Atatürk tanzte voran

Den roten Fez vom Kopf

Die Türken beten wieder. In Ankaras Hethiter-Altstadt und auf der Galatabrücke an Istanbuls Goldenem Horn sieht man modern gekleidete Frauen mit schleierverhülltem Antlitz. Allah ist in aller Munde, seit die Regierung die vor 26 Jahren von Kemal Atatürk so straff gezogenen antireligiösen Zügel lockerte. Mit der wieder zugelassenen politischen Opposition erwachte auch das religiöse Leben zu neuer Blüte.

In der Großstadt am Bosporus sind die Moscheen überfüllt. Schon mehrere Stunden vor Beginn des Gebets strömen die Gläubigen in die majestätische Suleiman-Moschee, drängen sich schwitzend durch den schweren Türvorhang, ziehen ihre Schuhe aus und lassen sich in der kühlen und dämmerigen Atmosphäre des gewaltigen Gotteshauses nieder.

Man sieht alte türkische Volkstrachten neben New Look, reiche Bürger und andere mit zerrissenen Socken oder barfüßig. Ein Polizist in Uniform zieht ehrfürchtig seine Stiefel aus. Seine Pistole läßt er umgeschnallt.

Die Regierung in Ankara duldet das alles mit westlich infizierter Toleranz, wenn sie auch auf vereinzelte wagemutige Fez-Träger in den Straßen noch scharfe Polizeijagd machen läßt. Diese traditionelle Kopfbedeckung der vorkemalistischen Türkei ist und bleibt verboten.

Aber auch die Religion soll ihre frühere alles beherrschende Rolle im Staate nicht wieder zurückerhalten. „Wir werden die Uhr nicht um ein Vierteljahrhundert zurückstellen lassen“, erklärt man offiziell in Ankara, „aber eine gewisse religiöse Betätigung ist ein gutes Mittel gegen die kommunistische. Infiltration, das wir nicht unterschätzen dürfen“.

Sprengstoff ringsum. Immerhin: mindestens ebenso gute Schutzmittel gegen die kommunistische Gefahr sieht Ankara in Panzern, Kanonen und Artilleriemunition. Die werden nun schon seit Jahresfrist Tag für Tag an den Kais des Goldenen Horns aus US-Frachtern an Land gebracht.

Jahr um Jahr steht der Mehmetschik, der türkische Landser, Gewehr bei Fuß. Von den Dardanellen bis zum Sandschak von Alexandrette. Seit in Europa der Krieg ausbrach, unterhält die Türkei eine Armee von 650000 Mann.

Als auf dem Balkan endlich die Waffen ruhten hatte sich viel gefährlicher russischer Sprengstoff rings um die Türkei angesammelt: um die Grenzprovinzen von Kars, Ardahan und Artwin, um die Dardanellen und um die immer wieder vorgeschobene Armenierfrage.

Als der Arm des türkischen Soldaten zu ermüden drohte, der Finanzminister sich die Haare raufte und der Generalstab feststellte, daß alle Wacht ohne moderne Waffen unnütz sei, gab Präsident Truman die bewährte Dollar-Spritze. Der Truman-Doktrin für das östliche Mittelmeer folgte ein 100-Millionen-Dollar-Kredit.

Tango statt Bauchtanz. In den ersten Jahren nach dem Weltkrieg Nr. 1 rissen Kemal Pascha und seine Anhänger den Konservativen den roten Fez vom Kopf. Es gab damals in der Türkei Huthändler, die mit westeuropäischen Kopfbedeckungen aller Art Millionär wurden.

Mit Riesenschritten betrieb Kemal, den man inzwischen Atatürk, „den Vater der Türken“ nannte, den Anschluß seines Landes an das westeuropäische Vorbild. Nach dem Fez der Männer fiel der Schleier der Frauen. Es folgten die Parteien. Bis auf die Volkspartei, die fortan den starken Arm des kemalistischen Regimes darstellte.

Die Harems wurden geschlossen, der traditionelle türkische Bauchtanz durch Fox und Tango ersetzt. Mustafa Kemal – auch hier Schrittmacher – tanzte auf einem Galafest seinen Gästen voran.

Bevor es zu spät war. Im kühlen Halbdunkel der Bazare – in Istanbul drängen sich auf einer Fläche von einem Quadratkilometer fast dreieinhalbtausend solcher echt orientalischer Verkaufsläden zusammen – werden von Jahr zu Jahr weniger Geschäfte gemacht. Dafür erhielt die Industrie einen kräftigen Impuls. Zwischen den Kriegen war Deutschland eine wesentliche Stütze im Aufbau der türkischen Volkswirtschaft.

Kemal Pascha verstaatlichte die wichtigsten Schlüsselpositionen: Eisenbahn und Schwerindustrie, Häfen, Flotte und Kraftwerke. Arabische Schriftzeichen und osmanisches Recht verschwanden. Aus schweizerischen, italienischen und deutschen Gesetzbüchern wurden moderne türkische Paragraphen zusammengestellt.

Das traditionsumwobene Konstantinopel verlor bald seinen hauptstädtischen Rang. Mitten hinein in die kleinasiatische Hochebene setzte Kemal sein neues politisches Zentrum Ankara. Deutsche Architekten halfen ihm. 170000 Menschen leben jetzt hier, von Wüste umgeben. In modernen und sachlichen Bauten, die zu der jahrtausendealten Hethiter-Baukultur in der Altstadt in grellem Kontrast stehen.

Trotz verschiedener Widerstände waren die Türken während der anderthalb Jahrzehnte Atatürk-Regierung mit ihrem Staatsvater zufrieden. Die Welt nahm damal noch keinen Anstoß daran, daß er Diktator war. Der „Ghazi“, der Erneuerer, starb am 10. November 1938. Bevor es zu spät war.

Neue Opposition. Die Türken sind Fatalisten. Mit Politik beschäftigt sich nur ein kleiner Teil des 20-Millionen-Volkes. Siebzig Prozent können – die Regierung gibt es zu – weder lesen noch schreiben. Eine Volksschule in jedem türkischen Dorf und die Verankerung einer wahren Demokratie – das sind die Ziele des jetzigen Staatspräsidenten.

Als in den dreißiger Jahren Atatürks politische Maßnahmen überstürzt und brüsk kamen, war zumindest eine Scheinopposition im Parlament notwendig. Atatürks Freund Fethi bildete eine Liberale Partei, die aber trotz oder gerade wegen eines beachtlichen Wahlerfolges – sie erhielt 25 Prozent aller Stimmen – nach vier Monaten sang- und klanglos wieder verschwand.

Aehnliche Ursachen führten zur Schaffung der jetzigen Opposition: die durch den Krieg geschädigte Wirtschaft, die hohen Wehrausgaben und schließlich das immer größer werdende Staatsdefizit. Staatspräsident Ismet Inönü,*) Freund und Waffenkamerad Kemals und anderthalb Jahrzehnte dessen Ministerpräsident, ließ Ende 1945 den früheren Ministerpräsidenten Celal Bayar eine Demokratische Partei gründen.

Die entwickelte sich inzwischen zu einer kleinen, aber Energie und Rückgrat sowie jugendlichen Schwung zeigenden Opposition. Istanbul ist ihre Hochburg. Schon aus Lokalpatriotismus wählt die Mehrheit der 800000 Istanbuler gegen den Emporkömmling Ankara.

Letzten Herbst entstand eine dritte Partei unter dem alten Marschall Fevzi Cadmak, der ebenfalls opponiert. Von 456 Parlamentssitzen haben die beiden Oppositionsgruppen 66 inne.

Angleichung nach Westen. Zwei Regierungen fielen hintereinander über das hohe Staatsdefizit, das schließlich 250 Millionen türkische Pfund erreichte. Dem neuen Ministerpräsidenten Shemsettin Gunaltays, einem ultrakonservativen Theologen, gelang die Entspannung der Lage, vor allem innerhalb der Regierungspartei selbst.

Das Budget wurde revidiert, Luxus- und neue Einkommensteuer zurückgezogen. Schließlich hätten sich die Politiker damit nur selbst getroffen. Die Luxusläden an der Grande Rue im Istanbuler Europäerviertel Pera werden nicht leiden. Eher die 20000 Besitzer funkelnagelneuer Ford und Studebaker, denn der Treibstoff wird erheblich stärker besteuert.

Rückgewinnung der Sympathie der Bevölkerung gegenüber den Regierungsstellen, Kampf gegen die Beamten-Korruption und Ausrottung des wiederaufflammenden Moslem-Fanatismus sind neben neuen Wahl- und Presse-Gesetzen die Maßnahmen der Regierung. „Zur Angleichung

der Türkei an die Grundsätze westlicher Demokratien.“

Wie einst Liman Sanders. Im Mai 1947 kam der amerikanische General Lunsford E. Oliver mit einer stetig wachsenden Militärkommission in Ankara an. Zwei Monate später waren die Vorarbeiten für die Verwendung des 100-Millionen-Dollar-Kredits beendet.

Fünf große „strategische Flugplätze“ und zwei Autostraßen quer durch Kleinasien bis zu den Militär- und Handelszentren Adana und Erzerum werden angelegt. Die Häfen, vor allem Izmir – das frühere Smyrna – , werden ausgebaut.

Ausrüstung und Schulung von Armee und Luftflotte gehen langsam vonstatten Fünf Jahre sind für die Motorisierung vorgesehen. Die US-Ausbilder sind eifrig am Werk.

Die Türken bringen dem Missionschef, General McBride, und seiner Arbeit eine ähnliche Sympathie entgegen wie einst dem Deutschen Liman Sanders. Wenn die US-Flugzeugträger „Franklin D. Roosevelt“ oder „Midway“ mit Kreuzern und Zerstörern durch die Dardanellen nach Istanbul fahren, empfängt sie eine Begeisterung wie vor 35 Jahren die „Goeben“ und „Breslau“.

Mit Moskau nichts im Sinn. Mitte März kam Sowjetbotschafter Lawritschew ins türkische Außenamt und verlangte Aufklärung über die türkische Haltung zur westlichen Allianzpolitik. Außenminister Nejmeddin Sadak – er behielt sein Portefeuille durch eine ganze Reihe von Kabinetten – war gerade aus London und Paris zurück und erwog eine Reise nach Washington. Seine Antwort vor der Großen Nationalversammlung spiegelte die Meinung der Türken zum Streit der Großen.

Die Türkei bedauert, nicht auch am Atlantik zu liegen. In Athen, Rom und Kairo wird viel vom Mittelmeerpakt geredet. Aber die Türken waren immer schon Realpolitiker. Sie wissen, daß hinter einer derartigen Kombination wenig wirkliche Macht steht.

Um so mehr betont Ankara seine hohe Meinung von Amerikas Stärke. Auch die alte Allianz mit England tritt wieder mehr in den Vordergrund. Deren Verpflichtung konnte man sich im letzten Krieg bis kurz vor Toresschluß geschickt entziehen.

Mit Moskau hat man seit Atatürks Tod nichts mehr im Sinn. Kommunismus gilt als Hochverrat. Alle Forderungen des Kreml, die Meerengen-Herrschaft gemeinsam auszuüben, betrachtet Ankara als Anfang vom Ende der eigenen Unabhängigkeit.

Seit Montreux (1936) haben die Russen freies Durchfahrtsrecht für Handelsschiffe Für die in Italien übernommenen Kriegsschiffe brauchten sie Erlaubnis. Im Kriegsfall kann die Türkei die Tür zum Schwarzen Meer zumachen. Jedenfalls hat sie das schwarz auf weiß.

In Atatürks Geist. Noch geht der Bauer in Anatolien hinter hölzernem Pflug. Seine primitiven Ochsenkarren haben hölzerne Scheibenräder wie vor Tausenden von Jahren. So kann kaum ein Drittel des Landes der Ernährung nutzbar gemacht werden. Man denkt mit Sehnsucht an Traktoren, Kunstdünger und Silos. Denn auch die Türkei ist Marshallplan-Kunde. Wenn auch einer der kleinsten.

Deutschland und das Land zwischen Bosporus und Ararat sind alte Handelspartner. Nach vierjähriger Pause wurde zum Jahresbeginn ein neuer Handelsvertrag unterschrieben. 6000 Tonnen türkischer Baumwolle landeten bereits in Bizonen-Fabriken. Tabak, Häute und Ölsaaten sind unterwegs. In Ankara und Istanbul kann man wieder deutsche Elektro-Artikel und Motoren kaufen. Maschinen und Chemikalien werden folgen.

Auch seit Schallplatten, Flugzeuge und Coca-Cola aus den USA kommen, haben Bayer-Kreuz und Kruppmaschinen ihren alten Ruf bewahrt. Sie alle helfen reformieren und stärken die türkische Selbständigkeit. Ganz in Atatürks Geist.

*) Ismet Paschas heutiger Name Inönü erinnert an seinen Sieg über die Griechen bei der anatolischen Stadt Inönü.

DER SPIEGEL 34/1949
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Wer bedroht eigentlich die Türkei? – Politically Incorrect

Beim Schreiben des Artikels zur Staatspleite Griechenlands, bin ich über die obenstehende Grafik „gestolpert“, die auf Wikipedia veröffentlicht wurde und die Daten aus der „Liste der Streitkräfte der Welt“ anschaulich, gemessen am BIP, zusammenfasst.

(Von felixhenn)

Dabei hat sich mir unweigerlich die Frage aufgedrängt: Weshalb muss eigentlich die Türkei so viel für das Militär ausgeben? Durch welches Land werden die bedroht? Dieselbe Frage könnte man sich zwar auch zu den Militärausgaben der USA stellen, aber da ist die Beantwortung recht einfach: Von den USA erwarten sich demokratische Staaten sowas wie einen Schutz gegen autoritäre Staaten und die USA sind wohl auch noch die letzte verbliebene wirkliche Weltmacht, wenn auch China beim Aufholen ist. Wer aber die Situation im ländlichen China kennt, weiß, dass das wohl noch eine Weile dauern wird. Warum ist aber die Türkei Spitzenreiter? Wohlgemerkt, nicht in absoluten Ausgaben, sondern gemessen am Bruttoinlandsprodukt.

Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass die Türkei völlig unbeeindruckt von Fukushima und völlig ohne jegliche Kritik der hiesigen Grünen, die sich bei allen anderen Gelegenheiten so rührend um die Türkei und die Türken kümmern, Atomkraftwerke baut, und das auch noch wenige Kilometer von einer seismischen Störungszone entfernt, machen die Militärausgaben wieder Sinn. Im Gegensatz zum Iran, bemängelt kein westlicher Politiker den Bau der türkischen AKWs. Dass mit den Abfallprodukten eines AKW leicht Atombomben gebaut werden können, hat sich wohl mittlerweile auch schon im Kindergarten herumgesprochen.

Wenn man dazu auch noch das ganze Gehabe des Herrn Erdogan mit in die Überlegungen einbezieht, einmal droht er Israel, dann wieder Deutschland und dann sieht er die Türkei als Großmacht und vieles mehr. Dabei vergisst er regelmäßig, wer eigentlich die Türkei in die Lage versetzt hat, wenigstens die eigene Bevölkerung halbwegs zu ernähren, deren Vervielfältigung er immer wieder fordert, auch wenn die das Wirtschaftswachstum übersteigt. Und paradoxerweise bedanken sich unsere Politiker bei der Türkei, weil wir die vor 50 Jahren vorm Staatsbankrott gerettet haben, indem wir einen Teil der türkischen Arbeitslosen bei uns aufgenommen und Devisen ins Land gebracht und deren Handelsdefizit abgebaut haben. Von Herrn Erdogan kam kein Wort des Dankes, ist es auch nicht zu erwarten. Vielleicht sieht er sich schon als Führer unserer Schutzmacht, bald auch nuklear bewaffnet? Natürlich mit Tributpflicht für uns. Dann werden zumindest die Grünen und Gutmenschen mal merken, wie gut wir es doch mit den USA hatten.

Jedenfalls machen die momentanen, strategisch sinnlosen, überhöhten Militärausgaben der Türkei für mich nur Sinn, wenn man auch plant, das Militär mal einzusetzen. Sei es als Drohpotential oder im Krieg. Da sind ja noch so viele griechische Inseln nahe der türkischen Küste und Israel stört den Herrn Erdogan mittlerweile auch immer mehr.

Ich hoffe, ich liege falsch mit meiner Vermutung, aber ganz wohl ist mir bei der Sache nicht. Ich fühle mich an die Aufrüstung des dritten Reiches vor 1939 erinnert.

via Wer bedroht eigentlich die Türkei? – Politically Incorrect.

Einladung: “ Karriereplanung türkischstämmiger Hochqualifizierter“ 8.12.11 Köln

Einladung zur Tagung
“ Karriereplanung türkischstämmiger Hochqualifizierter“
am 08.12.2011 im ‚ Rautenstrauch-Joest-Museum‘ in Köln

Unter der Schirmherrschaft des Türkischen Generalkonsulats Köln veranstaltet das Forschungszentrum für Probleme der im Ausland lebenden türkischen Staatsbürger (YUTAM) der Anadolu Universität in Zusammenarbeit mit der Anadolu Universität Kontaktstelle für Westeuropa und mit freundlicher Unterstützung des Türkischen Studenten und Akademikervereins Köln (TürkÜnid) sowie der Türkisch-Deutschen Studierenden und Akademiker Plattform e.V. (TD-Plattform) am 8. Dezember 2011 in Köln eine Tagung zum Thema „Karriereplanung türkischstämmiger Hochqualifizierter“ (Veranstaltungssprache: Deutsch). Eingeladen sind alle Interessenten, die sich mit dem Thema Migration und Bildung befassen. Nähere Angaben zur Tagung können der Plakatankündigung entnommen werden.

Das Programm wird in zwei Hälften unterteilt und beginnt um 10:30 und endet um ca 17:00 Uhr. Nach der ersten Hälfte gibt es ein kleines Buffet. Der Eintritt ist kostenfrei, aber da wir mit einer großen Teilnehmeranzahl rechnen, bitten wir Studierende und Akademiker um eine Voranmeldung unter [email protected]!

1.Teil:

Moderation: Assoc. Prof. Dr. Zehra Gülmüş (Anadolu Universität)

Warum sind Kinder aus zugewanderten Familien so schlau?
Prof. Dr. Birgit Leyendecker (Ruhr-Universität Bochum)

Hochqualifizierte bildungserfolgreiche Transmigranten – ein neuer Migrationstypus!?
Prof. Dr. Hartmut Griese (Leibniz Universität Hannover)

Symbolische Exklusion von BildungsaufsteigerInnen mit Migrationshintergrund
Dr. phil. Ulrike Selma Ofner (Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg)

Kleines Buffet

2.Teil:

Moderation: Prof. Dr. Hartmut Griese (Leibniz Univ. Hannover)

Unkoventionelle Karriere- und Aufbauwege für türkischstämmige Deutsche
Prof. Dr. Kenan Mortan (Mimar Sinan Universität, Istanbul)

Personenbezogene Rahmenbedingungen für die berufliche Karriereplanung
Caner Aver (Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Institut an der Universität Duisburg-Essen)

Jung, dynamisch und türkisch – die zukünftigen Eliten in Deutschland?
Kamuran Sezer, (futureorg Institut, Dortmund)

PODIUMDISKUSSION zum Thema:
Abwanderung türkischstämmiger Hochqualizifizierter. Beweggründe, Entwicklungen und Perspektiven.

Moderation: Dilek Atalay (Journalistin)

Engin Olguner (Präsident der TD-Plattform)

Emrah Öküt (Vorstandsmitglied Türk-Unid)

Faize Berger, Vorstandsmitglied TD-IHK

Dr. Ilke Kaymak (Career Service, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Tuğba Akyazı (Studentin der WiSo-Fakultät, Universität Köln)

Sabri Altındal (Student Wirtschaftsingenieurwesen, Hochschule Niederrhein Krefeld)

Programmende 17:00 Uhr

Kulturelles Abschlussprogramm

 

Einladung: „Die Kunst der osmanischen Fayence“

Die Deutsch-Türkische Gesellschaft e V. Bonn

 

Die Südosteuropa-Gesellschaft e. V., Zweigstelle Köln/Bonn

 

    laden zu einem kultur- und kunstgeschichtlichen Vortrag mit Bildpräsentation ein

 

   Kai Jes, M. A.:

     „İstanbul, İznik und Kütahya –

        Die Kunst der osmanischen Fayence“

 

      am Dienstag, 22. November 2011, 19.30 Uhr, Akademisches Kunstmuseum, Bonn, am Hofgarten 21

 

Die Pracht osmanischer Moscheen und Paläste in Istanbul und anderen Städten der Türkei verdankt sich nicht zuletzt ihrem reichen Fliesenschmuck. Produziert wurde die exklusive Architekturkeramik

von Hofwerkstätten in den westanatolischen Städten İznik und Kütahya, die den Serail auch mit kostbarem Tafelgeschirr versorgten. Die osmanische Quarzfrittenkeramik des 15. – 17. Jahrhunderts, auch Fayence genannt, gilt als eines der Glanzlichter islamischer Keramikkunst. Nach blau-weißen, vom China-Porzellan beeinflussten Anfängen zeichnet sie sich durch farbenfrohe Blumenkompositionen aus – wahre Paradiesgärten in leuchtenden Blau-, Rot- und Grüntönen unter einer glänzenden Transparenzglasur. Die Manufakturen von Kütahya bestanden nach dem Ende der Produktion in İznik weiter und liefern bis heute eine an traditionellen Vorbildern geschulte Keramik von mitunter beachtlicher Qualität. Der Vortrag zeichnet die Kulturgeschichte und die stilistische Entwicklung der osmanischen Fayencekunst anhand von ausgewählten Meisterwerken nach.

 

Herr Kai Jes, M. A., ist ausgebildeter Klassischer Archäologe und war u. a. von 1996 bis 2000 Mitarbeiter am Deutschen Archäologischen Institut in İstanbul. Er arbeitete auf den Ausgrabungen von Aizanoi bei Kütahya mit. Seit Jahren betätigt er sich als freier  Kulturvermittler mit dem Schwerpunkt „Kulturgeschichte der Türkei“. Im November 2010 hatte er am selben Ort einen mit viel Beifall bedachten Bildvortrag über „Kappadokien – Felsklöster und Feenkamine im zentralasiatischen Hochland“ gehalten. Die Veranstalter freuen sich, dass sie Herrn Kai Jes erneut zu einem Vortrag mit einem solch attraktiven Thema gewinnen konnten.

 

Im Anschluss laden die Veranstalter im Foyer zu einem Glas Wein und türkischem Gebäck ein.

Dort wird auch erneut unser Bücherbazar mit äußerst preiswerten gebrauchten Büchern zur Türkei-Thematik, diesmal vor allem mit prachtvollen Bildbänden, aufgebaut. Der Erlös kommt dem schmalen Budget der Deutsch-Türkischen Gesellschaft zugute. Greifen Sie zu!

 

Und schauen Sie auch einmal wieder auf unsere informative Homepage www.dtgbonn.de mit vielen interessanten Informationen, Pressestimmen, Hinweisen auf Neuerscheinungen des Büchermarkts etc.

 

WDR Cosmo-TV sucht Interviewpartnerinnen

 

Der WDR Cosmo-TV 
sucht für einen Beitrag über den Integrationswillen und die Integrationshindernisse 
von Frauen mit Migrationserfahrung eine Mutter, die Migrationshintergrund hat 
und gern ihr Kind in eine Kita oder eine Betreuung für Unter-3 Jährige geben würde, 
aber keinen Platz bekommen hat.

Falls Sie jemanden kennen, der keinen Kita-Platz bekommen hat und 
zu einem Interview bereit wäre, melden Sie sich bitte 
direkt bei der Journalistin: [email protected]

 

Spendenaufruf

Spendenaufruf der Vereine Hekimhaner in Europa und Deutsch-türkischen Freundschaftsvereins Rödermark e.V. Beide Vereine sind Gemeinnützig anerkannt und dürfen Spendenquittungen ausstellen. Zeigen Sie bitte Solidarität.

 

5. Interkulturelles Schnellschachturnier

5. Interkulturelles Schnellschachturnier Satranç Club 2000, 01.11.2011

Unglaublich! Es ist schon 50 Jahre her: Am 30. Oktober 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkische Republik das Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften. Um den fünfzigsten Jahrestag dieses Ereignisses zu gedenken, finden und fanden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Für den interkulturellen Schachverein “Satranç Club 2000“ ist das wirklich keine neue Erfahrung, richtete man doch schon vor zehn Jahren eine Veranstaltung zum Gedenken an den vierzigsten Jahrestag aus. Seitdem gingen auch weitere interkulturelle Schachveranstaltungen von diesem Verein aus. Dass der Satranç Club den Gedanken der Interkulturellen Verständigung sogar in seiner Satzung verankert hat, versteht sich von selbst. Diesmal teilte man sich ein gemeinsam entwickeltes Turnierlogo mit dem Partnerverein Wittekinds Knappen, so dass es nun gar eine “Mini-Turnierserie“ gibt.

Im Jahre 2000 von türkischen Schachfreundinnen und Schachfreunden gegründet, steht der Verein nun mit Spielern aus aller Herren Länder für gelebte Integration und setzt das Motto des Weltschachbundes „Gens Una Sumus“ (Wir sind eine Familie / Auf Türkisch: Biz bir aileyiz) konkret in die Tat um.

„Seltsamerweise“ handelt es sich bei keinem der Mitglieder (weder jetzt, noch bei den Gründungsmitgliedern) um Obst- und Gemüsehändler; schade, denn so wären doch endlich einmal ein paar Klischees über Menschen mit Migrationshintergrund bestätigt worden. Zumal der gelegentliche Griff zu Obst und Gemüse bestimmt auch für Schachsportler empfehlenswert ist. Auch dem oft diskutierten ‘Sprachproblem‘ wird hier kaum eine Bedeutung beigemessen, denn hier sprechen alle nur eine Sprache: “Schach“. Obendrein ist ein gutes Drittel der Vereinsmitglieder deutscher Herkunft und man würde (genauso wie bei den anderen) keinen einzigen von ihnen jemals missen wollen. Was mag da nur „schiefgelaufen“ sein, dass Stammtischparolen über mangelnde Integrationsfähigkeit unserer Mitmenschen hier keinerlei Gültigkeit haben? Nun ja, da sollten sich vielleicht doch lieber andere Gedanken machen, die jegliches Multikulturelle der Einfachheit halber Mal für nicht umsetzbar erklärt haben. Wir konzentrieren uns im folgenden Bericht doch lieber auf Schach.

Am Dienstag, den 1. November 2011, trug der besagte Satranç Club die fünfte Auflage seines Interkulturellen Schnellschachturniers aus, das mittlerweile ein fester Bestandteil des Kölner Turnierkalenders geworden ist. Erfreulicherweise schlägt dessen Versuch, für interkulturelle Verständigung einzutreten, immer höhere Wellen: Der türkische Generalkonsul für den Kölner Raum, Herr Mustafa Kemal Basa, hatte mehrere zusätzliche Sachpreise gestiftet, darunter einen Silberteller für den Turniersieger. Ferner war der Soziologe Sascha Riedel von der Universität Köln anwesend, um Material für eine Studie über das Thema „Migranten in Deutschland“ zu sammeln.

Dieses Jahr übertraf die Beteiligung die kühnsten Erwartungen des Satranç Club: Spieler / innen aus ganz NRW waren angereist und aufgrund des Andrangs mussten einige Mitglieder des Heimvereins ihre Meldung zurückziehen; mit 51 Teilnehmer/innen wurde ein Rekord aufgestellt. Diesen Andrang vorausahnend, richtete man im Vorfeld noch eine weitere Etage ein und besorgte zusätzliches Spielmaterial inklusive Tische. Wie immer wurde das Turnier im 7-rundigen Schweizer-System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten ausgetragen, die Turnierleitung oblag Izzet Yilmaz, der seine Aufgabe gewohnt souverän erfüllte. Fünf Preise in Form von Pokalen, Urkunden und Sachpreisen wurden vergeben: 3 für die allgemeine Wertung, sowie ein Senioren- (über 50) und ein Juniorenpreis (unter 18).

Der Vorsitzende des Satranç Club 2000, Güven Manay, hieß kurz nach 13 Uhr in einer knappen Begrüßungsrede alle Teilnehmer/innen willkommen und betonte das lockere, nicht zu verbissene Ambiente, das dieses Turnier immer ausgezeichnet hat. Der ebenfalls anwesende Vater des Vorsitzenden, Erhan Manay, reiste bereits im Jahr nach dem Anwerbeabkommen (1962) aus der Türkei ein und verlieh dem diesjährigen Turniermotto somit auch eine Art Authentizität. Er erzählte an diesem Tag auf Wunsch auch gerne Anekdoten aus der damaligen Zeit.

Es folgte eine Schweigeminute im Gedenken an das Vereinsmitglied Sava Gavrilov, der eine Woche zuvor unerwartet verstorben war. Zwei Tage nach dem Turnier fand die Beerdigung des geschätzten Mitglieds in Anwesenheit von Satranç – Mitgliedern statt.

Schließlich kamen die Schachfiguren zu ihrem Recht und allem angenehmen Ambiente zum Trotz wurde von Runde 1 an auf dem Brett mit vollem Einsatz gekämpft. Letztes Jahr hatte der junge Carlo Pauly aus Köln-Mülheim das Turnier in „Überflieger“-Manier mit 100 % der Punkte für sich entscheiden können, dieses Mal standen alle Entscheidungen bis zur letzten Runde auf des Messers Schneide: Das Teilnehmerfeld war nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ deutlich besser besetzt und ein gutes Dutzend Spieler/innen konnten sich Hoffnungen auf einen Preis machen. Die Abschlusstabelle verdeutlicht, wie eng diese „Kiste“ war.

Runde 1 brachte keine Überraschungen, die Favoriten konnten sich mehr oder weniger ungefährdet durchsetzen:

1 Schunk Thomas Dr. – Meier Franz 1-0

2 Aslan Nesimi – Haskelman Eugen 0-1

3 Peters Alex – Rieger Isabelle ½-½

4 Kronseder Michael – Johannes Alexander 0-1

5 Eising Johannes – Akpinar Abuzer 1-0

6 Azimi Reza – Bub Volker 0-1

7 Krauth Alexander – Felsmann Helmut 1-0

8 Pohl Stefan – Eilers Jochen 0-1

9 Mann Günter – Baltic Fatih 1-0

10 Schütz Samson – Goldenstein Arnd 0-1

11 Perez-Lücke Eneida – Osta Muhammed Enes 1-0

12 Mehner Matthias – Werner Michael 0-1

13 Philipp Stephan – Abbasov Ümid 1-0

14 Osta Ömer – Langen Dirk 0-1

15 Röttgers Roland – Faethe Peter 0-1

16 Selimi Burim – Meinhardt Günter 0-1

17 Reinartz Ulrich – Secen Seref 1-0

18 Segura Cerveto Jose – Natzschka Holger 0-1

19 Knütter Helmut – Bakirci Baris 1-0

20 Kämmerling Ulrich – Runte Dirk ½-½

21 Heider Arno – Simsek Cem 1-0

22 Foth Stefan – Kuhn Helmut 0-1

23 Abbasov Amil – Gosebrink Roland 1-0

24 Zengin Mehmet – Brausewetter Jörg ½-½

25 Jansen Kurt – Münster Kirsten van 0-1

Duraku Sherif – Freilos

Auch in der zweiten Runde gab es kaum unerwartete Punktverluste:

1 Werner Michael – Duraku Sherif 1-0

2 Langen Dirk – Schunk Thomas Dr. 0-1

3 Haskelman Eugen – Mann Günter 1-0

4 Johannes Alexander – Reinartz Ulrich 1-0

5 Meinhardt Günter – Eising Johannes 0-1

6 Bub Volker – Knütter Helmut 1-0

7 Natzschka Holger – Krauth Alexander 0-1

8 Eilers Jochen – Heider Arno ½-½

9 Goldenstein Arnd – Abbasov Amil 1-0

10 Kuhn Helmut – Perez-Lücke Eneida 0-1

11 Faethe Peter – Philipp Stephan 0-1

12 Münster Kirsten van – Peters Alex ½-½

13 Runte Dirk – Zengin Mehmet 1-0

14 Brausewetter Jörg – Kämmerling Ulrich ½-½

15 Rieger Isabelle – Röttgers Roland 0-1

16 Osta Muhammed Enes – Jansen Kurt 0-1

17 Meier Franz – Mehner Matthias 1-0

18 Abbasov Ümid – Aslan Nesimi 0-1

19 Secen Seref – Kronseder Michael 0-1

20 Akpinar Abuzer – Osta Ömer 1-0

21 Bakirci Baris – Azimi Reza 0-1

22 Felsmann Helmut – Selimi Burim 0-1

23 Simsek Cem – Pohl Stefan ½-½

24 Baltic Fatih – Segura Cerveto Jose 1-0

25 Gosebrink Roland – Schütz Samson 0-1

Foth Stefan – Freilos

Ab der dritten Runde begannen die „Schwergewichte“, sich untereinander zu „bekämpfen“, was nicht nur zu Punktverlusten, sondern auch zu einer deutlich höheren Remisquote führte:

1 Schunk Thomas Dr. – Krauth Alexander ½-½

2 Goldenstein Arnd – Haskelman Eugen ½-½

3 Perez-Lücke Eneida – Johannes Alexander 1-0

4 Eising Johannes – Werner Michael ½-½

5 Philipp Stephan – Bub Volker 1-0

6 Heider Arno – Münster Kirsten van 0-1

7 Runte Dirk – Eilers Jochen 0-1

8 Mann Günter – Kronseder Michael 1-0

9 Azimi Reza – Meinhardt Günter 0-1

10 Knütter Helmut – Faethe Peter 0-1

11 Kämmerling Ulrich – Abbasov Amil ½-½

12 Selimi Burim – Kuhn Helmut 1-0

13 Duraku Sherif – Jansen Kurt 0-1

14 Peters Alex – Meier Franz 1-0

15 Aslan Nesimi – Langen Dirk 0-1

16 Reinartz Ulrich – Baltic Fatih 1-0

17 Schütz Samson – Natzschka Holger 0-1

18 Röttgers Roland – Akpinar Abuzer 1-0

19 Brausewetter Jörg – Foth Stefan 0-1

20 Zengin Mehmet – Pohl Stefan 0-1

21 Simsek Cem – Rieger Isabelle 0-1

22 Osta Ömer – Felsmann Helmut 0-1

23 Secen Seref – Osta Muhammed Enes 0-1

24 Mehner Matthias – Segura Cerveto Jose ½-½

25 Bakirci Baris – Abbasov Ümid 0-1

Gosebrink Roland – Freilos

Nach Abschluss dieser Runde um ca. 15 Uhr wurde eine Pause eingelegt, in der sich die Teilnehmer/innen mit türkischen kulinarischen Spezialitäten stärken konnten.

Runde 4 brachte einen alleinigen Spitzenreiter: Indem Stephan Philipp von den „Fidelen Bauern“ aus Leverkusen (h. r.) auch seine Partie gegen die dominikanische Nationalspielerin Eneida Perez-Lücke gewinnen konnte, führte er das Feld mit 4/4 an. Der Topgesetzte, Dr. Thomas Schunk (SF Ford), unterlag Jochen Eilers von den Bergischen Schachfreunden, doch die größte Überraschung war das Remis, das Günter Meinhardt (KKS, DWZ 1669) gegen Alex Peters (Brühl, DWZ 2144) erzielte.

1 Perez-Lücke Eneida – Philipp Stephan 0-1

2 Münster Kirsten van – Goldenstein Arnd 1-0

3 Eilers Jochen – Schunk Thomas Dr. 1-0

4 Haskelman Eugen – Werner Michael 1-0

5 Krauth Alexander – Eising Johannes 1-0

6 Johannes Alexander – Selimi Burim 1-0

7 Faethe Peter – Runte Dirk 1-0

8 Meinhardt Günter – Peters Alex ½-½

9 Bub Volker – Reinartz Ulrich 1-0

10 Jansen Kurt – Röttgers Roland ½-½

11 Natzschka Holger – Mann Günter 0-1

12 Langen Dirk – Foth Stefan 1-0

13 Abbasov Amil – Heider Arno ½-½

14 Rieger Isabelle – Kämmerling Ulrich 1-0

15 Pohl Stefan – Knütter Helmut 0-1

16 Kuhn Helmut – Felsmann Helmut 1-0

17 Osta Muhammed Enes – Aslan Nesimi 0-1

18 Meier Franz – Schütz Samson 1-0

19 Akpinar Abuzer – Duraku Sherif 1-0

20 Baltic Fatih – Brausewetter Jörg 0-1

21 Kronseder Michael – Gosebrink Roland 1-0

22 Abbasov Ümid – Azimi Reza 0-1

23 Mehner Matthias – Simsek Cem 0-1

24 Segura Cerveto Jose – Zengin Mehmet 0-1

25 Osta Ömer – Secen Seref 1-0

Bakirci Baris – Freilos

Nach der fünften Runde hatte niemand mehr eine blütenweiße Weste, die Spitze rückte wieder enger zusammen:

1 Philipp Stephan – Haskelman Eugen 0-1

2 Krauth Alexander – Münster Kirsten van 0-1

3 Johannes Alexander – Eilers Jochen 1-0

4 Langen Dirk – Bub Volker 0-1

5 Faethe Peter – Perez-Lücke Eneida 0-1

6 Mann Günter – Schunk Thomas Dr. ½-½

7 Peters Alex – Röttgers Roland 1-0

8 Eising Johannes – Jansen Kurt 1-0

9 Goldenstein Arnd – Meinhardt Günter 1-0

10 Werner Michael – Rieger Isabelle 1-0

11 Heider Arno – Akpinar Abuzer ½-½

12 Selimi Burim – Brausewetter Jörg 1-0

13 Foth Stefan – Abbasov Amil 1-0

14 Aslan Nesimi – Natzschka Holger 0-1

15 Knütter Helmut – Kronseder Michael 1-0

16 Azimi Reza – Kuhn Helmut 0-1

17 Reinartz Ulrich – Meier Franz ½-½

18 Runte Dirk – Simsek Cem 1-0

19 Kämmerling Ulrich – Pohl Stefan ½-½

20 Felsmann Helmut – Zengin Mehmet 1-0

21 Duraku Sherif – Abbasov Ümid 1-0

22 Baltic Fatih – Osta Ömer 1-0

23 Gosebrink Roland – Osta Muhammed Enes 0-1

24 Schütz Samson – Bakirci Baris 1-0

25 Secen Seref – Mehner Matthias 0-1

Segura Cerveto José – Freilos

Runde 6 schien eine Vorentscheidung zu bringen: Indem der Internationale Meister Eugen Haskelman (SF Ford) auch Kirsten van Münster (KSK Dr. Lasker) bezwingen konnte, setzte er sich mit 5,5/6 an die Spitze:

1 Haskelman Eugen – Münster Kirsten van 1-0

2 Philipp Stephan – Johannes Alexander ½-½

3 Bub Volker – Perez-Lücke Eneida ½-½

4 Werner Michael – Krauth Alexander ½-½

5 Natzschka Holger – Goldenstein Arnd 0-1

6 Eilers Jochen – Peters Alex 0-1

7 Mann Günter – Eising Johannes ½-½

8 Schunk Thomas Dr. – Faethe Peter 1-0

9 Röttgers Roland – Selimi Burim 0-1

10 Kuhn Helmut – Langen Dirk 0-1

11 Foth Stefan – Knütter Helmut ½-½

12 Jansen Kurt – Meinhardt Günter 1-0

13 Meier Franz – Heider Arno 0-1

14 Rieger Isabelle – Reinartz Ulrich 0-1

15 Akpinar Abuzer – Runte Dirk 0-1

16 Pohl Stefan – Aslan Nesimi 1-0

17 Felsmann Helmut – Duraku Sherif 0-1

18 Kronseder Michael – Kämmerling Ulrich 1-0

19 Brausewetter Jörg – Schütz Samson 1-0

20 Abbasov Amil – Baltic Fatih 0-1

21 Osta Muhammed Enes – Azimi Reza 1-0

22 Simsek Cem – Segura Cerveto Jose 1-0

23 Zengin Mehmet – Mehner Matthias 1-0

24 Abbasov Ümid – Gosebrink Roland 0-1

25 Bakirci Baris – Osta Ömer 0-1

Secen Seref – Freilos

Die siebte und letzte Runde entpuppte sich als wahrer Thriller. Indem Alex Peters seine Partie gegen den bis dato souveränen Tabellenführer Eugen Haskelman gewinnen konnte, sorgte er für ein „Fotofinish“. Die Feinwertung musste in der allgemeinen Wertung ebenso entscheiden wie in der Seniorenwertung, in welcher sich Dr. Thomas Schunk und FIDE-Meister Johannes Eising (siebenfacher Deutscher Mannschaftsmeister mit der SG Porz und Solinger SG 1868) ein Kopf an Kopf-Rennen lieferten. Bei den Junioren ging der erst 13-jährige Muhammed Enes Osta (Satranç Club 2000) mit einem halben Punkt Vorsprung auf Isabelle Rieger (Fideler Bauer Leverkusen) in die Runde:

1 Peters Alex – Haskelman Eugen 1-0

2 Münster Kirsten van – Philipp Stephan ½-½

3 Johannes Alexander – Bub Volker 1-0

4 Perez-Lücke Eneida – Goldenstein Arnd 0-1

5 Krauth Alexander – Mann Günter 1-0

6 Schunk Thomas Dr. – Werner Michael 1-0

7 Eising Johannes – Selimi Burim 1-0

8 Langen Dirk – Eilers Jochen ½-½

9 Knütter Helmut – Jansen Kurt ½-½

10 Runte Dirk – Foth Stefan 0-1

11 Heider Arno – Reinartz Ulrich ½-½

12 Faethe Peter – Kronseder Michael 0-1

13 Baltic Fatih – Kuhn Helmut 0-1

14 Pohl Stefan – Natzschka Holger 0-1

15 Brausewetter Jörg – Osta Muhammed Enes 0-1

16 Duraku Sherif – Meier Franz 1-0

17 Meinhardt Günter – Akpinar Abuzer 1-0

18 Röttgers Roland – Simsek Cem 1-0

19 Zengin Mehmet – Rieger Isabelle 0-1

20 Osta Ömer – Aslan Nesimi 0-1

21 Gosebrink Roland – Felsmann Helmut 0-1

22 Schütz Samson – Abbasov Amil 0-1

23 Kämmerling Ulrich – Azimi Reza 1-0

24 Segura Cerveto Jose – Secen Seref 1-0

25 Mehner Matthias – Bakirci Baris 1-0

Abbasov Ümid – Freilos

Nach Abschluss der letzten Runde konnte Izzet Yilmaz nach einigen spannungsgeladenen Minuten das Endergebnis verkünden, welches das engste in der Geschichte des Turniers war:

Tabellenstand nach Runde 7:

Pl. Name Titel IRtg Team Pkte 1 1/2 0 Bhlz SoBe Kat

1 Haskelman Eugen 2201 Ford-SF 5.50 5 1 1 32.00 23.75

2 Johannes Alexander 2124 Satranç 5.50 5 1 1 30.00 23.00

3 Peters Alex 2144 Brühler 5.50 4 3 0 27.50 21.50

4 Goldenstein Arnd 1983 Klub Köl 5.50 5 1 1 27.50 19.75

5 Münster Kirsten van 2109 KSK Dr. 5.00 4 2 1 34.50 23.75

6 Krauth Alexander 2031 Klub Köl 5.00 4 2 1 30.00 20.50

7 Philipp Stephan 1941 Fideler 5.00 4 2 1 29.50 18.75

8 Schunk Thomas Dr. 2238 Ford-SF 5.00 4 2 1 27.00 18.50 S

9 Eising Johannes 2115 SG Porz 5.00 4 2 1 27.00 18.00 S

10 Perez-Lücke Eneida 1979 vereinsl 4.50 4 1 2 31.50 18.75

11 Bub Volker 2094 SC Torna 4.50 4 1 2 29.50 16.75

12 Langen Dirk 1784 Satranç 4.50 4 1 2 26.50 15.00

13 Foth Stefan 0 vereinsl 4.50 3 1 2 26.00 13.50

14 Mann Günter 1773 Bergisch 4.00 3 2 2 31.50 16.00 S

15 Eilers Jochen 2007 Bergisch 4.00 3 2 2 31.00 15.75

16 Werner Michael 1974 Düsseldo 4.00 3 2 2 30.00 14.50

17 Jansen Kurt 1453 Sülz-Kle 4.00 3 2 2 28.50 14.75 S

18 Selimi Burim 0 Satranç 4.00 4 0 3 27.50 13.50

19 Kuhn Helmut 1564 SF Gerre 4.00 4 0 3 25.00 12.00

20 Natzschka Holger 1660 vereinsl 4.00 4 0 3 24.50 10.00

21 Heider Arno 1567 SG Kalke 4.00 2 4 1 23.50 11.75 S

22 Reinartz Ulrich 1667 vereinsl 4.00 3 2 2 23.50 10.25 S

23 Knütter Helmut 1632 Sülz-Kle 4.00 3 2 2 23.00 11.50 S

24 Kronseder Michael 1432 Hürth-Be 4.00 4 0 3 21.50 8.00 S

25 Duraku Sherif 0 Satranç 4.00 3 0 3 21.00 8.75

26 Osta Muhammed Enes 1049 Satranç 4.00 4 0 3 18.50 7.00 J

27 Meinhardt Günter 1669 SF Köln- 3.50 3 1 3 28.50 11.25 S

28 Rieger Isabelle 1442 Fideler 3.50 3 1 3 25.00 10.75 J

29 Röttgers Roland 1736 Fideler 3.50 3 1 3 25.00 10.50

30 Runte Dirk 1576 Fideler 3.50 3 1 3 21.50 9.00

31 Faethe Peter 0 vereinsl 3.00 3 0 4 29.50 11.00 S

32 Aslan Nesimi 1451 Satranç 3.00 3 0 4 24.50 7.50

33 Pohl Stefan 1379 Klub Köl 3.00 2 2 3 23.00 8.25 J

34 Abbasov Amil 1472 Wittekin 3.00 2 2 3 23.00 7.00 J

35 Brausewetter Jörg 1469 vereinsl 3.00 2 2 3 22.50 7.75 S

36 Felsmann Helmut 1407 ISVF Eik 3.00 3 0 4 22.50 6.00

37 Kämmerling Ulrich 0 vereinsl 3.00 1 4 2 22.00 8.25

38 Baltic Fatih 1253 SV Lende 3.00 3 0 4 22.00 7.00 J

39 Meier Franz 1452 Ford-SF 2.50 2 1 4 26.50 6.50 S

40 Akpinar Abuzer 1418 Satranç 2.50 2 1 4 25.00 7.50

41 Simsek Cem 0 Klub Köl 2.50 2 1 4 22.00 6.00 J

42 Zengin Mehmet 0 Satranç 2.50 2 1 4 20.50 6.00

43 Segura Cerveto Jose 0 Satranç 2.50 1 1 4 17.00 2.75

44 Mehner Matthias 918 SF Köln- 2.50 2 1 4 14.50 2.00 S

45 Azimi Reza 1410 Schachuz 2.00 2 0 5 21.00 2.00 S

46 Schütz Samson 1151 Fideler 2.00 2 0 5 20.00 2.00 J

47 Gosebrink Roland 0 vereinsl 2.00 1 0 5 19.00 2.25

48 Abbasov Ümid 759 Wittekin 2.00 1 0 5 17.00 1.25 J

49 Osta Ömer 0 Satranç 2.00 2 0 5 17.00 1.00 J

50 Secen Seref 0 Satranç 1.00 0 0 6 19.00 0.25

51 Bakirci Baris 0 vereinsl 1.00 0 0 6 14.50 0.25 J

Der Turniersieger des Jahres 2008, Eugen Haskelman, gewann also hauchdünn vor dem erfolgreichsten Vertreter des Ausrichters, Alexander Johannes und dem Drittplazierten Alex Peters das Turnier. Dr. Thomas Schunk gewann die Seniorenwertung und der stets gut gelaunte Muhammed Enes Osta wurde zum erfolgreichsten Jugendspieler.

Nach den ganzen schachlichen Aufregungen verlief die Preisverleihung wieder in einer betont entspannten Atmosphäre. Güven Manay und Izzet Yilmaz überreichten nach einem Dankeschön an alle Helfer und Teilnehmer die Pokale, Urkunden und Sachpreise.

 

Der Satranç Club (Satranç ist das türkische Wort für Schach) ist offen für Schachfreunde aller Nationen, Spielstärken und Altersklassen, bietet ein familiäres Ambiente und befindet sich im Kölner Zentrum, dem Neumarkt.

Kontaktieren Sie den Verein gerne unter: [email protected] oder [email protected]. Webseite: www.satranc.de.vu

Im aktuellen stern: Die Türkei schaltet den Turbo ein

Die Türkei schaltet den Turbo ein

Während Erbfeind Griechenland ums Überleben kämpft spielt die Türkei in der ökonomischen Championsleague mit. Dieses Selbstbewusstsein stellt Ministerpräsident Erdogan polternd bei jedem Deutschlandbesuch unter Beweis. Der neue stern erklärt den Boom am Bosporus. Außerdem haben die Heftkollegen im Servicejournal Energiespartipps mal dem Praxistest unterzogen.

via Im aktuellen stern: Die Türkei schaltet den Turbo ein – Digital | STERN.DE.

Einladung des Kompetenzzentrums für Integration der Bezirksregierung Arnsberg

 

 

Einladung des Kompetenzzentrums für Integration der Bezirksregierung Arnsberg

 

 

Bezirksregierung Arnsberg

Dezernat 36

Schloßstr. 14

59821 Arnsberg

Telefon: +49 2931 82 2917

Telefax: +49 2931 82 2909

Homepage: www.kfi.nrw.de

 

 

 

 

Die Kanaken / Willkommen

WILLKOMMEN

Komm Türke, trinke deutsches Bier

Dann bist du auch willkommen hier

Mit Prost wird Allah abserviert

Und du ein Stückchen integriert.

Ihr stinkt nach Knoblauch — lasst den Weg

Esst Sauerkaut mit Schweinespeck

Und wer statt Kinder Dackel dressiert

Der ist fast schon integriert.

Die Pluderhosen stören nur

Tragt Bein und Kopf, doch bitte pur

Politisch seid nicht interessiert

Dann seid ihr endlich integriert.

Als Müllmann mögen wir euch schon

Steht hinten an, geht es um den Lohn

Steht vorn an, wenn man abserviert

Dann seid ihr überintegriert

Daaaaaaaabu babu babu bap kebap

nubap nubau bau kababu bap …

(Türkçe)

HOŞGELDİNİZ

Gel Türk, Alman birası iç,

Buraya hoşgelmiş olursun.

Şerefe (deyip ) Allah’ı dışladın mı,

Bir miktar entegre olmuş olursun.

Sarımsak kokuyorsunuz, yoldan çekilin,

Lahana turşusu ile domuz eti yiyin.

Kim de çocuk yerine köpek giydirirse,

Artık hemen hemen olmuştur entegre.

Şalvar rahatsızlık vermekte sadece,

Bacaklar ve kafanız serbest kalsın.

Polilitikaya da kaldınız mı ilgisiz ,

Artık sonunda olmuş olursunuz entegre.

Sizi zaten çöpçü olarak seviyoruz.

Maaşta geri,

Dışlanmışlıkta da ileri

Fazlasıyla entegre oldunuz aha şimdi.

Daaaaaaaabu babu babu bap kebap

nubap nubau bau kababu bap …

CEM KARACA