 58173 Fax: 02237 58102

Mobil: 0178 9309509

Kerpen – gelingt gemeinsam! | Webportal Integration

mailto:[email protected]

 

Karin Neugebauer

Kreisstadt Bergheim

Abt. Demografischer Wandel, sozialraumorientierte Planung und Entwicklung

Fachstelle für Integration, Integrationsbeauftragte

Bethlehemer Str. 9-11

 

50126 Bergheim

Fon: 02271 89 588 Fax: 02271 8971 588

www.bergheim.de

mailto:[email protected]

 

Qualifizierungsreihe für Integrationsräte 2014

Zusammen erreichen wir mehr!

Zusammen erreichen wir mehr!
Dokumentation der Tagung für Migrantinnen und ihre Selbstorganisationen
„Zusammen erreichen wir mehr! Chancengleichheit am Arbeitsmarkt – Vernetzung mit Frauenorganisationen“,

durchgeführt vom Bundesfamilienministerium im März 2013 in Frankfurt am Main

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=200296.html

Dokumentation und weitere Informationen für Migrantinnen und ihre Selbstorganisationen auch unter www.migrantinnenforum.de .

2. Fest der Kulturen in Kerpen

Einladung

 

2. Fest der Kulturen in Kerpen

Fest der Kulturen Kerpen_1Fest der Kulturen Kerpen_2Fest der Kulturen_3

„VVKK – Verein Vielfalt der Kulturen in Kerpen e.V“

 

www.kerpen-gelingt-gemeinsam.de

FACEBOOK: www.facebook.com/VielfaltKerpen

Einladung zur Interkulturellen Informations-Veranstaltung für (türkische) Bau-UnternehmerInnen

Starke Argumente

Flyer-neu-2013

 

Einladung zur

Interkulturellen Informations-Veranstaltung für (türkische) Bau-UnternehmerInnen

am Mittwoch, 18. September 2017,
um 15.00 Uhr (Ende ca. 17.00 Uhr)
im Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V., Ausbildungszentrum Kerpen
Humboldtstr. 30-36, 50171 Kerpen

Kopperationspartner:
– Türkisches Generalkonsulat Hürth
– Industrie- und Handelskammer zu Köln, BQN Region Köln („Beratungsstelle zur Qualifizierung von Nachwuchskräften mit Migrationshintergrund in der Region Köln“)

Die Themen der Veranstaltung bilden:
• Erstattung von Ausbildungskosten durch die SOKA-Bau/ Solidarfonds der Bauwirtschaft: Dadurch nahezu kostenneutrale Ausbildung, da eine Erstattung der Kosten im Rahmen des Refinanzierungssystems durch die Soka-Bau erfolgt
• Sicherung der Bauqualität Ihres Unternehmens vom morgen durch einen hohen Ausbildungsstandard
• Unterstützung Ihres Unternehmens im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung in den Ausbildungszentren der Bauindustrie NRW durch systematische Einführung in den Beruf, Vermittlung von Grundlagen und Prüfungsvorbereitung
• Keine langwierige und kostspielige Anwerbung und Einarbeitung von externen Kräften nötig, da intern qualifizierte Kräfte Ihr Unternehmen bestens kennen

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Gemeinsam Vielfalt Fördern (http://www.gemeinsam-vielfalt-foerdern.de/) statt.

Kontakt/Anmeldung unter:

[email protected]

Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V.
Ausbildungszentrum der Bauindustrie Kerpen
Humboldtstr. 30 – 36 – 50171 Kerpen – Germany –
Tel: 0049-(0)2237 5618- 17 – Fax: 0049-(0)2237 53937
http://www.gemeinsam-vielfalt-foerdern.de/

 

 

 

 

 

 

Pfefferspray – Prof. Dr. Jan G. Hengstler

Bild1.) Wie würden Sie das Pfefferspray definieren? Wer erfand die Waffe, und
warum bzw. wie entwickelte diese sich zur einer Waffe für Polizeieinsätze?
Pfefferspray ist ein Reizspray, das ursprünglich zur Tierabwehr entwickelt
wurde. Der Wirkstoff ist ein Extrakt aus Chilifrüchten, auch „Oleoresin
Capsicum“ genannt.  Oleoresin Capsicum ist ein Gemisch aus Phenolen, von
denen Capsaicin (trans-8-methyl-N-vanillyl-6-nonenamide) und
Dihydrocapsaicin am stärksten wirksam sind. Die Polizei in Deutschland setzt
das Reizspray seit 2000 ein. Es kann über bis zu etwa sieben Metern
versprüht werden.

2.) Welche gesundheitlichen Schäden kann Pfefferspray bei Menschen
verursachen?
Capsaicin reizt sensorische Nerven. Hierdurch kommt es zu Entzündungen von
Haut und Augen mit vorübergehender Erblindung. Hinzu kommen
unkontrollierbare Hustenanfälle, Atemnot und Krämpfe im Oberkörper.
Kritischer als diese meist nach einer Stunde abklingenden Symptome sind die
selteneren Komplikationen. Das Einatmen von Pfefferspray kann zur
sogenannten akuten Hypertension führen, einer Blutdruckkrise, welche mit
erhöhtem Risiko für  Herzinfarkt und Schlaganfall einhergeht. Kritisch ist
Pfefferspray außerdem für Asthmatiker, da es einen Anfall auslösen kann.
Todesfälle im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pfefferspray sind belegt.

[Mögliche zusätzliche Frage]: Ist Pfefferspray dadurch harmloser, dass es
aus Pflanzen gewonnen wird?
Auf keinen Fall. Die gefährlichsten Gifte, die wir kennen, kommen aus
Pflanzen. Hinzu kommt, dass es sich bei dem „Oleoresin Capsicum“ Extrakt um
eine Substanzmischung handelt, die in Bezug auf gesundheitliche Gefahren
schwieriger zu bewerten ist, als eine reine Substanz. In toxikologischen
Studien mit Chiliextrakten wurden Hinweise auf erbgutschädigende und
krebserzeugende Wirkungen gefunden. Hingegen zeigten Studien mit
aufgereinigtem Capsaicin nur sehr schwache Effekte. Das lässt die
Möglichkeit offen, dass Verunreinigungen im „Oleoresin Capsicum“ kritisch
sein könnten. Insgesamt lässt die toxikologische Bewertung des Pfeffersprays
neben den oben erwähnten gut dokumentierten Gesundheitsschäden noch
kritische Fragen im Bereich möglicher krebserzeugender Wirkungen offen.
Konsequenterweise ist „Oleoresin Capsicum“ für den Einsatz am Menschen nicht
zugelassen.

3.) Auf welche Art und Weise können Menschen sich vor diesen
gesundheitlichen gefährlichen Auswirkungen des Pfeffersprays schützen?
Ein Schutz kann durch dichte Brillen und Atemschutzmasken erreicht werden.
Kontaktlinsen sollten herausgenommen werden. Ist es zu einer Augenreizung
gekommen, sollten die Augen mit kaltem Wasser gespült werden. Falls die
Schmerzen nach etwa einer Stunde nicht deutlich nachlassen, sollte ein Arzt
wegen des Risikos einer Hornhautschädigung aufgesucht werden.

4.) Ist Ihrer Ansicht nach Pfefferspray eine chemische Waffe? [Anm.:
vielleicht besser fragen (?): Gilt Pfefferspray als chemische Waffe?]
Das Genfer Protokoll verbietet den Einsatz in Kriegen. Im Inneren ist die
Verwendung von Pfefferspray durch die Polizei gestattet. Erfolgt der Einsatz
von Pfefferspray gegen Menschen nicht durch die Polizei, gilt dies als
gefährliche Körperverletzung und ist strafbar.

5.) Die Polizei in der Türkei rührt Pfefferspray in eine Art flüssiges
Wasser und setzt es so gegen die Demonstranten in der Türkei ein. Gibt es
einen Unterschied, wenn Pfefferspray/ Tränengas mit Wasser vermischt wird?
Ist dies erlaubt?
Sollte dies zutreffen, halte ich es für kritisch. Durch die Verbindung des
hohen Wasserdrucks mit der entzündlichen Wirkung des Capsaicins im
Pfefferspray steigt das Risiko dauerhafter Hornhautverletzungen, wenn
Demonstranten den Wasserstrahl ins Gesicht bekommen.

6.) Bei Einsätzen mit Pfefferspray sind in der Türkei Herzinfarkte verstärkt
aufgetreten und diese haben tödlich geendet. Wie beurteilen Sie diese
Situation?
Der Zusammenhang zwischen dem Einatmen von Pfefferspray, Blutdruckkrisen und
dem erhöhten Risiko von Herzinfarkten ist in der Fachliteratur beschrieben.
Nur ein sehr kleiner Prozentsatz der gegenüber Pfefferspray exponierten
Menschen wird tatsächlich schwere gesundheitliche Schäden wie einen
Herzinfarkt erleiden. Doch wenn Pfefferspray in großem Umfang ausgebracht
und von vielen Menschen eingeatmet wird, steigt damit auch dieses Risiko.

7.) Es kursieren Gerüchte in der Türkei, dass die Polizei “Agent Orange”
einsetzt. Im damaligen Vietnamkrieg hatten die Vereinigten Staates „Agent
Orange“ eingesetzt? Was ist „Agent Orange“? Welche Auswirkungen/ Gefährdung
hat dies auf die Gesundheit des Menschen?
„Agent Orange“ wurde von den USA im Vietnamkrieg zur Entlaubung von Wäldern
eingesetzt; nicht zu verwechseln mit „Agent Blue“, mit dem die Reisernte
vernichtet wurde. „Agent Orange“ enthielt Dioxine als Verunreinigung. Diese
Dioxine haben zu schweren Fehlbildungen bei Kindern,  Krebs und weiteren
Erkrankungen geführt. Nach Schätzungen des Roten Kreuzes war mindestens eine
Million Vietnamesen von gesundheitlichen Spätfolgen von Agent Orange
betroffen. Ich habe Gerüchte über einen vermuteten Einsatz von “Agent
Orange” in der Türkei im Internet gelesen, verfüge aber über keine sicheren
Informationen. Mir scheinen diese Gerüchte eher unplausibel. Aus Sicht der
Polizei kann der Einsatz von Pfefferspray oder CS-Gas zweckmäßig scheinen,
um Demonstrationen zu verhindern; der Einsatz von  „Agent Orange“ eignet
sich hier sicher nicht. Denn die Entlaubung von Wäldern macht ja nur im
Partisanenkrieg Sinn.

8.) In Bezug auf Einsatz von Pfefferspray gegen Demonstranten – wo ist da
die Grenze, die einzuhalten wäre?
Mit dieser Frage verlassen wir das Gebiet, zu dem ich als Arzt und
Toxikologe Stellung nehmen kann. Als Bürger würde ich mir eine Polizei
wünschen, welche Reizsprays nur dann einsetzt, wenn unmittelbar die Gefahr
körperlicher Gewalt droht. Bei einer friedlichen Demonstration als auch bei
der Besetzung eines Platzes sehe ich diese Notwendigkeit nicht. Hier wären
andere Maßnahmen wichtiger.

Welche?
Ein intensiver Dialog; und falls dadurch keine Einigung erzielt werden kann
eine Volksabstimmung zur strittigen Frage – so wie das zum Beispiel in der
Schweiz erfolgreich gelebt wird.

9.) Die Türkei hat in den vergangenen 12 Jahren 628 Tonnen Pfefferspray
verbraucht, Wie ist der Gebrauch von Pfefferspray in Deutschland? Zudem
möchte ich gerne folgendes ergänzen: in der Türkei wird in nahezu jeder
Situation sofort Pfefferspray eingesetzt. Wie ist Ihre Stellungnahme dazu?
Das sind unglaublich hohe Zahlen. Sofern nicht das Risiko von
Körperverletzung oder Notwehr gegeben ist, halte ich den Einsatz wegen der
gesundheitlichen Risiken für unverantwortlich. Leider wird Pfefferspray auch
in Deutschland eingesetzt. Zahlen sind schwer zu bekommen, denn in
Deutschland unterliegt der polizeiliche Einsatz von Pfefferspray keiner
Dokumentationspflicht. Wo immer Reizstoffe gegen friedliche Demonstranten
eingesetzt werden, ist das ein Armutszeugnis der Politik.

Prof. Dr. Jan G. Hengstler
Leibniz Research Centre for Working Environment and Human Factors

Nadja Thelen-Khoder: Von nackten Königen und (nicht nur) einem Kölner Schriftsteller

Flyer Veranstaltung 5.7.Von nackten Königen und (nicht nur) einem Kölner Schriftsteller

„Das erzwungene Exil – ein Beitrag von Doğan Akhanlı“ [1 und 8]

so lautet einer von fünf Teilen der Veranstaltung „Heimspiel in Istanbul“ am 5. Juli zum geplanten erneuten Prozeß gegen den Kölner Schriftsteller, der am 31. Juli in Istanbul stattfinden soll. Nachdem der Autor von u.a. „Die Richter des Jüngsten Gerichts“ [2] und „Annes Schweigen“ [3] im ersten Prozeß freigesprochen wurde [nach einer fünfmonatigen Haft, während der sein Vater starb, den er hatte besuchen wollen (4)], hoben Revisionsrichter dieses Urteil im Februar auf und ordneten einen neuen Prozeß an [„Plötzlich wieder schuldig“ (5)].

„Wer ein Täter sein soll, wird zum Täter gemacht“, schreibt Karen Krüger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung [6], und die aktuelle Bezeichnung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan für die Protestierenden im Gezi-Park als „Çapulcu“ („Plünderer“) funkt auf der gleichen Wellenlänge, ist aber alhamdulillah (Gott sei Dank) gründlich in die Hose gegangen [7].

Am 5. Juli ab 1930 Uhr
im Großen Saal der Alten Feuerwache
in Köln (Melchiorstraße 3, Nähe Ebertplatz) [8]

will auch Fatih Cevikkollu aus „Fatihland“ [9] dabei sein, wenn Rechtsanwalt Ilias Uyar den juristischen Stand des Prozessen erläutert.

Wann werden die türkische Justiz und auch der türkische Ministerpräsident erkennen, dass die Unterdrückung von kritischen Geistern und damit der Wahrheit allen großen Schaden zufügt: sowohl jedem einzelnen Betroffenen [10] und allen seinen Angehörigen als auch der gesamten Gesellschaft, dem Staat selbst [11].

Wie groß und schön erstrahlt die Türkei in den Liedern, Romanen und Gedichten ihrer Kinder [12] – und wie hässlich sind viele Bilder, die wir gesehen haben [10]; wie hässlich die Worte, mit denen viele Kritiker belegt werden, und wie hässlich wäre „der Islam“, wenn diese Vorgehensweise „islamisch“ wäre [13].

Freiheit und Religion haben viel gemeinsam: Beide herrschen nicht [14], können nicht herrschen. (Wie sagt der jüdische Rabbi, nach dem die Christen sich benennen und den die Muslime als den Propheten Isa verehren? „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Daß ausgerechnet Gottes Sohn der größte Laizist war, vergisst so manch einer.) Sie leben in jedem einzelnen Menschen, und einer der wichtigsten Gedanken der Menschheit [13], geschrieben in vielen heiligen Werken der Religionen, ist Segen und Fluch zugleich: ein Segen für die, die ihn teilen, und ein Fluch für die, die sich nicht an ihn halten.

In einem hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan recht: Manch einer, der die Türkei jetzt kritisiert, muß sich auch an die eigene Nase fassen [15], und Deutschland hat zur Überheblichkeit keinen Grund. Das weiß niemand besser als Doğan Akhanlı, der auch türkisch- und deutschsprachige Führungen im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln macht [16]. Gerade auch wir Kölner brauchen ihn [8]!

Anmerkungen:

(1) http://gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de/blog/
(2) http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=14915&ausgabe=201011 ;
http://www.kitab-verlag.com/webshop/pi1/pd1.html
(3) http://www.wdr5.de/sendungen/scala/s/d/17.01.2013-12.05/b/erschuetterte-identitaet-nrw-premiere-annes-schweigen-in-koeln.html
(4) http://bazonline.ch/ausland/europa/Deutschtuerkischer-Autor-Akhanli-freigesprochen/story/20776371
(5) http://www.wdr.de/tv/westart/dienstag/sendungsbeitraege/2013/0423/akhanli.jsp
(6) http://gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/Faz-karenKr%C3%BCger-190413-Kopie.jpg. Darin erwähnt Karen Krüger einen Beitrag von Doğan Akhanlı, in dem es auch um die Berliner Hardenbergstraße ging, wo 1921 Talaat Pascha von Solomon Tellirian erschossen wurde, Ernst Reuter lebte, bevor er vor den Nazis nach Ankara ins Exil musste, und wo 1983 Cemal Kemal Altun aus dem 6. Stock in den Tod sprang, weil er die Ablehnung seines Asylantrages und demzufolge seine Abschiebung in die Türkei fürchtete, die damals eine Militärdiktatur war. „Vielleicht hat dieser Bericht einige Leute in der Türkei verärgert“, vermute Doğan Akhanlı.
(7) Wie habe ich bei der Lektüre des Artikels http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-06/capulcus-pluenderer-istanbul-proteste-erdogan lachen müssen. „…Am Donnerstagabend posiert ein Arzt mit Freunden grinsend auf dem Taksim-Platz, in der Hand ein Schild mit der Aufschrift ,Dr. Capulman’. Direkt hinter ihm hängt ein buntes, selbst gemaltes Plakat, das den Gezi Park zum ,Capulcu Park’ erklärt. Auf eine Mauer ein paar Meter weiter hat jemand ,I am sexy and capulcu’ gesprayt. … Am Rand der Wiesen in einem Pavillon hat sich das Team des brandneuen Internet-Fernsehsenders ,Capul TV’ ein kleines Studio aufgebaut….“ Das ist Protest vom Feinsten (siehe auch http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Chapulling?uselang=de).
Wie sagt der Architekt Korhan Gümüş in dem Interview auf http://www.zeit.de/kultur/2013-06/istanbul-guemues-taksim/seite-2? „Er (Erdoğan) will den Protest in die alte Logik der Konfrontation zurückzwingen. Er versteht nicht, was wirklich passiert. So geht es allen Politikern in diesen Tagen. Innerhalb ihrer Welt, ihrer Ideologien werden sie nicht kritisiert, da passt alles zusammen. Nun aber gehen plötzlich Menschen auf die Straße und sagen: Wir haben genug von diesen Ideologien und Kämpfen! Sie haben erkannt, dass die Könige eigentlich nackt sind.“
(8) http://gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de/blog/wp-content/uploads/2013/06/Flyer-Veranstaltung-5.7._als-PDF.pdf
(9) http://www.fatihland.de/
(10) http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9277&d=1
(11) „Kafkaesker Polizeistaat“, https://www.youtube.com/watch?v=n0wS69iwrII
(12) http://www.das-kulturforum.de/archiv/menschenlandschaften/
(13) Bei den Protesten in Istanbul und so vielen anderen Orten der Türkei sind wie viele Menschen getötet worden? Und wie lautet Sure 5, Vers 35 im Koran, der dem türkischen Ministerpräsidenten heilig sein müsste? „Aus diesem Grunde haben wir den Kindern Israel verordnet, dass wer eine Seele ermordet, ohne dass er einen Mord oder eine Gewalttat im Lande begangen hat, soll sein wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer einen am Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten.“
(14) http://www.stern.de/politik/ausland/proteste-in-istanbul-der-klavierspieler-vom-taksim-platz-2024400.html und http://www.suzanne.de/worte/fried/freiheit/freiheit.html (Gedicht von Erich Fried)
(15) http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-10/stuttgart-21-mappus-konsequenzen
(16) http://dogan-akhanli.de/6901.html

Stellenausschreibung: ArztIn in der Funktion der stellvertretenden Amtsleitung in Düren

Stellenausschreibung

Der Kreis Düren (rd. 270.000 Einwohner) ist mit seinen 15
kreisangehörigen Städten und Gemeinden geprägt durch seine
verkehrsgünstige Lage und landschaftliche Vielfalt. Zahlreiche
Bildungsmöglichkeiten sowie Freizeit-, Kultur- und Erholungsangebote
machen ihn zu einem attraktiven Wohngebiet mit ansprechender
Lebensqualität. Sitz der Kreisverwaltung ist die Kreisstadt Düren mit
rd. 90.000 Einwohnern. Die Kreisverwaltung Düren mit ihren rund 1.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht als modernes
Dienstleistungsunternehmen den Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat
zur Seite. Die bevölkerungsmedizinischen Tätigkeitsfelder des
Gesundheitsamtes wie z.B. Infektionsschutz, umweltbezogener
Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung und Gesundheitshilfen
insbesondere für Kinder stellen auch in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten sehr wichtige Aufgaben der Kreisverwaltung Düren dar. In den
nächsten Monaten ist die folgende Stelle als Ärztin/Arzt im
Gesundheitsamt zu besetzen:

Ärztin / Arzt in der Funktion der stellvertretenden Amtsleitung

Aufgabenbereich:

Vertretung der Amtsleitung in allen Angelegenheiten eines
Gesundheitsamtes
Leitung des Sachgebietes Amtsärztlicher Dienst mit Sachbearbeitung,
Organisations- und Personalverantwortung
Zugangsvoraussetzungen:

Qualifikation als Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen
Anforderungsprofil:

Erfahrungen im Gutachtenwesen
Breit gefächertes ärztliches Wissen
Führungskompetenz und Fähigkeit zum konzeptionellen Denken
Gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit
Bereitschaft zu Einsätzen außerhalb der üblichen Dienstzeiten
Es handelt sich um eine Vollzeitstelle mit einem Umfang von 39 bzw. 41
Stunden wöchentlich. Eine Verbeamtung ist bei Vorliegen der
entsprechenden Voraussetzungen möglich.

Die Bezahlung richtet sich je nach persönlichen Voraussetzungen nach
dem TVöD; es können sich auch geeignete Beamtinnen und Beamte bewerben.

Die Kreisverwaltung Düren möchte mit dieser Ausschreibung insbesondere
Frauen auffordern, sich zu bewerben. Bei gleicher Eignung, Befähigung
und fachlicher Leistung werden Bewerberinnen bevorzugt berücksichtigt,
sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe
überwiegen. Ebenfalls sind Bewerbungen von schwerbehinderten Personen
besonders erwünscht.

Die Besetzung der Stelle ist grundsätzlich auch im Rahmen des
Job-Sharings möglich.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Leiterin des
Gesundheitsamtes, Frau Dr. Marianne Hoff-Gehlen, Tel.: 02421/22-2410
([email protected]) und Frau Tanja Kerin, Amt für zentrale
Verwaltungsaufgaben, Tel.: 02421/22-2484 ([email protected]), gerne
zur Verfügung.

Weitere Informationen über den Kreis Düren entnehmen Sie aus der
Internetpräsentation: www.kreis-dueren.de

Sofern Sie sich durch diese Ausschreibung angesprochen fühlen, senden
Sie bitte Ihre Bewerbung mit allen aussagekräftigen Unterlagen bis zum
01.07.2013 an den Landrat des Kreises Düren, Amt für zentrale
Verwaltungsaufgaben, 52348 Düren

Der Aufruf von Öcalan

307784_10151230069210664_887919442_aDer Aufruf von Öcalan und der PKK-Führung für eine Waffenruhe und den Abzug kurdischer Kämpfer aus der Türkei gibt Hoffnung, dass die diesjährigen Newroz-Feiern nicht nur den Frühlingsbeginn einläuten, sondern auch endlich Frieden bringen können. Nach nun über dreißig Jahren Krieg und über 40.000 Toten ist das eine historische Chance, die von der türkischen Regierung wie von der PKK nicht verspielt werden dürfen. Nun gilt es, dem Aufruf substanzielle Schritte folgen zu lassen. Die türkische Regierung muss jetzt einen echten Versöhnungsprozess einleiten. Es braucht die Anerkennung der kurdischen Kultur und Sprache und eine Demokratisierung und Modernisierung der türkischen Verfassung, um Minderheitenrechte zu gewährleisten. Außerdem braucht es eine Verwaltung, die eine echte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Es liegt aber auch an der PKK, einen dauerhaften Frieden in der Türkei jetzt mit glaubwürdigen Schritten voranzutreiben.

„Islamophobie ist Verbrechen gegen Menschlichkeit“

Kommentar: Seydali

Küfi Seydali

Erdogan das Gegenteil von Atatürk!

(Erdogan the Opposite of Atattürk)

Die Unterschiede sind so groß, daß ich nicht wusste wo ich anfangen soll. Daher ich erlaube mir Hans Dichand zu zitieren:

“ Mustafa Kemal Atatürk hat im Betonung des Selbstbehauptungswillens weitreichende gesellschaftliche Reformen durchgeführt. Er ist der Begründer der modernen Türkei und war auch ihr erster Präsident, der nach dem I. Weltkrieg die Republik Türkei schuf. In diesem Sinne wird ihm bis heute grosse Verehrung entgegengebracht. Der Staat, so sagte er, ist eine Sache, und die Religion eine andere. Beides dürfe man nicht vermischen. So hatte Atatürk stets gehandelt.“.

Nun, glaube ich, das hätte Europa & Amerika d. moderne türkischer Republik nicht so erbärmlich behandelt (aus Liebe zu ÖL und/oder den Araber-Scheichs) hätten wir so etwas wie Erdogan nicht. Iran hat auch den Khomeini-Regime den Franzosen zu verdanken. Also, hör auf zu jammern – selber Schuld.
Was ich mir nicht vorstellen kann, wie man beabsichtigt Erdogan zum Teufel zu schicken!!!

„Islamophobie ist Verbrechen gegen Menschlichkeit“

27.02.2013 | 13:54 |   (DiePresse.com)

Der türkische Premier Erdogan kritisierte beim UNO-Gipfel den Umgang mit Religionen, allen voran mit dem Islam. Die Vereinten Nationen sollten seiner Meinung nach reformiert werden.

Turkey's PM Erdogan addresses members of parliament from his ruling AK Party during a meeting at the Turkish parliament in AnkaraDer türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat beim Gipfel der „Allianz der Zivilisationen“ in Wien eine Reform der Vereinten Nationen gefordert. Zwei von fünf Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat würden eine Lösung im Syrien-Konflikt blockieren, kreidete er an. Dies sei ein „fundamentales Problem“, verwies er auf das Stimmverhalten Russlands und Chinas – die beiden Ländern haben bisher in dem UNO-Gremium gegen mehrere Resolutionen zu Syrien gestimmt.

Ein Anliegen war Erdogan auch der Umgang mit Religionen, insbesondere mit dem Islam. Letzerer sei eine friedliche Religion. Auch stieß sich der Premier an der Interpretation des Krieges in Mali als „religiöser Gewalt“. Das sei vollkommen falsch. Generell sei jeder Versuch, Hass gegen Religionen zu schüren, zu ächten. „Darum sollten wir, ebenso wie Faschismus, Zionismus und Antisemitismus, auch Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachten“, sagte Erdogan.

Österreich – Vorreiter in Diversitätsfragen

Bundespräsident Heinz Fischer griff das Thema Religionen und Gemeinschaft in seiner Rede in Wien auf und betonte Österreichs Rolle als mögliches Vorbild eines pluralistischen Staates. „Dank einer langen Geschichte von Diversität in Österreich haben wir Pluralismus in Sprachen, Religionen und Ethnien“, sagte Fischer am Mittwoch.

Symbolhaft sei, dass das Schild der Präsidentschaftskanzlei nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Slowenisch, Ungarisch, Romanes, Slowakisch und Kroatisch angebracht worden sei. Zusätzlich gebe es 14 rechtlich anerkannte Glaubens- und Bekenntnisgemeinschaften in Österreich. 1912 wurde auch der Islam gesetzlich anerkannt, betonte Fischer.

Abschließend sicherte Fischer der UNAOC und ihren Zielen „vollste Unterstützung“ von österreichischer Seite zu und gratulierte Qatari Nassir Abdulaziz al-Nasser, der im Rahmen des diesjährigen Forums das Amt von dem Portugiesen Jorge Sampaio als Hoher Repräsentant der UNAOC übernehmen wird. Sampaio hat die Position seit 2007 inne.

(APA)

Nur ein Pass – Cosmo TV – WDR Fernsehen

836941_458_DoppelpassDie Deutsch-Türkin Inci Temizer hat sich vor kurzem entschieden. Aber es ist ihr schwergefallen. Sie hat ihren türkischen Pass abgegeben und ist jetzt Deutsche. Bis zuletzt hatte sie gehofft, beide Pässe behalten zu können. Aber, in Deutschland gilt die sogenannte Optionsregelung. Das heißt, Doppelstaatler können nur bis zu ihrem 23sten Lebensjahr zwei Pässe besitzen, dann müssen sie sich für eine Staatsbürgerschaft entscheiden. Dieses Gesetz ist jedoch umstritten: Weil es die Integration junger Menschen erschwert. Und auch, weil es so viele Ausnahmefälle gibt, zum Beispiel bei Europäern. In Berlin scheint dieses Gesetz zum Wahlkampfthema zu werden. Cosmo TV berichtet über die Hintergründe der Optionsregelung, die neu entfachte Debatte und über Inci Temizers schwere Entscheidung.

via Nur ein Pass – Cosmo TV – WDR Fernsehen.