Migrantenverbände zum Koalitionsvertrag: „Ein Wortbruch der SPD“

Migrantenverbände kritisieren Koalitionsvertrag

„Ein glatter Wortbruch der SPD“

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Eines der Wahlversprechen der SPD war die Einführung der Doppelten Staatsbürgerschaft für Migranten. Im Koalitionsvertrag taucht diese auch auf – allerdings in einer abgeschwächten Form. Migrantenverbände sind empört und werfen der SPD Wortbruch vor.

Von Matthias Deiß, RBB, ARD-Hauptstadtstudio

„Ich werde der SPD-Basis keinen Koalitionsvertrag vorlegen, in dem die doppelte Staatsbürgerschaft nicht drin ist. Das mache ich nicht.“ Es war ein vollmundiges Versprechen, das SPD-Chef Gabriel vor knapp zwei Wochen auf dem SPD-Parteitag verkündete. Er habe Wort gehalten, findet Gabriel nach den Koalitionsverhandlungen. „Für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern entfällt in Zukunft der Optionszwang und die Mehrstaatigkeit wird akzeptiert“, heißt es darin unter dem Punkt „Integration und Zuwanderung gestalten“.

via Migrantenverbände zum Koalitionsvertrag: „Ein Wortbruch der SPD“ | tagesschau.de.

Weiter : http://www.tagesschau.de/inland/integration218.html

Erdogan: Die Attacke auf gemischte Studenten-WGs

Was eure Kinder so treiben

Türkischer Kulturkampf: Premier Erdoğan will nicht, dass Studenten beiderlei Geschlechts zusammenwohnen VON ÖZLEM TOPÇU

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Küsse während einer Demonstration in Istanbul  |  © Ozan Kose/AFP/Getty Images

Etwa 100 Meter vom Gezi-Park entfernt sitzt Gökhan Biçici im Café Kumbara (Sparbüchse) und versucht zu erklären, wie der türkische Vater im Allgemeinen so funktioniert. Um ihn herum Studenten; einige lachen und scherzen miteinander, andere sind tief in ihre Bücher versunken. Auf den Tischen liegen unter Glasplatten lauter kleine Zettel mit Botschaften wie „Wer mir Englisch beibringt, dem will ich 40 Jahre lang ein Sexsklave sein“ oder „Kämpfe für deine Freiheit, lebe und lass leben“. Dies ist eine elternfreie Zone, in der man sich sogar die Getränke leisten kann. „Der typische türkische Vater ist stockkonservativ, solange seine Kinder zuhause wohnen, haben sie zu gehorchen und nach seinen Werten zu leben“, sagt der 35-jährige Journalist. „Wenn sie zum Studieren in eine andere Stadt ziehen, will er gar nicht wissen, was sie treiben, obwohl er genau weiß, was da abgeht. Hauptsache sie treiben es nicht in seinem Viertel.“

Das ist der türkische Generationenvertrag: Die Eltern fragen nicht genau nach, und die Kinder blamieren die Eltern nicht vor den Nachbarn oder der Verwandtschaft.

via Erdogan: Die Attacke auf gemischte Studenten-WGs | ZEIT ONLINE.

http://www.zeit.de/2013/47/tuerkei-erdogan-studenten-wohngemeinschaft