Acht Tote bei Großbrand in Backnang

Baden-Württemberg: Sieben Kinder sterben bei Großbrand in Backnang

Bei einem Großbrand im baden-württembergischen Backnang sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach mitten in der Nacht aus. Überlebende konnten sich auf einen Balkon retten.

Brand BacknangFoto: DPA

Backnang – Bei einem Feuer in der Innenstadt von Backnang nahe Stuttgart sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Nachdem zunächst sechs tote Kinder gefunden worden waren, entdeckten die Einsatzkräfte bei den Sucharbeiten noch eine siebte Kinderleiche.

Die Toten seien im ersten Obergeschoss des Gebäudekomplexes gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. In der Wohnung war den Angaben zufolge gegen 4.30 Uhr das Feuer ausgebrochen. Die Flammen griffen vom ersten Obergeschoss schnell auf die höhere Etage über.

Vier Personen retteten sich laut Polizei über eine Art Balkon und wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. In dem Gebäudekomplex befand sich früher eine Lederwarenfabrik. Der Komplex besteht aus mehreren Gebäuden, die miteinander verbunden sind. 13 Menschen seien in den beiden hauptsächlich betroffenen Wohnungen gemeldet gewesen.

Der Sachschaden soll mindestens im sechsstelligen Bereich liegen. Die Brandursache ist noch unklar. Zeugenaussagen zufolge käme unter Umständen ein Ofen als Brandursache in Frage. Hinweise auf Brandstiftung gebe es nicht.

Die Feuerwehr hatte Unterstützung auch aus umliegenden Städten angefordert. Im Untergeschoss der Anlage mussten zwei Gaststätten evakuiert werden, die bei Ausbruch des Feuers noch gut besucht waren. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist auch ein Deutsch-Türkischer Kulturverein untergebracht. Ein Sachverständiger soll die Brandstelle nach Absprache mit einem Statiker begutachten, um den genauen Hergang des Unglücks zu klären.

Die Todesopfer haben laut Polizei einen türkischen Migrationshintergrund. Die türkische Botschaft in Berlin kündigte an, Botschafter Hüseyin Avni Karslioglu werde noch am Sonntag zum Unglücksort reisen.

hut/dpa/AFP/Reuters

via Acht Tote bei Großbrand in Backnang – SPIEGEL ONLINE.

Stimmungsmache gegen die Ministerin für Integration

“Die Welt” scheint sich gegen Bilkay Öney, die neue Integrationsministerin in Baden-Württemberg verschworen zu haben. Doch wieso eigentlich? Welche Kreise stört diese neue Integrationsministerin?
Frau Bilkay Öney wurde 1970 in Malatya / Türkei geboren und kam mit ca 3 Jahren nach Deutschland. 1989 studierte sie an der Berliner Universität und arbeitete später in einer Bank. 2000 fing sie bei dem türkischen Fernsehsender TRT als Redakteurin und Moderatorin  an. Sie machte eine 5-teilige Dokumentation über “Türkisch-Deutsche Ehepaare” bei “arte”. Als sie dann im Jahre 2006 in die Politik ging kündigte sie bei “TRT” und widmete sich ausschließlich der Politik. Aktuell ist sie in Baden-Württemberg die Ministerin für Integration.

In einem Gespräch mit der “Welt” soll sich sich pro Sarrazin geäußert und sich gegen die Visafreiheit von Türken ausgesprochen haben. Ein Freund schickte mir die entsprechenden Artikel und fragte mich nach meiner Meinung. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, denn dort standen Aussagen von Frau Öney, die ich so von ihr nicht erwartet hätte.

Wie zum Beispiel in dem Artikel vom 21.08.2011 „Türken schauen fünf mal mehr TV als Deutsche“

 

„…Will sie das Kopftuchverbot abschaffen? „Nö“, antwortet Öney. Die Visumspflicht für Türken möchte sie erhalten…. „“Dem türkischen Botschafter, der für eine Aufhebung wirbt, verkündete sie kürzlich: „Je mehr Türken wir im Lande haben, desto mehr Unruhe haben wir.“

Öney wendet sich gegen „unkontrollierte Einwanderung“. Sie sperrt sich gegen ein kommunales Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer, auch wenn dies im Koalitionsvertrag von Grün-Rot verankert ist. …“
„Sie gibt die empirische Sozialforscherin, indem sie behauptet: „Die Türken gucken fünfmal mehr Fernsehen als die Deutschen.“ Sie beklagt: „Viele Migranten leiden unter Selbstüberschätzung.““

Da Frau Öney in der türkischen Community eigentlich ziemlich beliebt ist, spielt der Artikel darauf ab, sie in einem “migrantenfeindlichem” Licht darzustellen. Ein Tag später gab es den nächsten Artikel in der “Welt”  über die neue Integrationsministerin. Dort konnte man dann Aussagen wie: “Öney sei ein “krasser personeller Fehlgriff. Kretschmann müsse entweder die Ministerin in den Griff bekommen oder sich von ihr trennen.” lesen.
(Artikel von 22.08.2011, „CDU wirft Öney Stimmungsmache gegen Türken vor“.)

Auch in früheren Artikeln hat „Die Welt“ ähnliches verlautet.
Der Artikel von 04.05.2011″Diese Integrationsministerin lehnt Multikulti ab“.

Auch in früheren Artikeln hat die “Welt” ähnliches verlautet. Der Artikel vom 04.05.2011 “Diese Integrationsministerin lehnt Multikulti ab”.

Ich habe mal die Ehre gehabt mich mit der Integrationsministerin zu unterhalten und habe sie gestern auf diesen Artikel angesprochen. In einem sehr gutem türkisch sagte sie mir:

 

“Herr Mustafa (im türkischen spricht man sich mit dem Vornamen an) genau im Gegenteil habe ich an Herrn Westerwelle wegen der Visafreiheit einen Brief verfasst, wie auch sie sich sicherlich noch daran erinnern werden, denn es wurde ja in allen türkischen Nachrichtenagenturen gedruckt. Dies sind Versuche mich, unter meinen Landsleuten in Misskredit zu bringen, da ich mich stark mache für die doppelte Staatsangehörigkeit und mich gegen den Gesinungstest stelle. Natürlich hat dies einigen Menschen nicht gefallen und hat sie zugleich gestört.”

Bilkay Öney versicherte mir, dass sie solche Behauptungen nicht gemacht hat und auch nicht machen wird, denn sie ist für die Visafreiheit, für die doppelte Staatsbürgerschaft und gegen den Gessinungstest. Aber wie so oft war ich wahrscheinlich einfach nur naiv zu glauben, dass man über eine Ministerin keine unwahren Berichte verfasst oder es verbreitet. Traurig ist nur, wie tief die deutsche Presse gesunken ist.

Mustafa Çelebi

UPDATE: Radiointerview mit Bilkay Öney im SWR

IDA: Kinder. Jugend. Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!“

Düsseldorf, 30. Mai 2011

Pressemitteilung

IDA e. V. und die Vielfalt-Mediathek auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Stuttgart

Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) und die Vielfalt-Mediathek beteiligen sich mit einem Stand am 14. Deutschen Kinder- und Jugendhil-fetag in Stuttgart. Die Veranstaltung unter dem Motto „Kinder. Jugend. Zukunft: Perspek-tiven entwickeln – Potenziale fördern!“ findet vom 07. bis zum 09 Juni 2011 in der Messe Stuttgart statt. IDA präsentiert sich am Stand mit der Nummer 541 auf der Fachmesse in der Halle 1. Der Eintritt ist kostenlos.

Interessierte haben dort die Möglichkeit sich einen Eindruck von der Arbeit des IDA und der Vielfalt-Mediathek zu verschaffen. Präsentiert werden allgemeine Informationen zum Verein und seinen Mitgliedsverbänden, aktuelle Broschüren und Flyer sowie die Website. Für Fra-gen und persönliche Gespräche stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung.

Direkt vor Ort können Bildungsmaterialien aus der Vielfalt-Mediathek ausprobiert werden oder kurze Filme aus Projekten, z. B. zu Migration, zur Geschichte des Nationalsozialismus oder Erscheinungsformen des Rechtsextremismus angesehen werden.

IDA ist ein bundesweit tätiges Dienstleistungszentrum der Jugendverbände für die Themen-felder (Anti-)Rassismus, (Anti-)Rechtsextremismus und Migrationspädagogik mit Sitz in Düs-seldorf. Die Vielfalt-Mediathek ist ein Kooperationsprojekt des IDA mit dem DGB-Bildungswerk, in dessen Rahmen Bildungsmaterialien aus Projekten gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus und für Demokratie und Vielfalt gesammelt und un-ter www.vielfalt-mediathek.de zum Verleih zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen unter www.idaev.de und www.vielfalt-mediathek.de
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V.i.S.d.P.: Ansgar Drücker/IDA e. V., Volmerswerther Str. 20, 40221 Düsseldorf
Tel: 02 11 / 15 92 55-5, Fax: 02 11 / 15 92 55-69, [email protected]

Besuchs- und Konzertprogramm des Kinderchores aus Helenedorf/Aserbaidshan

Flyer-Kinderchor-9

DER VEREIN EUROKAUKASIA organisiert eine Reise für den Kinderchor aus
Helenenedorf/Göygöl nach Deutschland und veranstaltet zusammen mit dem
Bürgermeisteramt Baiersbronn, sowie der dortigen Musikschule ein
einwöchiges Besuchs- und Konzertprogramm in Baden-Württemberg.

Wir laden Sie alle ganz herzlich zu den Konzerten ein.

Hier im Anhang finden Sie das Programm.

Für das gesamte Programm in Baden –Württemberg ist unser Mitglied
_LILI HEINLE_ zuständig. Für eventuelle Fragen bezüglich des Programms
wenden Sie sich bitte direkt an sie: per Telefon: 07442-122213:
0170-1121614; per Email: [email protected] [1]

Vorstand des Vereins

Berliner Deutsch-Türkin wird Integrationsministerin im Südwesten

Die künftige Kabinettsriege in Baden-Württemberg steht. Für eine Überraschungscoup sorgt die SPD: Die Genossen nominieren die Berlinerin Bilkay Öney als Integrationsministerin – die erst vor ein paar Jahren von den Grünen zur SPD gewechselt war.

Gut fünf Wochen nach dem Wahlsieg von Grün-Rot in Baden-Württemberg steht die Ministerriege fest. Die SPD sorgte für eine Überraschung und nominierte als letztes Mitglied für das Kabinett die gebürtige Türkin Bilkay Öney als Integrationsministerin. Die 40 Jahre alte SPD-Abgeordnete aus dem Berliner Landesparlament wäre die erste Migrantin, die im lange CDU-dominierten Südwesten einen Ministerposten übernimmt.

Ein Schlüsselressort im Kabinett übernimmt der Tübinger Grünen-Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann. Er wird Verkehrsminister und ist damit auch für das umstrittene Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 zuständig.

Bilkay Öney wechselte von den Grünen zur SPD – und jetzt von … Bilkay Öney wechselte von den Grünen zur SPD – und jetzt von Berlin nach Stuttgart

Der designierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und SPD-Landeschef Nils Schmid wollen das Kabinett an diesem Mittwoch offiziell vorstellen. Nur eine Personalie auf Grünen-Seite ist noch unklar: der Posten der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung. Die Minister sollen am 12. Mai ernannt werden, nachdem Kretschmann zum Ministerpräsident gewählt wurde.

Der bisherige Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Hermann, bekommt eine Staatssekretärin an seine Seite. Die 44-jährige Gisela Splett aus Karlsruhe soll diesen Posten übernehmen und hätte damit auch Stimmrecht im Kabinett. Der 58 Jahre alte Hermann und die profilierte Naturschützerin Splett gelten als Parteilinke und vehemente Gegner von Stuttgart 21. Staatsministerin wird wie erwartet die 46-jährige Parteichefin Silke Krebs.

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Franz Untersteller soll das Ressort für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft übernehmen. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde wird Verbraucherschutz- und Agrarminister. Die Landtagsabgeordnete Theresia Bauer zieht in das Wissenschaftsministerium ein.

Die Deutsch-Türkin Öney wurde von SPD-Chef Schmid selbst auserkoren. Die Migrationsexpertin stammt aus der Türkei, lebt aber seit ihrer Kindheit in Berlin. Von 2006 bis 2009 saß sie für die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus und wechselte dann zur SPD.

Auf SPD-Seite standen die anderen Minister schon länger fest. Der 37-jährige Schmid wird Superminister für Finanzen und Wirtschaft. Die SPD-Sozialexpertin Katrin Altpeter (47) aus Waiblingen wird Arbeitsministerin, die Mannheimer Schulbürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer (48) soll das Kultusministerium übernehmen. Zudem soll der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Reinhold Gall (54), Innenminister werden. Für das Justizressort ist der zuständige Fraktionssprecher Rainer Stickelberger (60) vorgesehen.

via Kretschmanns Regierungsmannschaft: Berliner Deutsch-Türkin wird Integrationsministerin im Südwesten | FTD.de.