Politik für unsere Stadt! Es ist soweit: Startschuss für die politisch Interessierten!

Politik für unsere Stadt!

Es ist soweit: Startschuss für die politisch Interessierten!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Für die nächsten Integrationsratswahlen voraussichtlich am 25. Mai 2014 werden Kandidatinnen und Kandidaten gesucht, engagierte Leute, die sich insbesondere für die Lebenslagen von Zugewanderten in ihrer Stadt einsetzen möchten. Nur mit eigener Initiative hat politische Arbeit Erfolg.

Oft tauchen solche Fragen auf: Wie kann ich mich in meiner Kommune engagieren? Was sind meine Ziele und Überzeugungen? Welche Aufgabe hat eine Stadtverwaltung und wie funktionieren Entscheidungsprozesse?

Diesmal werden Sie noch besser vorbereitet! Antworten auf alle Fragen gibt es nämlich bei vier speziellen Trainings (allg. Infos im Anhang), die die Volkshochschule Bergheim ab dem 05.10.2013 jeweils samstags von 10 bis 17 Uhr (inkl. Mittagspause) anbietet. Die weiteren Termine sind der 07.12., der 11.01.2014. und der 01.02.2014. Das Angebot ist nur für Interessierte aus Bergheim und Kerpen. Erfahrungswissen der Übungsleiter aus der praktischen Arbeit im Integrationsrat sind garantiert. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Machen Sie mit! Interessierte aus Bergheim melden sich bitte an bei der Integrationsbeauftragten Karin Neugebauer unter 02271 89 588, [email protected] Interessierte aus Kerpen wenden sich bitte an Annette Seiche, 02237 58 173, [email protected]

Bitte leiten Sie die Nachricht an Interessierte, die Sie kennen, weiter.

Die Teilnehmer an den Seminaren sind zur Kandidatur für den Integrationsrat natürlich nicht verpflichtet. Die Trainingsinhalte sollen Ihnen auch Erkenntnisse bringen, ob politische Arbeit für Sie interessant ist.

Mit freundlichen Grüßen

Kolpingstadt Kerpen – Die Bürgermeisterin

Im Auftrag

Annette Seiche

Kolpingstadt Kerpen

Abt. 22.3 – Integration

Abteilungsleiterin – Integrationsbeauftragte

Jahnplatz 1

50171 Kerpen

Fon: 02237 58173 Fax: 02237 58102

Mobil: 0178 9309509

Kerpen – gelingt gemeinsam! | Webportal Integration

mailto:[email protected]

 

Karin Neugebauer

Kreisstadt Bergheim

Abt. Demografischer Wandel, sozialraumorientierte Planung und Entwicklung

Fachstelle für Integration, Integrationsbeauftragte

Bethlehemer Str. 9-11

 

50126 Bergheim

Fon: 02271 89 588 Fax: 02271 8971 588

www.bergheim.de

mailto:[email protected]

 

Qualifizierungsreihe für Integrationsräte 2014

TGD – NSU-Bericht

 

 

TGD - NSU-Bericht

2013.08.27_TGD_NSU-Bericht

 

Türkische Gemeinde in Deutschland / Almanya Türk Toplumu
Bundesgeschäftsstelle / Genel Merkez
Obentrautstr. 72, 10963 Berlin
Tel. +49 (0) 30 23 63 51 00
Fax. +49 (0) 30 23 63 55 89
[email protected]
www.tgd.de

Einladung zur Interkulturellen Informations-Veranstaltung für (türkische) Bau-UnternehmerInnen

Starke Argumente

Flyer-neu-2013

 

Einladung zur

Interkulturellen Informations-Veranstaltung für (türkische) Bau-UnternehmerInnen

am Mittwoch, 18. September 2017,
um 15.00 Uhr (Ende ca. 17.00 Uhr)
im Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V., Ausbildungszentrum Kerpen
Humboldtstr. 30-36, 50171 Kerpen

Kopperationspartner:
– Türkisches Generalkonsulat Hürth
– Industrie- und Handelskammer zu Köln, BQN Region Köln („Beratungsstelle zur Qualifizierung von Nachwuchskräften mit Migrationshintergrund in der Region Köln“)

Die Themen der Veranstaltung bilden:
• Erstattung von Ausbildungskosten durch die SOKA-Bau/ Solidarfonds der Bauwirtschaft: Dadurch nahezu kostenneutrale Ausbildung, da eine Erstattung der Kosten im Rahmen des Refinanzierungssystems durch die Soka-Bau erfolgt
• Sicherung der Bauqualität Ihres Unternehmens vom morgen durch einen hohen Ausbildungsstandard
• Unterstützung Ihres Unternehmens im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung in den Ausbildungszentren der Bauindustrie NRW durch systematische Einführung in den Beruf, Vermittlung von Grundlagen und Prüfungsvorbereitung
• Keine langwierige und kostspielige Anwerbung und Einarbeitung von externen Kräften nötig, da intern qualifizierte Kräfte Ihr Unternehmen bestens kennen

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Gemeinsam Vielfalt Fördern (http://www.gemeinsam-vielfalt-foerdern.de/) statt.

Kontakt/Anmeldung unter:

[email protected]

Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V.
Ausbildungszentrum der Bauindustrie Kerpen
Humboldtstr. 30 – 36 – 50171 Kerpen – Germany –
Tel: 0049-(0)2237 5618- 17 – Fax: 0049-(0)2237 53937
http://www.gemeinsam-vielfalt-foerdern.de/

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Stellenausschreibungen z.B. Ausbildungsstelle im Bereich der Bürokommunikation

Sehr geehrte Damen und Herren,

zufällig, durch die unten stehende Pressemitteilung des Ministers für
Arbeit, Integration und Soziales bin ich auf die Stellenbörse der
Landesregierung gestoßen. Dort ist noch eine Ausbildungsstelle für 2013
im Bereich Bürokommunikation ausgeschrieben:

http://mais.nrw.de/06_Service/005_stellenangebot/index.php

Darüber hinaus gibt es dort eine Stellenbörse, wo vom Koch bis zum
Ministerialbeamten alle möglichen Stellenausschreibungen zu finden sind:
http://www.pem.nrw.de/04_Personalgewinnung/index.php

Unten stehend noch die Pressemitteilung zum Pilotprojekt des Anonymen
Bewerbungsverfahrens.
Mit freundlichen Grüßen
Sybille Haußmann

Minister Schneider: Mehr als 20 Prozent Menschen mit
Migrationshintergrund eingestellt
Pilotprojekt zur anonymisierten Bewerbung im Landesdienst

Düsseldorf, 15.01.2013

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes
Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Integrationsminister Guntram Schneider hat dem Kabinett den Bericht zum
Abschluss des bundesweit ersten Pilotprojekts zur anonymisierten
Bewerbung im Landesdienst vorgelegt. *Ich bin hochzufrieden, denn im
Rahmen des Projekts haben wir mehr als 20 Prozent Menschen mit
Zuwanderungsgeschichte eingestellt. Das entspricht beinahe dem
Migrantenanteil in unserer Landesbevölkerung*, sagte der Minister
heute (15. Januar 2013).

Der Bericht komme zu dem Ergebnis, dass anonymisierte
Bewerbungsverfahren in der Regel gut umzusetzen sind und dem Grundsatz
der Bestenauslese ebenso Rechung tragen wie herkömmliche Verfahren, so
der Minister. Allerdings sei die Anonymisierung nicht für alle
Stellenbesetzungen gleichermaßen geeignet; besonders erfolgversprechend
sei sie beispielsweise bei standardisierten Verfahren wie im
Ausbildungsbereich. *Die Landesregierung prüft nun, für welche konkreten
Einstellungsbereiche anonymisierte Bewerbungen als Standardverfahren
geeignet sind*, sagte Schneider.

Durch das anonymisierte Verfahren können auch Migrantinnen und
Migranten zu einer Bewerbung ermutigt werden, die wegen ihres
ausländisch klingenden Namens bereits schlechte Erfahrungen gemacht
haben oder eine Diskriminierung befürchten, so der Minister weiter. *Aus
Untersuchungen wissen wir, dass Menschen mit nicht-deutschem Namen
deutlich seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden als eine
Frau Müller oder ein Herr Meier.* Hinzu komme der positive Effekt,
dass das anonymisierte Bewerbungsverfahren in den beteiligten Behörden
Diskussionen zur interkulturellen Öffnung anstoße und die Sensibilität
für dieses Thema steigere.

An dem Pilotprojekt haben sich acht Landesministerien mit insgesamt 97
ausgeschriebenen Stellen beteiligt, auf die sich 1.256 Personen beworben
haben. 89 Stellen konnten im Lauf der Pilotphase (1. Januar 2011 bis 30.
Juni 2012) besetzt werden, beispielsweise in der Justiz, im Schuldienst,
Städtebauwesen, Arbeitsschutz, Gesundheitswesen und in der Sozialarbeit.
Nach den Ergebnissen einer nachgehenden Befragung, an der sich 414 der
Bewerberinnen und Bewerber beteiligt haben, entsprach der Anteil der
Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund mit 21,7 Prozent
nahezu dem Migrantenanteil in der Gesamtbevölkerung (22,8 Prozent im
Jahr 2011); 20,8 Prozent der im Rahmen des Pilotprojekts eingestellten
Personen hatten einen Migrationshintergrund. Derzeit beträgt der
Migrantenanteil in den Landesministerien zwölf Prozent.

Das Pilotprojekt *Anonymisierte Bewerbungen* ist ein Baustein der
Landesinitiative *Mehr Migrantinnen und Migranten in den öffentlichen
Dienst * Interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung*, die im
Dezember 2010 unter Federführung des Integrationsministeriums gestartet
worden ist.

Kreisverwaltung Düren
Kommunales Integrationszentrum
Raum 423 (Haus C)
Bismarckstr. 16
52351Düren

Tel.: 0049-2421-22-1433
Handy: 0160-97265026
Email: [email protected]

Stellenausschreibung

Stellenausschreibung

Der Kreis Düren (rd. 270.000 Einwohner) ist mit seinen 15
kreisangehörigen Städten und Gemeinden geprägt durch seine
verkehrsgünstige Lage und landschaftliche Vielfalt. Zahlreiche
Bildungsmöglichkeiten sowie Freizeit-, Kultur- und Erholungsangebote
machen ihn zu einem attraktiven Wohngebiet mit ansprechender
Lebensqualität. Sitz der Kreisverwaltung ist die Kreisstadt Düren mit
rd. 90.000 Einwohnern. Die Kreisverwaltung Düren mit ihren mehr als
1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht als modernes
Dienstleistungsunternehmen den Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat
zur Seite. Die Beratung und Unterstützung von jungen Menschen und
Familien stellen insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehr
wichtige Aufgaben der Kreisverwaltung Düren dar. Zum nächstmöglichen
Zeitpunkt ist im Jugendamt folgende Stelle unbefristet zu besetzen:

Sachbearbeiterin/Sachbearbeiter
im Allgemeinen Sozialen Dienst

Aufgabenbereich:

Zu den Aufgaben gehört die Fallverantwortlichkeit für einen eigenen
Bezirk. Wesentliche Aufgaben sind:
die Beratung von Eltern und Kindern in erzieherischen Fragen
die Durchführung von Hilfeplanverfahren bei Hilfen zur Erziehung
Trennungs- und Scheidungsberatung
die Mitwirkung in familiengerichtlichen und
vormundschaftsgerichtlichen Verfahren
Zugangsvoraussetzungen:

Fachhochschulstudium mit dem Abschluss als
Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogin/Sozialpädagoge
(Diplom oder Bachelor)

Anforderungsprofil:

hohes Maß an Einsatzbereitschaft, Belastbarkeit und Flexibilität
soziale Kompetenz, gute Kommunikations- und Teamfähigkeit
Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung
Fach- und Beratungskompetenz
umfassende Kenntnisse der einschlägigen gesetzlichen Grundlagen sind
wünschenswert
Führerschein und PKW erforderlich
Es handelt sich um eine Stelle mit einem Umfang von 39 bzw. 41 Stunden
wöchentlich. Die Bezahlung richtet sich nach Besoldungsgruppe A 10 BBesG
bzw. Entgeltgruppe S 14 SED. Voraussetzungen für eine Eingruppierung in
die Entgeltgruppe S 14 SED sind eine mindestens einjährige
Berufserfahrung im Allgemeinen Sozialen Dienst und die
eigenverantwortliche Durchführung von Verfahren nach * 1666 BGB –
„Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“. Sofern diese
Voraussetzungen noch nicht erfüllt werden, erfolgt eine Bezahlung nach
Entgeltgruppe S 11 SED.

Die Kreisverwaltung Düren hat sich die berufliche Förderung von Frauen
zum Ziel gesetzt. Daher sind Bewerbungen von Frauen besonders erwünscht.
Gleiches gilt für schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber. Ebenfalls
sind Bewerberinnen und Bewerber mit Zuwanderungsgeschichte ausdrücklich
erwünscht.

Die Besetzung der Stelle ist grundsätzlich auch im Rahmen des
Job-Sharings als Teilzeitbeschäftigung möglich.

Für Vorabinformationen stehen Ihnen der Leiter des Jugendamtes, Herr
Gregor Dürbaum, Tel.: 02421 / 22-1101 ([email protected]) oder Frau
Sonja Dahmen, Tel.: 02421 / 22-2485 ([email protected]) -Amt für
zentrale Verwaltungsaufgaben, Einheitlicher Ansprechpartner (EAP) –
gerne zur Verfügung. Weitere Informationen über den Kreis Düren
entnehmen Sie aus der Internetpräsentation: www.kreis-dueren.de

Sofern Sie sich durch diese Ausschreibung angesprochen fühlen, senden
Sie bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 10.02.2013
an den Landrat des Kreises Düren, Amt für zentrale Verwaltungsaufgaben,
Einheitlicher Ansprechpartner (EAP), 52348 Düren.

Workshop für Eingewanderte mit ausländischen Qualifikationen

Flyer Zukunft gemeinsam gestalten 1-13

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

es findet noch einmal ein Workshop für Eingewanderte mit hohen und
mittleren ausländischen Qualifikationen statt.
Er geht über zwei Tage am 28.2. und 1.3.2013. Ziel ist es, dass die
Teilnehmer/innen ihre Potentiale erkennen und noch ein paar neue Ideen
bekommen, wie sie sich hier auf dem Arbeitsmarkt präsentieren können.
Neben Gruppenarbeit und dem Anlegen einer persönlichen Potentialmappe
stehen am zweiten Tag verschiedene Beraterinnen und Berater zur
Verfügung um bei den weiteren Schritten zu helfen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte angehängtem Faltblatt.

Bitte geben Sie diese Information auch an Interessierte weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Sybille Haußmann

Kreisverwaltung Düren
Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten/RAA
Raum 423 (Haus C)
Bismarckstr. 16
52351Düren

Tel.: 0049-2421-22-1433
Handy: 0160-97265026
Email: [email protected]

2. Kongress für Migrantinnen und ihre Organisationen in Deutschland

Zusammen erreichen wir mehr! Vielfalt leben!
Chancengleichheit am Arbeitsmarkt –Vernetzung mit Frauenorganisationen

9.-10.3.2013 in Frankfurt am Main

 

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Weitere Informationen

So haben Sie Istanbul bestimmt noch nie gesehen

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Istanbuls schöner, unbekannter, asiatischer Teil
Foto: picture-alliance / Rainer Hackenberg
Touristen zieht es normalerweise in den europäischen Teil von Istanbul. Dabei warten jenseits des Bosporus diverse Überraschungen auf den Besucher – vom alten Zeus-Tempel bis zu einem polnischen Dorf. Von Eberhard von Elterlein

Hab‘ einen halben Tag lang den Topkapi-Palast durchstreift, anschließend das Nebeneinander christlicher Heiligenbilder und islamischer Medaillons in der Hagia Sophia bewundert.

Habe hoch oben über dem Goldenen Horn im „Café Pierre Loti“ in der Abenddämmerung auf die erleuchtete Eyup-Moschee (in der Nähe) und wieder auf den Topkapi-Palast (diesmal in der Ferne) geschaut – und Istanbul doch erst zur Hälfte entdeckt. Denn wir befinden uns immer noch im europäischen Teil.

Meistens verstehen wir dabei nur Bahnhof. Alle Welt kennt Sirkeci als Ausgangspunkt des Orientexpress, aber weiß jemand, dass der viel schönere Bahnhof im Ostteil steht, trutzig, stolz und mächtig am Ufer des Bosporus?

Haydarpascha wurde 1906 bis 1908 von zwei deutschen Architekten als Ausgangspunkt der legendären Bagdad-Bahn gebaut und ist bis heute mit seiner mächtigen Sandsteinfassade ein Hingucker für alle Bosporus-Fahrer.

Jahrzehntelang diente der Bahnhof als Startpunkt für Fahrten in den Ostteil der Türkei und weiter bis Syrien und den Iran.

Jenseits der Touristenmassen

Doch uns reicht erst einmal der asiatische Teil von Istanbul. Uns interessieren dabei die Orte jenseits der Touristenmassen, abseits der Routen der Reiseveranstalter. Dazu fahren wir auf dem Bosporus, der Europa von Asien trennt.

Mit einem vorerst letzten Blick auf den europäischen Teil mit Galata-Turm, Galata-Brücke und das mächtige Kreuzfahrtschiff „Silver Spirit“ im Hafen von Karaköy wenden wir unsere Köpfe nach rechts gen Osten – und bekommen nach der zweiten und letzten Bosporus-Brücke im wahrsten Sinne des Wortes einen ersten Geschmack vom asiatischen Istanbul.

In Kanlica steigen mobile Verkäufer ein, die die einzige Tradition ihres kleinen, schmucken Ortes feilbieten: einen sehr köstlichen Joghurt mit fester Kruste, der mit Puderzucker bestreut zu einem unvergesslichen Genuss wird.

Sehenswertes nur im Westen

Erster Eindruck nach den ersten Kilometern: Die Sehenswürdigkeiten stehen auf der europäischen Seite des Bosporus: Vom Ciragan-Palast, in dem heute das Hotel Kempinski residiert, über die Burg Rumeli Hisari, die 1452 von Mehmed II. erbaut wurde, um die Eroberung Konstantinopels vorzubereiten, bis zum Dolmabahce-Palast der letzten Sultane – alles im Westen.

Und gegenüber? Einige schwach besiedelte, grüne Hügel, obwohl wir uns immer noch im Stadtgebiet von Ost-Istanbul befinden. Bis wir knapp außerhalb des asiatischen Stadtzentrums – genauer: in der Provinz Istanbul – oberhalb des Fischerörtchens Anadolu Kavagi die beiden stolzen Türme der Burgruine Yoros sehen.

Tummelplatz für Archäologen

Wo einst von den Griechen ein Zeus-Tempel errichtet wurde, bauten die Byzantiner im 13. Jahrhundert hoch über dem Bosporus eine Verteidigungsanlage, die nach wechselvoller Geschichte (1305 von den Osmanen erobert, 1350 von den Genuesern eingenommen, Ende des 14. Jahrhunderts von Sultan Bayezid I. zurückerobert, 1783 noch mal ausgebaut und ab dem 19. Jahrhundert verlassen und dem Verfall anheimgegeben) heute eine beliebte Touristenattraktion ist – und Tummelplatz für Archäologen.

Weil gerade mal wieder Ausgrabungen sind, dürfen wir eigentlich gar nicht ins Burginnere hinein – „fünf Minuten“, sagt der strenge Wächter. Als wir drin sind, wissen wir warum: Übermutige Jugendliche, die es wie wir irgendwie hineingeschafft haben, klettern auf den Mauerresten herum und missverstehen die Burg als Spielplatz, den es bitte schön schnell zu verlassen gilt.

Wir genießen stattdessen die Aussicht über den Bosporus mit seinen friedlich dahinfahrenden Schiffen. Wolken werfen lange Schatten auf große Pinienwälder. Geht man nur ein paar Schritte nach rechts, kann man über eine Steinmauer hinweg in der Ferne sehen, wie der Bosporus ins Schwarze Meer mündet. Ein erhabener Anblick – nur viel zu kurz.

Weiter geht es per Auto – wo wir erfahren, dass wir uns bereits auf einem der Höhepunkte unserer Reise befinden. Der Hügel, auf dem die Burgruine Yoros steht, ist mit über 200 Metern eine der höchsten Erhebungen Istanbuls. Er wird von frommen Muslimen Josua-Hügel genannt, weil sie hier die Grabstätte des Propheten Josua vermuten.

Ein 17 Meter langes Grab

Ein Gedenkplatz mit einer Moschee, die 1755 von einem Wesir Osmans III. errichtet und 1863 nach einem Brand wiederaufgebaut wurde, ist bis heute ein beliebtes Pilgerziel.

Frauen mit Kopftuch lesen im Koran oder beten hier still, während Männer mit Bart und Mütze laut am danebenliegenden Friedhof vor einem Grab beten, das die stolze Länge von 17 Metern hat – angeblich, weil man nicht genau wusste, an welcher Stelle Josua genau begraben liegt.

Wissenschaftler sehen das naturgemäß profaner: „Die archäologische Begründung ist, dass hier Menschen nicht neben- sondern hintereinander beerdigt wurden“, sagt unser Guide Mete Herkman. So oder so gibt es aber keinerlei Beweis, dass Josua tatsächlich hier begraben liegt.

Marmor und Kristallleuchten

Nach so viel Kultur ein bisschen Luxus gefällig? Dann geht es weiter zum kleinen Sommerpalast Kücüksü.

Das Jagdschloss von Sultan Abdulmecit von 1857 diente mit seinen Goldblattdecken, Kristallleuchtern und italienischem Marmor in acht Zimmern und zwei Sälen seit der Republikgründung 1923 als staatliches Gästehaus, in dem unter anderem Kemal Atatürk und Schah Reza Pahlevi geschlafen haben sollen.

Dann kurze Stippvisite bei den Überresten der Asiatischen Festung, der Anadolu Hisari, die 1385 von Bayezid I. errichtet wurde, um an seiner engsten Stelle den Bosporus zu sperren. Heute sind die verbliebenen drei Türme mit türkischen Flaggen dekoriert.

Atatürk im polnischen Dorf

Ausdruck eines türkischen Nationalismus, der 20 Kilometer südöstlich des Stadtteils Beykoz geradezu bizarre Formen annimmt. Denn nach einer Fahrt durch Platanenalleen, vorbei an Pinienwäldern sowie Tomaten- und Bohnenfeldern treffen wir auf eine riesige Atatürk-Statue nicht etwa in einem türkischen Ort, sondern in Polonezköy, einem, jawohl, polnischen Dorf.

Eine Ansiedlung polnischer Auswanderer aus dem 18. Jahrhundert mit Holzhäusern, rustikalen Gaststätten und einer „Polina Patisserie“. Ein beliebtes Wochenendziel, denn wegen der höheren Lage (200 bis 300 Meter über der Stadt) ist es hier meist kühler als in Istanbul.

Ein Klima, das Prominenz angezogen hat: So waren schon Franz Liszt, Pierre Loti und Gustave Flaubert hier zu Besuch, wie uns ein Zeitungsausschnitt im Café „Polonez Köy Kahvesi“ verrät.

Wer nicht so weit fahren will, um die Stadt am Bosporus von ihrer etwas anderen Seite zu sehen, sollte sich – am besten mit einem Picknickkorb bewaffnet – auf den Camlica-Hügel begeben.

Die abgeholzte Erhebung im ansonsten bewaldeten asiatischen Stadtteil Camlica mag mit ihren Sendemasten und dem Fernsehturm im Hintergrund auf den ersten Blick nicht schön anzuschauen sein.

Picknick unter Kiefern

Doch weil man hier den besten Blick auf Europäisch-Istanbul hat und zudem ein Ausflugslokal aus dem 19. Jahrhundert wartet, ist der büyük camlica ein beliebtes Ziel. Familien picknicken auf dem Boden sitzend unter Kiefern; wer es bequemer mag, kann sich auf einer der kleinen Sitzbänke platzieren, die unter Ahorn- und Kastanienbäumen auf grauem Steinboden drapiert sind.

Aus den Lautsprechern quäkt Palas-Musik von Munir Nureddin Selcuk, „der letzte wirklich gute Sänger“, wie unser Guide Mete Herkman meint, als Vertreter der klassischen türkischen Volksmusik.

Ein friedlicher Ort jenseits der Hektik der 13-Millionen-Einwohner-Metropole mit bestem Blick auf die Skyline der Stadt. So wundert es nicht, dass sich mittlerweile ein Brautpaar eingefunden hat, das sich vor dieser attraktiven Kulisse fotografieren lässt.

Palast im Neobarock

Praktisch für uns, dass wir von hier oben gleich unsere nächste Station sehen: das Viertel Beylerbeyi mit der Palastanlage des osmanischen Neobarocks direkt unterhalb der ersten Bosporus-Brücke.

Sultan Abdülaziz ließ den Palast 1863 bis 1865 als seine Sommerresidenz bauen, in der auch ausländische Gäste beherbergt wurden – und in der Tat liest sich die Gästeliste wie ein Who is who der internationalen Politik.

Der österreich-ungarische Kaiser Franz-Josef gab sich hier genauso die Ehre wie Eugénie de Montijo, letzte Kaiserin von Frankreich, und der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II.

Sitzungssaal mit Sultans-Skulptur

Die 24 Räume und sechs Säle sind ausgestattet mit türkischen Teppichen und französischen Kristalllüstern. Die Uhren kommen aus England und Frankreich, die Vasen aus China und Japan.

Es gibt üppige Blattgoldverzierungen, dazu einen beeindruckenden Sitzungssaal mit Marmor-Wasserbecken und Sultan-Skulptur auf einem Pferd.

Und wer so durch Goldenen, Roten, Grünen oder Blauen Salon marschiert samt Gebetszimmer, Thronzimmer und einem Badezimmer, das eigens für den persischen Schah angelegt wurde, bekommt eine Ahnung vom einstigen Glanz des Osmanischen Reichs. Hier wurde Politik gemacht – und über die Bagdad-Bahn und den Bahnhof Haydarpascha gesprochen.

Zu der Palast-Anlage gehört noch aus früherer Zeit ein Marmor-Kiosk, der bis heute eines der schönsten Wasserspiele aus der osmanischen Zeit besitzt, sowie ein Tunnel. Der 1829 von Sultan Mahmud II. gebaute unterirdische Trakt diente bis 1973 als Verbindungsstraße zwischen Beylerbeyi und dem benachbarten Viertel Üsküdar.

Beliebtes Üsküdar

Womit wir dann gleich in Ost-Istanbuls beliebtestem und traditionsreichstem Viertel wären: Üsküdar. Hier finden wir mit der Mihrimah-Moschee ein imposantes Frühwerk von Istanbuls Leib- und Magen-Architekten Sinan, der das Gotteshaus 1547 für Mihrimah, eine Tochter Süleymans des Prächtigen, baute.

Noch vor seinem Hauptwerk, der beeindruckenden Süleymaniye-Moschee, die bis heute die Skyline von West-Istanbul bestimmt. Gleich vor der Mihrimah-Moschee sehen wir einen Barockbrunnen von Ahmed II., der in der osmanischen Zeit Treffpunkt der Pilger nach Mekka war und bis heute für rituelle Waschungen benutzt wird.

Das heißt aber nicht, dass Usküdar ein streng religiöses Viertel ist wie etwa Fatih im europäischen Teil. Nein, Üsküdar ist auch beliebtes Ausgeh- und Shoppingzentrum.

Liebespaare am „Mädchenturm“

Viele Paare und Jugendliche treffen sich zum Beispiel gern am Fähranleger Salacak weiter südlich und schauen verträumt zum „Mädchenturm“ draußen am Meer, eigentlich nur ein ordinärer Leuchtturm auf einer Sandbank mit einem beliebten Restaurant.

Weil es aber eine schöne traurige Geschichte zu dem Turm gibt, derzufolge ein Vater einst seine Tochter auf die Insel verbannte, um sie vor der Weissagung eines bevorstehenden Schlangenbisses zu schützen, um dem später dort vereinsamten Mädchen zum Trost dann einen Obstkorb zu schicken, in dem sich genau jene tödliche Schlange verbarg, lässt sich hier trefflich über die Wendungen des Schicksals sinnieren.

Ein Hauch von Kurfürstendamm

Um dann frisch beschwingt auf der Bagdadstraße im Stadtteil Maltepe das Portemonnaie zu zücken. Die lockere Mischung aus Laubbäumen, Luxusboutiquen und Cafés auf der zehn Kilometer langen Einkaufsstraße erinnert dabei ein wenig an den Berliner Ku’damm.

Wer sich nach dem Shopping erholen will, sollte eine der „Mado“-Eisdielen besuchen. Hier isst man auf cremefarbenen Sofas Eis scheibchenweise mit Messer und Gabel. Und wenn sich nebenan eine ganz in Gelb und Blau gekleidete Familie setzt, sollte man sich nicht wundern.

Ost-Istanbul ist in fester Hand der Fußball-Fans von Fenerbahce von der gleichnamigen Halbinsel. Auch dieser „Garten des Leuchtturms“, wie Fenerbahce übersetzt heißt, ist mit seinen Teegärten, Bars und Offizierskasino ein beliebtes ein beliebtes Ausflugsziel.

Verbannte Prinzen

Wie auch die Prinzeninseln – neun große und acht kleine Eilande gut zehn Kilometer im Marmarameer vor der Küste –, mit denen wir unseren Besuch des asiatischen Teils Istanbuls abschließen wollen.

Seinen Namen erhielt der Archipel durch jene Prinzen, die es in den traditionell kinderreichen Familien des Sultans nicht auf den Thron geschafft hatten. Um den Inhaber nicht von selbigem zu stoßen, wurden die übergangenen Prinzen schlichterhand geblendet und auf jene Inseln verbannt, die jetzt friedlich vor uns im Sonnenschein liegen.

Fünf von ihnen sind befahrbar, und wir haben uns wie die meisten Ausflügler für Büyükada entschieden: Die größte der Prinzeninseln stellt auch mit 7000 Menschen die Hälfte aller Bewohner des Archipels.

Fahrräder und Pferdekutschen

Es gibt keine Autos und keine Taxis, aber dafür Fahrräder und vor allem Pferdekutschen, mit denen man die Insel mit ihren beiden markanten Hügeln umrunden kann.

Wer will, kann auch die Kutsche verlassen, eine steile Straße hinabsteigen und einen Blick auf jenes versteckt liegende Haus werfen, in dem Leo Trotzki hier im Exil lebte. Aber, ehrlich, der Blick auf die Gartenmauer und ein Stück Haus lohnt sich nicht.

Dann ist der Mann schon viel interessanter, der auf dem Boot zurück lauthals Obstmesser verkauft und deren Schärfe an allerlei unschuldigen Äpfeln ausprobiert. Dieser Verkäufer ist selbst ein beliebtes Fotomotiv für Touristen.

Keine Fernzüge mehr

Wie Haydarpascha, von dem wir uns im Abendlicht ein wenig wehmütig verabschieden. Seit Frühjahr 2012 gibt es nämlich keine Fernverbindungen mehr ab Haydarpascha.

Ab 2013 soll das Gebäude dann ganz seine Funktion als Bahnhof verlieren, wenn das „Marmaray-Projekt“ fertiggestellt ist. Dann soll ein Eisenbahntunnel unterhalb des Bosporus Asien und Europa miteinander verbinden.

Schlecht für den Bahnhof, weil der Tunnel nicht dort endet, sondern ein paar Kilometer weiter südlich in Gebze. Aber gut für die Touristen. Die finden dann vielleicht einfacher den Weg in den Ostteil der Stadt.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von Marco Polo Reisen. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

http://m.welt.de/article.do?id=reise%252Fstaedtereisen%252Farticle111494547%252FSo-haben-Sie-Istanbul-bestimmt-noch-nie-gesehen

Stellenanzeige für Hamm und Essen

Das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V. (BFW) ist eine Tochtergesellschaft des größten Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes der bauindustriellen Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen (www.berufsbildung-bau.de, www.grosses-anpacken.de).
In unseren Bildungszentren in Essen, Hamm und Kerpen sind ca. 150 Mitarbeiter/innen beschäftigt, Geschäftsleitung, Buchhaltung und zentrale Dienste befinden sich in Düsseldorf.

Zur Verstärkung unseres Teams in Essen und in Hamm suchen wir zum Januar 2013 je
einen/eine

Projektmitarbeiter/in (20 Wochenstd.)

Ihre Aufgaben:
• Umsetzung eines Projekts zur Berufsorientierung und Vermittlung in Ausbildung von Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund
• Kontaktaufbau und –pflege zu aus der Türkei stammenden Gemeinden/Organisationen
• Organisation von Maßnahmen zur Nachwuchswerbung in den Bildungsstandorten der Bauindustrie in Essen bzw. Hamm

Ihr Profil:
• Sie verfügen über einen Studienabschluss und Berufserfahrung, gerne im Bereich Ausbildung, Ausbildungsvorbereitung, Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund
• Sie sind kommunikationsstark, haben Organisationstalent und hohe Eigeninitiative
• Sie verfügen über Zugang zu aus der Türkei stammenden Gemeinden in Essen/Hamm
• Sie besitzen gute Türkischkenntnisse in Wort und Schrift
• Sie verfügen über umfassende EDV-Kenntnisse (WORD, EXCEL, PowerPoint etc.)

Bei Interesse an dieser anspruchsvollen, vielseitigen und innovativen Tätigkeit in einem attraktiven Umfeld senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bevorzugt per E-Mail einschließlich Lichtbild und Gehaltsvorstellungen an

Persönlich / vertraulich
Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V.
– Geschäftsführung –
Uhlandstr. 56, 40237 Düsseldorf
E-Mail: [email protected]

Weitere telefonische Auskünfte erhalten Sie unter 0211 – 6703 -245 (Frau Agather).